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Schwulen-Kontakte: gayParship im Test

 Schwulen Partner finden bei gay-parship.de

Webseite: gay.parship.de

Partnersuche für Schwule:
Er sucht ihn bei gayParship

Mehrfacher Testsieger: gay Parship.de
Lesbisch oder schwul zu sein ist schwer in Mode gekommen. Doch wo findet ein schwuler Single seinen Liebsten? Möglichst ohne Aufsehen, anonym und diskret. Nicht übernächstes Jahr, sondern bald.

Seit es das Internet gibt, können homosexuelle Männern auch online auf Partnersuche gehen. Beste Möglichkeiten dazu bietet die Partnervermittlung gayParship. Das Portal besteht aus zwei Abteilungen. Zum einen dürfen lesbische Frauen eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerin finden. Zum andern können Männer mit homosexuellen Neigungen Kontakte herstellen zu Gleichgesinnten, sich kennenlernen und ein Treffen arrangieren.

Im Vergleich zu anderen Partnerbörsen liegt die Erfolgsquote bei gayParship außerordentlich hoch. Fast 40 Prozent aller Singles finden hier die große Liebe. Eine Tunten-Beziehung und die Homo-Ehe werden in Deutschland immer noch argwöhnisch beobachtet und ausgelacht. Wer bei gayParship einen Partner sucht, ist frei von homophoben Diskriminierungen. Niemand muss sich verstecken oder Hemmungen haben. Denn alles läuft diskret ab.

Zunächst durchläuft man vor dem Gay-Dating einen Fragebogen, in welchem der Vermittler die Persönlichkeit und den Charakter des schwulen Singles herausfindet. Anschließend werden gleichgeschlechtliche Kontakte zu Männer unterbreitet, die man anschreiben darf. Ziel der Partnersuche ist ein reales Date, das nicht unbedingt in einer Schwulenbar oder Homo-Diskothek stattfinden muss.

Bei meinem Test ist mir aufgefallen, dass die meisten schwulen Männer akademische Grade oder hochrangige Berufe haben. Nur selten sah ich einen Elektroinstallateur, Krankenpfleger oder einen Kfz-Mechatroniker. Die meisten schwulen Gesellen sind nicht etwa Friseure, Masseure, Köche, Kleiderverkäufer, Dekorateure oder Blumenhändler. Sondern studierte Singles wie Lehrer, Ärzte, Wissenschaftler, Designer, Pädagogen, Soziologen, Psychologen, Studenten, Anwälte, Künstler und Software-Entwickler.

 

Die ersten schwulen Männerkontakte in meinem Profil
Bevor ich den Ablauf der Partnersuche im Detail schildere, gebe ich Ihnen zunächst einen Einblick, was Sie bei gayParship erwartet. Nachdem ich den Persönlichkeitstest bewältigt hatte, waren im Nu Dutzende Partnervorschläge in meinem Profil aufgelistet. Die Fotos sehen verwischt aus. So dass man die Gesichter nur vage erkennen kann. Sehr viel besser sieht es mit den Inhalten der Kontaktanzeigen aus. Hier kann man sich ein gutes Bild machen, wer der schwule Mann gegenüber ist, wie er seine Freizeit verbringt und welche Vorlieben er hat.

Projektleiter (43) gibt als Lebensmotto an: ich bleib dir immer treu! Der aus Spanien kommende braunhäutige Homo ist ein Whiskey-Liebhaber. Sportlich wie er ist, schlägt er ein Date im Kletterwald vor. Treue ist das A und O für ihn in der Beziehung. Der Traummann sollte ehrlich und seriös sein. In der Freizeit geht der Projektleiter tauchen, wandern, klettern und macht Fitness. Im Sommer bevorzugt er den Aktivurlaub mit Trekkingtouren im Gebirge. Warum sich also nicht beim Bergwandern beschnuppern und kennenlernen?

Der nächste süße Jung bei meinen Partnervorschlägen ist ein 46-jähriger Groß- und Außenhandelskaufmann. Er bezeichnet sich als weltoffen – was typisch ist für Homosexuelle mit grünem Hintergrund. Auch er wandert gern und beschäftigt sich hobbymäßig mit der Qualität des Meerwassers. Der Kaufmann unterstützt Greenpeace, und er hat hausfrauliche Qualitäten. Den Urlaub verbringt er gern am heißen Strand.

Der nächste schwule Single ist Grafiker (33). Der Studierte mit dem Postleitzahlbereich 42 trifft gern Freunde oder lädt sie zu einer Party ein. Die Interessen des eher häuslichen Homo liegen beim Kochen, Heimkino und Relaxen mit einem Buch. Um sich sportlich fit zu halten, spielt er Tennis, macht Fahrradtouren und geht mit dem Hund spazieren.

Arzt (37) ist der nächste schwule Akademiker, der mir von gayParship vorgeschlagen wird. Eigentlich ist er ganz zufrieden mit seinem Single-Leben. Aber immer öfter fühlt er die Sehnsucht nach der Liebe eines Mannes. Der Doktor bezeichnet sich als liebevoll und zärtlich. Sein schönster Reisetrip war eine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike. Im Urlaub geht er meist campen, in den Bergen Österreichs wandern oder er bucht einen aktiven Sporturlaub in einem Club am Mittelmeer. Leider erzählt der Arzt nicht, wie er sich den idealen Lebenspartner vorstellt.

Fahrradfahrer (32) ist ein homosexueller Genosse, der alles mit Leidenschaft tut. In einer Beziehung steht die Anziehungskraft zu seinem Freund im Mittelpunkt. Anhand seines Profils erkläre ich nun, welche Informationen der Persönlichkeitstest von gayParship liefert. Aufgrund der Antworten des Radfahrers beschreibt die Partnerbörse, wie er und ich in Bezug auf Persönlichkeit, Gewohnheiten und Interessen zusammenpassen. Wobei die Persönlichkeit das größte Gewicht hat.

Nachfolgend wird beschrieben, wie stark er und meine Wenigkeit in bestimmten Bereichen geprägt sind. Der Fahrradfahrer ist mit 90 Prozentpunkten ein Instinkt-Mensch, ich etwas weniger. Ich erfahre, dass ich stark vom Verstand geprägt bin (116%). Er nur mit 97%. Die Selbstkontrolle ist mit 98% bei uns beiden mittelstark ausgebildet.

Am Ende wird noch auf männliche und weibliche Charakterzüge eingegangen. Meine maskuline Seite (114%) ist stärker ausgeprägt als beim Radler (100%). Dazu gehören Mut, Abenteuerlust, Führungseigenschaften und Entschlusskraft.

Bei der weiblichen Seite steht es unentschieden (beide 95%). Weibliche Wesenszüge bei schwulen Menschen zeigen sich in Gefühlsbetontheit, Sensibilität und Stimmungsschwankungen. Ich suche etwas mehr die Nähe zu meinem Partner. Der vorgeschlagene Fahrradfahrer ist dafür etwas einfühlsamer im Umgang mit seinem Liebsten. All diese Dinge hat der wissenschaftliche Charaktertest der Schwulen-Partnervermittlung herausgefunden.

 

Kostenlose Anmeldung bei Parship
Über die Registrierung möchte ich nicht viele Worte verlieren. Im Prinzip ist es wie bei anderen Kontaktbörsen auch. Nur dass hier die homosexuelle Komponente zum Tragen kommt.

Auf der Startseite gebe ich mein Geschlecht an, das Alter und dass ich einen Mann suche. Frauen haben hier die Möglichkeit, auf die Lesbenseite abzubiegen. E-Mail-Adresse, Verifizierung der Adresse: und schon werde ich zum Persönlichkeitstest weitergeleitet.

Später im Profil gibt man noch sein Alter an, den Beruf, die Größe, das Einkommen und den Bildungsabschluss. Natürlich wird ein Foto hochgeladen. Dieses ist zwar nicht so wichtig wie bei Singlebörsen à la LoveScout. Dennoch wird es früher oder später eine Bedeutung bekommen. Denn im Lauf eines Kontakts wird der andere verlangen, mein Gesicht zu sehen. Die Partnerbörse erlaubt das Hochladen von bis zu 9 Bildern.

 

Charakter-Test bei gayParship
Die Partnervermittlung untersucht mit einem 5-stufigen Fragebogen, welche psychologischen Eigenheiten und Wünsche der Neuling hat. Mit der Absicht, anschließend übereinstimmende Profile auszumachen. Ziel der Partnersuche ist es nicht, möglichst viele Kontakte zu bekommen, sondern wirklich gute und passende.

Im Eingangstest werden Fragen gestellt wie: warum suchst du einen schwulen Partner? Wie gut soll der aussehen? Welche Eigenschaften darf er mitbringen? Warum bist du immer noch solo? Möchtest du einen Homosexuellen heiraten oder nur eine lockere Liebschaft? Hast du einen Ordnungsfimmel? Wie bewertest du diese Bilder? Wie verbringst du deine Freizeit?

Beim Reaktionstests von gayParship wird erforscht, wie man sich in verschiedenen Alltagssituationen vermutlich verhalten würde. Zum Beispiel wenn man mitten in der Nacht von einem Fremden aus dem Bett geklingelt wird. Oder wenn man auf einer Bananenschale ausrutscht. Solche Fragen mögen komisch klingen. Die Antworten geben dem Psychologen aber Einblicke in die Seele des Menschen.

Die Partnervermittlung gibt den Tipp, man soll aus dem Bauch heraus entscheiden, welches die passend Antwort ist. Nach jeder Teiletappe wird der Schwule darauf hingewiesen, wie weit man mit dem Ausfüllen bereits ist. Die Zeit darf beim Persönlichkeitstest von gayParship keine Rolle spielen. Wenn man abbrechen möchte, kann man den Vorgang am nächsten Tag an der gleichen Stelle fortsetzen.

Mann für eine Homo-Ehe finden

 

Auf dem Weg zum Vermittlungserfolg

So entstehen die Kontaktvorschläge von gayParship
Die Charakter-Analyse geht am Ende nahtlos über in die Partnervorschläge der Vermittlungs-Agentur. Die werden durch einen komplizierten Algorithmus hervorgebracht. Auf Neu-Deutsch wird dieser Prozess „Matching“ genannt. So erhält man eine Vorauswahl von potentiellen Kandidaten, die für eine schwule Beziehung in Frage kommen.

Wer sich eine sehr enge, intensive Lebensgemeinschaft oder eine Homo-Ehe vorstellt, bekommt entsprechende Angebote. Wer mehr Wert auf Freiräume legt, ebenso. Die Flirtvorschläge sparen den Usern viel Zeit. Sie müssen nicht stundenlang irgendwelche Profile lesen. gayParship für Männer zeigt nur solche Inserate an, wo eine weitgehende Übereinstimmung in den wichtigsten Kriterien vorhanden ist.

Im Testbogen tauchen übrigens nirgendwo die Wörter wie Schwulen-Sex, schnelle Nummer, Seitensprung oder erotische Beziehung auf. Die Fragen sind allesamt verhalten und sittsam gestellt. Was man mit seinen Kontakten später beim Kommunizieren und beim Treffen anstellt, bleibt den homosexuellen Männern selbst überlassen.

Deutschlandweit habe ich nach 24 Stunden mehr als 1.200 Partnervorschläge. In meinem Bundesland sind es 240. Theoretisch könnte ich auch nach Männern in Österreich und der Schweiz suchen. Sowie in sieben anderen europäischen Ländern. Die Partnersuche im näheren Umkreis steht leider nur Premium-Mitgliedern zur Verfügung. Kostenlos ist da nichts zu machen.

Das Profil bei gayParship
Bevor man die Suche nach einem warmen Bruder voll in Angriff nimmt (Kontakt-Angebote versenden bzw. beantworten), muss man noch sein Profil ausfüllen. Das ist eminent wichig. Damit die anderen Schwulen sich ein Bild machen können, wer man ist. Dazu gehören u.a. das Posten eines humorvollen Zitats, die Beschreibung meiner Person, das Bundesland und ob man schon mal als Hetero oder Homo verheiratet war.

Ferner können die schwulen Singles optional einige Fragen von gayParship beantworten. Nicht „Zu mir oder zu dir?“, sondern „ein positives Merkmal von mir“ oder „ein Ort, an dem ich mich sehr wohl fühle“. Aus dem Fragentest wurden bereits hervorstechende Eigenschaften ins Profil übernommen. Bei mir waren das: reiselustig, selbstbewusst und charismatisch. Ferner geht es um Sport, Freizeitverhalten, Musikgeschmack und bevorzugte Urlaubsarten. Dort sage ich Badeurlaub und Abenteuerurlaub. Wenn das anderen Männern gefällt, hat man gute Chancen, zum virtuellen Flirten eingeladen zu werden.

Um die Ernsthaftigkeit meiner Schwulen-Partnersuche zu unterstreichen, ist es ratsam, den ID-Check zu absolvieren. Das kostet keinen Cent, erhöht jedoch die Erfolgschancen. Man gibt im ID-Formular seine Handynummer ein. gayParship schickt einen Code aufs Handy. Den muss ich in ein anderes Formular eintragen. Im meinem Profil wird angezeigt, dass die Identitäts-Prüfung durchgeführt wurde. Und dass ich mir Mühe gegeben habe, meine Echtheit zu beweisen. Die Smartphone-Nummer wird im Profil aus Datenschutzgründen natürlich nicht eingeblendet.

Sucheinstellungen modifizieren
Der Persönlichkeitstest von gayParship ist die eine Säule, um den idealen schwulen Partner zu finden. Die andere sind die Sucheinstellungen. Wir scrollen bei den Partnervorschlägen ganz nach unten. Dort kann ich meine Suche ändern. Verschiedene Parameter (Kinderwunsch, Rauchgewohnheiten des Partners) sind aufgrund des Persönlichkeitstests dort schon vorgegeben.

Andere werde ich ändern: das Alter des schwulen Partners (30 bis 45), die Körpergröße und die Region. Ich wähle ganz Deutschland statt nur mein Bundesland. Damit erhöht sich die Anzahl der vorgeschlagenen Kontakte und die Chancen für die Gay-Partnersuche.

 

Weitere zeitnahe Kontaktvorschläge
Die Anzahl der vorgeschlagenen Männer am ersten Tag war schon recht beachtlich. Mit jedem weiteren Tag erhalte ich weitere Schwulen-Kontakte, die speziell auf meine Person abgestimmt sind.

Die Angaben im Charaktertest können nicht revidiert werden. Wer mit der Passgenauigkeit der gelieferten Profile nicht zufrieden ist, hat die Möglichkeit, seine Online-Anzeige zu löschen und sich noch einmal kostenlos anzumelden. Zuvor sollte man vielleicht Kontakt zum Coaching von gayParship aufnehmen. Dort erhält man Unterstützung zur Profil-Gestaltung. Schließlich möchte man auch zu den 38 Prozent gehören, die erfolgreich vermittelt werden.

Immer wieder sehe ich mir die Anzeigen an, die auf mich zugeschnitten sind. Da ist zum Beispiel Krankenpfleger (33). Er interessiert sich für Filme, Musik, Tanzen, Theater, Plätzchen backen und Volleyball. Dabei sind wir nur bedingt ähnlich. Er liebt Country, Hip Hop, Pop und Volksmusik. Auch hier muss gayParship etwas falsch verstanden haben. Beim Badeurlaub und Städtereisen haben wir eine 100-prozentige Übereinstimmung.

Beamter (39) kommt aus meinem Bundesland. Dieser Homo-Typ hat „eine beste Freundin“. Also kennt er sich auch mit Frauen etwas aus. In einer schwulen Beziehung würde er nie über seinen Schatten springen und sich für den Partner verbiegen.

Scheinbar ist er öfters mies gelaunt. Dagegen hilft nur eins: Mars macht müde Geister munter. Der Beamte findet, er müsste viel öfter auf Reisen gehen. Das haben wir gemeinsam. In einer Homo-Ehe sucht er Geborgenheit, sexuelle Hingabe und geistige Weiterentwicklung. Im Großen und Ganzen ist der schwule Beamte ein ruhiger, bedächtiger Typ.

Der Bankbetriebswirt (45) hat im Vergleich zu mir 101 Matching-Punkte. Das ist eine ganze Menge. Sehr viel mehr ist nicht möglich. Er bezeichnet sich als attraktiv und gebildet. Wie passt das zu seiner Lieblingssendung, der Heute-Show? Der Bänker scheint Probleme zu haben, nach Feierabend loszulassen. Er möchte von seinem schwulen Schatz jeden Tag in die Arme genommen und geküsst werden. Er hat wie ich eine kreative Ader. Sein perfekter Tag endet mit einem erotischen Erlebnis im Bett.

Dann kommt der Hammer: er hat nämlich Kinder. War also schon verheiratet und ist zu den Schwulen konvertiert. Zu den Hobbys gehören das Basteln, Handwerken und Fotografieren. Hier gehen wir konform. Weit weniger allerdings in seinem ehrenamtlichen Engagement. Yoga ist eine typisch weibliche Seite des Betriebswirts. Nicht alles passt wie angegossen, muss ich sagen. Manche Interessen aber dafür 100-prozentig.

Abschließend noch ein Lehrer. Immer wieder ein Lehrer, der seine Schüler zu Protest-Demos schickt. Er ist 36 Jahre jung. Keine Berufsgruppe habe ich bei den Schwulen so oft gesehen wie Pädagogen und Studienräte. Hier rekrutieren die Gay-freundlichen Grünen sehr viele Wähler. Sein Lieblings-Urlaubsland ist Kuba. Auch die Kanarischen Inseln mag er sehr – allen voran Gran Canaria, mit den vielen Schwulenbars. 

Ansonsten ist der Lehrer ein häuslicher Typ, etwas kaffeesüchtig und ein Morgenmuffel. Diesbezüglich bestehen gewisse Ähnlichkeiten zwischen ihm und mir. Modellautos sammeln hört sich nicht sehr männlich an. Der schwule Lehrer ist tolerant gegenüber Minderheiten und Flüchtlingen. Er schwimmt gern und verbringt das Wochenende weitgehend zu Hause.

Partnervorschläge summa summarum: viele Eigenschaften, die hier beschrieben wurden, entsprechen dem, was ich in meinem Charaktertest angeklickt habe. Viele, aber gewiss nicht alle. Die Partnervermittlung gayParship liefert Steilvorlagen für Kontakte, die möglicherweise in einer schwulen Beziehung enden können. Aber blind darauf verlassen kann man sich nicht. Auch ein wissenschaftlicher Persönlichkeitstest kann niemals das reale Kennenlernen bei einem Date ersetzen.

 

Die ersten Nachrichten und Fotofreigaben für mich
Zwei Tage nach der Anmeldung habe ich, ohne irgendwelche Kontakt-Angebote verschickt zu haben, 37 Mitteilungen im Postfach. Einem Automechaniker gefällt mein Bild. Es ist tatsächlich weniger vernebelt als viele andere. Ich bekomme etliche weitere Komplimente (Likes). Sowie x-mal ein Lächeln, Spaßfragen und Eisbrecherfragen.

Dem Schwulen „Kreativ (30)“ gefällt meine Über-mich-Beschreibung. Der Arzt Olaf bringt es irgendwie fertig, mir eine frei formuliere Nachricht zu schreiben. Na klar, er ist Premium-Mitglied. Ihm schalte ich meine Profilfotos frei. Auch der Jurist mit seinem: Hey, wie geht’s? profitiert von der Vollmitgliedschaft.

Der schwule Flugbegleiter lädt mich zum Sommerurlaub nach Teneriffa ein. Der Grafiker aus Düsseldorf schreibt, er möchte mich näher kennenlernen. Besonders rührend kommt „Selbstständig 40“ daher. Er hat sich in mein Profil verliebt. Und so geht das immer weiter. Es sind doch eine ganze Menge Männer, die mir als zahlendes Premium-Mitglied schreiben dürfen und das auch tun.

 

Möglichkeiten für die Schwulen-Partnersuche

Was ist bei gayParship kostenlos?
Anmelden und Testbogen ausfüllen ist gratis. Sowie das Aufsetzen eines aussagekräftigen Dating-Profils.

Partnervorschläge mit homosexuellen Männern können geöffnet und kostenfrei gelesen werden – noch ohne Bilder. Fotos müssen zuerst von anderen Usern entsperrt werden.

Schauen, wer mein Kontaktinserat besucht hat. Das müssen Singles sein, denen ich von Parship vorgeschlagen wurde. Oder die mich als neues Mitglied erkannt haben.

Nach dem Öffnen eines Profils kostenlos ein virtuelles Lächeln senden. Um zu testen, ob der Andere freundlich, missmutig oder gar nicht reagiert. Bei dieser Gelegenheit kann ich dem betroffenen Mann meine Fotos freigeben. Ohne Not sollte man das aber nicht machen. Lieber zuerst mal ein paar Mails austauschen.

Ich darf kostenlos eine Spaßanfrage an einen Homo verschicken. Dabei bietet mir gayParship pro Block jeweils 4 Fragen an. Ich kann mir den Block aussuchen. Ich beantworte die 4 Fragen und schicke sie ab. Für den Fall, dass unsere Antworten übereinstimmend ausfallen, bekommt der schwule Freund eine Belohnung von mir: die Beschreibung, wie es war mit meinem ersten Kuss. Oder ich bezahle die Rechnung beim ersten Date.

Eine ebensolche Spielerei ist die Eisbrecher-Funktion von gayParship. Die Partnervermittlung zeigt mir in Männer-Profilen diverse Bilderpaare. Ich wähle aus, welches Foto mir jeweils am besten gefällt. Dem Inhaber der Anzeige wird mein Geschmack mitgeteilt. Auch das kann ein Anstupser sein für einen Online-Kontakt. Spielerei, wie gesagt. Eine wirkliche Kommunikation kommt dadurch noch nicht zustande.

Beim Button „Menü“ (oben rechts im Profil) kann ich einen interessanten Schwulen zur Merkliste hinzufügen. Wenn sich aus dem verschwommenen Bild erahnen lässt, dass er eine attraktive Erscheinung ist. Oder wenn wir ähnliche Hobbys oder homosexuelle Neigungen haben.

Außerdem gibt mir gayParship einen Notizblock in die Hand. Ich kann bei jedem Inserat eine Bemerkung aufschreiben. Um nicht zu vergessen, was ich über den schwulen Kumpel bereits erfahren habe. In Notfällen kann ich einen Kerl, der mir auf den Zeiger geht, an die Partnervermittlung melden. Dann wird er zunächst im Guten verwarnt.

Die Kontaktliste kann kostenfrei verfeinert werden. Indem man die Partnervorschläge nach gewissen Interessen sortiert. Und zwar nach Sportarten, Musikgeschmack und Reisegewohnheiten. Da ich es mag, zusammen mit Gleichgesinnten die Welt zu entdecken, klicke ich schwule Gruppenreisen an. Dazu Skifahren und Fußball. Durch diese Einschränkung verringert sich die Zahl der Kontaktvorschläge von gayParship. Allerdings kann ich diese Auswahl auch wieder rückgängig machen, wenn ich es für richtig halte.

Eine individuelle Nachricht zu schreiben ist im kostenlosen Modus leider nicht vorgesehen. Dazu bedarf es einer Premium-Mitgliedschaft, wie wir gleich sehen werden.

Fazit der Geschichte: Mit „kostenlos“ kann man die Funktionen von gayParship antesten, einiges ausprobieren und Profile lesen. Die effektive Suche nach einer festen Beziehung mit einem homosexuellen Mann ist jedoch nicht möglich.

Wozu braucht man die Premium-Mitgliedschaft?
Nun wird es ernst. Nur wer eine solche Mitgliedschaft erworben hat, kann mit den schwulen Männern anbandeln. Und zwar in der klassischen Form, indem man eine Kontaktanfrage bzw. Mitteilung sendet – auch an kostenlose Mitglieder.

Das Ganze geschieht mit ein paar warmen, humorvollen und nicht zu aufdringlichen Worten. Sollte der Andere nicht bald antworten, muss man Geduld haben. Erfahrungsgemäß braucht es eine gewisse Zeit. Nicht jeder Parshipper ist jeden Tag online.

Erst als zahlendes Mitglied kann ich Fotos sehen, die andere Singles für mich freigeschaltet haben. Im kostenlosen Status konnte ich das noch nicht.

Die Suche nach einem schwulen Freund, Liebhaber oder Lebensgefährten kann mit dem kostenpflichtigen Account auch im näheren Umkreis stattfinden. Dazu macht man Entfernungsangaben.

Sortieren der vorgeschlagenen Kontakte nach Entfernung, Matching-Punkten oder danach, wann jemand zuletzt eingeloggt war. Auch das ist ein Vorteil für schwule Singles, die für die Partnersuche bei gayParship bezahlt haben.

Auch die Kontaktgarantie gehört zum Repertoire der Vollmitgliedschaft.

 

Was kostet es, homosexuelle Männer kennenzulernen?
Parship gehört zu den höherwertigen Partnervermittlungen – nicht nur bei uns, sondern in ganz Europa. Es ist die Top-Seite, die von den meisten Singles in Deutschland und Österreich benutzt wird, um einen Lebensgefährten zu finden. Das Niveau des Portals und die hohe Anzahl der Mitglieder spiegelt sich auch in den Beiträgen wieder.

Aktuelle Preise:
24 Monate:  34,90/ Monat. Sonderangebot: 19,95/ Monat
12 Monate:  54,90/ Monat. Sonderangebot: 29,95/Monat
6 Monate:    74,90/ Monat

Autsch, das tut weh! 75 Euro pro Monat ist eine schöne Stange Geld. Vielleicht sollte man doch lieber auf die Jahresmitgliedschaft oder sogar auf 2 Jahre ausweichen. Zumal man in 6 Monaten ein wenig unter Zeitdruck geraten könnte mit der Partnersuche.

 

gayParship: Was wird sonst noch geboten?

Mindestmaß an Kontakten
Eigentlich braucht das niemand. Denn die Partnervermittlung für schwule Singles ist so immens umfangreich, dass die Kontaktgarantie locker ausgespielt wird. Wenn das Postfach nach einem Jahr immer noch ziemlich leer ist, bekommt man eine Mitgliedschaft geschenkt. Allerdings nur solche Teilnehmer, die Fotos ins Profil hochgeladen haben. Ohne Bilder hat man eh nur geringe Chancen, erfolgreich zu sein.

Ratgeber von gayParship
Hier werden den Mitgliedern zahlreiche Tipps zum Online-Dating geboten: wie man eine erste Mail schreibt, wie man die Kontaktanzeige optimal gestaltet, welche Fotos man nehmen soll usw. Ähnlich sieht es in der Rubrik „Tipps zu gayParship“ aus.

Beziehungstipps für schwule Männer
u.a. mit Themen: was schenke ich meinem Partner? Welche Probleme können in einer homosexuellen Lebensgemeinschaft auftreten? Der erste gemeinsame Urlaub mit einem Schwulen. Das ist nicht gerade üppig, aber immerhin.

 

Partnersuche erfolgreich beendet …
In diesem Fall kann man sein Profil bei gayParship auflösen und die Mitgliedschaft kündigen. Dabei sind gewisse Kündigungsfristen einzuhalten. Sobald man eine Mitgliedschaft gekauft hat, stehen entsprechende Infos in der Kontaktanzeige. Und zwar bei mein Profil (oben rechts)/ Daten & Einstellungen/ Profilstatus.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben – eine alte chinesische Weisheit. Das gilt vielfach auch beim Online Dating. Wenn man den Stichtag versäumt und zu spät den Account cancelt, dann verlängert gayParship die Mitgliedschaft um einen weiteren Turnus. Dieser Schritt kann nicht rückgängig gemacht werden. Also Augen auf bei der Kündigungsfrist!

 

Deutschland: das schwulste Land in Europa
Wenn nicht sogar in der Welt. Denn in vielen außereuropäischen Ländern ist die Liebe unter Männern illegal. Wer sich in den USA, in Russland oder China als Gay outet, hat mit erheblichen Nacheilen zu rechnen. In arabischen Ländern droht sogar die Todesstrafe. So dass „sündhafte“ Gedanken an die homosexuelle Liebe gar nicht erst aufkommen wollen.

In Deutschland hingegen ist alles regenbogenfarbig, liberal und tolerant. Bei manchen Fernsehsendern mit erkennbar grünen Tendenzen (ARTE, ZDF, ZDFneo und 3sat) ist jedes fünfte Pärchen homosexuell. Warme Brüder und küssende Frauen sind an der Tagesordnung. Männer weinen viel öfter als Frauen. Sogar manche Tiere werden als schwul ausgegeben. 

Die Grünen feiern die Lesben- und Schwulenliebe als Ausdruck sexueller Freiheit (die 68er lassen grüßen). Homosexuell zu sein, ist das Tollste auf der Welt. Daneben gibt es noch Zwitterfälle: Männer, die Sex nur mit Frauen haben, sich aber emotional nur in Männer verlieben können.

Die Statistik beweist: Deutschland ist das schwulste Land in Europa. In einer Studie wurden Frauen und Männer nach ihren sexuellen Neigungen befragt. Die Ungarn sind mit nur 1,9 Prozent Schwulen die Heterosexuellsten. Die Polen und Italiener bringen es auf 4,9% Homosexuelle, die Franzosen auf 5,4%. Hier sind Männer noch echte Männer und Frauen klassische Frauen.

Im Mittelfeld liegen Spanien, England und Holland. Einsamer Spitzenreiter in dieser Befragung ist Deutschland mit 7,4% Homosexuellen – also Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern. Das sind dreimal so viel wie in einer Emnid-Umfrage vor 20 Jahren. Bei den unter 30-Jährigen liegt der Schwulen-Anteil sogar bei 11%. Die meisten schwulen Männer und lesbischen Frauen leben in Großstädten – wo auch die meisten Akademiker und Grünenwähler zu Hause sind. Auf dem flachen Land ist die Homo-Liebe weniger verbreitet.

Was bedeutet das in Zahlen? Kinder und sehr alte Menschen kann man kaum als schwul bezeichnen. Laut statista.com leben in Deutschland gut 50 Millionen Menschen im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Davon sind knapp die Hälfte Männer – also 24 Millionen. Wenn 3,7% der Befragten schwul und 3,7% lesbisch sind, müssten es derzeit in Deutschland 880.000 schwule Männer geben (24 Mio. X 0,037). Die Zahl könnte real sogar noch höher liegen. Im Internet habe ich gelesen, allein in Berlin leben 300.000 homosexuelle Männer.

Das ist eine stattliche Menge. Das ergibt gute Chancen, einen Gay für eine feste Beziehung zu finden. Bei Internetportalen – wie gayParship – noch besser als im normalen Leben, wo man die meisten Homos optisch so gut wie nicht erkennen kann. Die meisten Schwulen leben übrigens in Berlin, Hamburg, München und Bremen. In Köln sind 10% der Bevölkerung schwul oder lesbisch.

Warum wird ein Mann homosexuell? Nach jahrzehntelangem Hin und Her ist sich die Wissenschaft weitgehend einig geworden, dass es ein Schwulen-Gen nicht gibt. Die Gründe für die Zunahme von Männerpaaren müssen andere sein. Zum einen ist es die Abwanderung vieler Frauen in die Lesbenszene. Die hat natürlich ähnliche Gründe.

Viel entscheidender ist wahrscheinlich die zunehmende Angleichung der beiden Geschlechter infolge der Genderisierung und Emanzipations-Bewegung. Frauen sind heute nicht mehr nur Kochfrau und Putzfrau. Sie sind genauso gebildet, selbstständig, unabhängig, stark und selbstbewusst wie Männer.

Daraus ergeben sich höhere Ansprüche an eine Partnerschaft. Viele Kerle kommen nicht damit zurecht oder gelten als „nicht gut genug“ für eine Beziehung. Die einen bleiben Single. Andere fühlen sich vermehrt zu Männern hingezogen. Weil maskuline wie auch lesbische Beziehungen in vielen Punkten unkomplizierter sind als konventionelle Paarbeziehungen.

 

Resümee des Tests: wie gut ist die homosexuelle Partnersuche bei gayParship?
Allein in Deutschland haben sich in all den Jahren seit dem Startup rund 900.000 schwule Männer und 750.000 lesbische Frauen (zur Hälfte Akademiker) angemeldet, um einen Freund, eine Freundin, einen festen Partner zu finden oder ein Sex-Date auszumachen. Jeden Tag werden mehr als 10.000 Nachrichten hin und her geschickt.

Im aufgeklärten Zeitalter der grünen Gutmenschen und der gleichberechtigten Homo-Ehe verwundert diese Zahlen keineswegs. Daraus ergeben sich zumindest von der Quantität her erstklassige Möglichkeiten, bei Parship einen gleichgeschlechtlichen Schatz zu finden und sich zu verlieben.

Was bei dieser Partnerbörse abgeht, sieht man an folgender Tatsache: wenn ich eine Viertelstunde lang nichts anklicke, werde ich jedes Mal ausgeloggt. Das ist eine Schutzmaßnahme von gayParship. Damit der Server nicht durch zu viele gleichzeitig eingeloggte Singles überlastet wird.

gayParship gehört zu den seriösesten Partnervermittlern im deutschsprachigen Raum. Zwar ist die Sicherheitsüberprüfung freiwillig. Aber wer etwas auf sich hält, wird das auf sich nehmen. Zumal man dann im Profil als „echt“ und vertrauenswürdig zertifiziert wird.

Aber auch davon abgesehen ist die Kontaktbörse frei von Fakes. Kein Mensch, der sich einen Joke machen will, setzt sich eine halbe Stunde hin und füllt den Persönlichkeitstest aus. Der müsste schon einen an der Waffel haben. Ganz zu schweigen von den nicht geringen Gebühren für die Schwulen-Partnersuche.

Mit der Qualität der Partnervorschläge war ich zufrieden. Man konnte deutlich erkennen, dass die Profile dem meinem ähnlich waren. 100-Prozent kongruent waren sie nicht. Ein Liebesverhältnis oder eine Homo-Ehe sollte aus paartherapeutischer Sicht gewisse Reibungspunkte aufweisen.

Ein gewissenhafter Singlebörsen-Tester findet bei seinen Recherchen immer ein paar Schwachstellen. Mir ist aufgefallen, dass man in der Suchfunktion den Traumpartner nicht exakt beschreiben kann. Ich kann lediglich das Alter und die Entfernung bestimmen, nicht jedoch charakterliche Qualitäten. Das wäre in meinen Augen absolut wünschenswert.

Positiv zu bewerten ist das Telefon-Coaching. gayParship lässt seine Kunden nicht im Regen stehen. In der Hotline können Ratschläge abgeholt werden zu allerlei Problemen bei der Partnersuche. Warum bekomme ich zu wenig Kontakte? Warum so wenige Partnervorschläge? Wie kann ich mich besser in Szene setzen? Ich habe Probleme beim Flirten usw.

Der Erfolg von gayParship ist neben der Größe vor allem auf den ausgetüftelten Persönlichkeitstest zurückzuführen. Was nutzen mir 100.000 oder eine Million Mitglieder, wenn ich endlos lange und doch vergeblich nach dem Traumpartner suchen muss. Die Persönlichkeits-Analyse führt dazu, dass für jeden Single passende schwule Partner mit ähnlichen Präferenzen, Eigenschaften und Ansichten gefunden werden.

Damit bin ich am Ende mit meinem Testbericht. Ich habe überhaupt keine Mühe, gayParship als die Nummer 1 unter den Schwulen-Börsen zu empfehlen. Andere Portale für Homosexuelle kommen nicht im entferntesten an solche Mitgliederzahlen und Vermittlungserfolge heran. Bei meinen Versuchen hatte ich immer regen Kontakt mit anderen Singles.

Wenn Sie sich jetzt kostenlos anmelden: dann denken Sie bitte daran, die Fragen zügig und intuitiv zu beantworten. Und nicht zu dick aufzutragen. Wer zu lange grübelt, verfälscht ungewollt das eigene Persönlichkeitsbild. Und natürlich gilt der Grundsatz: ehrlich währt am längsten. Wenn Sie kein Sportler oder Entertainer sind, dann tun Sie nicht so als ob.

 

Übersicht der Partnervermittlungen in Deutschland