Single-Magazin

So können Singles Silvester-Vorhaben durchhalten

Cleverness hilft bei Neujahrs-Vorsätzen

Viele Singles scheitern daran, ein Silvester-Vorhaben durchzuhalten. Weil sie die Sache falsch angehen. Hier meine Tipps, wie es gelingen kann

Welche guten Absichten haben Singles an Silvester?
Abnehmen, einen Partner finden, mehr Sport treiben und mehr Zeit für Reisen. Das ist es, was viele Singles sich an Silvester vornehmen. Andere wollen den Zigaretten abschwören, weniger Alkohol trinken, weniger Stress haben oder beruflich weiter kommen. Wie schön das alles klingt.

Die Realität sieht leider ziemlich traurig aus. Eine Umfrage hat ergeben: 6 Monate später ist bei der Hälfte aller Singles von den frommen Silvester-Vorhaben nichts mehr übrig geblieben.

Wie jedes Jahr hat der innere Schweinehund gesiegt. Es ist nicht gelungen, einen Partner zu finden. Auch nicht, das Übergewicht zu reduzieren oder sich sportlich mehr zu betätigen. Der Stressabbau ist ebenfalls fehlgeschlagen.

In diesem Artikel möchte ich ein wenig Ursachenforschung treiben. Warum gelingt es deutschen Singles nicht, die Neujahrs- bzw. Silvestervorsätze in die Tat umzusetzen? Ich gebe Tipps, wie Sie die guten Absichten durchhalten können.

 

Welche Vorteile können gute Vorsätze
bei der Partnersuche bringen?

Dazu muss ich wieder ein Umfrage-Ergebnis bei Singles bemühen: die meisten würden gern einen Freund/ Freundin haben, der sportlich, schlank und Nichtraucher ist. Auch Leute, die diese Kriterien selbst nicht erfüllen, äußern diesen Wunsch.

Ebenfalls hoch im Kurs stehen Singles, die gern auf Reisen gehen und unternehmungslustig sind. Alkoholvernichter und Stressneurotiker sind überhaupt nicht gefragt.

Haben Sie schon mal einen Menschen geküsst mit Nikotingeschmack im Mund? Wie verlockend soll es sein, Sex zu haben mit einem unsportlichen Single, der nach 3 Minuten Bettgymnastik schon atemlos wird? Oder der sich jeden Abend im Fernsehsessel das TV-Programm reinzieht?

Doch bleiben wir noch einen Moment bei der Partnersuche:
Die Erfolgsaussichten für den Silvester-Vorsatz sind schlecht, wenn man mit aller Gewalt einen Schatz finden möchte. Das funktioniert nur selten. Viele Singles schrecken davor zurück, wenn sie merken: der da will unbedingt.

Wer auf Gedeih und Verderb einen Partner sucht, übersieht zudem die Schwächen des anderen. Nach ein paar Wochen oder Monaten wird sich das rächen. Es sei denn, man ist sehr devot und lässt alles über sich ergehen.

Auf der anderen Seite ist es genauso schlecht, wenn ein Single ewig auf einen glücklichen Zufall hofft. Ist das nun Faulheit oder grenzenloses Gottvertrauen? Man sollte schon aktiv etwas tun, um dem Liebesglück auf die Sprünge zu helfen.

An Silvester hat man vorgehabt, dieses Jahr endlich sein Solo-Dasein zu beenden. Also müssen Sie hinaus gehen unter die Leute. Auch offen sein für Singles, die auf den ersten Blick nicht wie der absolute Traumpartner aussehen.

Wenn das alles keine Früchte trägt, können Sie das Glück bei Kontaktbörsen im Internet versuchen. Wichtig ist, dass Sie irgendetwas unternehmen. In Ihrer Zweizimmerwohnung, in der Studentenbude oder in Hotel Mama werden Sie den Traumprinzen oder die Traumfrau gewiss nicht finden.

 

Hier gibt es weitere Infos
über Abnehmen, Motivationsprobleme und Stress

 

Erfolgstipps: Wie können Singles
einen Silvester-Vorsatz langfristig durchhalten?

Nicht gleich die ganze Welt verändern wollen
Statt in der Silvesternacht bei den Freunden mit erhobenem Zeigefinger und hochgesteckten Zielen anzugeben, sollten Sie den Ball lieber flach halten. Überlegen Sie, welche Vorhaben Sie tatsächlich realisieren können. Niemand kann innerhalb von 12 Monaten 20 Kilo an Gewicht verlieren. Gesundes Abnehmen braucht seine Zeit.

Bezogen auf die Partnersuche könnte das bedeuten: geben Sie sich mit kleinen Schritten zufrieden. Es genügt schon, wenn Sie regelmäßig zum Tanzen oder zu Veranstaltungen gehen. Wenn Sie sich mit Leuten im gleichen Alters nett unterhalten. Oder wenn Sie im Internet ein paar Dates ausmachen. Dann sind Sie auf einem guten Weg.

Nichts lässt sich erzwingen. Aber wenn ein Single immer wieder Gelegenheiten schafft, erhöht er damit die Chancen, in absehbarer Zeit einen umwerfend netten Menschen zu finden.

Neue Wege bereichern unser Leben
Bei den meisten Menschen – sogar bei jungen Singles – wird das tägliche Leben bestimmt durch bestimmte Verhaltensmuster, die sich ständig wiederholen. Das ist zwar bequem, macht das Dasein aber auch eintönig. Wenn Sie ausbrechen wollen, sollten Sie über alte Gewohnheiten nachdenken.

Wenn wir in unserem Leben neue Reize setzen: das setzt Glückshormone frei. Nehmen wir das Beispiel Reisen. Bislang verbringen sie den Sommerurlaub meist in Deutschland. Okay, auf Mallorca waren Sie auch schon. Aber das ist alles ziemlich gewöhnlich. Insgesamt sind Sie ein konservativer-behäbiger Mensch, der lieber auf das Altvertraute setzt statt neue Dinge zu wagen.

Dabei fehlt es noch nicht einmal an guten Ideen. Nur sie umzusetzen: das ist das Problem. Sie schauen sich im Internet gern die Bilder und Reiseberichte über Amerika, Afrika und Australien an. Hätten aber niemals den Schneid, dort mal einen Urlaub zu verbringen. Nicht nur im Hotel oder Strand. Sondern als Tramper.

Wenn Sie es eines Tages doch tun, werden sich andere Horizonte öffnen. Neues zu entdecken ist eine der wunderbarsten Erfahrungen, die wir im Leben machen können.

Nach einem 3-wöchigen USA-Aufenthalt werden Sie das Leben in Deutschland mit anderen Augen sehen. Sie haben die Weite, andere Mentalitäten, Weltanschauungen, andere Sitten und fantastische Orte gesehen. Es wird Ihnen bei der Rückkehr bewusst, wie engstirnig, langweilig und fad Ihr bisheriges Leben verlaufen ist.

Was ich eben bei Reisen beschrieben habe, lässt sich auf viele Bereiche des Lebens übertragen. Sie könnten die ausgetrampelten Wege verlassen, um einen neuen Partner zu finden. Sich z.B. auf Kontakte mit Personengruppen einlassen, über die sie bislang leichtfertig hinweg gesehen haben.

Zum Abnehmen könnten Sie sich einer Weight Watcher-Gruppe anschließen. Den stressigen Job durch einen anderen eintauschen. Sie sind noch jung. Die Arbeitsmarktchancen sind noch gut.

Konkrete Silvester-Vorhaben sind besser als Allgemein-Floskeln
Viele Singles wollen abnehmen, Sport treiben oder einen Partner finden. Doch bei der Umsetzung der Silvesterwünsche scheitern sie kläglich. Einer der Gründe besteht darin, dass wir unsere Vorhaben zu allgemein halten.

Viel erfolgversprechender ist es, wenn wir uns genau aufschreiben, wie wir unsere Ziele erreichen können. Und diese Maßnahmen gleich in ein positives Gewand kleiden.

Statt „Ich will abnehmen“ oder „Übergewicht abbauen“ sollten wir lieber schreiben: Schokolade, Cola und Kuchen brauche ich nicht, um ein zufriedenes Leben zu haben. Ich werde mich viel wohler fühlen ohne Süßigkeiten. Mit einer guten Figur klappt es auch besser beim anderen Geschlecht. Setzen Sie solche positiven Anreize!

Wenn Sie solche Gedanken immer wieder verinnerlichen, können Sie mit der Zeit unseren Feind – das träge Unterbewusstsein – in eine gewünschte Richtung manipulieren. Dann hat auch der innere Schweinehund keine Chance mehr.

Statt zu sagen: ich werde Sport treiben, gehen wir bei den Silvester-Vorsätzen besser ins Detail. Die Ziele könnten z.B. so formuliert werden: Ich werde 2 Mal die Woche im Fitnessstudio trainieren. Dort neue Leute kennenlernen.

Bei schönem Wetter werde ich die Joggingschuhe schnüren. Am Wochenende mache ich mit Freunden einen Spaziergang durch die Stadt. Damit verbessere ich meine Chancen, vielen hübschen Frauen (feschen Männern) zu begegnen ganz erheblich.

Auch die Floskel: „Ich werde mir einen Schatz suchen“ ist nicht zielgenau. Überlegen Sie, durch welche konkreten Aktivitäten Sie das erreichen können.

Schreiben Sie zum Beispiel auf: Ich werde künftig öfter die Wohnung verlassen. Alle Feste in meiner Stadt besuchen. Ich werde keine Geburtstagsparty mehr versäumen. Und mehr Kontakt zu meinen Facebook-Freunden haben. Auf Umwegen kann man auch dort Singles kennenlernen.

Den Alltagsstress zu reduzieren ist sicher ein gutes Vorhaben. Diese Formulierung ist aber auch zu schwammig. Sie hängen einen Zettel an die Pinnwand: ich werde im neuen Jahr an der Volkshochschule einen Kurs für Autogenes Training oder Meditation belegen. Und diese Übungen zu Hause konsequent durchführen. Das führt mich zu mehr innerer Ruhe. Ich werde besser schlafen. Und nicht mehr so nervös sein.

Abends werde ich den Tagesstress bewältigen, indem ich mich auf dem Crosstrainer auspowere. Im Betrieb mache ich mir meist selbst unnötigen Trouble. Weil ich zu perfekt sein möchte. Auch daran werde ich arbeiten. Mir ein Beispiel nehmen an weniger dynamischen Mitarbeitern.

Neujahrs-Vorsätze positiv formulieren
Ich darf dies nicht, ich darf das nicht. Stattdessen muss ich das und jenes. Disziplin und Zwänge wie in der Schule, beim Bund oder im Kloster. Wenn Sie sich an Silvester lauter Verbote auf die To Do-Liste schreiben, werden Sie wahrscheinlich scheitern. Wenn Sie hingehen und die Ziele mit positiven Worten ausschmücken, stehen die Chancen auf Veränderungen viel besser.

Sie haben einen ganz schlechten Tag. Sind überhaupt nicht motiviert, sich an die Glück bringenden Vorsätze von Silvester zu erinnern. Der innere Schweinehund reibt sich schon genussvoll die Hände. Doch wie kann man sich gegen Rückschläge schützen?

Denken Sie daran, was Sie bisher schon erreicht haben. Wie viele Pfunde schon gepurzelt sind. Wie Sie nun ohne Mühe 30 Minuten am Stück laufen können, ohne einen Herzinfarkt zu bekommen.

Führen Sie sich vor Augen, wie viele nette Singles Sie bei der Kontaktbörse, im Sportverein oder im neuen Dance-Club schon kennengelernt haben. Wie wunderbar Sie es finden, mehr Zeit mit den neuen und alten Freunden zu verbringen. Welche Fortschritte im Französisch-Kurs schon zu erkennen sind.

Diese positiven Gedankenbilder können uns davor bewahren, in faule Gewohnheiten zurückzufallen. Wieder ein träges, inaktives, uninteressantes und ungesundes Leben zu führen. Sie können eine Hilfe sein gegen den teuflischen Verführer in unserem Inneren.

So können Singles schlechte Gewohnheiten clever umgehen
Warum ziehen Sie sich jeden Abend vor dem Fernsehen eine Schachtel Pralinen oder eine Tüte Chio Chips in den Kopf? Es ist nicht nur der gute Geschmack und die Lust auf Essen. Es kann noch mehr dahinter stecken.

Sie brauchen das Naschen, weil sie beim Ruhigsitzen eine innere Unruhe spüren. Weil sie nicht ruhig sitzen können, ohne die Hände zu bewegen. Weil Sie sich abreagieren müssen. Oder sich nach einem anstrengenden Arbeitstag belohnen wollen.

Wenn es nur nicht so schädlich wäre! Sie nehmen zu. Sie bekommen Karies, und später im Alter Diabetes. Dabei könnte man diese Risikofaktoren ganz gut vermeiden. Sie müssen sich nur eine relativ unschädliche Alternative ausdenken.

Essen Sie Salzstangen oder Popcorn statt der fetten, glutamathaltigen Chips. Wenn Sie die Hände unbedingt bewegen müssen: dann nehmen Sie einfach ein paar leichte Hanteln von 1,5 kg. Und heben die eine Weile hoch und runter, während Sie in die Glotze starren. Das hätte noch einen positiven Nebeneffekt: Sie stärken die Armmuskeln und Sie bauen Aggressionen ab.

Solche Ersatzbefriedigungen können wir auch in anderen Bereichen neu erfinden. Statt zur Zigarette zu greifen, nehmen Sie irgendetwas anderes zwischen die Zähne. Selbst wenn es ein süßer Lutscher sein sollte: das ist noch viel besser als Nikotinqualm zu inhalieren.

Mit etwas Fantasie werden Ihnen noch andere Dinge einfallen. Man muss sich nur die Zeit nehmen, und denken: warum tue ich das eigentlich? Welche unschädlichen Alternativen gibt es, die denselben Zweck erfüllen?

Umgang mit dem inneren Schweinehund
Er ist uns ein treuer Weggefährte. Ein ganzes Leben lang begleitet er uns durch dick und durch dünn. Er suggeriert uns, faul und träge zu sein – statt Sport zu treiben. Er verführt uns dazu, leckere Sachen zu essen, statt das Körpergewicht zu reduzieren: Iss ruhig noch einen Kuchen, davon stirbt doch keiner.

Der innere Schweinehund verführt Singles in Stress-Situationen zum Rauchen. Statt zu verreisen, verbringen sie die Ferien an der Costa Terrassia. Am Abend trinken sie zur Entspannung Alkohol, statt das Adrenalinhormon durch einen Spaziergang abzubauen.

Doch wir stehen dem inneren Schweinehund nicht hilflos gegenüber. Man muss ihn nur zu nehmen wissen. Beispiel: viele Singles – vor allem Frauen – haben sich an Silvester vorgenommen: dieses Jahr muss ich unbedingt etwas gegen die überflüssigen Pfunde machen.

Das funktioniert zuerst auch ganz gut. Auf der Geburtstagsfeier der Freundin essen sie nur einen einzigen Apfelkuchen statt wie früher 3 Sahnetorten. Am Abend werden keine Chips mehr gefuttert. Pro Wochen geht die Single-Frau nun 3 Mal joggen. Wenn auch noch in einem geringen Tempo. Alles ist perfekt. So wird sie innerhalb eines Jahres etliche Kilos abnehmen.

Dann aber kommt der Zeitpunkt, wo der Teufel wieder zuschlägt. Der immer auf seine Chance lauert. Der uns ständig zum Dolce Vita verführen will. Die Single-Frau hatte bei der Arbeit Ärger mit dem Boss. Danach war sie beim Zahnarzt. Zu Hause warten Waschmaschine und Abwasch. Ein Tag so richtig zum Kotzen. Oder halt zum Sündigen.

Nach dem Essen geht sie noch rasch in den Supermarkt. Bei so viel Frust braucht sie ein paar Glücksmomente. Sie holt sich eine Tafel Schokolade, eine Tüte Chips und eine Flasche Sekt. Jogging fällt heute aus. Es ist eh nur Sauwetter.

Stattdessen sieht sie sich die Lieblingsserie an. Dann noch Gute Zeiten schlechte Zeiten und noch einen Film und noch einen Tatort. Dabei sündigt sie ungeniert vor sich hin. Man gönnt sich ja sonst nichts. Der innere Schweinehund hat wieder gesiegt. So weit, so schlecht.

Der entscheidende Fehler kommt aber erst jetzt. Am nächsten Tag denken viele Singles nämlich so: okay, das war es wohl mit den Silvester-Vorhaben. Es ist doch klar, dass ich das nicht auf lange Zeit durchhalten kann.

Sie verfallen wieder in alte schlechte Gewohnheiten. Körperertüchtigung fällt jetzt generell aus. Denn Sport ist Mord, wie wir alle wissen. Es wird wieder fettreicher gekocht. Oder man holt sich Pizza, Pommes oder einen Burger. Bei so viel Alltagsstress braucht man am Abend eine Portion Alkohol. Wie soll man das sonst aushalten?

Doch überlegen Sie mal, was eigentlich mit Ihrem Ausrutscher passiert ist. Nur für einen einzigen Abend hat der innere Schweinehund triumphiert. Sie haben gesündigt. Noch nicht einmal so extrem. Es hätten durchaus auch 2 Tafeln Schokolade sein können. Mit diesen Minimalsünden nur an einem einzigen Tag nehmen Sie etwas zu. Sagen wir: 1 Kilo. Das war es aber auch schon.

Diese einmalige Schwäche ist kein Grund, das Unternehmen „Abnehmen“ aufzugeben. Machen Sie am nächsten Tag einfach dort weiter, wo sie vorgestern aufgehört haben. Sie werden immer wieder mal zu schwach sein, um den süßen Verlockungen des Lebens zu widerstehen. Das ist menschlich.

Aber der Rückschlag wird jeweils nur an einem einzigen Tag stattfinden. Vielleicht einmal pro Monat. Das ist kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Und die guten Vorsätze abzuschreiben. 

Wenn Sie an 28 oder 29 Tagen das Silvester-Vorhaben in die Tat umsetzen. Dabei 1 oder 2 Tage – nur wenn es nicht anders geht – sündigen oder zu bequem sind: dann werden Sie garantiert abnehmen. Oder auch ein anderes Ziel erreichen.

 

Warum scheitern so viele Silvester-Vorhaben?
Wenn man die Gründe für das „Versagen“ analysiert, stößt man immer wieder auf dieselben typischen Fehler:

Die Vorsätze sind für Singles unrealistisch
Ob es nun um Abnehmen geht, um mehr sportliche Aktivitäten oder um mehr Zeit für soziale Kontakte statt Überstunden: Singles, die sich an Silvester zu hohe Ziele setzen, werden nur selten durchhalten. Manche noch nicht mal 4 Wochen.

Sie setzen sich einem zu großen Erfolgsdruck aus. Irgendwann meldet sich der innere Schweinehund. Er verlockt dazu, Schokolade zu essen, faul vor dem Fernseher zu sitzen statt Fitness zu treiben. Oder sich doch wieder eine Schachtel Marlboro zu ziehen.

Wir können uns schon nach den Feiertagen überlegen, welche Silvester-Vorhaben erreicht werden können, ohne dass wir unser Leben auf den Kopf stellen. Und welche zumindest unter normalen Umständen ein Traum bleiben müssen.

Sie wollen Fitness- und Krafttraining machen. Um die Attraktivität auf Männer oder Frauen zu verbessern. An Silvester nehmen Sie sich vor, von jetzt an 3 Mal pro Woche Gewichte zu stemmen. Und sich ein Laufband oder einen Hometrainer anzuschaffen.

Mit solchen Übertreibungen wird der Wochenablauf zu stressig. Sie haben viel weniger Zeit für andere Dinge. Schon bald werden Sie jede Lust am Sport verlieren. Und überhaupt nichts mehr machen.

Statt nach den Sternen zu greifen, beschränken wir uns also besser auf das, was realisierbar ist. Dann werden wir immer wieder kleine Erfolge sehen. Das schafft genügend Motivation, um seinen Vorsatz für längere Zeit oder für immer durchzuhalten.

Schlechtes Timing für das neue Vorhaben
Silvester ist oft nicht ideal, um neue Ziele anzugehen. Zwar bietet sich die Jahreswende an, um über Verhaltensweisen nachzudenken. Und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Dennoch ist der Januar nicht für alle Vorsätze der beste Monat.

Es wäre genauso gut, wenn Sie sich im Sommer ein neues Ziel setzen. Manchmal sogar besser. Angenommen: Sie können sich gut vorstellen, die Fitness durch Fahrradfahren oder Nordic Walking zu verbessern. Dieses löbliche Vorhaben können Sie in der warmen Jahreszeit viel besser anfangen als nach Neujahr.

Wir müssen es uns nicht unnötig schwer machen. Sie gehen ja auch nicht wandern, wenn es draußen in Strömen regnet. Sondern wenn die Sonne scheint. Wenn wir flexibel denken und unsere neue Aktivität der Jahreszeit oder der Lebenssituation anpassen, haben wir viel bessere Erfolgschancen.

Es ist Quatsch, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören wollen zu einer Zeit, wo Sie im Prüfungsstress stecken. Viel besser geeignet wären der Urlaubsbeginn oder die Semesterferien.

Sie haben sich vorgenommen, auf der Karriereleiter nach oben zu steigen. Das geht auch nicht immer. Es kostet Einsatzwillen, Kraft und volle Konzentration. Dieses Vorhaben ist nicht zu realisieren, wenn Sie abgelenkt sind durch die Scheidung der Eltern, Probleme mit dem Rücken oder ständigen Zoff mit dem Vermieter. Es gilt also immer, den idealen Zeitpunkt für eine neue Lebensgestaltung herauszufinden.

Vorsätze sinnlos, wenn Singles nicht wirklich motiviert sind
Im Spiegel sehen Sie Fettpolster. Die Arbeitskollegen verreisen ständig. Sie bleiben zu Hause. Jeden Tag rauchen Sie eine Schachtel Zigaretten. Jeden Abend trinken Sie ein Feierabendbier oder zwei.

Das Gewissen (der Feind des inneren Schweinehundes) sagt Ihnen immer wieder, wie ungesund und lustlos sie leben. Das muss sich unbedingt ändern! An Silvester fassen Sie 2 gute Vorsätze für das neue Jahr. Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht schaffe.

Das Problem ist nur, dass sie mit diesem sündhaft-bequemen Leben sehr zufrieden sind. Das Vorhaben, sich zu ändern, wird mehr oder weniger von außen an Sie herangetragen. Die TV-Werbung, die Sprüche der Kollegen: alles führt Ihnen vor Augen, wie schwach Sie sind gegenüber den Versuchungen eines süßen Lebens.

Doch Sie fühlen sich wohl dabei. Übergewicht abbauen, Nichtraucher werden, mehr Bewegung oder Verreisen: das sind nicht Ihre ureigenen Bedürfnisse. Und so besteht auch praktisch keine Chance, sie zu verwirklichen. Schon 3 Wochen nach Neujahr sind die halbherzig gefassten Vorhaben vergessen. Der innere Schweinehund musste sich noch nicht mal besonders anstrengen.

Bei der Partnersuche scheitern viele Singles daran, dass sie sich – oberflächlich betrachtet – zwar verlieben wollen. Der Partnerwunsch ist aber nicht stark genug, um wirklich Erfolg zu haben. Wenn man einen solchen Menschen fragt: bist du eigentlich glücklich als Single? Dann bekommt man ein „Ja“ als Antwort.

Wer mit seinem Leben zufrieden ist oder es bequem findet, will gar nichts ändern. Warum auch? Es ist nur eine Alibi-Partnersuche. Weil andere Singles es auch machen.