Schwanger als Single-Frau

Ratgeber für schwangere Single-Frauen

Wo bekommt eine schwangere Single-Frau Hilfe?
Was muss sie beachten in der Schwangerschaft,
bei der Geburt und in der Babyzeit?

In Deutschland gibt es Hunderttausende Single-Frauen,
die ihre Schwangerschaft ohne einen Mann an ihrer Seite austragen müssen.
Der Partner hat sie verlassen, als er gehört hat: die Frau ist schwanger.
Oder das Unglück ist bei einem One-Night-Stand passiert.
Weil man in der Liebesrausch Pille und Kondome vergessen hat.

Es wird also nichts mit der märchenhaften Bilderbuchfamilie,
von der so viele Menschen träumen.
Die schwangere Single-Frau muss sich allein durchkämpfen.
Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit stellen sie auf eine harte Belastungsprobe.
Sowohl psychisch als auch finanziell ist sie härtesten Bedingungen ausgesetzt.

 

Gründe für die Kombination:
schwanger plus Single-Frau

Absichtlich schwanger
Nur sehr selten kommt es vor, dass eine junge Single-Frau voller Absicht
„guter Hoffnung“ wird. In erster Linie handelt sich um Damen jenseits der 30,
welche die biologische Uhr schon ticken hören.
Wo aber weit und breit kein potentieller Lebenspartner in Sicht ist.

Nach dem Motto „lieber alleinerziehend als gar kein Kind“ suchen sie nach Wegen,
schwanger zu werden. Von diesen Frauen soll hier nicht die Rede sein.
Sondern nur von ungewollten Schwangerschaften.

Ungeschützter Sex
Der Verkehrsunfall passierte mit dem Freund,
der bei Bekanntwerden des Malheurs schnell den Abflug macht.
Vielleicht auch bei einem spontanen sexuellen Abenteuer
mit einem Single-Mann oder mit einem verheirateten Schürzenjäger.

Frauchen hat vergessen, die Antibaby-Pille einzuwerfen.
Vielleicht ist die Tablette auch nicht wirksam gewesen.
Außerdem hatte keiner von beiden einen Pariser dabei.
Das Ergebnis: Die Single-Frau ist schwanger geworden.
Noch sehr viel schlimmer wäre die Geschichte, wenn sie nicht durch normalen
Geschlechtsverkehr, sondern durch eine Vergewaltigung ein Baby erwarten würde.

Trennung oder gar keine Beziehung
Der Mann erfahrt: seine Freundin bekommt ein Kind.
Nicht jeder Typ will zu seiner Verantwortung stehen.
Er ist jung, hat große Zukunftspläne, Kinder sind nicht vorgesehen.
Was soll er in jungen Jahren mit einem Baby und einer Familie anfangen?

Er verlässt seine Partnerin. Soll sie doch sehen, wie sie zurecht kommt.
Wie konnte die dumme Kuh nur die Pille vergessen?
Unterhaltsgeld muss er natürlich zahlen.

Die andere Variante:
Die Frau hat Sex gehabt mit einem Kerl, der als Ehemann für sie nie in Frage käme.
Es ist einfach so passiert. Nach ein paar Drinks auf der Party haben sich beide
von der Glut der Leidenschaft mitreißen lassen.

Doch die Ernüchterung folgt schnell, als die Periode ausbleibt.
Der Teststreifen aus der Apotheke lässt Schlimmes ahnen.
Heiraten wird sie diesen Mann auf gar keinen Fall.
Dann lieber das Kind als Single-Mama großziehen.

Für beide Fälle gilt: zuerst tief durchatmen, einen kühlen Kopf bewahren.
Obwohl das natürlich schwierig ist.
Der jungen Frau schießen gleich tausend Gedanken durch den Kopf:
Was wird mit meiner Ausbildung, mit dem Studium
und mit der beruflichen Karriere?
Wie soll ich in der Schwangerschaft mein Leben organisieren?
Und in der Zeit nach der Geburt –
wenn das Baby meine volle Aufmerksamkeit verlangt. 

 

Hier gibt es weitere Infos
über Single-Leben, Partnersuche und Single-Probleme

 

Ich bin schwanger – was nun?

Schwangerschaftsabbruch ein Thema?
Natürlich wird sie sofort an den Vater denken- wer auch immer das sein mag.
Oberste Priorität jedoch hat ein anderer Gesichtspunkt:
Will sie das Kind überhaupt behalten?
Für diese Entscheidung hat sie nämlich nicht ewig Zeit.
Eine Abtreibung muss spätestens 12 Wochen
nach dem Schwangerwerden vollzogen werden.

Welche Faktoren können eine Rolle spielen,
wenn eine Frau Ja oder Nein sagt zu einem Kind?
Ein 16-jähriges Mädchen – noch in Schule oder Ausbildung – wird das Thema
„Schwangerschaftsabbruch“ mit ganz anderen Augen sehen
als etwa eine 35-jährige Frau.
In diesem reifen Alter gibt es viele partnerlose Frauen,
die sich ein Kind ganz woanders machen lassen: auf der Samenbank.

Nachwuchs wollen sie unbedingt. Die Zeit drängt.
Wahllos mit dem nächstbesten Mann in die Kiste steigen wollen sie nicht.
Heiraten schon gar nicht.
Also muss ein anonymer Samenspender her. Aber das nur am Rande.

Mögliche Gründe für eine Abtreibung
Ist die Frau Opfer eines Gewaltverbrechens (Vergewaltigung) geworden?
Auch dann ist die Abtreibung eine Option.
Wer weiß schon, welche kriminellen Gene das Baby in sich tragen würde.
Zeitlebens würde die Single-Frau an die schrecklichen Minuten erinnert werden.

Andere Frauen entscheiden sich gegen das Kind, weil sie Karrierepläne haben.
Wie soll sie das Studium zu Ende bringen, wenn sie einen Balg am Hals hat?

Manchmal gibt es gibt finanzielle und gesundheitliche Beweggründe,
die für eine Abtreibung sprechen: Sie kommt aus ärmlichen Verhältnissen.
Hat weder Ausbildung noch Beruf. Der Erzeuger ist ein Herumtreiber.
Welche Zukunftschancen sollte ein Kind in dieser Hartz 4-Familie haben.

Weitere Gründe:
Die Geburt würde die Gesundheit der Frau gefährden.
Sie ist noch im zarten Mädchenalter, hat eine zierliche Figur.
Oder sie ist schon etwas älter und irgendwie nicht gesund.

Oder das Kind hat schon erhebliche Missbildungen im Mutterleib.
Das sind häufige Gründe für einen Eingriff.
Nach einer Abtreibung kann die Frau in aller Regel wieder Kinder bekommen.

Ablauf eines Schwangerschaftsabbruches
Dieser gravierende Schritt darf erst nach einem Aufklärungsgespräch stattfinden.
Das Ganze nennt sich „Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstelle“.
Die schwangere Single-Frau wird vor allem über die psychologischen Folgen
aufgeklärt, die eine Abtreibung nach sich ziehen kann.

Man wird die Problempunkte besprechen, welche die Frau zur Abtreibung bewegen.
Und noch einmal nach Lösungswegen suchen.
Es werden auch Alternativen zum Abbruch aufgezeigt:
Zum Beispiel das Kind zur Adoption freizugeben.

Letztendlich liegt die Entscheidung aber bei der Frau selbst.
Auch der Vater hat nichts reinzureden.
Ein Abbruch kostet die zwischen 200 und 400 Euro.

Wenn sie sich gegen das Kind entscheidet, kann dieser Abbruch entweder
mechanisch (Fötus absaugen) oder durch Medikamente (Abtreibungspille)
durchgeführt werden. Die körperlichen Risiken sind relativ klein.
Nur die psychischen Folgen bilden ein unkalkulierbares Risiko.

 

Hier ein paar Abtreibungs-Erfahrungsberichte

 

Adoption
Dem Kind eine gute Familie verschaffen.
Die Adoption durch Pflegeeltern ist eine echte Alternative zu einer Abtreibung.
Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Varianten.

Je nachdem, ob die Mutter überhaupt nichts mehr mit dem Kind zu tun haben will.
Oder ob sie es weiterhin sehen will. Allerdings nur auf Besuch.
Denn wohnen wird der Sohn oder die Tochter künftig in einer anderen Familie.

Eine andere Möglichkeit, sein Kind wegzugeben ist die so genannte „Babyklappe“.
Die Geburt findet anonym im Krankenhaus statt.
Die Single-Frau verlässt die Klinik, das Baby bleibt zurück.
Sie hat jetzt 8 Wochen Bedenkzeit,
bevor das Kind endgültig zur Adoption freigegeben wird.

Den Vater des Kindes ermitteln
Will die Mutter später Anspruch auf Unterhaltszahlungen wahrnehmen:
Dann muss sie ihn über Schwangerschaft bzw. Geburt in Kenntnis setzen.
In den meisten Fällen steht der Erzeuger fest.

Bei einem flotten Liebesleben soll es schon vorgekommen sein,
dass das Erraten des Vaters einem Lotteriespiel gleicht.
Dann muss ein Vaterschaftstest her.
Dabei wird den verdächtigen Kandidaten eine DNA-Probe entnommen.

Bei Verdacht auf ein Kuckuckskind verlangt in der Regel der gehörnte Ehemann
einen Vaterschaftstest. Hier liegt der Fall aber anders.
Die Frau will wissen, wer für den Unterhalt des Kindes aufzukommen hat.
Also ergreift sie die Initiative.
Weigert sich der Mann, so kann sie ihn per Gerichtsbeschluss
zum Vaterschaftstest zwingen.

Der genetische DNA-Probe wird bei Kind und Mutter abgenommen.
Und bei den Männern, mit denen die Frau im fraglichen Zeitraum Sex hatte.
Für diesen Test muss das Baby schon 6 Monate alt sein.

Wichtig ist außerdem: der Test muss so beschaffen sein,
dass er vor einem deutschen Gericht anerkannt wird.
Anderfalls ist es herausgeschmissenes Geld.

 

Konsequenzen der Schwangerschaft

Die finanzielle Situation
Selbst wenn der Vater in der Lage ist, Unterhaltsgeld zu zahlen,
bleibt für die alleinerziehende Mutter immer noch ein dicker Brocken übrig.
Auch dann, wenn sie wieder arbeiten geht.
Sie wird nicht mehr in der Lage sein, große Sprünge zu machen.

Das ist eine gewaltige Umstellung für eine junge verwöhnte Dame,
die sich als Single 2 mal pro Jahr eine Urlaubsreise leisten konnte.
Die jedes Wochenende um die Häuser gezogen ist.
In der Freizeit konnte sie tun, wozu sie Lust hatte.
Jetzt heißt es: sparen. Trotz Kindergeld und Alimenten wird sie bei Aldi und Lidl
nach Sonderangeboten suchen. Und das Geld zusammen zu halten.

Kindeserziehung, Ausbildung, Beruf und Karriere unter einen Hut bringen
Schlimm ist eine Schwangerschaft, wenn die Single-Frau sich noch in der
Ausbildungszeit befindet. Wenn sie später nicht bei Hartz 4 landen will,
muss sie die Berufsausbildung durchziehen.

Das ist nur möglich, wenn sich während der Arbeitszeit jemand anderes
um das Kind kümmert. Doch wer soll das sein?
Ihre Eltern werden vielleicht noch im Beruf stehen.
Vielleicht ist noch eine Oma da, die Baby tagsüber betreuen kann?

Aber auch wenn die Single-Mama schon vor dem „Betriebsunfall“
voll im Berufsleben gestanden hat, ergeben sich beträchtliche Probleme.
Zwar gibt es Kindergarten und Kitas.
Was aber, wenn die Frau Schicht arbeiten muss?
Wer soll abends auf das Kind aufpassen, wenn sie erst nach 22 Uhr nach Hause
kommt? Auch hier sind Eltern, Oma und Opa gefordert.
Notfalls könnte man einen Babysitter engagieren.

Oder die junge Mutter muss sich einen neuen Job suchen.
Beim Bewerbungsgespräch wird sie angeben müssen, dass sie alleinerziehend ist.
Welcher Arbeitgeber möchte sich damit belasten,
wenn er andere Kandidatinnen zur Auswahl hat?

Ohne Vitamin B wird es schwierig, eine neue Vollzeitstelle zu finden.
Mit einem Minijob oder mit Heimarbeit wird sich Single-Mama
nicht über Wasser halten können.

Sex in der Schwangerschaft
In der ersten Zeit wird die schwangere Frau wohl an alles Mögliche denken,
nur nicht ans Poppen. Alles muss überdacht und organisiert werden.
Jeden Morgen ist ihr kotz-übel.
Stress und sexuelles Verlangen passen nicht zusammen.

Hat sie dann alles auf den Weg gebracht,
muss sie auf die körperliche Liebe nicht verzichten –
sofern mit ihrer Schwangerschaft alles in normalen Bahnen verläuft.
Wenn es keine Komplikationen mit dem Fötus gibt.

Das werdende Baby im Bauch spürt nichts vom Geschaukel beim Sex.
Denn es liegt eingebettet in der wassergefüllten Fruchtblase.
In den Wochen vor der Niederkunft sollte sich die junge Frau aber zurückhalten.
Nach der Geburt sollte sie 6 bis 8 Wochen enthaltsam leben.
Bis alle Wunden gut verheilt sind.

Psychische Belastung
Der kleine Embryo bewegt sich im Bauch. Ein neues Leben entsteht.
Unter Stolz und Vorfreude auf den Nachwuchs mischen sich
aber bald verschiedene Zukunftsängste.
Was normalerweise Mann und Frau zusammen schaffen,
muss die schwangere Single-Frau jetzt im Prinzip ganz allein bewältigen.

Wenn sie Glück hat, dann kümmert sich der Vater. So gut er eben kann.
Auch ein verheirateter Mann, mit dem sie eine verhängnisvolle Liebesnacht
erlebt hat, wird sich dieser Verantwortung hoffentlich nicht entziehen.

Der Löwenanteil der Belastung bleibt aber an der jungen Frau hängen.
Nicht nur in der Zeit unmittelbar vor und nach der Geburt. Sondern auch später.
Wenn es gilt, das Kind aufzuziehen.
Ängste, Stress, Sorgen in der Schwangerschaft können sich
auch auf die Gesundheit des Ungeborenen negativ auswirken.

Dazu kommen die Sorgen um die finanzielle Lage.
Wie soll eine Frau mit Kind später in Vollzeit arbeiten gehen?
Wird das Geld reichen? Muss ich meine Eltern anpumpen?
Oder bei der Bank einen Kredit aufnehmen?

Nicht jede Single-Frau hat die psychische Kraft, diese Situation auszuhalten.
Sie darf sich nicht scheuen, andere um seelischen Beistand zu bitten.
Bevor sie möglicherweise noch in eine Depression verfällt.

Gute Gespräche mit Freunden und Familienmitgliedern können eine gute
moralische Hilfe sein. Diese müssen die Augen offen halten.
Und von sich aus auf die schwangere Frau zugehen.
Sie in den Arm nehmen, sie trösten, ihr Mut zusprechen.

Diese Leute sollten die werdende Mama bei fortschreitender Schwangerschafts-
Zeit im Haushalt, bei Arztbesuchen und beim Einkaufen unterstützen.

 

Als Schwangere Frau Hilfe beanspruchen

Beratungsstellen aufsuchen
Um einen Überblick zu bekommen, was überhaupt auf sie zukommt,
ist es ratsam, das Gespräch mit einer professionellen Beratung zu suchen.
Zuerst geht es darum, die berufliche, finanzielle und personenbezogene Situation
zu analysieren. Schwachpunkte herauszufiltern. Und Lösungen zu finden.

Die Schwangere kann sich informieren, welche Hilfen (z.B. Kindergeld) sie in der
Schwangerschaft und in der Zeit nach der Geburt in Anspruch nehmen kann.
So sieht die junge Single-Frau, dass sie auch von staatlicher Seite
Unterstützung erhalten kann. Gut zu wissen, beruhigend für das Nervenkostüm.

Schwangerschaftsberatung wird kostenlos angeboten von:
Katholische Caritas, Donum vitae, Arbeiterwohlfahrt (AWO) und Pro Familia.

Im Freistaat Bayern zum Beispiel gibt es derzeit 127 staatlich anerkannte Büros,
wo schwangere Frauen sich informieren können.
In anderen Bundesländern sieht es ähnlich aus.
Hausarzt, Hebamme und Gynäkologe haben ganz sicher Vorschläge für Sie parat.

Kontakte zu schwangeren und alleinerziehenden Frauen
Hilfe durch Familienangehörige, Freunde, Kollegen und durch die staatliche
Schwangerschaftsberatung sind eminent wichtig.
Doch es gibt für die werdende Mama noch andere Möglichkeiten.

In Zeiten des Internets gibt es themenbezogene Foren und Communitys.
Dort kann man Kontakt aufnehmen kann zu Frauen,
die sich gerade in derselben Situation befinden.
Dort können sie sich austauschen und sich gegenseitig moralisch unterstützen.

Natürlich werden Sie auch bei Kursen für Schwangerschafts-Gymnastik
und Geburtsvorbereitung mit anderen Frauen sprechen.
Das müssen ja nicht unbedingt Single-Frauen sein.

Goldrichtig sind auch Forum-Kontakte zu alleinerziehenden Frauen,
die das Ganze vor kurzer Zeit selbst durchgemacht haben.
In einem solchen Portal kann sich jede schwangere Frau kostenlos registrieren.
Sie kann Fragen stellen oder um Rat bitten.

Sie werden erfahren, wie andere die Wochen vor der Geburt erlebt haben.
Als der Bauch immer dicker und die Beweglichkeit immer mehr
eingeschränkt wurde.
Sie erfahren, wie die jetzt Alleinerziehenden ihre Niederkunft erlebten haben.
Und wie es in den folgenden Wochen weiter gegangen ist.

Sie werden auch Infos in Bezug auf zahlungsunwillige Väter
und Vaterschaftstests bekommen.
Über den Mutterschutz und den Wiedereinstieg in den Beruf.
Was es beim Kindergeld zu beachten gilt. Alle Infos kommen aus erster Hand.

Psychologische Hilfe in der Schwangerschaft
Zum Glück leben wir nicht mehr im Mittelalter.
Welches nach Ansicht vieler Menschen erst nach dem Jahr 1968 zu Ende ging.
Sogar Anfang der 70er Jahre konnte ein unverheiratetes Paar
in Deutschland noch keine Wohnung bekommen.

Die deutsche Wohlanständigkeit hat mit Fingern auf eine schwangere Single-Frau
gezeigt. Ohne Rücksicht auf Verluste wurde sie als Hure, Flittchen
oder billige Schlampe bezeichnet.
Eine, die den wehrlosen Mann verhext hat.
Der natürlich überhaupt keine Schuld trägt an dem Dilemma.

In der heutigen Zeit ist es für eine alleinerziehende Mutter einfacher geworden.
Es ist gar nicht so selten, dass eine Single-Frau ohne Partner ein Kind austrägt.
Die öffentliche Meinung übt sich in Toleranz.
Die Schwangere muss keine Diskriminierung mehr befürchten.

Dazu gibt es etliche Hilfsorganisationen:
Caritas-Verband, Diakonie, Pro Familia. Wo eine Frau in der Schwangerschaft
Rat und psychologische Hilfe beanspruchen kann.
Auch die Familie und Freunde stehen ihr zur Seite.

Dennoch ist die Tatsache, ohne Partner ein Kind zu erwarten,
für manche Frauen eine so große psychische Belastung,
dass sie trotz aller möglichen Unterstützung damit nicht fertig werden.

Wenn die Lage zu schlimm oder ausweglos wird, sollte man nicht zögern,
durch eine Psychotherapie Abhilfe zu schaffen.
Sie gehen zu einem Psychologen, der auf schwangere Frauen spezialisiert ist.
Er wird mit Ihnen über Ihre Ängste sprechen. Und Ihnen Hilfestellungen anbieten.

 

Ausblick auf die Babyzeit nach der Geburt

Unterhaltszahlungen und Kindergeld
Eine alleinerziehende Frau bekommt vom Staat Kindergeld
bis zu dessen 18. Lebensjahr.
Außerdem muss der Vater muss für den Unterhalt von Frau und Kind aufkommen.
Für sich selbst bekommt eine junge Mutter 3 Jahre nach der Geburt einen
monatlichen Geldbetrag, der dem Existenzminimum (zur Zeit 850 Euro) entspricht.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Eltern des Kindes verheiratet waren oder nicht.
In dieser Zeit kann von der Frau nicht verlangt werden, arbeiten zu gehen.
So weit die derzeitige Gesetzeslage.

Doch was ist, wenn der Vater gar nicht in der Lage ist zu zahlen?
Wenn er Student, arbeitslos oder Hartz 4 ist.
Auch dann lässt Vater Staat die junge Mutter nicht im Stich.
Aber es bedeutet immer wieder:
Anträge ausfüllen, zum Amt gehen, Nachweise führen. Kurzum: Stress.

Kind ohne Vater
Ein Kind, das ohne männliche Bezugsperson aufwächst,
entwickelt sich anders als ein Kind, das von 2 Elternteilen erzogen wird.
Was fehlt, ist das männliche Vorbild – vor allem für den Sohn.

Es fehlt das Gefühl, in einer geschützten Familie aufzuwachsen.
Es kann zu Persönlichkeitsdefiziten, psychischen Störungen
und Fehlentwicklungen kommen.
Die sich manchmal erst im Erwachsenenalter deutlich herausbilden.
Kommen sie irgendwann auf die schiefe Bahn,
sprechen Psychologen gern von einer „schweren Kindheit“.

Alleinerziehende Frau ohne Mann
Nicht nur des Kindes wegen wird eine Single-Frau nach einiger Zeit
vielleicht wieder darüber nachdenken, einen neuen Partner zu finden.
Sie ist zwischen 20 und 30 Jahren jung. Das ganze Leben liegt noch vor ihr.
Warum sollte sie auf Liebe und auf Sex verzichten?
Warum sollte sie jeden Abend allein ins Bett gehen?

Klar, sie hat ihr soziales Umfeld: Eltern, Geschwister, Freunde, Arbeitskollegen.
Doch das ist kein Ersatz für eine richtige Ehegemeinschaft.

Fakt ist: eine Frau mit einem Kind (oder gar Zwillingen) am Hals hat auf dem
Partnermarkt deutlich geringere Chancen als eine kinderlose Single-Frau.
Gewissermaßen hängt das auch von ihrer Attraktivität ab.
Aber es gibt schon so viele schöne kinderlose Frauen.
Es ist nicht einfach, als Frau mit Anhang
einen neuen Lebenspartner zu finden.

Welche Möglichkeiten hat die Single-Mama, einen Mann kennenzulernen?
Naheliegend ist die Kita. Sie holen das Kind abends ab.
Dort werden Sie vielleicht alleinerziehenden Vätern begegnen.
Auch wenn die ziemlich selten vorkommen.

Vielleicht hält der Kindergarten im Sommer festliche Veranstaltungen ab.
Auch dort haben Sie gute Gelegenheiten,
einen Single-Papa zu treffen.

Neben den klassischen Kennenlern-Möglichkeiten wie Arbeitsplatz, Sportverein,
Freundeskreis, Zeitungs-Annonce, Single-Partys lernen immer mehr Menschen
ihren Lebensabschnitts-Gefährten im Internet kennen.

Das Kind können Sie noch nicht unbeaufsichtigt lassen.
Sie haben auch niemand, der als Babysitter her hält.
Dann ist die Online-Partnersuche vielleicht die einzige Möglichkeit,
ein neues Glück zu finden.

Es gibt sogar eine Hand voll Singlebörsen,
die speziell für Alleinerziehende gemacht sind (Stichwort: Patchwork-Familie).
Ein paar Beispiele:
Singlemama.de, Moms-dads-kids.de, Match-patch.de, Patchworkglueck.de
Ein Blick auf diese Portale könnte sich für Sie eventuell lohnen.

 

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