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Russische Frauen in Putins postkommunistischer Gesellschaft

Infos über Frauen in Russland

Russische Frauen im Fokus: Wie leben Frauen in Russland und in der Ukraine? Wie stehen sie zu Putin, zu Männern, zu Liebe, Sex und Emanzipation?

Schöne russische Frau auf Partnersuche im InternetWie ist das Leben russischer Frauen in unserer modernen Zeit?

Was hat sich verändert durch den Gesellschaftswandel vom Kommunismus hin zu Putins staatlich gelenktem Kapitalismus?

Welche Vorurteile haben wir Deutsche gegenüber Frauen aus Russland?

Was entspricht der Wahrheit, welche Klischees stammen aus einer verklärten Märchenwelt?

Hier eine Analyse über russische Frauen in Putins postkommunistischem Russland.

 

Partnersuche, Familie und Ehe
Obwohl uns die russische Gesellschaft altmodisch vorkommt – fast mittelalterlich könnte man sagen -, ist die Scheidungsrate trotzdem genauso hoch wie in Deutschland. Das hat verschiedene Ursachen.

Russische Frauen heiraten in der Regel recht früh (Alter: 18 bis 25 Jahre). In jungen Jahren bekommen sie Kinder. Schon bald zeigt so mancher Mann, wer der Herr im Haus ist. Wenn sie nicht pariert, dann schlägt er sie. Zum Teil mit roher Gewalt.

Finanziell unabhängige Karrierefrauen denken aber gar nicht daran, sich von einem Macho gängeln zu lassen. Sie bleiben lieber Single und unabhängig, als unter der Fuchtel eines gewalttätigen Mannes zu leben. Aber auch viele „normale“ russische Frauen gehen den Weg über die Scheidung. Selbst dann, wenn sie künftig in finanziellem Elend leben müssen.

Der Hauptgrund für die hohe Scheidungsrate liegt fast ausschließlich bei den Männern. Dafür sind nicht nur die Alkohol-Exzesse verantwortlich. Sondern eine gewisse Seitensprung-Mentalität. Man nimmt sich, was man haben kann.

In Russland leben 10 Millionen mehr Frauen als Männer. Die Jungs haben also die freie Auswahl. Und nehmen dieses Angebot dankbar an. Sie gehen fremd wie sie Lust haben. Oder sie verlassen die Partnerin, um mit einer jungen Frau eine feste oder eine Sex-Beziehung einzugehen.

Russische Single-Frauen
Die Folge dieser Entwicklung: Viele Frauen in Putins Staat leben nach der Scheidung solo. Mit oder ohne Kinder. Im Gegensatz zu Deutschland sind die Chancen dieser Damen im besten Alter auf dem Heiratsmarkt sehr bescheiden. Weil junge Mädchen ihnen die Männer ausspannen oder vor der Nase wegschnappen.

Nicht selten hört eine 38-jährige Russin diesen Satz von einem Mann: Für Russland bist du zu alt, Natalja. Aber für Deutschland geht’s wohl noch.

Eine reife Frau, nach der sich viele deutsche Single-Männer die Finger lecken würden, hat in Putins Reich normalerweise keine Chance mehr, einen Partner zu finden. Es sei denn, ihre Attraktivität kann sich mit einem Model oder Filmstar messen.

Viele russische Frauen haben sich mit dieser Situation abgefunden. Andere versuchen ihr Glück im Internet. In den letzten 15-20 Jahren haben sich dort viele Heiratsvermittlungen und Kontaktbörsen etabliert. Wo eine Frau aus Russland oder der Ukraine Kontakte zu Männern aus Westeuropa knüpfen kann.

Die Anzahl der Frauen, die diesen Weg gehen, ist relativ gering – im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Denn es ist nicht einfach, seine Heimat, seine Geschwister und seine Freunde zurückzulassen. Um im Westen mit einem anderen Partner ein neues Leben anzufangen.

Die Schönheit russischer Frauen
Es ist kein Klischee, es ist keine Übertreibung: Frauen in Putins Russland und in der Ukraine gehören mit zu den schönsten auf der ganzen Welt. Mag sein, dass dies in gewissem Maße genetisch bedingt ist. Vor allem aber pflegen russische Frauen ihre Schönheit und Weiblichkeit. Sie lieben es, sich attraktiv zu machen. Sie wollen den Kerlen um jeden Preis gefallen.

Männer aus Westeuropa, die aus Berufsgründen in Russland leben, schwärmen vom Liebreiz russischer Frauen. Aber nicht nur das. Genauso begeistert sind manche vom Wesen und Charakter der Mädchen.

Während für die Frauen in Deutschland Karriere, Emanzipation und Selbstverwirklichung die höchsten Werte sind, steht für russische Frauen die Familie, die Kinder und eine gute Partnerschaft an erster Stelle. Selbst bei erheblichen Problemen in einer Beziehung bezeichnen sich die Frauen noch als glücklich.

Zweifellos haben russische Damen ihren eigenen Kopf. Sind aber viel leichter zu händeln als das Gros der deutschen Frauen. Erst recht, wenn die Chancen auf dem heimischen Heiratsmarkt ab 35 in den Keller gefallen sind.

Der Charakter der russischen Frau ist noch nicht so verdorben wie im Westen. Sie strahlt noch mehr Natürlichkeit und Warmherzigkeit aus. Das sind die Erfahrungen von deutschen Männern, die russische Frauen kennengelernt oder geheiratet haben.

Jagd auf Männer
Auch wenn sie in der Minderheit sind, hat Putins Kapitalismus in Russland viele reiche Männer hervorgebracht. Der Traum vieler junger Mädchen ist es, sich einen wohlhabenden Typ zu angeln. Um ein schönes, finanziell sorgenfreies Leben zu führen.

Also ziehen Zehntausende von ihnen vom Land in die Weltstädte Moskau und St. Petersburg. Hohe Stöckelschuhe, Minirock, tiefer Ausschnitt. Wackel-Po, rote Lippen, Schlafzimmerblick. Mit dieser Ausstattung hoffen sie, einen fetten Fisch an Land zu ziehen.

Da sagt eine junge Frau aus Moskau im Internet: 95 Prozent der Männer taugen nicht für eine Beziehung. Frauen sind alle auf der Jagd nach den guten 5%.

Das Alter spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Lieber einen ordentlichen 40-jährigen als eine lausigen 25-jährigen. Zur Not muss man mit seinem Sex-Appeal einer reiferen Frau den Mann ausspannen.

Dennoch ist es klar, dass diese Rechnung für einen Großteil der Mädchen nicht aufgehen kann. Die Jahre vergehen. Entweder sie gehen einen Kompromiss ein, solange sie noch knackig sind. Oder sie bleiben allein.

Wenn alle Stricke reißen, können die Mädchen auf Partnersuche sich immer noch online umsehen. In Deutschland zum Beispiel gibt es viele Geschiedene oder Single-Männer, die auch eine Frau aus Russland als Partnerin in Erwägung ziehen würden.

Der Weg zum Glück in Richtung Osteuropa ist für einen Deutschen manchmal nicht einfach. Es kann zu Sprachproblemen kommen. Man muss möglichst schon vor einer Reise herausfinden, ob man ganz gut zusammen passt.

Die Entfernung und der Wohnort der Frau spielen eine gewisse Rolle. Es ist relativ einfach, nach Kiew, Lemberg oder Odessa oder Moskau zu fliegen. Oder gar nur nach Kaliningrad in Ostpreußen. Aber es ist nicht so einfach, vom dortigen Flughafen noch 100 oder 200 Kilometer über Land zu fahren.

Flirten verboten!
Immer wieder liest man von recht merkwürdigen Gesetzen, die Putin verabschieden will. So auch im letzten Sommer. Da soll es einen so genannten „Belästigungs-Paragraf“ geben.

Dieser soll sexuelle Nötigung unterbinden. Vielleicht auch den Mädchenhandel und Zwangsprostitution. Dafür erntet der russische Präsident Beifall. Das neue Gesetz soll aber auch das Flirten und Anbandeln mit russischen Frauen generell erschweren.

Stellen Sie sich vor: Sie sind als Tourist in Moskau. Sie gehen abends in die Disco. Sie flirten ein sexy Mädchen an. Plötzlich steht ein Polizist neben Ihnen und sagt: „Njet, Towaritsch!“ Und ab geht es aufs Polizeirevier.

Das Anbandeln mit russischen Frauen soll 1.000 Euro Bußgeld kosten. Vielleicht will der Staat damit unterbinden, dass viele Russinnen sich mit westlichen Männern aus dem Staub machen? Um in Europa (wie sie es nennen) ein neues Leben anzufangen. Man darf gespannt sein, wie diese Paragrafen-Geschichte sich in der Praxis auswirkt. Auf mich wirkt das ziemlich weltfremd.

 

Reizende russische Frauen auf Partnersuche im Web

 

Emanzipation, Gleichberechtigung, Feminismus
Im Kommunismus war die Emanzipation der Frau überhaupt kein Thema. Natürlich hatten russische Frauen davon gehört, dass ihre Kolleginnen in der westlichen Welt sich gewisse Rechte erstritten hatten. Bei der Warenknappheit in der UdSSR lässt die Sorge um das tägliche Brot jedoch keine feministischen Gedanken aufkommen.

Zudem leben die russischen Frauen in dieser Zeit im Glauben, sie seien bereits voll gleichberechtigt. Die kommunistische Propaganda pfeift es jeden Tag von den Dächern.

Wie sieht es unter Putins Regentschaft aus? Egal ob arbeitslos, Fabrikarbeiterin oder Businessfrau: in puncto Emanzipation sind sie sich fast alle einig – außer ein paar wenigen westlich orientierten Karrierefrauen. Selbst im 21. Jahrhundert steht die Russin dem Feminismus und der Gleichberechtigung kritisch gegenüber.

Selbst intellektuelle Frauen – im Westen die grünen Vorreiter der Emanzipation – sehen im Feminismus eher eine Gefahr als eine Chance. In ihren Augen sind die kurzhaarigen Damen der westlichen Welt verwöhnte Geschöpfe, die von der Härte des russischen Alltags keine Ahnung haben.

Die russische Frau bevorzugt gemeinerhand einen starken Mann, nicht das Weichei. Auch wenn der Alkohol manchmal sein bester Freund ist: so ist der starke Mann der Ernährer der Familie. Warum sollte eine russische Frau die Kuh melken, die Milch gibt?

Partnersuche im Wandel der Zeit
Doch bei weitem nicht jeder Russe ist ein Ausbund an Stärke. So richten seit der Öffnung nach Westen viele russische Mädels den Blick nach Deutschland. Der deutsche Mann gilt als Inbegriff für Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Ein Deutscher respektiert seine Frau und verprügelt sie nicht. Er trinkt nicht so viel wie die Iwans. Er raucht immer weniger. Er kann einer Frau ein Leben in gesicherten Bahnen bieten. Mit einem solchen Typ könnte man sich ganz gut eine Zukunft vorstellen. Vielleicht auch nochmal ein Kind.

Relativ neu ist folgender Trend in den großen Metropolen von Russland: Immer mehr junge russische Frauen entscheiden sich ganz bewusst für das Leben als Single. Diese Mädchen sind sehr modern und weltoffen. Sie verdienen eigenes Geld. Sie unterscheiden sich kaum noch von den Single-Frauen in Deutschland. Das betrifft auch die Ansprüche an einen Partner.

In den Diskotheken von Moskau lernen sie, was ein russischer Mann wert ist. Er vernachlässigt sein Aussehen. Er rastet schnell aus. Er ist gleich mit den Fäusten bei der Hand. Er hat immer Messer und Drogen in der Hose. Der Bordellbesuch gehört genauso zu seinem Leben wie die Flasche Wodka.

Nein danke, dann lieber solo. Warum reagieren russische Single-Frauen so besonnen und vernünftig? Bei den Männern könnte man fast den Eindruck haben: Jemand hat ihnen das Gehirn ausgeblasen. Wobei man immer wieder betonen sollte, dass dies nicht auf alle Männer zutrifft. Nur auf die große Mehrheit.

 

Bildung, Beruf und Karriere russischer Frauen
Lenins kommunistische Revolution von 1917 hat die Russin theoretisch gleichgestellt mit den Männern. Die Mädels durften an Hochschulen studieren. Berufstätigkeit wurde zur Pflicht erklärt. Bis Ende der 70er Jahre waren fast alle Frauen in der Sowjetunion (88 Prozent) in einem Arbeitsverhältnis.

Nach der Heirat durfte sich eine junge Russin nicht nur auf Haushalt und Familie beschränken. Sondern war verpflichtet, am Aufbau der sozialistischen Gesellschaft mitzuwirken: Im Parteiapparat, in der Schule, im Kindergarten, in der Fabrik. Bei Bahn und Post. Sogar auf dem Bau und in der Roten Armee.

Eine Frau, die nicht arbeiten ging, wurde von den Nachbarn schief angesehen. Ermöglicht wurde dieses System vor allem durch ein Netz von Kitas. Wo der Nachwuchs tagsüber untergebracht war.

Sozialer Abstieg in der postkommunistischen Gesellschaft
Nach Gorbatschows Rücktritt hat sich das Bild radikal gewandelt. In den 90er Jahren ist die russische Wirtschaft unter Präsident Jelzin eingebrochen. Weil sie nun den Gesetzen der Marktwirtschaft unterworfen ist, mit internationaler Konkurrenz. Die Lebensverhältnisse in Russland haben sich radikal verschlechtert. Die Arbeitslosenzahlen schnellen in die Höhe.

Viele russische Frauen stehen plötzlich auf der Straße. Die Ausgaben fürs Militär werden drastisch gestrichen. Dadurch verlieren auch viele Männer einen bisher sicheren Posten. Sie suchen Trost im Alkohol. Männer, die noch arbeiten, bekommen oft monatelang kein Gehalt.

In der Krisenzeit um 1995 müssen russische Frauen verstärkt Verantwortung übernehmen für Familie und Kinder. Damit das Leben so einigermaßen weiter geht.

Ganz clevere Damen machen aus der Not eine Tugend. Sie sind gezwungen, Geld zu verdienen. Also machen sie sich selbstständig. Das fängt immer ganz klein an. Auf dem Marktplatz einen Stand aufbauen. Und mit allen möglichen Waren handeln.

Hier liegt der Ursprung von dem, was wir heute russische Karrierefrauen nennen. Es gibt ein paar Beispiele, die es von ganz klein an zum Multimillionär geschafft haben. Russische Frauen, die heute in den feinsten Bezirken von Moskau residieren. Allerdings kann man die an ein paar Händen abzählen.

Diese wenigen Vorbilder täuschen über die Realität in der Zeit vor Putins Machtergreifung hinweg. An die Rundumversorgung der kommunistischen Sowjetunion gewöhnt, fällt das Leben auf einmal richtig schwer. Diese Hoffnungslosigkeit spiegelt sich auch in den Geburtenraten nieder: Ende der 90er bekommt eine Russin im Durchschnitt nur noch 1,3 Kinder.

Das Leben ist knüppelhart für russische Frauen. Auch dann, wenn sie Arbeit haben. Denn neben dem Job sind sie für die Haushaltsführung und Kinder zuständig – während der feine Herr es sich nach Feierabend vor dem Fernseher gemütlich macht. Natürlich kann man auch das nicht auf alle Russen beziehen. Die Grundtendenz ist aber erkennbar.

Bemerkenswert ist die psychische Stärke der Russinnen. Sie haben die Umwälzungen in den 90ern sehr viel besser verkraftet als ihre männlichen Partner. Sie haben den Kopf nicht hängen lassen. Sondern in die Hände gespuckt und angepackt, statt Schnaps zu saufen und Drogen zu konsumieren.

Diskriminierung russischer Frauen
Nach dem Jahr 2001 hat sich die Lage der Frauen in Putins postkommunistischer Gesellschaft noch weiter verschlechtert. Während in früheren Zeiten das sowjetische System praktisch eine Jobgarantie bot, sind die Mädels seit der Wirtschaftskrise der 90er praktisch Menschen zweiter Klasse geworden.

Der Staat hat kein Geld mehr. Die Versorgung mit Kindergärten wird abgebaut. Wer Nachwuchs groß ziehen will, hat Probleme, überhaupt arbeiten zu gehen.

Die Diskriminierung russischer Frauen zeigt sich auch bei Löhnen und Gehältern. Vormals recht gut bezahlte weibliche Domains wie Bildungssektor, Wissenschaft, Kinderbetreuung, Medizin, Bahn und Post werden unter Kreml-Chef Putin extrem schlecht entlohnt. So dass selbst eine Professorin noch Mühe hat, über die Runden zu kommen.

Dabei ist das durchschnittliche Bildungsniveau der russischen Frauen besser als das der Männer. Und dennoch: 70% aller Arbeitslosen sind weiblich. Böse Zungen behaupten: In Putins Gesellschaft leben die faulen Männer auf Kosten der tüchtigen Mädels.

Gegenwärtig gibt es in Russland 3 Gruppen von Frauen:

  • Die Karrierefrauen mit gutem oder passablem Einkommen. Vorwiegend in Großstädten wie Moskau und St. Petersburg.
  • Dann gibt es Frauen mit einem äußerst geringen Verdienst und Minijobberinnen. Die sind mit ihrem Leben mal mehr, mal wenige zufrieden.
  • Und das Heer der Arbeitslosen, Frustrierten und Enttäuschten. Mädels, die freiwillig oder unfreiwillig die Hausfrau spielen. Die letzte Kategorie ist vor allem in den ländlichen Provinzen von Russland zu finden.

Prostitution in der Ukraine
Was in Russland und Weißrussland schon schlimm genug ist, ist in der Ukraine eine Katastrophe. Viele Frauen haben nur eine Möglichkeit, zu überleben: über die käufliche Liebe. Sex gegen Geld.

Der Sextourismus in der Ukraine hat mittlerweile beängstigende Formen angenommen. Männer aus Westeuropa reisen nach Kiew, um sich auf dem Maidan oder am Boulevard nebenan Mädchen anzulachen. Das nächste Hotel ist nicht weit. Die nächste Frau auch nicht. Oder sie gehen gleich ins Bordell, um für Peanuts ein paar der schönsten Frauen zu beglücken. Flatrate-mäßig.

 

Gewalt gegen russische Frauen
Schon immer haben sie Wodka wie Wasser getrunken, die russischen Männer. Seit dem Fall des Kommunismus und dem massenhaften Verlust von Arbeitsplätzen hat diese Freizeitbeschäftigung eine neue Qualität erhalten.

Wenn die Russen abends nach Hause kommen, können ihre Ehefrauen die schlechte Laune ausbaden. Ein falsches Wort, und schon hebt er die Hand. Jeder 7. Frau wurde von ihrem Mann schon einmal Gewalt angetan.

Staat, Medien und Gesellschaft verschließen davor einträchtig die Augen. Sie sehen das als eine Art Kavaliersdelikt an. Frei nach dem Motto: Mit der Heirat gewinnt ein Mann Macht über eine Frau. Ich höre Alice Schwarzer jubeln.

Nicht nur in Familien der unteren Gesellschaftsschichten rutscht dem Mann öfters mal die Hand aus. Sondern auch reiche Männern fühlen sich dazu berufen.

Dabei kommt es nicht nur zu Schlägen. Sondern auch zu Vergewaltigungen, psychischen Demütigungen und Erpressungen. Insgesamt sind russische Frauen, die sich eine feste Beziehung antun, entmündigt. Und auf Gedeih und Verderb ihrem Pascha ausgeliefert.

Die meisten Mädchen haben keine Chance, sich aus dieser Misere zu befreien. Da sie finanziell vom Ehemann abhängig sind. Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Wohngeld, Frauenhaus: das sind Begriffe aus einer anderen Welt.

Nur wenige couragierte russische Frauen lassen sich das nicht gefallen. Sie entfliehen dem Ehe-Terror. Wohl wissend, dass ihre Chancen auf dem Beziehungsmarkt mehr als dürftig sind. Und dass sie den Rest des Lebens vielleicht allein bleiben werden. Armselig zwar, aber wenigstens nicht unter der Knute eines schrecklichen Iwans, Pjotrs oder Alexanders.

Gewalt gegen russische Frauen in der Berufswelt
Auch in den Betrieben verschlechtert sich das Bild in der postkommunistischen Gesellschaft. Während die Unversehrheit der Russin im Sozialismus durch den Staatsbetrieb geschützt wurde – gegen Männer-Übergriffe und Vergewaltigungen -,  sind sie in Putins freien Marktwirtschaft vermehrt sexuellen Belästigungen
durch Vorgesetzte und Chefs ausgesetzt.

Wer sich wehrt, wird erpresst oder gefeuert. Es kann einer Frau aber auch mitten auf der Straße passieren, dass sie angepöbelt und in eine Ecke gedrängt wird. Gewaltbereitschaft und die Kriminalität russischer Männer sind erschreckend hoch. Eine ethische Moral scheint es bei vielen nicht zu geben.

Das Alkoholproblem russischer Männer
Mehr als die Hälfte von ihnen stirbt in den Zeiten von Jelzin und Putin nicht eines natürlichen Todes. Die Todesursache wird mehr oder weniger willkürlich von außen herangetragen. Vor allem der Wodka spielt eine große Rolle.

Zum Vergleich: In den USA sterben (trotz doppelt so vieler Einwohner wie Russland) pro Jahr 350 Männer den Alkoholtod. In Putins postkommunistischer  Gesellschaft sind es sage und schreibe 35.000 Männer. Also 100 mal so viele wie in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Neben dem Kartoffelschnaps spielen noch andere Faktoren eine Rolle: Kriminalität, Selbstmord, Gewalttätigkeiten, Mafia, Bandenkriege. Drogen, ungesunde Lebensweise und alkoholbedingte Krankheiten. So dass die Lebenserwartung russischer Männer (59 Jahre) so niedrig ist wie in keinem anderen Land in Europa.

 

Frauenhandel und Zwangsprostitution
Das ist mit Sicherheit das traurigste Kapitel über russische Frauen der Neuzeit. Nach dem Fallen Grenzen bei der Wende hat sich über ganz Europa die Russen-Mafia ausgebreitet. Mit den abenteuerlichsten Versprechungen locken sie bildhübsche russische und ukrainische Mädchen in fremde Länder.

Die „Arbeit“ dort beschränkt sich auf Sex-Dienste in Bordellen. Sie werden wie Gefangene gehalten. Der Pass wird eingezogen. Die verdienten Euros müssen sie gleich an die Puffbesitzer abgeben. Beine breit machen statt Kellnern. Strapse und Table-Dance statt goldener Westen. Die sexuellen Wünsche der Kunden erfüllen, statt einem besseren Leben entgegen sehen.

Zuhälter aus Deutschland, Italien und Frankreich bestellen über Schlepper zu einem Spottpreis junge Frauen aus Weißrussland, der Ukraine, Moldawien und Russland. Pro Jahr werden 50.000 russische Mädchen in den Westen gelockt. Das BKA beziffert die Zahl der illegalen Frauen-Importe allein nach Deutschland auf 30.000 pro Jahr.

Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Denn die Behörden sind gegen professionell vorgehende Banden weitgehend machtlos. Solange billiger Sex gefragt ist, und solange die finanziellen Lebensverhältnisse in Osteuropa sich nicht spürbar bessern: werden Frauenhandel und Zwangsprostitution wohl kaum verschwinden.

 

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Politik: Pussy Riot für Freiheit und gegen Putin
Dieses Thema kann man getrost als Letztes abhandeln. Frauen sind so gut wie nicht präsent in der russischen Politik. Zumindest nicht in Moskau. Allenfalls auf lokaler Ebene. Das bedeutet aber nicht, dass Russinnen unpolitisch eingestellt sind.

Im Jahr 2012 hat die russische Mädchenband Pussy Riot in der internationalen Presse für Schlagzeilen gesorgt. Auf einem Video haben die Mädels die „Gottesmutter“ angefleht, den Macho Wladimir Putin aus dem Kreml zu vertreiben.

Durch das Internet hat der Film weltweit die Runde gemacht. Das couragierte Auftreten für Frauenrechte und Menschenrechte in Russland hat der Punkband in vielen Ländern große Sympathien eingebracht. Sogar Weltstars wie Madonna haben sich mit der Protestbewegung solidarisch erklärt. In einer Zeit, wo die Opposition in Russland relativ stark war.

Aber wie das so ist in einem Land, das noch nie echte Demokratie erlebt hat: Der russische Präsident Putin musste oder wollte ein Exempel statuieren. Im Bewusstsein, dass Russland eine starke Hand braucht, ließ er die aufmüpfigen Mädchen zu 2 Jahren Straflager verurteilen.

Sie werden in Zellen zu Frauen eingesperrt, die ihren Mann ermordet, mit Drogen gehandelt oder gegen den Staat demonstriert haben. Dort wird man Pussy Riot die Flausen schon austreiben.

Kurz vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi wurden die Girls aus Propagandagründen frühzeitig entlassen. Seht her, was für ein liberaler Staat wir sind! Seither ist es etwas still geworden um die Protest-Band. Nicht aber um Master Putin. Kaum sind die Spiele vorbei: da gefällt es ihm, die Krim zu besetzen. Neuerdings mischt er im Syrien-Konflikt mit.

Seit der Krise in der Ostukraine wird ein Russe, der nicht 100prozentig liniengetreu hinter Putin steht, als Vaterlandsverräter angesehen. Kennen wir das nicht irgendwie aus der deutschen Geschichte? Die Ukrainer Faschisten nennen. Und selbst …

Es wird schwer werden für die russische Opposition, wieder auf die Beine zu kommen. Putin versteht es meisterhaft, die Massen unwissend zu halten, für dumm zu verkaufen und zu manipulieren.

Es ist wie im Kalten Krieg: ein äußerer Feind muss her. Dann stehen die Russen geschlossen hinter dem Kreml. 90 Prozent der russischen Bevölkerung sagt im Sommer 2014: Putin macht mit seinem nationalistischen Säbelrasseln einen prima Job. Wie lange diese Volksverdummung funktioniert, bleibt abzuwarten.

Unterm Strich ergibt sich folgendes Bild: Putins postkommunistische Gesellschaft hat den meisten russischen Frauen mehr Nachteile als Vorteile gebracht. Wirklich mehr Freiheiten als im Kommunismus haben sie heute nicht.

Die Berufschancen sind für das Gros der Frauen schlechter geworden. Allenfalls der Einzug westlicher Lebensweise und Vergnügungsmöglichkeiten stehen auf der Haben-Seite. Wobei das auch nicht immer ein Segen ist. Zur Zeit sieht es jedenfalls so aus, als wolle Putin das Rad der Geschichte wieder zurück drehen.