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Wie gefährlich sind soziale Netzwerke?

Gefahren in Social Communitys

Fast jeder Jugendliche hat bei sozialen Netzwerken irgendein Profil. Sei es bei Facebook, Jappy, Instagram, Spin.de oder anderen. Viele nutzen moderne Apps wie Tinder, Lovoo oder WhatsApp.

Sie kommunizieren mit Freunden. Sie flirten und chatten. Sie stellen Kontakte zu fremden Menschen her. Sie verbringen einen Großteil der Zeit mit Spielen. Oder sie posten Fotos, Videos und Nachrichten. Das Web 2.0 ermöglicht es jedem, aktiv an der Gestaltung des Internets teilzuhaben. Aber wie sieht es mit den Gefahren aus?

Selbst bei Erwachsenen reicht der gesunde Menschenverstand oft nicht aus, um die Tücken sozialer Netzwerke zu erkennen und zu umgehen. Besonders problematisch ist die Sache bei Kindern und Jugendlichen. Da es ihnen an Lebenserfahrung und am kritischen Blick fehlt.

 

Spaß am Chatten
Kaum eine andere Sache zieht junge Menschen so in den Bann wie das Chatten und Computerspiele. Über Apps und bei sozialen Netzwerken wie Facebook und Jappy werden Sprüche gekloppt. Es wird geflirtet. Man teilt Erfahrungen, postet die neusten Urlaubsfotos. Man findet Freunde und Gleichgesinnte. Vielleicht sogar einen festen Freund oder eine Freundin.

Doch was ist, wenn ein junger Mensch auf Leute mit bösen Absichten trifft? Oder auf Fallen, die er nicht ohne weiteres erkennen kann. In diesem Artikel möchte ich auf die häufigsten Gefahren im Social Web hinweisen.

 

Sexuelle Anmache in sozialen Netzwerken
Viele junge Menschen sind in Chats unterwegs. Sie unterhalten sich gern mit Leuten. Sie blöden herum. Sie lernen über die Such-Apps von Tinder oder Lovoo andere Singles kennen. Dagegen ist nichts zu sagen, wenn es nicht gerade ausartet.

Die Gefahr liegt darin, dass abartig veranlagte Erwachsene (nicht nur Pädophile) ebenfalls Chatrooms aufsuchen. Dort geben sie sich als Teenie aus. Oder auch nicht. Sie fordern mit ein paar coolen Sprüchen unerfahrene Mädchen und Jungen vor laufender Kamera zu sexuellen Handlungen auf: zum Strippen, zum Zeigen der Möpse, zur Masturbation.

Sie fragen ein Girl, welche Farbe ihr Slip hat. Ob es schon mal mit einem Jungen gepoppt hat. Sie versuchen sogar, Teenager zu einem Treffen zu überreden. Damit sind Sexualverbrechern Tür und Tor geöffnet.

Andere führen junge Menschen auf Pornoseiten. Wo sie einen affengeilen Fick ansehen sollen. Möglicherweise, um die Teens heiß zu machen. „Das kann ich auch. Hättest du nicht auch mal Lust auf so eine geile Ballerei?“ Es ist nicht zu glauben, wie viele junge Leute dumm genug sind, um auf eine so primitiv-kriminelle Masche hereinzufallen.

Selbst wenn es nicht zu einem realen Treffen kommt: die Nacktfotos und sexuellen Handlungen vor dem Bildschirm sind mitgeschnitten. Und können nun in allen möglichen sozialen Netzwerken verbreitet werden. Es kommt zu Erpressungen und finanziellen Forderungen. Damit peinliche Auftritte nicht publiziert werden.

 

Hier gibt es weitere News
zum Chatten auf Chat-Seiten

 

Pöbeleien, Diskriminierung und Mobbing
in sozialen Netzwerken

Das Internet ist eine relativ anonyme Welt. Hier kann jeder sagen und schreiben, wozu er Lust hat. Das denken zumindest die meisten. Viele Menschen missbrauchen diese „Freiheit“, um im Chat zu lästern. Um andere Leute mit Fäkalausdrücken zu beschimpfen. Natürlich auch, um mit rassistischen Äußerungen auf Ausländer, Flüchtlinge, Schwule oder sonstige Minderheiten loszugehen.

Schlimm wird es dann, wenn sich ein Jugendlicher von nazistischer Hetze dermaßen beeinflussen lässt, dass er diese Ansichten im Geiste übernimmt. Und selbst zu einem Drangsalierer oder Ausländerfeind wird.

Statt sich zu wehren oder alles über sich ergehen zu lassen, sollte man sich von Mobbern fern halten. Suchen Sie sich einen anderen Chatroom. Blocken Sie dieses Ekelpaket. Oder machen Sie Meldung beim Admin des Netzwerks.

 

Gefahr von Datenmissbrauch in sozialen Netzwerken
Untersuchungen haben herausgefunden, wie leichtsinnig viele Menschen mit persönlichen Daten umgehen. Da werden Vor- und Nachnamen veröffentlicht. Dazu das Alter und die Wohnadresse. Sie schreiben, wo sie zur Schule oder zur Arbeit gehen.

Ohne groß nachzudenken, publizieren sie Bilder in Facebook, Pinterest und Instagram. So als wäre die Welt ein Sammelsurium von freundlichen, wohlwollenden Menschen. Kaum einer macht sich Gedanken, was durch den fahrlässigen Umgang mit Daten alles passieren kann.

Wir müssen uns bewusst machen, dass alles, was wir in sozialen Netzwerken von uns preisgeben (Fotos, Daten, Videos) praktisch von der ganzen Welt eingesehen werden kann. Selbst wenn wir es löschen, wird es in den Tiefen des Web immer noch vorhanden sein. Google hat ein gutes Langzeitgedächtnis.

Es hängt nicht nur vom Zufall ab, ob Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene irgendwann geschädigt werden. Wer mit seiner Privatsphäre grob fahrlässig umgeht, muss damit rechnen, dass eines Tages berechnende Elemente versuchen, aus seiner Dummheit und Naivität Kapital zu schlagen.

Auf einmal bekommen wir Spam-Nachrichten, die wir nicht sofort als solche erkennen. Wir öffnen diese Post. Wir klicken auf Links. Kommen auf virenverseuchte Seiten. Oder zu Webseiten, die irgendwelche schwer zu durchschauende Abo-Fallen aufgebaut haben.

 

Tipps zum Chatten und Flirten

 

Gefahr von Suchtpotential und Verdummung
für Jugendliche und Erwachsene

Das ist vielleicht die größte Gefährdung überhaupt. Während andere Punkte zu finanziellem Verlust oder Image-Verlust führen können. Vielleicht auch zu einem kleinen seelischen Knacks durch Cybermobbing. Geht es hier um gravierende Persönlichkeits-Veränderungen.

Der Junge oder das Mädchen kommt nach Hause. Statt Hausaufgaben für die Schule zu machen oder ein Referat vorzubereiten, geht’s gleich ins Internet. Man muss unbedingt nachschauen, welche Neuigkeiten es gibt. Wer das Profil angesehen hat. Welche neuen Kinofilme erschienen sind. Wer flirten oder sich mit mir treffen will. Oder ob bei YouTube neue Musikvideos herausgekommen sind.

Zu viel Zeit in sozialen Netzwerken bedeutet: es findet keine wirkliche Unterhaltung mehr statt. Jugendliche verlernen es, wie man mit anderen Menschen in der realen Welt umgeht und kommuniziert. Die soziale Kompetenz geht verloren. Der Blick ist nur noch auf den Bildschirm gerichtet. Was rundherum passiert, interessiert überhaupt nicht.

Das schränkt unser Blickfeld erheblich ein. Statt in Teenager-Jahren so allmählich eine Persönlichkeit zu entwickeln, verdummen die jungen Leute immer mehr. Viele sind so blöd, dass sie nicht richtig lesen, schreiben, rechnen, ja sogar sprechen können. Körper, Geist und Bildung verkümmern, weil die ganze Konzentration den sozialen Netzwerken gilt.

Da sie die Schule vernachlässigen, bekommen sie keine gescheite Allgemeinbildung. Da sie praktisch nur noch per Computer oder Smartphone mit Menschen kommunizieren, bauen sie keine echte Lebenserfahrung auf. Selbst mit 20 oder 25 sind sie noch dumm wie Stroh. Sie wissen die einfachsten Dinge nicht.

Da weiß einer zwar, wie man bei Photoshop Bilder für Instagram bearbeitet. Er kennt alle Spiele aus dem FF. Er kann witzige Tweets posten. Aber er hat keine Ahnung, was in der Welt vor sich geht. Wie man Eier backt. Wie man sich mit der Oma unterhält. Oder Luft auf den Fahrradreifen pumpt. Um 1 und 1 zu addieren, brauche sie einen Taschenrechner.

Wie soll ein so verkümmertes Gehirn jemals etwas von seiner Lebenserfahrung an seine Kinder weiter geben? Vorausgesetzt natürlich, man ist nicht auch noch zu blöd zum Poppen. Es ist mir klar, dass dies eine überspitzte Formulierung ist, die längst nicht auf alle Jugendliche zutrifft. Gewiss aber auf manche Smartphone-Idioten.

 

Wichtige Vorsichtsmaßnahmen in sozialen Netzwerken
Wie soll man sich gegen Gefahren aus dem Web schützen? Einfach auf’s Chatten verzichten? Nein, das muss nicht sein. Man muss sich nur ein gesundes Misstrauen zulegen. Vor allem Fremden gegenüber.

Bei Netzwerken wie Facebook gibt es Einstellmöglichkeiten für die Sicherheit. Damit kann ein User seine Privatsphäre schützen. Er kann festlegen: meine Bilder, meine E-Mail-Adresse und sonstige Profilinfos sind nur für ausgewählte Freunde sichtbar. Es ist recht unwahrscheinlich, dass einer von denen die Daten missbraucht. Und wenn doch: dann kann man ihm möglicherweise auf die Pelle rücken.

Bei allem, was man auf sozialen Netzwerken tut, sollte man den Gedanken im Hinterkopf haben: würde ich das auch in der normalen Welt tun? Anderen Menschen solche Fotos oder Videos von mir zeigen? Würde ich bei einer Unterhaltung mit Freunden solche Sätze verwenden wie bei meinen Kommentaren bei Facebook oder im Chatroom.

Eine weitere Vorsichtsmaßnahme: Seien Sie generell misstrauisch, wenn ein Fremder daher kommt und bietet Ihnen seine Freundschaft an. Nicht jeder tut das mit lauteren Absichten.

Sie können sich darauf einlassen. Sollten aber in der Anfangszeit der Kommunikation streng darauf achten, was der andere schreibt. Ob Sie aus seinen Worten verdächtige Untertöne heraushören, die auf irgendeine krumme Masche hindeuten.

Überlegen Sie genau, was Sie in sozialen Netzwerken über sich veröffentlichen. Wählen Sie auf jeden Fall einen nichtssagenden Nicknamen. Keineswegs einen mit dem echten Namen drin. Vermeiden Sie es nach Möglichkeit, Wohnort und Telefonnummer preiszugeben. Auch die E-Mail-Adresse, der Arbeitgeber, Lieblingskneipen, Schule oder Uni haben in einem Profil nichts verloren.

Ihre Fotos dürfen ruhig ein bisschen verrückt sein. Das gehört dazu. Das lässt Sie lustig, flippig oder interessant erscheinen. Allerdings sollten die Aufnahmen für niemand Anlass bieten, um auf sexuelle Gedanken zu kommen. Vor allem Mädchen sollten sich hüten, sich im Bikini, mit tiefem Ausschnitt, in Höschen oder sexuellen Posen (Arsch heraus strecken) zu zeigen. Damit ziehen sie nur Ungeziefer an.

 

Überblick der meist frequentierten sozialen Netzwerke
Facebook ist ganz klar der Star. Weltweit und in Deutschland. 25 Millionen Deutsche haben ein Profil. Allerdings geht es hier schon los mit dem Datenschutz. Wie bei vielen Netzwerke, so können wir auch bei Facebook keineswegs sicher sein, dass unsere Privatsphäre geschützt ist. Oder ob die Daten an Dritte weiter gereicht werden.

Am zweithäufigsten wird die WhatsApp genutzt. Der Grund liegt auf der Hand: kostenloses Schreiben von Nachrichten und Echtzeit-Unterhaltungen. Verschicken von Bildern. Einfach unschlagbar.

Twitter, Tumblr und Instagram sind oft genutzte Channels zum Posten von Beiträgen, Bildern und News. Zu den sozialen Netzwerken müssen wir auch die Karrierenetzwerke Xing und Linkedin zählen. Dort geht es nur um berufliche Aspekte. Die Gefahr, auf irgendwelche Idioten oder Verbrecher zu treffen, ist relativ gering.

Der große Renner beim Chatten und Daten sind kostenlose Apps wie Tinder und Lovoo. Ein Suchradar zeigt Leute an, die sich in der Nähe aufhalten. So kann man sich recht schnell auf eine Cola treffen.

Es besteht aber auch die Gefahr, dass man an dubiose Gestalten gerät. Denn anders als bei Online-Singlebörsen findet hier vorab kein Kennenlernen statt. Mit einem Sofort-Date springt man quasi ins kalte Wasser.

Was haben wir noch? Pinterest und Instagram sind Plattformen zum Publizieren und Teilen von Bildern und Videos. Hier sollte man sich sehr genau überlegen, was man tut. Fotos bieten eine große Angriffsfläche.

Auch einige Flirt-Communitys kann man zu den sozialen Netzwerken zählen. Ich denke dabei an Jappy, Spin.de, Badoo und Zoosk. Spin.de ist vor allem bei recht jungen Leuten sehr beliebt. Hier kann man an Spielen teilnehmen, den Chatroom besuchen. Und sogar eine kleine Homepage einrichten.

Zoosk und Badoo eignen sich gut, um Menschen aus aller Herren Länder kennenzulernen. Sie sind international aufgestellt. Beide haben so um die 200 Millionen Mitglieder weltweit.

Einen habe ich noch. Hier werden Sie mit einiger Sicherheit keine Gefährder finden. Das deutsche Netzwerk StayFriends bietet Möglichkeiten, alte Schulfreunde wieder zu finden. Sicher eine nette Idee. Wer sich von ehemaligen Schulkameraden finden lassen möchte, kann sich registrieren. Im Unterschied zu anderen Plattformen gibt hier jeder seinen richtigen Namen an.