Tipps für die Partnersuche

Wie Singles unbewusst eine Beziehung verhindern

Zu dumm, um einen Partner zu finden?

Hast du schon einen Freund (eine Freundin)? Nein? Dann wird’s aber höchste Zeit. Diese ewige Leier nervt Singles mehr als knutschende oder fummelnde Pärchen. Sie schmollen, lenken ab oder ziehen sich zurück. Doch nur wenige gehen in sich, um das Problem des Alleinseins zu lösen.

Viele Singles sind ständig auf Partnersuche. Sie bemühen die Online-Suche im Internet. Sie halten beim Ausgehen Ausschau nach dem perfekten Partner. Sie haben ein Date nach dem anderen. Dennoch will sich das Liebesglück nicht einstellen.

Könnte es sein, dass sich viele Singles unbewusst selber eine Falle stellen? Dass falsche Verhaltensmuster jede feste Beziehung verhindern? Einiges spricht tatsächlich dafür. Hier ein paar typische Kardinalfehler und Problemlösungen für erfolglos suchende Singles.

 

Angst vor einer festen Bindung
Die Schein-Partnersuche ist unter Alleinstehenden weit verbreitet. Man lässt eine Single-Frau oder einen Solo-Mann so lange zappeln, bis er entnervt aufgibt.

Nicht unbedingt, weil der nicht attraktiv genug wäre. Sondern weil das Unterbewusstsein des vermeintliche Suchenden eigentlich gar keine Beziehung will. Weil es Angst hat, sich zu binden, sich in Abhängigkeit zu begeben.

Der unterschwellig auf Ablehnung fixierte Single baut zum Eigenschutz hohe Erwartungen auf. Damit man nach dem Scheitern eines Kontakts erleichtert zu sich sagen kann: (Gott sei Dank), wir passen nicht zusammen.

In Wirklichkeit wird das Passen oder Nichtpassen gar keiner ernsthaften Prüfung unterzogen. Aus Angst, sich auf eine dauerhafte Beziehung einzulassen, treten viele Singles immer wieder mit fadenscheinigen Ausreden, mit hohen Ansprüchen, Date- und Kuss-Verweigerungen auf.

 

Elite-Singles und ihre Liebes-Probleme
So paradox es klingen mag: gerade solche jungen Leute, die hochgebildet sind oder top aussehen, tun sich schwer damit, einen Partner finden. Einen fürs Bett: ja, das funktioniert immer. Eine richtige Beziehung einzugehen ist für sie jedoch schwerer als zum Mond zu fliegen.

Zwar können viele dieser Singles mit einem attraktiven Aussehen aufwarten. Mit Intelligenz, Witz und einem guten Einkommen. Aber gerade das wird ihnen bei der Partnerfindung zum Verhängnis. Kaum jemand traut sich an Leute heran, die scheinbar so weit über dem Durchschnitt liegen.

Kommt es dennoch zu einem Flirtgespräch, wird man nicht selten ein unangenehmes Maß an Arroganz feststellen. Menschen, die sich zumindest unbewusst für die Elite halten, denen hilft auch kein Sex-Appeal, keine gefüllte Geldbörse und kein schicker BMW.

Studierte, reiche und top aussehende Singles stellen an den künftigen Partner viel zu hohe Ansprüche. Wahrscheinlich werden Sie, liebe Leser, als Normalos gar keine Gelegenheit bekommen, mit dermaßen eingebildeten Männern oder Frauen zu sprechen. Beim Ansprechversuch werden Sie übersehen als wären Sie Luft. Oder Sie werden einfach stehen gelassen.

Damit ist für Sie als Normal-Single alles gesagt. Was aber kann den vermeintlichen Elite-Menschen für die Partnersuche raten? Selbst wenn sie das Jagdrevier auf Singles mit dem gleichen Background einschränken, dürften sich die Chancen erhöhen, wenn sie ein klein wenig vom hohen Ross herunter kommen. Zumindest so lange, bis die erste Phase des Kennenlernens vorbei ist.

 

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Verhängnisvolles Abchecken: bist du gut genug für mich?
Viele Singles vergessen, dass eine Lebensgemeinschaft in erster Linie auf Gefühlen und erotischer Anziehungskraft basiert. Fatalerweise gehen sie bei der Partnersuche nüchtern vor wie bei einem Job-Projekt. Oder als würden sie vor dem Autokauf eine Testfahrt machen.

Sie haben keinen Bock auf Abstriche bei der Freizeitgestaltung oder Urlaubsplanung. Sie haben Probleme damit, Kompromisse zu schließen oder Meinungsverschiedenheiten auszudiskutieren. Rücksichtnahme ist unbequem, beeinträchtigt die persönliche Freiheit.

Durch überhöhte Ansprüche werden dem potentiellen Partner alle erdenklichen Hindernisse aufgebaut. Nach dem Motto: eine langfristige Beziehung ist nur durch einen perfekt funktionierenden Partner denkbar. Möglichst durch einen, der sich den eigenen Vorstellungen anpasst. Oder wie durch ein Wunder auf der gleichen Wellenlänge liegt.

Jedes Kriterium des anderen wird auf Herz und Nieren ausgetestet. Erst wenn der Kandidat die Prüfung bestanden hat, lässt man sich auf ein Date oder eine Beziehung ein. Das Leben soll easy und problemlos verlaufen. Singles mit hohen Ansprüchen wollen sich Ärger und Beziehungsstress ersparen. Doch ist das überhaupt realistisch?

Ein zu kleiner Mann bringt Image-Probleme für die Partnerin. Eine kräftige Frau ist erotisch nicht ansprechend genug. Hobbys und Interessen werden bei der Partnersuche besonders gründlich unter die Lupe genommen. Lebensgestaltung und Zukunftsplanung zweier Menschen sollen übereinstimmen. Dazu zählt nicht zuletzt das Herbeisehnen oder die Ablehnung von Nachwuchs.

Die Checkliste zum Finden einer Beziehung ist bei vielen Singles unendlich lang. Dabei stellt sich die Frage: suchen wir eine perfekt konstruierte Maschine? Oder einen Menschen aus Fleisch und Blut? Der Irrglaube, das künftige Leben könne am Reißbrett konstruiert werden, verhindert so manche Partnerschaft.

Die Online-Partnersuche ist für die verhängnisvolle Verzögerungstaktik noch anfälliger als die konventionelle Suche. Weil bei Singlebörsen keine persönliche Begegnung stattfindet. Weil der persönliche Eindruck sich ausschließlich auf abstrakten Werten wie Fotos, Profilen und Nachrichten gründet. Nicht aber auf echten Emotionen und Sympathien. Diese können sich nur bei der direkten Konfrontation in der realen Welt entwickeln.

Wer den Teufelskreis durchbrechen will, muss sich wohl oder übel einlassen. Offenheit und Bereitschaft zum Risiko zeigen. Ständiges Abwägen, endloses Überlegen und Prüfen wird jeden Erfolg in der Liebe verhindern.

Vielleicht sollte man seine Erwartungen an den Partner differenzieren. Unterscheiden zwischen dem, was für eine Beziehung existenziell wichtig ist. Und was utopische Luxusträume sind, auf die man bei genauerem Hinsehen verzichten kann.

 

Mangelndes Selbstwertgefühl verhindert die Beziehung
Manche Singles haben jedes Wochenende ein Treffen. Aber nie ist der Kandidat gut genug, um sich näher zu kommen oder zu verlieben. Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein. So mancher junge Mensch leidet unter Minderwertigkeitskomplexen. Auch die können eine Beziehung verhindern.

Unsere Medienlandschaft preist uns den perfekten Menschen ohne Makel an. Sexy Frauen mit rassigem Aussehen, langen Beinen, knackigem Busen, griffigem Po und blonder Löwenmähne. Große sportliche Womanizer oder Schauspieler mit vollem Haar, ohne Bauch. Und einem Charme, der jedes Frauenherz im Sturm erobert.

Das ist der ganz normale Wahnsinn. Damit müssen wir alle leben. Wenn man sich als Single von diesen irrealen Trugbildern zu sehr beeinflussen lässt, und sich selbst zu klein macht: dann fühlt man sich anderen Männern oder Frauen unterlegen.

Selbstzweifel schleichen sich ein. Man betreibt die Suche nach einem Schatz mit mittelmäßigem Aufwand. Bei der ersten missverständlichen Bemerkung des Date-Partners gibt man auf. Im Glauben, es sei immer noch besser, selbst einen Kontakt zu beenden. Als durch weitere Äußerungen, die man viel zu leicht als Stichelei missinterpretiert, gekränkt zu werden.

Ein Blick auf die tatsächliche Situation könnte zur Lösung führen. Ich habe mir die Einstellungen von Singles in Foren angesehen. Fast niemand will ein Top-Modell oder einen Frauen-Verführer als Partner. Das ist den meisten zu stressig.

Diese vermeintlichen Traumtypen sind nur schwer zufriedenzustellen und zu halten. Sie neigen zu Arroganz und zum Fremdgehen. Eine harmonische Beziehung scheint mit solchen Typen nur schwer vorstellbar.

 

Vorurteil: für ältere Singles ist der Zug abgefahren
Dieser Irrglaube verhindert, in reifen Jahren auf dem Partnermarkt noch einmal aktiv anzugreifen. Dazu ergeben sich unzählige Möglichkeiten: Hinausgehen in die Welt, sich mit einem Bekannten zum Ausgehen aufraffen. Sich an Urlaubsreisen speziell für reifere Singles oder Kreuzfahrten mit der AIDA beteiligen. Mit Gleichaltrigen auf Senioren-Veranstaltungen oder Ausflügen kommunizieren und flirten.

Durch solche Aktivitäten erhöhen sich die Chancen für Ältere, noch einen Menschen für eine feste Beziehung zu finden. Vielleicht sogar einen deutlich jüngeren – wenn man Körper und Geist einigermaßen in Form gehalten hat. Äußerlichkeiten spielen bei zunehmendem Alter eine immer geringere Rolle.

Außerdem sollte man als Single im fortgeschrittenen Alter noch andere Fakten beachten. Diese zeigen, dass die Sterne durchaus noch günstig stehen. Mit dem Anstieg der Lebenserwartung und bei den hohen Scheidungsraten – vor allem bei der Midlife-Generation – steigt die Wahrscheinlichkeit, im Alter allein zu sein. Aber auch die Chance, ein neues Glück zu finden. Sie haben die Wahl!

Männer und Frauen, die vor 30 Jahren mit 45 oder 50 schon fast zum alten Eisen gehörten, stehen heute in der Blütezeit ihres Lebens. Sie ernähren sich im Durchschnitt bewusster, sie rauchen und trinken weniger. Sie treiben mehr Sport und halten sich geistig fitter.

Daher gibt es überhaupt keinen Anlass daran zu zweifeln, dass 50-Jährige und sogar Senioren über 60 noch gute oder zumindest passable Aussichten auf den zweiten oder dritten Frühling haben. Auf eine Beziehung, die es ihnen ermöglicht, im Herbst des Lebens noch einmal eine späte Liebe zu erleben. Wenn auch ganz anders als in jungen Jahren – als Leidenschaft und sexuelle Anziehungskraft noch das Hauptkriterium bei der Partnerwahl darstellten.

Wer sich diese Gedanken verinnerlicht, wird zu dem Schluss kommen, dass es auch für Menschen über 50 noch nicht zu spät ist für die Partnersuche. Selbst dann nicht, wenn man noch nie verheiratet war. Oder noch nie eine längere Beziehung hatte.

Denn noch nie gab es so viele Singles im Seniorenalter wie in unserer Zeit. Damit hat man heute viel bessere Möglichkeiten als früher die Witwenmutter – wenn der Vater zu früh gestorben war.

 

Zu liebe Singles – Unterwürfigkeit als Beziehungskiller
Ebenso kontraproduktiv für eine Beziehung wie zu hohe Ansprüche ist es, wenn Menschen sich zu sehr anpassen. Man hat seinen Traummann oder die Traumfrau gefunden. Man ist happy. Und möchte dieses kaum für möglich gehaltene Glück unbedingt festhalten. In vielen Fällen entspricht der gefundene Single dem Idealbild von einem Partner.

Der Ja-Sager (egal ob Mann oder Frau) ist immer auf Harmonie bedacht. Um bei der Suche nach der großen Liebe Erfolg zu haben, stellt er die eigenen Bedürfnisse ganz weit hinten an: in der Freizeit, beim Besuch der Oma des Partners, beim Sex, bei der Auswahl des Fernsehprogrammes usw. Das macht ihm – dem Anspruchslosen – gar nichts aus.

Manchen Singles gelingt das perfekt, weil es ihrem Naturell entspricht. Andere tun nur so, unterdrücken ihre Wünsche. Sie stehen es aber nicht lange durch. Auf jeden Fall ist die Sklavenhaltung kein Patentrezept für eine dauerhafte Beziehung.

Ja, du hast recht, Darling. Okay, könnte man machen. Ganz wie du willst, mein Schatz. Das überlasse ich dir. Mit solchen Konfliktvermeidungs-Sätzen ordnet der Unterwürfige alles seinem Wunschziel „feste Partnerschaft“ unter. Vor allem dann, wenn der andere den hochattraktiven Traumpartner verkörpert, von dem man schon immer geschwärmt hat.

Doch was passiert, wenn dieser super Typ mit der Zeit feststellt, dass sein Liebling gar kein Charisma hat? Dass er seine Persönlichkeit permanent unter den Scheffel – nur um zu gefallen. Selbst wenn unter diesen Voraussetzungen eine Beziehung entstehen sollte, wird sie kaum lange Bestand haben.

Die Taktik mit dem Anpassen um jeden Preis geht nur selten auf. Die meisten Menschen wünschen sich einen Partner auf Augenhöhe. Einen, der auch mal selbstbewusst auf den Tisch haut. Und kräftig dagegen hält, bis Teller und Blumentöpfe fliegen. Das führt zwar manchmal zum Streit. Aber auch zu Versöhnungen. Erst so bleibt das Zusammenleben spannend.

 

Beziehungs-Probleme dominanter Singles
Herrschsüchtige Charaktere haben ganz erhebliche Probleme, einen Menschen für eine feste Liebesbeziehung zu finden. Ich habe solche Menschen beiderlei Geschlechts in verschiedenen Lebensbereichen kennengelernt. Mit meiner Menschenkenntnis kann ich sagen: die meisten bleiben wie sie sind.

Selbst wenn man sie viele Jahre später wieder trifft, erkennt man schnell: die DNA eines Menschen ändert sich nicht. Die Grundzüge des dominanten Wesens sind immer noch vorhanden.

Während man einen zu anpassungsfähigen Partner mit etwas Geduld zu mehr Selbstständigkeit erziehen kann, sind beim herrischen Typ meist oft Hopfen und Malz verloren.

Der Domina-Typus muss in seiner bestimmenden Art nicht zwangsläufig unsympathisch sein. Manchmal lenkt er Menschen auf eine feinfühlige Art. Aber er lenkt. Und das vertragen viele Leute nicht.

Der Bestimmer unterbreitet seinem übergewichtigen Date-Partner gut gemeinte Ideen, mehr Sport zu treiben und weniger zu essen. Das wird auch seinem sexuellen Verlangen zugutekommen. Dem oder der Schüchternen macht er Therapievorschläge. Wenn das Rendezvous gut läuft, setzt er den Zeitpunkt fest fürs nächste Treffen.

Das Rauchen musst du dir unbedingt abgewöhnen, da spiel ich nicht mit. Er behauptet: kein Mensch verliebt sich auf den ersten Blick. Er drängelt: lass uns gleich Kaffee bestellen, ich muss bald wieder weg.

Beim Date mit einem Bestimmer-Typ werden Sie vielleicht eigenartige Manieren feststellen. Erstaunlich früh fängt er oder sie an zu faseln von Zukunftsplänen und Treueschwüren. Obwohl von Verliebtsein noch gar keine Rede sein kann.

Er fantasiert von Kindern, von Polterabend, Hochzeit und Flitterwochen. Hat vielleicht schon einen Verlobungsring dabei. Er überfällt und überfordert sein Date-Opfer mit selbstherrlichen, voreiligen Plänen. Ohne sich darum zu kümmern, was dieser überhaupt will.

Falls Sie zu den Domina-Singles gehören, die in einer Beziehung alles beherrschen und regieren wollen oder müssen: dann haben Sie nicht viele Möglichkeiten. Suchen Sie sich einen devoten Partner, der sich leicht manipulieren lässt. Weil er ziemlich unattraktiv ist, älter ist als Sie oder andere Handicaps mitbringt. Selbst Flüchtlinge oder Singles aus ärmeren Ländern, die bei uns oder noch in der Heimat wohnen, werden sich in einer Partnerschaft kaum unterbuttern lassen.