Allgemeines zur Partnersuche

Wie man eine Beziehung in den Sand setzt

Was die Partnerschaft zerstört

Was ist nur aus unserer großen Liebe geworden? Das fragen sich viele Paare, wenn die Trennung kurz bevor steht. Zu Beginn einer Beziehung ist alles eitel Sonnenschein. Die Welt erscheint in rosaroten Farben. Doch je länger die Zweisamkeit dauert, desto mehr Kränkungen fügt man dem Partner zu.

In diesem Artikel geht es um vermeidbare Liebeskiller, mit denen viele Paare ihre Lebensgemeinschaft in den Sand setzen.

Den Partner betrügen zerstört die Beziehung
Wenn zu wenig Liebe vorhanden ist, ist das Fundament der Partnerschaft auf Sand gebaut. Wenn Zuneigung und die sexuelle Anziehungskraft mit der Zeit schwinden, verfallen manche Menschen der Versuchung des Fremdgehens. Dadurch geht in vielen Fällen das Vertrauen ineinander und in die Zukunft der Ehe verloren.

Von allen hier genannten Beziehungskillern ist der Seitensprung einer der schlimmsten. Dabei muss man differenzieren, ob es sich um einen einmaligen Fehltritt handelt. Oder ob der Partner immer wieder in fremden Betten wildert. Nur wenn sich der Fremdgänger demütig und reumütig zeigt, hat die Beziehung noch eine Chance.

 

Mangelhafter Sex als Scheidungsgrund
Sie haben schon im Sandkasten miteinander gespielt und Spaß gehabt. Aus der Jugendfreundschaft wurde Liebe. Es konnte gar nicht anders kommen, als dass diese beiden Seelenverwandten den Bund der Ehe eingegangen sind. Das klingt märchenhaft schön. Und doch liegt hier schon die Wurzel späterer Probleme in der Beziehung.

Denn die extrem lange Zeit der Vertrautheit kann sich schon nach wenigen Jahren ungünstig auf das erotische Begehren auswirken. Dann nämlich, wenn man beginnt, den Lebensgefährten sexuell zu vernachlässigen. Menschen, die sich schon ewig kennen, sind besonders gefährdet.

Was diesen Paaren fehlt, ist das Ausprobieren anderer Sexualpartner. Sie hatten immer nur Sex mit dem Einen. Im Verborgenen sehnt man sich danach, andere Erfahrungen zu machen, die man in der Jugend versäumt hat.

Die Lustlosigkeit zeigt sich daran, dass einer von beiden erkennen lässt, dass ihm das Poppen nicht mehr so wichtig ist wie früher. Dass er Ausreden erfindet, den Geschlechtsverkehr ausfallen zu lassen. Oft passiert das in oder nach einer Schwangerschaft.

Lässt man sich dann schuldbewusst doch überreden, ist der Sex nur noch ein schwacher Abklatsch früherer Leidenschaft. Darunter leidet die Partnerschaft. Denn Kuscheln und Poppen gehören zu den elementaren Bestandteilen einer glücklichen Beziehung.

Nicht immer muss schlechter Sex zur Scheidung führen. Manchmal arrangieren sich die Partner. Entweder leben sie sexlos nebeneinander her. Oder sie suchen nach anderen Gelegenheiten, um ihren Trieb zu befriedigen.

Solange man eine Affäre geheim hält oder der Partner beide Augen zudrückt, ist alles halbwegs in Ordnung. Fühlt er sich durch die sexuellen Eskapaden jedoch erniedrigt, wird er wahrscheinlich die Konfrontation suchen. Oft endet das in einem tiefen Zerwürfnis und mit einer Scheidung.

 

Hier gibt es weitere News
zu Beziehungsstress

 

Respektlosigkeit vergrault den Partner
Wer seinen Lebensgefährten nicht mehr achtet, muss sich nicht wundern, wenn er verlassen wird. Wo kein Respekt mehr ist, kann erst recht keine Liebe mehr sein. Doch wie kann es so weit kommen, dass sich zwei Menschen irgendwann so sehr entfremden, dass sie den andern behandeln wie ein Stück Abfall.

Grundlage der Respektlosigkeit ist die wachsende Enttäuschung über die Beziehung. In der ersten Verliebtheit hatte man sich das Leben so wunderschön ausgemalt. Doch was ist davon übrig geblieben: Alltag, Sorgen um die Kinder, finanzielle Probleme. Und ein Schatz, der sich immer mehr gehen lässt.

Respektlosigkeit hat viele Gesichter. Immer wieder wertet man den Partner ab. Man verunglimpft ihn. Sucht ständig Streit, will immer recht haben. Außerdem trägt man ihm vergangene Sünden nach. Eine Ehekrise reiht sich an die nächste. Weihnachten ist längst nicht mehr das Fest der Familie, sondern ein Horrorszenario zwischen zwei Menschen, die längst des Zusammenlebens müde sind.

Es ist schwierig, aus der Falle der Respektlosigkeit heraus zu kommen. Vielleicht könnte eine Paarberatung einen Ausweg bieten. Allerdings macht das nur Sinn, wenn beide grundsätzlich noch an einem Fortbestand der Lebensgemeinschaft interessiert sind.

 

Patentrezepte einer glücklichen Ehe
So übersteht die Liebe stürmische Zeiten

 

Sticheleien und Kritik setzen Beziehungen in den Sand
Die Würde und Freiheit des Menschen sind unantastbar. So steht es im deutschen Grundgesetz. Das darf jeder Bundesbürger für sich in Anspruch nehmen. Doch wie sieht es mit der Würde in Beziehungen aus? Dürfen wir den Partner bedenkenlos kritisieren?

Sich lieben bedeutet: den anderen so zu nehmen wie er ist. Mit all seinen Stärken und Schwächen. Doch im Laufe einer Zeit verschwimmt das immer mehr, was zu Beginn noch ganz selbstverständlich war.

Jeden Tag entdecken wir am Partner mehr Unzulänglichkeiten. Sind wir schlecht gelaunt, kritisieren wir ihn sogar für seine Macken. Im schlimmsten Fall noch vor Freunden und Bekannten. Das verdirbt die Atmosphäre. Missmut und Hass kommen auf. Man denkt darüber nach, sich scheiden zu lassen.

Eng mit der Respektlosigkeit hängt auch das Thema Sticheleien zusammen. Während die Kritik manchmal berechtigt sein kann, geht es bei verbalen Stichen darum, den Partner gezielt und bösartig zu verletzen.

Dazu gehört bereits ein gehöriges Maß an Verachtung. Man lacht ihn gehässig aus wegen eines Missgeschicks. In Gegenwart andere Menschen macht man ihn lächerlich. Man wartet darauf, dass er eine Schwäche zeigt, auf die man eindreschen kann.

In einer solchen Situation ist die Beziehung bereits so weit in den Sand gefahren, dass die Trennung für beide Teile die beste Lösung ist. Bevor man sich die Nerven ruiniert oder in einer Depression endet.

 

Vergangenem Glück nachtrauern
„Warum ist es zwischen uns nicht mehr wie früher? Weißt du noch? So schön war die Zeit, als wir uns kennengelernt und verliebt haben.“

Bilder aus der Vergangenheit sind eine schöne Erinnerung an die jungen Jahre. In einer gemütlichen Stunde sieht man sich die Fotos an. Das Glück vergangener Tage kann so manchen Riss in der Ehe für eine Weile überkitten.

Doch was passiert, wenn man die Gegenwart nur noch an der Vergangenheit misst? Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Natürlich war in der Jugend alles besser. Wir waren unbeschwerter, gesünder, leidenschaftlicher.

Wer immer nur wehmütig daran denkt, was früher besser war, bekommt eine negative Einstellung für die jetzigen Gegebenheiten. Das führt zu Frust und Enttäuschung. Macht sich bald in unschönen Worten und Streit bemerkbar. So hatte man sich das Eheglück eigentlich nicht vorgestellt.

Machen Sie sich bewusst, dass es auch im mittleren Alter viele schöne Dinge gibt, die man zu zweit genießen kann. Der zweite Frühling lässt sich innig, entspannt und bewusst erleben. Nicht getrieben vom Rausch der Verliebtheit und des sexuellen Begehrens junger Jahre.

Wer es versteht, in seinem Leben neue, positive Akzente zu setzen, hat keinen Grund mehr, der Vergangenheit nachzutrauern. Das können so simple Dinge sein wie ein romantischer Sonnenuntergang, das Wiederholen der Hochzeitsreise oder ein Liebesbrief an den Partner. Vergessen Sie das Küssen nicht!

 

Nach enttäuschendem Beziehungs-Aus:
Wie findet man ein neues Liebesglück?

 

Unfähigkeit zu Kompromissen tötet die Liebe
Überall wo Menschen aufeinander treffen, bestehen verschiedene Meinungen. Nicht nur in der Politik, beim Fußball, am Stammtisch, sondern auch in der Intimität einer Beziehung.

Solange man mit seinem Partner rundum zufrieden ist, ist das Nachgeben leicht. Erst wenn sich das Gesamtbild wandelt von Positiv auf Neutral oder Negativ, treten die ersten Verschleißerscheinungen der Liebe ein.

Würde man die Streitpunkte in aller Ruhe analysieren, käme man zu den Schluss, dass es meist nur um unbedeutende Kleinigkeiten geht. Wohin gehen wir am Wochenende? Wo liegt das nächste Urlaubsziel? Soll man tolerieren, dass die Kinder von Oma große Geschenke bekommen? Das sind keine Themen, die eine Beziehung ernsthaft gefährden sollten. Dennoch tun sie es in vielen Fällen.

Manchmal stellt sich einer von beiden oder sogar beide im Lauf einer Beziehung als unnachgiebig oder dominant heraus. Dann spielt es keine Rolle mehr, ob man sich um eine kleine oder große Sache zankt. Man möchte seinen Willen durchsetzen. Erst recht dann, wenn man sich in vergangenen Entscheidungen benachteiligt oder übergangen fühlt.

Kompromisslosigkeit kann als lebensvergraulende Beziehungsfalle eingestuft werden. Man muss sich vergegenwärtigen, wo das eigentliche Problem liegt. Ist es das „unbedingt Recht haben wollen“ wirklich wert, dass man damit die Liebe zerstört?

Man sollte dem Partner sagen, wo in verschiedenen Lebensbereichen die absoluten Schmerzgrenzen der Toleranz liegen. Wenn er damit nicht einverstanden ist oder das Ganze lächerlich macht, ist es wohl besser, die Konsequenzen zu ziehen.

 

Routine kann die Beziehung ruinieren
Sich zu verlieben ist eine spannende Angelegenheit. Jeden Tag entdeckt man neue, aufregende Dinge an seinem Schwarm, die einem verzücken. Nicht nur beim Sex, sondern auch auf emotionaler Ebene.

Doch was ist, wenn man eines Tages alles kennengelernt hat? Wenn alles nur noch Routine und Gewöhnung ist? Dann tritt genau das Gegenteil ein: das Entlieben. Das ist ein schleichender Prozess, den man in der Anfangszeit noch gar nicht richtig wahrnimmt.

Die Routine in einer Partnerschaft verletzt den Partner zwar nicht wie beim Seitensprung oder bei einem heftigen Streit. Dennoch kann die Langeweile genauso zum Liebestöter werden. Nicht selten passiert das in der so genannten Midlife Crisis.

Wie kann man dieser Beziehungsfalle entgehen? So schwer ist das gar nicht. Das Leben braucht nur eine kleine Runderneuerung. Sex ist eminent wichtig in einer Beziehung. Dennoch kann es sich als erfrischende Dusche erweisen, wenn man für eine Weile bewusst auf Intimitäten verzichtet. Desto größer wird z.B. nach 3 Monaten das Verlangen auf den Partner sein.

Eine andere Möglichkeit: beide verändern ihr Outfit. Er lässt sich einen Bart wachsen. Sie bekommt eine peppige Frisur. Der Kleiderschrank wird ausgemistet. Man legt sich ein Tattoo oder ähnliches zu.

Routine entsteht z.B. dadurch, dass man in seinem Kalender zu viele unsinnige Termine stehen hat. Dinge, die kein Mensch braucht. Die aber viel Zeit verschlingen. Zeit, die man andernfalls dem Partner widmen könnte. Zum Beispiel abends, bei einem Glas Wein. Das Entrümpeln des Terminkalenders ist eine der leichtesten Übungen, wenn einem alles über den Kopf wächst.

Apropos Zeit. Wenn man jung ist, noch keine Kinder und nur wenig Verpflichtungen da sind, verbringt das verliebte Pärchen jede freie Stunde miteinander. Doch das ändert sich, sobald im Lauf einer Beziehung immer neue Dinge scheinbar unendlich wichtig werden. So verlieren die Partner den Grund aus den Augen, warum sie überhaupt zusammen leben.

Man sollte wieder mehr Zeit miteinander verbringen, um verkümmerten Liebesgefühlen eine neue Chance zu geben. Man sollte aber auch manchmal getrennte Unternehmungen starten (mit Freunden). Auch das bringt frischen Wind in die eingestaubte Partnerschaft.

 

Eifersuchtsdramen sind schuld an der Scheidung
Schädlich für eine glückliche Beziehung ist vor allem die krankhafte Eifersucht. Denn die sucht geradezu nach Verdachtsmomenten, welche auf die Untreue des/ der Liebsten hindeuten.

Jedes Lächeln eines fremden Mannes der Partnerin gegenüber wird als heimliche Liebschaft interpretiert. Ein zuvorkommendes Servicemädchen wird spitzbübisch beobachtet. Ob der Alte ihr nicht lüsterne Blicke zuwirft. Der Zufallsflirt am Strand verdirbt die Urlaubsfreuden.

Man beobachtet, kontrolliert, macht hässliche Andeutungen. Die meist grundlose Eifersucht wird der andere nicht lange aushalten. Er wird die Scheidung beantragen. Oder mit einer Liebschaft dafür sorgen, dass bald wirklich ein Grund zum Argwohn vorliegt.

Eifersucht hat ihre Ursache in einem Minderwertigkeitsgefühl – vor allem, was das Aussehen anbelangt. Der Eifersüchtige hat entweder in früheren Beziehungen schlechte Erfahrungen gemacht mit einem untreuen, flirtfreudigen Partner. Oder er fühlt sich gegenüber seinem Lebensgefährten als zu unattraktiv. So dass er stets auf das Schlimmste gefasst ist: dass der Partner sich jemand anderen sucht, sich trennt oder sich zu einer Sex-Affäre hinreißen lässt.

Ein Ausweg aus dem Dilemma Eifersucht ist nicht einfach. Es gilt, an seinem Selbstbewusstsein zu arbeiten. Oder sich anzuhören, wie der andere über die Beziehung denkt.

Vielleicht wird sich dabei herausstellen, dass dieser manchmal ebenfalls Eifersuchts-Anwandlungen erlebt. Im Grunde genommen ist eine Prise Eifersucht gar kein so schlechtes Gefühl. Wenn es die Liebe zum andern fördert statt sie zu zerstören.