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Wie eifersüchtig sind Deutsche in puncto Fremdgehen?

Eifersüchteleien in der Beziehung

Fremdgehen macht Deutsche eifersüchtig
Die Glanzzeiten der Beziehung sind vorbei. Im Schlafzimmer herrscht Ebbe statt glühender Leidenschaft. Die Eheleute fragen sich: wo ist nur die Lust auf Sex geblieben?

Am Anfang der Partnerschaft gab es kein Halten: vor der Arbeit ein Quickie. Nach dem Abendessen gleich noch eine geile Nummer. Und am Wochenende sowieso. Die frisch Verliebten haben keine Gelegenheit ausgelassen, sich der körperlichen Liebe hinzugeben. Doch jetzt ist alles aus und vorbei.

So kommt es, dass viele Deutsche sich heute eine Seitensprung-Affäre zulegen. Mit der sie noch ganz wunderbaren Sex haben.

Solange diese Extratouren unentdeckt bleiben, ist alles noch halbwegs in Ordnung. Was aber, wenn der Partner das Fremdgehen wittert? Wie wird er reagieren? Na klar, wird er eifersüchtig sein. Er wird heftige Szenen machen. Es wird Streit geben. Im Extremfall sogar zu Handgreiflichkeiten kommen.

Die Frage ist nun: gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen? Wie äußert sich die Eifersucht bei beiden Geschlechtern? Wann tritt sie auf, und wie stark? Wann führt sie zur Scheidung?

 

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Warum sehen deutsche Männer und Frauen das Fremdgehen aus unterschiedlichen Perspektiven?
Umfragen unter Paaren sind zu dem Schluss gekommen: es gibt sehr wohl Unterschiede in der Bewertung eines Seitensprungs.

Bis vor einiger Zeit war man der Annahme: verheiratete Männer und Frauen beurteilen das Fremdgehen nahezu gleich. Ein Irrtum, wie sich jetzt herausstellt. Vor allem in Zusammenhang mit so genannten Kuckuckskindern gehen die Sichtweisen der Geschlechter weit auseinander.

Wenn eine Fremdgängerin schwanger wird, weiß sie meist intuitiv, wer der Vater ist. Auch ohne, dass sie sich Fruchtwasser entnehmen lässt. Sie muss nur dafür Sorge tragen, dass der Ehegatte das Kind als sein eigenes ansieht. Auf Gut-Deutsch: sie muss ihm mit Raffinesse das „faule Ei“ unterschieben.

Wie sieht es bei dem Gehörnten aus? Wenn sich Nachwuchs ankündigt. Und wenn er nur den leisen Verdacht hat, sein Weib könne es in fremden Betten getrieben haben: dann ist er naturgemäß verstört.

Ständig kreisen seine Gedanken darum, ob er der biologische Vater ist. Oder ob das Sperma eines anderen Sexpartners die Eizellen seiner Frau befruchtet hat. Er steckt in einem Dilemma.

Sie streitet natürlich alles ab. Er wälzt sich nachts von einer Seite auf die andere. Vor lauter schrecklichen Gedanken findet er keinen Schlaf. Oder er hat Horror-Träume.

 

Warum rasten deutsche Männer in puncto Fremdgehen aus?
Sein Ego ist der Grund, sein Selbstverständnis als Mann. Seine Männlichkeit ist sein ganzer Stolz. Seine Wunschvorstellung geht dahin: ich kann es ihr jederzeit besorgen. Und zwar richtig gut.

In jungen Jahren gab es daran auch gar keinen Zweifel. Doch seit es im Bett nicht mehr so rund läuft, seit die große Lust sich verabschiedet hat, ist er seiner nicht mehr so sicher.

Wenn sie nun sagt, der Schwangerschafts-Test ist positiv. Dann schießen ihm gleich wilde Gedanken durch den Kopf. Wie bitte, soll sie denn von mir schwanger sein? Wir haben pro Monat nur noch zweimal Sex und immer verhütet. 

Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass sie von einem anderen Sexpartner in guter Hoffnung ist? Solche Gedankenspiele lassen ihm keine Ruhe mehr. Der deutsche Mann reagiert total eifersüchtig. Er fängt an, die Frau zu bespitzeln.

  • Was treibt sie eigentlich die ganze Zeit, während er im Büro sitzt?
  • Warum kommt keine Antwort, wenn er ans Telefon geht?
  • Warum kleidet sie sich neuerdings so schick?
  • Er stellt ihr Fragen wie ein Polizist. Wo warst du heute? Er recherchiert bei ihren Freundinnen.

Fehlt nur noch, dass er sich eine Stundenliste erstellen lässt. Oder später nach der Geburt einen DNA- oder Gentest verlangt.

 

Wie eifersüchtig reagieren deutsche Frauen,
wenn er fremdgeht?

Während der Mann erst dann ausrastet, wenn sie sich woanders sexuelle Befriedigung holt, läuten bei der Frau die Alarmglocken auf andere Art und Weise. Wenn er in Nachbars Garten nascht: das ist nicht so furchtbar tragisch, als wenn er sich beim Fremdgehen in die Andere verliebt.

Natürlich ist die deutsche Ehefrau auch dann eifersüchtig, wenn er mit der Kollegin oder einer Zufallsbekanntschaft Sex hat. Doch rasend vor Eifersucht wird die sie erst dann, wenn emotionale Liebesgefühle ins Spiel kommen. Wenn er dabei ist, sein Herz an die Geliebte zu verlieren.

 

Warum gibt es so große Unterschiede in der Denkweise von Mann und Frau?
Das hängt mit der traditionellem Rollenverständnis zusammen. Auch wenn er sich woanders den vielleicht besten Sex seines Lebens holt, so hofft sie doch, dass diese Affäre bald vorbei geht. Sie will ihn als verlässlichen Partner – der er bisher war – behalten.

An eine Scheidung denkt die deutsche Frau erst dann, wenn sich das Fremdgehen über einen längeren Zeitraum hinzieht. Und ihr das Leben zu Hölle macht. Bis dahin versucht sie alles, um für ihn wieder attraktiver zu werden. Und ihn ans eigene Schlafzimmer zu binden.

 

Noch zwei interessante Aspekte der Umfrage
Eine Ausnahme von diesen unterschiedlichen Verhaltensweisen beider Partner bilden atypische Beziehungen. Das bedeutet: für Schwule, lesbische Frauen und bisexuelle Menschen spielen Eifersuchtsgedanken beim Fremdgehen weit weniger eine Rolle wie bei Mann und Frau in einer stinknormalen Beziehung.

Man hat herausgefunden, dass besonders junge Leute stark eifersüchtig reagieren, wenn sich der andere woanders den ultimativen Sex-Kick holt.

Menschen über 45 hingegen sind eher bereit, das Fremdgehen hinzunehmen. Wohl im Hinblick darauf, dass das Poppen ab einem gewissen Alter nicht mehr die tragende Rolle in einer Beziehung spielt.