Allgemeines zur Partnersuche

Uni-Absolventinnen haben es schwer auf dem Partnermarkt

Warum finden viele studierte Frauen keinen Mann?

Reizvolle junge Lehrerin ohne PartnerSiegesgewohnt im Beruf bedeutet keineswegs erfolgreich beim Flirten oder beim Finden eines Partners. Sehr deutlich wird das bei Uni-Absolventinnen.

Sie mögen noch so hübsch, stilvoll und sexy sein: auf dem Partnermarkt gehören Studentinnen und intellektuelle Frauen zu den Verlierern. Viele von ihnen sind nicht vermittelbare Problemfälle.

Sehen wir uns die Mitgliederstruktur einer gehobenen Partnervermittlung wie Parship oder ElitePartner an. Wenn überhaupt, dann sollten sich auf solchen Portalen die besten Chancen für gebildete Frauen ergeben.

 

Doch das ist nur mit Abstrichen der Fall. Denn Hochschulabsolventinnen sind auf solchen Portalen und im normalen Leben gegenüber promovierten Männern und Studenten in der Mehrheit.

Wenn die Frau mit Hochschul-Bildung spürt, dass sie mit der Wahrheit nicht weit kommt, dann schummelt sie bei den Berufsangaben. Statt Bachelor- oder Master-Studium gibt sie eben niedrigeren Berufsstand an. In der Hoffnung, nun würden ihr mehr Männer schreiben. Auch bei Ausgeh-Kontakten und Dates umgeht sie notgedrungen die akademische Wahrheit.

 

Gebildete Frauen wollen Männer auf Augenhöhe
Vergleicht man die Partnersuche in der westlichen Welt, dann bestehen gewisse Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede.

In manchen Staaten spielt die Konfessionszugehörigkeit immer noch eine große Rolle. In Deutschland ist das nicht der Fall. Ob evangelisch, katholisch oder jüdisch: das ist von untergeordneter Bedeutung. Nur islamisch ist ein wenig problembehaftet.

Ein Kriterium, das in den letzten 20 Jahren hierzulande immer mehr in den Blickpunkt gerät, ist das Bildungsdenken auf dem Marktplatz der Partnersuche – denn nichts anderes ist es im Grunde genommen. Männer betrifft das weit weniger als studierte Frauen.

Ungefähr 70 Prozent der Uni-Absolventinnen bestehen auf einem Partner, der ebenfalls die Hochschule erfolgreich absolviert hat. Das sind doppelt so viele wie bei den Männern. Dabei wird manchmal irrwitzigerweise sogar zwischen Bachelor und Master unterschieden.

Man könnte fast den Eindruck bekommen: das Bildungsniveau ist der alles entscheidende Faktor, um die Zuneigung einer Karrierefrau zu gewinnen. Dass dies nicht ganz so ist, werden wir weiter unten noch sehen.

Einen selbstständigen Handwerker zum Freund zu haben, einen Industriearbeiter, einen Polen oder Flüchtling: Das kommt für die studierte Frau überhaupt nicht in Frage. „Das hab ich doch wohl nicht nötig“ denkt sie. Der Umgang mit einem solchen Typen würde ihrem Ansehen und dem vermeintlich großen Selbstbewusstsein schaden.

Die Lage auf dem Partnermarkt wird noch dadurch verschärft, dass immer mehr Frauen an die Uni drängen. Mittlerweile bilden sie an den meisten Hochschulen schon die absolute Mehrheit. Vor allem in den Fächern Sozialwissenschaften, Psychologie, Jura und Betriebswirtschaft. Mit solchen Berufen haben intelligente Frauen einen besonders schweren Stand bei der Partnersuche.

Wie sieht es bei den Männern aus? Auch viele männliche Akademiker würden eine gleichermaßen starke und intelligente Frau gern an ihrer Seite haben. Manchen ist es völlig egal. Ein immer größer werdender Anteil fühlt sich jedoch zu Nicht-Akademikerinnen hingezogen. Sie scheuen sogar vor einer Hochschul-Absolventin zurück.

 

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zu Partnersuche und Beziehungen

 

Uni-Frauen bei Partnersuche schwer zu befriedigen
Selbst wenn man den Bildungsstand eines potentiellen Partners außer Acht lässt, ergeben sich immer noch erhebliche Probleme. Die Damen von der Hochschule hegen auch in Bezug auf Optik und Charaktereigenschaften Ansprüche, die kaum zu erfüllen sind.

Emanzipierte Frauen und Frontkämpferinnen für den Klimaschutz sind kaum bereit, bei der Wahl des Partners Kompromisse einzugehen. Jedes i-Pünktchen muss stimmen, sonst lehnen sie den Kerl komplett ab. Mögen Akademikerinnen in geistiger Hinsicht noch so flexibel sein: In Liebesdingen sind sie genau das Gegenteil.

Frauen von der Uni sind wählerischer als ihre männlichen Kollegen. Sie sieben stärker aus. Die Erwartungshaltung bei der Partnersuche reduziert allenfalls in dem Moment, wo die Akademikerin spürt, dass mit dieser Einstellung kaum Chancen auf eine Beziehung hat.

Doch dann ist es häufig zu spät. Sie hat die 30 deutlich überschritten. Der Partnermarkt ist wie leer gefegt. Bei den gebildeten Singles über 30 gibt es deutlich mehr Frauen als Männer.

Männliche Uni-Absolventen sind scheinbar genügsamer. Und somit erfolgreicher bei der Suche nach dem passenden Pendant.

Für einen angehenden Ingenieur, Studienrat oder Top-Manager spielen die Faktoren Geld, Bildungsabschluss, berufliches Prestige bei seiner Frau oder Freundin so gut wie keine Rolle. Bei sonst gleichen Eigenschaften wird er sich in drei Viertel aller Fälle für die durchschnittlich gebildete Frau entscheiden.

Er setzt mehr auf Attraktivität, Sympathie, Lebensfreude, Freundlichkeit, Gutherzigkeit, Verträglichkeit. Ohne Elite-Gehabe, Schickimicki und nervende Besserwisserei. Da sträuben sich einer hochgeistigen grünen Emanze natürlich die Haare.

Vor allem legt der Uni-Absolvent Wert auf die Fähigkeit, eine einigermaßen harmonische Beziehung zu führen. Solche Eigenschaften findet er bei der Erzieherin, der mittleren Bank- oder Verwaltungsangestellten mindestens genauso gut wie bei der Gymnasial-Lehrerin oder Anwältin.

Wenn er im Internet Ausschau hält nach einer geeigneten Partnerin, dann weicht er nicht selten auf eine Seite mit weniger anspruchsvollen Singles aus

 

Erfahrungen einer studierten Frau
bei der Partnerbörse ElitePartner

Das Vermittlungsportal unterhält verschiedene Foren. Dort schildern akademische Frauen und Männer, was sie bei der Partnersuche auf ElitePartner erlebt haben.

Eine im Beruf erfolgsverwöhnte Frau (Lisa aus Frankfurt) gibt zu, dass es für eine Studierte nicht einfach ist, die Liebe zu finden. Weder in der Freizeit noch im Job oder online.

Die junge Frau hat sich bei ElitePartner angemeldet. Beim Partnerschaftstest gibt sie ihre Interessen und Erwartungen an. Den Beruf hält sie für nicht so wichtig. Da bei ElitePartner wohl alle akademisch gebildet sind.

So entstehen eine ganze Reihe aussichtsreicher Kontakte. Nach einer gewissen Zeit entschließt sich Lisa, einen Mann zu treffen. Alles scheint perfekt zu sein. Er ist charmant, hat gute Umgangsformen, sieht ganz gut aus. Daraus könnte etwas werden, denkt die Frankfurter Akademikerin.

Irgendwann fragt der Typ sie, was sie denn beruflich macht. Sie erzählt, dass sie vor Jahren BWL studiert hat. Und gute Chancen sieht, bald in die Führungsriege eines bekannten Frankfurter Unternehmens aufzusteigen.

Das ist ihr nicht in den Schoß gefallen. Mit viel Zeiteinsatz, Power und Durchsetzungsvermögen hat sie die Karriere kontinuierlich voran geschoben.

Das Lächeln des Date-Partners stirbt just in dem Moment, wo Lisa das vorträgt. Obwohl er eine ähnliche berufliche Laufbahn eingeschlagen hat und ähnlich erfolgreich ist wie sie, kühlt sein Interesse schlagartig ab. Die gleichen Erfahrungen macht Lisa bei den nachfolgenden Dates.

Dass Erfolg nicht unbedingt sexy macht, stellt sich auch in einer Umfrage von ElitePartner heraus: Fast alle Männer – auch akademisch gebildete – würden einer durchschnittlichen Frau den Vorzug geben gegenüber einer Karrieredame. Ein erschreckendes Ergebnis für Frauen von der Uni. Sie bezahlen ihren Intellekt mit dem Chancen-Absturz auf dem Heirats- und Singlebörsen-Markt. Wie es aussieht, schüchtert eine kluge Frau viele Männer ein. Oder sie wird zumindest als unbequem empfunden.

 

Gibt es einen Ausweg?
Die Partnerschafts-Beraterin von ElitePartner rät den Frauen von der Uni, zu ihren Ansprüchen zu stehen. Sie sollen sich nicht „unter Wert verkaufen“. Sie vertraut darauf, dass der gebildete Mann mit der Zeit erkennen wird, dass er sich mit seiner ablehnenden Haltung auf dem Holzweg befindet. Ob diese Strategie aufgeht, wird die Zukunft zeigen.

Möglicherweise ist es nicht der Bildungsgrad an sich, der viele Männer in die Flucht schlägt. Vielmehr sind es die Begleiterscheinungen, welche eine hohe Intelligenz zwangsläufig mit sich bringt.

Kopflastige Frauen neigen zur rationalen Gefühlskälte. Sie wissen alles besser, sie können alles besser, sie überblicken alles besser. Das lassen sie ihre Umwelt immer wieder spüren. Sie tun sich schwer damit, andere Ansichten zu tolerieren. Oder sich damit auseinanderzusetzen.

Vielleicht wäre es an der Zeit, darüber mal ernsthaft nachzudenken. Und – ohne sich zu verbiegen – seine Einstellung ein wenig zu überdenken. Bevor man die Schuld an der eigenen Misere bequemerweise den Männern in die Schuhe schiebt.

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