Ratgeber Aktivreisen

Den Urlaub aktiv verbringen

Frau bei herzerfrischender Winterwanderung im Schnee
Gesund und aktiv durch Schneewandern

Aktivreisen bedeutet: Wandern im Schnee, in der grünen Natur oder im Gebirge. Radfahren, Trekking, Segeln oder Kanutouren z.B. in Nordamerika oder Skandinavien.

Aktivreisen kann auch bedeuten: Klettern, Wassersport, Naturtrips in Nationalparks, Wildwasserfahrten in Schweden, Reiten in Südspanien, Skifahren, unterhaltsam-verwegene Abenteuerreisen nach Asien oder Südamerika. Wer seinen Urlaub sportlich verbringen will statt auf der faulen Haut zu liegen, hat dazu unzählige Möglichkeiten.

Eine weitgehend sitzende Lebensweise im Büro und in der Freizeit führt zu dem inneren Bedürfnis, sich wenigstens im Urlaub zu bewegen. Mehr und mehr setzt sich in unserer Zivilisationsgesellschaft die Erkenntnis durch, dass bei beim Reisen ein Ausgleich geschaffen werden muss zur weit verbreiteten Bewegungsarmut.

Durch den aktiven Urlaub stärken wir den Körper, wir brauen Stress ab und helfen der Seele zu entspannen. Wir verbessern unsere Gesundheit und tanken neue Energie für Aufgaben, die vor uns liegen.

 

Ratgeber-Artikel für Aktivreisen

Strand- und Aktivurlaub für Singles bei Sonne und Meer

Fahrrad-Urlaub auf Mallorca

Aktivurlaub für Singles im Sportclub

Trekking-Urlaub in Bolivien

Aktivurlaub im Frühjahr

Wandern in Österreichs Alpenwelt

Sportreisen: Aktivurlaub mit Fitness und Bewegung

Sommerurlaub in den Bergen

Mit dem Fahrrad unterwegs: Radeln in Deutschland

Wanderurlaub: welche Schuhe sind zu empfehlen?

Herbstliche Wandertouren in Wales

 

Was ist charakteristisch für Aktivreisen?
Die Ferienzeit aktiv gestalten heißt nicht, jede Nacht um die Häuser ziehen, einen Party- oder Kneipen-Marathon zu absolvieren oder im Urlaub massenweise Frauen bzw. Männer abschleppen. Es bedeutet vielmehr, körperlich aktiv zu werden. Und zwar so weit, dass es zu einem gewissen Muskelaufwand und Kalorienverbrauch kommt.

Was ist kein Aktivurlaub?
Eine Hundeschlittenfahrt in Kanada ist zwar ein schöner Ausflug in die Natur. Aber ein wenig zu gemütlich, um als körperliche Beanspruchung durchzugehen. Auch wenn man mit dem Bus auf eine Berliner Stadtrundfahrt geht. Oder zu einem Aussichtspunkt des Grand Canyon gefahren wird. Wenn man im Jeep zu einer Tiersafari in einen afrikanischen oder indischen Nationalpark aufbricht: auch das ist nur bedingt ein Aktivurlaub. Es sei denn, es ist mit einer körperlichen Anstrengung verbunden.

Solche Unternehmungen machen zwar gute Laune. Aber sie verbrauchen so gut wie keine Energie. Das Gleiche trifft auf den Golfsport zu. Am Strand Volleyball zu spielen ist zumindest eine halbwegs ertüchtigende Beschäftigung.

Andererseits sind Aktivreisen nicht als reine Sport- oder Fitnessreisen zu verstehen. Der aktiv gestaltete Urlaub spiet sich weitgehend in der freien Natur ab. Jedoch ohne irgendwelche leistungssportliche Ambitionen.

Er dient in erster Linie dem Wohlbefinden und dem Spaß an der Outdoor-Bewegung. Entweder allein (als Backpacker) oder in der Gruppe (Pauschalurlaub, Singlereisen). Das ist zweitrangig.

Besonders Menschen aus der Großstadt haben das Verlangen nach Natur. Ein Spaziergang im Park oder am Rhein entlang – sofern man sich dazu aufraffen kann – ist kein adäquater Ausgleich bei lang währender sitzender Tätigkeit oder Faulenzia vor dem Fernseher. Von der CO2-haltigen Luft in unseren Städten mal ganz abgesehen.

Also heißt es: Koffer packen, ab in den Urlaub und sich möglichst viel bewegen. Ohne sich zu überfordern.

 

Beispiele für echte Aktivreisen
Ein Aktivurlaub muss nicht viel Geld kosten. Wenn man in Berlin lebt, fährt man in die Sächsische Schweiz oder nach Mecklenburg-Vorpommern. Hamburger haben nur einen Katzensprung in die Lüneburger Heide oder ans Meer. Der Münchner hat große bayerische Seen und die Alpen vor der Haustür. Der Kölner hat es nicht weit bis in die Mittelgebirge von Eifel, Taunus, Rhön und Westerwald.

Das Problem, warum so viele Menschen keine Aktivreise angehen, ist nicht das Geld, nicht die Entfernung oder die Zeit. Sondern die fehlende Bereitschaft, den gewohnten Lebensstil zu ändern.

Besonders wenn man im Alltag viel sitzt und wenn man den 40. Geburtstag hinter sich hat, wäre es nötig, den inneren Schweinehund zu besiegen. Und im Urlaub plus idealerweise im Alltag mehr Action und Bewegung zu zeigen.

Wanderurlaub
Bei Aktivreisen spielt für viele Zeitgenossen das Wandern eine ganz große Rolle. Vor allem älteren Menschen ist die Bewegung in der Natur und die Aufnahme von schönen Landschaftsbildern ein echtes Bedürfnis. Für einen Kurztrip bieten sich die Wanderwege in Deutschland an. Vorrangig in den Mittelgebirgen. Beispielsweise im Bayerischer Wald, im Schwarzwald, am Moselsteig und im Harz.

Auch im europäischen Ausland findet man eine Unmenge vorgezeichneter Wanderwege. In Österreich, in Südtirol (Dolomiten) und in der Schweiz. Die spanischen Inseln La Gomera und Gran Canaria sind wahre Wanderparadiese.

Menorca, das Anaga-Gebirge auf Teneriffa und das Erlebnis-Wandern auf Mallorca sind so manchem passionierten Naturfreund ein Begriff. Auf Madeira ist Wandern durch Bergwälder angesagt. Die Toskana lockt mit Touren durch Weinberge. Aktivreisen durch die Provence führen uns vorbei an Olivenhainen und malerischen Lavendelfeldern.

Doch das sind noch nicht alle Optionen in Europa. Mystisch-reizvolle Wandertouren ergeben sich am walisischen Snowdon, am Ätna (Sizilien), an den Plitvicer Seen (Kroatien) und in den Moorlandschaften englischer Nationalparks. Ich beende diese Auflistung mit den Sanddünen auf der Kanaren-Insel Fuerteventura und mit der ligurischen Blumenriviera.

Trekking, Off-Road-Wandern und Mountainbiking
Auch Trekking ist eine Art Wandern. Allerdings auf einem anderen Level als beim gewöhnlichen Marschieren im Spessart oder Pfälzerwald.

Beim Trekking geht es nämlich nicht um sauber hergerichtete Wanderwege. Sondern der Aktivurlauber läuft über weite Strecken querfeldein, auch durch unwegsames Gelände. Wenn gar keine ausgeschriebenen Wanderwege da sind, bleibt einem gar nichts anderes übrig. Das ist aber kein Nachteil. Diese Art zu Wandern ist wird immer mehr bewusst gesucht und gewollt.

Sofern die Trekking- oder Mountainbike-Touren über mehrere Tage gehen, ist es nötig, eine Campingausrüstung mitzunehmen. Richtige Hochgebirgs-Expeditionen nehmen dazu sogar Lastentiere mit.

Wohin soll die Trekking-Reise gehen? Schauen wir uns zuerst Europa an. Da kämen die schottischen Highlands in Frage, das Berner Oberland, das türkische Taurusgebirge, die norwegischen Fjells und Fjordlandschaften.

In Schwedisch-Lappland gibt es eine große Anzahl von Nationalparks zum Querfeldeinwandern. Das Trekking auf Island führt zu den Geysiren, den heißen Quellen.

Mallorca hat an und für sich gut präparierte Wanderwege. Nur im Tramuntana-Gebirge ist man auf den Kompass und seinen Orientierungssinn angewiesen. Noch ein Stück abenteuerlicher sind Gebirgswanderungen in den rumänischen, ukrainischen und slowakischen Karpaten.

Wir verlassen Europa. Die Rocky-Mountains in den USA und in Kanada bieten ein weites Feld für Aktivreisen. Noch einsamer und anstrengender geht es in den südamerikanischen Kordilleren zu.  Die Trekking-Trails erreichen bis zu 5.000 Höhenmeter.

Adrenalinstöße bekommt man natürlich auch im Himalaya Gebirge. Dieses ist jeweils ein Teil der Länder Kaschmir (Indien) Tibet (China), Nepal, Pakistan, Myanmar und Bhutan.

Auch in Afrika hat man hervorragende Möglichkeiten zum Natur-Trekking. Ich denke an das marokkanische Atlasgebirge, das Hochland in Äthiopien und an die Berge von Malawi. Auch das Wildniswandern im südafrikanische Buschland und in den Drakensbergen lässt das Herz des Trekking-Urlaubers höher schlagen.

Bleibt noch der sechste Kontinent. Viele Aktivtouristen und Backpacker machen sich in Neuseeland auf den Milford Track. In Australien ist das Landesinnere – die Outback-Wüste – ein beliebtes Reiseziel für abenteuerdurstige Aktivurlauber.

Eine quantitativ riesige Herausforderung für ausdauernde Trekker ist der 3.500 km langen Appalachen-Trail zwischen den US-Bundesstaaten Georgia und Maine. In Ländern wie Costa Rica, Dominikanische Republik, Brasilien, Bolivien und Indonesien wird Urwald-Trekking angeboten. Ein Trip in den Amazonas oder in die Regenwälder Südostasiens gehört mit Sicherheit zu den aufregendsten Urlaubs-Erlebnissen überhaupt.

 

Aktivreisen bei Frosch:

Angebote für Radreisen, Trekkingtouren und Wildwasserfahrten

 

Wintersport
ist für viele Menschen eine sehr angenehme Urlaubsart. Wer sich auf Schnee und Eis bewegt, verbraucht mehr Energie als normal. Daher ist der aktive Urlaub im winterlichen Gebirge extrem gesundheitsförderlich. Und er macht riesigen Spaß.

Egal ob man in Loipen oder die Abfahrt hinunter fährt. Ob man sich im Snowboarden oder Eisklettern versucht. Oder in den Schneelandschaften der deutschen Alpen, in Österreich, Slowenien oder in der Schweiz auf Wanderschaft geht. Das Schneewandern ist neben dem klassischen Skilanglauf die gesündeste Wintersportart überhaupt.

Abenteuerliche Aktivreisen und Entdeckertouren
Das sind ganz besondere Touren für ganz Verwegene. Für Menschen, die einigermaßen fit sind und keine Mühen scheuen, den Widrigkeiten der Natur zu trotzen. Bei Wind und Wetter geht es durch weite Wälder, Wüsten und Gebirge in Europa, Asien, Afrika, Australien und Amerika.

Ein Beispiel wäre der Reiturlaub in Irland, in Kanada oder Neuseeland. Vielleicht bringt der Reiturlaub in der Mongolei den richtigen Kick – auf den Spuren des legendären Dschingis Khan. Oder eine Tour entlang der alten Seidenstraße: von der Türkei aus über den nördlichen Iran nach Turkmenistan, Tadschikistan bis nach China.

Eine weitere Idee für abenteuerliche Aktivtrips ist eine Rundreise oder eine Rucksacktour durch Vietnam, durch Kambodscha, durch das indische Rajasthan oder durch die Heimat der australischen Aborigines.

Der amerikanische Doppelkontinent macht mit seinen riesigen Weiten tolle Erlebnisreisen möglich. Viele Touristen wandeln auf den Spuren der Goldgräber in der Wildnis von Alaska. Sie fahren vom Atlantik bis zum Pazifik: auf dem Great Trail quer durch Kanada. Oder sie wagen einen Pferde-Trip durch das argentinische Patagonien, bis hinunter an die Südspitze Südamerikas.

Als ganz extrem anzusehen sind Kamel- oder Allradtouren durch die größten Wüsten der Welt: durch die Sahara, die Atacama in Chile, das Death Valley in Kalifornien und Nevada. Ebenso durch die Wüste Gobi, die Kalahari in Afrika, die Taklamakan (Westchina) oder durch die arabischen Wüsten in Saudi-Arabien, Ägypten und im Oman.

Natur-Urlaub
Prinzipiell ist ein Aktivurlaub in der Natur überall dort möglich, wo genügend Freiräume gegeben sind. Das trifft zu auf Nordeuropa (Skandinavien, Schottland), auf dünn besiedelte Landstriche in Osteuropa, auf dem amerikanischen Kontinent, in Afrika, Asien und Australien. Also überall dort, wo eine niedrige Bevölkerungsdichte vorhanden ist, wo die Umwelt noch einigermaßen intakt ist.

Viele Reisefreunde aus deutschen Landen entscheiden sich für einen Aktivurlaub in den schwedischen Wälder, mit ihren stillen, fischreichen Seen. Sie reisen zu den norwegischen Fjorden oder an die finnische Seenplatte. Auch die Wälder des Bialowieza Nationalparks im Südosten von Polen erlauben einen aktiven Urlaub in einer gesunden Natur. Ebenso die fast menschenleeren Alpengebiete. Zum Beispiel mit einer Hüttenwanderung von Alm zu Alm oder mit einer Alpenüberquerung.

Campingurlaub ist zwar auch eine Art Naturlaub. Zu den Aktivreisen würde ich ihn aber nur dann zählen, wenn man gelegentlich zu Fuß oder mit dem Geländerad unterwegs ist.

Fahrrad-Aktivreisen
Gemeint ist hier das Trekking-Rad, nicht das Mountainbike und schon gar nicht das E-Bike. Radreisen kann man ohne eine Reisebuchung in Angriff nehmen. Man transportiert das Gerät auf dem Fahrrad-Ständer des Autos in ein Flusstal. Oder man fährt nach Holland oder Flandern. Dort findet man weite flache Strecken.

Soll es weiter weg gehen, muss man einen Reiseveranstalter für Aktivreisen bemühen. Der unterbreitet Vorschläge. Zum Beispiel für eine Radreise durch die französische Provence, durch die Pyrenäen, die italienische Lombardei oder auf der Balearen-Insel Mallorca.

Ein weiteres Reiseziel für Rad-Aktivreisen in Europa könnte das Baltikum sein. Zum Beispiel das Flachland der Kurischen Nehrung am Ostseestrand von Litauen. Vielleicht eine Küstentour an der Algarve oder durch das englische Cornwall. Vielleicht auch ein Trip an der Donau entlang: von Ingolstadt nach Budapest.

Gebirgiger wird eine Radreise auf dem Jakobsweg von Deutschland nach Nordspanien. Diesen Weg zu Fuß zu schaffen, wäre natürlich der Knüller. Aber es geht auch mit dem Fahrrad. Etwas hügelig sind auch Sizilien, La Gomera, Lanzarote und die Toskana. Für solche Aktiv-Touren muss man ein klein wenig Übung bzw. Fitness mitbringen.

Noch anstrengender wird es in vielen überseeischen Ländern: Südafrika, Neuseeland, Thailand oder in den Berge im amerikanischen Neuengland. Dann spricht man nicht mehr von Fahrrad fahren, sondern von Trekking-Touren.

Wassersport in Badeorten
Der Strandurlaub in Südeuropa, Thailand oder in der Karibik ist an und für sich eine Zeit zum Sonnen und Ausruhen. Das ist schön und gut so. Doch in den letzten 20 Jahren hat sich das Bild unseres Reiseverhaltens etwas gewandelt. Sogar Strandtouristen wollen immer mehr in Bewegung sein statt den Strandkorb zu verbeulen.

Am Wasser ist das leicht möglich. Die Küstenorte von Italien, Spanien und Griechenland machen allerlei Angebote zum Schwimmen, Tauchen, Kajak fahren, zum Stand Up Paddeln und zum Surfen.

Daher ein paar Vorschläge für Aktivreisen am Meer: Wasserski fahren auf dem Gardasee bzw. Bodensee. Joggen und Reiten an europäischen und exotischen Stränden. Wellenreiten auf Sylt, auf Hawaii, in Thailand, an der portugiesischen Algarve oder auf der Kanareninsel Fuerteventura.

Viele Wassersportler bevorzugen das Wind- und Kitesurfen an der Ostsee, auf Mallorca, Kreta, Rhodos, Sardinien, an der Costa del Sol, an der italienischen Adria. Das Kanufahren an den Küsten Südfrankreichs, Kubas und Kroatiens gehört ebenfalls zum Aktivurlaub.

Segeltouren
sind in der Regel nicht so wahnsinnig anstrengend. Sie gehören aber auch noch zu den Aktivreisen. Windbeutel.de bietet Segelreisen im gesamten Mittelmeerraum an: bei Mallorca, an der Côte d’Azur, Sardinien, Amalfiküste, Dalmatien, griechische Inseln bis in die türkische Ägäis.

Ich habe aber auch Segeltörns in der Ostsee gesehen, vor Teneriffa, in holländischen Gewässern, Segelschiffs-Touren in der Karibik, in Thailand und bei den Seychellen.

Aktivreisen mit Klettern und Bergtouren
Dabei handelt es sich nicht um Spaziergänge über ein paar Hügel im Odenwald. Die meisten Touren sind anstrengend, verlangen eine gute körperliche Kondition. Am leichtesten sind noch Bergwanderungen in deutschen Mittelgebirgen. Auch die Wicklow Mountains in Irland sind nicht besonders hoch.

Ein wenig anspruchsvoller wird es schon in den derben Gebirgen von Sardinien. Auch die vulkanische Mondlandschaft Las Canadas del Teide auf Teneriffa kann noch ohne Weiteres bewältigt werden.

Noch ein wenig mehr Mühe macht das Wandern am Kletterpfad Caminito del Rey (Königsschlucht in Andalusien). Sowie Aktiv-Wanderungen durch die Pyrenäen, in der Höhen Tatra (Slowakei) und in der spanischen Sierra Nevada.

Für das Wandern über die Alpen (von Bayern nach Norditalien) sollte man fit sein wie ein Sportschuh. Außergewöhnlich große Anforderungen verlangt das Gletscherwandern am Torres del Paine (Chile), der Mount Kinabalu in Malaysia, die Hochgebirge von Bolivien und Peru sowie der Annapurna-Trek in Nepal. Das sind Aktiv-Reisen der höchsten Kategorie. Ohne gründliche Vorbereitung sollte man sich da nicht dran wagen.

Canyon-Wanderungen
Der Reiz des Schluchtenwanderns liegt nicht allein im Tal-Einschnitt selbst. Sondern im majestätischen Anblick, den die manchmal hunderte Meter hohen Steilwände dem Outdoor-Freak bieten.

Manche Schluchten sind nur wenige Kilometer lang. Andere erstrecken sich über 20 km. Der Grand Canyon in Arizona hat sogar eine Länge von 450 km. Das zu bewältigen, erfordert eine gute Vorbereitung.

Die Schluchten in Deutschland sind vergleichsweise winzig. Ein paar im Schwarzwald, ein paar in den Alpen. Das ist kaum der Rede wert. In Übersee gehört der Waimea Canyon auf Hawaii zu den reizvollen Schluchten. Außerdem der Fish River Canyon in Namibia. Und natürlich der Grand Canyon und der Bryce Canyon in den Vereinigten Staaten.

Die bekanntesten Schluchtenwanderungen in Europa kann man starten auf Teneriffa (Masca-Schlucht), Mallorca (Torrent de Pareis), in Sardinien (Gorroppu-Schlucht), auf Kreta (Samaria) und in der Abgeschiedenheit der Pyrenäen.

Ferner in der Massa Alpen-Schlucht (Schweiz), in der Gorges du Verdon (Südfrankreich). Und – wie Karl May schon schrieb – in den wilden Schluchten des Balkan: die Tara-Schlucht in Montenegro und die Paklenica in Kroatien.

Aktivurlaub auf dem Wasser
In vielen Strandregionen der Erde kann man sich ein Boot oder ein Kajak ausleihen, um vor der Küste zu paddeln. Zum Beispiel an der kroatischen Küste oder vor der Insel Mauritius. Meistens wird der Kajaksport jedoch als eigenständige Disziplin betrieben. Unabhängig von einem Badeurlaub.

Das alle spielt sich in mehr oder weniger abgelegenen Naturlandschaften ab. Da wäre der Jasmunder Bodden oder die Mecklenburgischen Seenplatte. Auf den Seen von Schweden und Finnland kann man eine Kajaktour verbinden mit einem Angler-Erlebnis. Das gleiche gilt für die Seen in der Wildnis von Kanada (Winnipegsee). Und in den USA: der Lake Ontario, Lake Champlain, Salt Lake und Bear Lake.

Im Westen Frankreichs befindet sich eine der sehenswertesten Fluss- Landschaften der Welt. Mit vielen wunderschönen Schlössern in Sichtweite. Gemeint ist die Loire. Dort kann der Freizeitsportler – am besten flussabwärts – gemütliche Bootstouren machen.

Noch viel einsamer und uriger gestaltet sich das Kajaken im Donaudelta kurz vor dem Schwarzen Meer. Und auf den masurischen Seen in den Wäldern von Nordpolen.

Im Gegensatz zu Kajak, Kanu oder Kanadier-Fahren ist Wildwasser-Fahren etwas für Spezialisten. Dieser Wassersport – auch Rafting genannt – will zumindest ansatzweise erlernt werden. Sonst wird es zu gefährlich.

Für Einsteiger eignet sich das relativ ruhige Fahrwasser der Rheinschlucht im Kanton Graubünden. Etwas schwieriger wird es am Oberlauf des Inn (Schweizer Engadin) und in der französischen Verdon-Schlucht der Haute-Provence.

Weitere europäische Stromschnellen haben wir auf diversen Gletscherflüssen auf Island und auf der slowenischen Save. Hinter der türkischen Riviera ist der Köprülü-Canyon für Rafting-Fans eine willkommene Herausforderung.

Wildwasser-Abenteuer sind eigentlich auf allen Kontinenten möglich. Zum Beispiel auf der indonesischen Insel Bali und auf dem mächtigen Sambesi in Afrika.

Amerika ist aufgrund seiner hohen Gebirgszüge prädestiniert für abenteuerliche Wildwasser-Touren. Zum Beispiel der Little White Salomon River (Portland, USA), die Wildwasserstrecke von Aniol Serrasolses in Mexiko. Sowie die Stromschnellen und Wasserfälle von Veracruz, ebenfalls in Mexiko. Auch am Oberlauf der Andenflüsse von Ecuador und Peru können Wildwasserfreunde sich einen Adrenalin-Kick holen.

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