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Wie Tinder-Mitglieder schwindeln

Schummel-Spielchen und Betrug bei Tinder

Tinder hat eine moderne Art Partnersuche kreiert. Nach der Anmeldung über Facebook bekommen die User Kontaktvorschläge in Form von Bildern. Diese werden entweder weggeklickt oder positiv bewertet.

Schlimmer als die oberflächliche Einstufung einer Person ist die Tatsache, dass beim Tindern geschwindelt wird, dass sich die Balken biegen. Mit Schummeln beim Alter und bei den Fotos versuchen viele Mitglieder, Dates mit besonders attraktiven Frauen, Männern und mit jungen Singles zu bekommen.

Kritiker bezeichnen Tinder als eine höchst primitive Dating-App. Das Ablehnen eines Menschen hängt einzig und allein davon ab, ob ein Bild gefällt oder nicht. In Millisekunden fällt die Entscheidung darüber, ob es zu einem Kontakt kommt.

Um sich besser in Szene zu setzen, nutzen viele Tinder-Spezialisten nicht koschere Methoden. Man fragt sich: können sich unter so merkwürdigen Umständen überhaupt Liebesbeziehungen bilden? Wie das Tinder-Flunkern genau aussieht und wie man sich schützen kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

 

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aus der Dating-Welt

 

Das Schwindelverhalten auf Tinder
Die Firma Kaspersky ist Ihnen vielleicht von der Internet-Sicherheit her ein Begriff. Statt Hackern und Viren war Kaspersky in diesem Fall Dating-Schwindlern auf der Spur. In einer Untersuchung wurde die Ehrlichkeit der Tinder-Mitglieder getestet.

Das Ergebnis ist einigermaßen erschreckend. Hinter jedem zehnten Profil steht überhaupt kein Mensch aus Fleisch und Blut, sondern ein Roboter. Außerdem hat Kaspersky Security herausgefunden: fast zwei Drittel der echten App-User schwindeln beim Tinder-Profil.

Oft wird das Alter gefälscht. Diese Masche ist höchst beliebt bei Online-Datern. Wer will schon einen gleichaltrigen oder älteren Mann kennenlernen? Da macht es sich doch gut, wenn man seine 30 Jahre auf 22 herunter setzt.

Ich habe im Internet den Erfahrungsbericht einer attraktiven Enddreißigerin gelesen. Mit ihrem fortgeschrittenen Alter kann sie bei Tinder keinen Staat mehr machen. Sobald sie sich im Profil als 28-Jährige outet – was man ihrem Bild absolut abnimmt – kann sie sich vor Kontaktanfragen kaum noch retten.

 

Seriöse Dating Apps:
Hier findet man tatsächlich einen Partner

 

Auch den Fotos bei Tinder kann man nicht trauen. Man klaut (kopiert) sich irgendwo bei Google ein hübsches Bild. Oder nutzt eine Aufnahme von vor 10 Jahren.

Man kaschiert den dicklichen Bauch. Damit erhöhen vor allem Männer ihre Chancen, bei jungen hübschen Frauen zu landen. Kaspersky gegenüber wurde zugegeben: drei Viertel aller Bilder entsprechen nicht dem tatsächlichen Stand.

Wer glaubt, bei der Tinder-App sind nur Singles aktiv, wird von Kaspersky eines Besseren belehrt. Ein Großteil der User gibt sich im Profil zwar als alleinstehend aus. Ist aber in Wirklichkeit in festen Händen.

Somit wird die Dating-App missbraucht, um Abenteuergelüste zu verschleiern. Erst nach dem Date stellt sich heraus, dass der Lover oder das Liebchen zu Hause einen Schatz hat.

 

Partnersuche oder nur Sex bei Tinder?
In den Anzeigen steht oft zu lesen: suche eine nette Frau (bzw. Mann) für eine feste Beziehung. Ich habe Lust, mich neu zu verlieben. Oder ähnliche Sprüche.

Die Kaspersky-Umfrage enttarnt solche Aussagen als unreal. Tinder ist definitiv keine Dating-Plattform für romantische Gemüter. Wer sein Liebesglück finden will, hat bei der Dating-App deutlich schlechtere Karten als bei klassischen Kontaktportalen oder Partnervermittlungen.

Die angebliche Partnersuche entpuppt sich meist schnell als Fata Morgana. Schon bald fangen vor allem Männer an, über sexuellen Praktiken zu chatten. Damit bildet sich für Kaspersky der Eindruck: viele Mitglieder hoffen, bei Tinder jemand zum Poppen zu finden.

Laut Kaspersky sind nur 11 Prozent aller User wirklich auf Partnersuche. Deutlich mehr Leute sind auf Sexkontakte aus. Die oft freizügigen Bilder animieren dazu. Fakt ist, dass die Tinder-Hype zu einer Vielzahl sexueller Übergriffe führt.

Damit jedoch kein falsches Bild entsteht, muss man fairerweise sagen: die überwiegende Mehrzahl der Tinder-Fans suchen laut eigenen Angaben neue Freunde. Also ob man die nicht auch am Wohnort finden könnte.

Fast die Hälfte wollen Spaß haben beim mobilen Smartphone-Dating. Für sie bedeutet Tinder nicht mehr als ein Zeitvertreib. Das wundert uns aber nicht wirklich. Denn die App wird vorwiegend von jungen Chattern heruntergeladen.

 

Dating-Erfahrungen:
Ist Tinder absurd?

 

Ein Haifischbecken mit Betrugsbanden
Als katastrophal schlecht bezeichnet Kaspersky das Sicherheitsbewusstsein der Tinder-User. Manche sind so blöd und veröffentlichen im Profil Namen und Adresse. Damit können sie aufgespürt, belästigt und wegen freizügiger Fotos erpresst werden.

Ein weiteres Manko der Tinder-App: viele User gehen fahrlässig mit der Smartphone-Sicherheit um. Ohne einen guten Virenschützer (Kaspersky, Avira Antivirus, Norton) besteht die Gefahr, dass man Betrüger-Links nicht als solche erkennt. So wird der Link angeklickt. Und schon hat das Gerät eine Schwindler-Software eingefangen.

Noch viel übler ist dran, wer bei Tinder, Badoo, Zoosk oder Facebook auf internationale Heiratsschwindler hereinfällt. Hier geht’s nicht um Virenbefall, Erpressung oder Stalking. Sondern um handfeste finanzielle Verluste.

Tinder und Co. werden vorwiegend von Singles und von jungen Leute genutzt. Von Menschen mit wenig Lebenserfahrung. Aber auch ältere User fallen immer wieder auf die Maschen der Dating-Betrüger herein.

Mit gefälschten Profilbildern nähren Verbrecher vorwiegend aus dem Ausland die Illusion, man hätte es mit hochattraktiven Leuten zu tun. Sie gaukeln einem Mensch meist aus einem fernen Land etwas vor, der seine Chance bei der Partnersuche im Internet sucht.

Mit hilfebedürftig wirkenden Chat-Nachrichten wird der europäische Tinder-Naivling nach Strich und Faden verarscht. Wäre es nicht verlockend, eine super-hübsche Frau aus Südeuropa, Osteuropa, aus der Karibik oder aus Asien zu heiraten? Eine, um deren Sex-Appeal einen sämtliche Freunde beneiden würden.

Das erotische Kopfkino führt dazu, dass Tinder-Nutzer sich viel zu leicht blenden lassen und den Sinn für die Realität verlieren. Damit es zu einem realen Treffen kommen kann, braucht die knackarschige Brasilianerin oder die liebesbedürftige Philippinin angeblich Geld.

Das wird auch prompt überwiesen. Außerdem sind manchmal die Familienangehörige des Liebesbetrügers angeblich krank. Noch einmal wird Western Union bemüht. Am Ende hat man sein Bankkonto überzogen, das Geld ist futsch.

Das Tinder-Profil der attraktiven Fremden auf gibt es plötzlich nicht mehr. Außer Spesen ist nichts gewesen. Das passiert Tag für Tag. In Großbritannien z.B. werden pro Jahr 40.000 User sozialer Netzwerke durch die Traumpartner-Illusion von internationalen Heiratsschwindlern über den Tisch gezogen.

Schuld an diesem Schlamassel ist nicht die Tinder-App oder eine andere an und für sich. Allerdings muss man bemängeln, dass der Betreiber überhaupt keine Sicherheitskontrollen gegenüber Fakes und Schwindlern aufbietet. Hier geht es nur um vordergründigen Profit. Wer ohne Reinfälle chatten will, sollte sich besser bei sicheren Dating-Plattformen umsehen.