Pille zur Schwangerschafts-Verhütung: Infos

Antibaby-Pille:
Verhütung und Nebenwirkungen

Wie verhindert die Pille eine Schwangerschaft?
Neben Kondomen ist die Antibaby-Pille das sicherste Verhütungsmittel.
Jede zweite Frau vertraut auf die Pille. Damit der Sex ohne Folgen bleibt.

Die Pille enthält weibliche Geschlechtshormone. Bei korrekter Einnahme verhindern
diese den Eisprung und die Befruchtung weiblicher Eizellen.
Die Pille dient ferner als Hemmnis für das Sperma auf dem Weg zur Gebärmutter.

Grundvoraussetzung für einen sicheren Schutz gegen ungewollte Schwangerschaft
ist die korrekte und regelmäßige Einnahme.
Aber selbst wenn Sie sich daran halten, gibt es immer noch eine Reihe
von Umständen, welche die Wirkungsweise der Pille beeinträchtigen
oder ganz außer Kraft setzen können. Dazu später mehr.

 

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über Sex, Verhütung und Beziehungs-Probleme

 

Pillen-Arten auf dem Markt
Es gibt Dutzende verschiedene Präparate.
Sie unterscheiden sich in der chemischen Zusammensetzung,
in der Einnahme-Empfehlung und in den Nebenwirkungen.

Die Pille wird nicht den ganzen Monat über eingenommen.
Sondern meistens nur 21 bzw. 24 Tage.
An den anderen Tagen wird eine Pillenpause eingelegt.
Frauen haben aber auch die Möglichkeit, in dieser Restzeit ein Placebo zu nehmen.
Damit die tägliche Einnahme-Routine nicht unterbrochen wird.
Auch in der „Pillenpause“ (4. Woche im Monat) ist der Schwangerschafts-
Schutz voll gewährleistet.

Kombi-Pille
Sie enthält die Geschlechtshormone Gestagen und Östrogen.
Sie ist sehr wirksam. Hat aber auch mehr Nebenwirkungen als die Mini-Pille.
Haben Sie die Einnahme versäumt oder sind irgendwelche Umstände aufgetreten,
welche die Wirkungsweise beeinträchtigen: Dann können Sie die Kombi-Pille
in den 12 Stunden nach dem angedachten Zeitpunkt immer noch schlucken.
Damit ist eine sichere Empfängnisverhütung gewährleistet.

Im Gegensatz zur Mini-Pille macht die Kombi-Pille viele Frauen dick.
Weil Wassereinlagerungen im Körpergewebe verstärkt werden.
Wer raucht, sollte lieber zur Mini-Pille greifen.

Mini-Pille
Sie enthält kein Östrogen, sondern nur Gestagen-Hormone.
Sie ist grundsätzlich nicht ganz so sicher wie die Kombipille.
Die Mini-Pille wird jeden Tag genommen. Und zwar immer zur gleichen Tageszeit.
Das ist wichtig, um Hormonschwankungen auszuschließen.

Mit dem Nachholen bei vergessener Einnahme ist es bei der Mini-Pille kritischer
als bei der Kombi-Pille. Natürlich müssen Sie Versäumtes nachholen.
Aber in den nächsten Tagen beim Sex sicherheitshalber
noch auf andere Verhütungsmittel zugreifen.
Die Mini-Pille kann auch in der Stillzeit genommen werden.
Sie ist nicht schädlich für die Babymilch.

Viele Frauen haben bei der Kombi-Pille mit unangenehmen Nebenwirkungen
zu kämpfen. Die Mini-Pille ist deutlich verträglicher.
Allerdings auch nicht ganz so sicher.
Daher kommt es hier ganz besonders auf eine planmäßige Einnahme an.
Um eine Schwangerschaft auszuschließen.

 

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Nebenwirkungen der Pille
Die Pille ist kein Lutschbonbon. Sondern ein chemisches Medikament.
Je nach Art, Dosierung, Situation oder körperlicher Beschaffenheit der Frau
kann sie zu erheblichen Nebenwirkungen führen.

Negative Auswirkungen
Es kann Ihnen kotz-übel werden. Sie müssen sich übergeben.
Sie können Kopfschmerzen oder Migräne bekommen.
Sie werden geplagt durch düstere, depressionsähnliche Gedanken.
Sie spüren einen Druck im Brustbereich. Sie nehmen an Gewicht zu.
Das alles sind ärgerliche, aber vergleichsweise harmlose Nebenwirkungen
der Schwangerschafts-Verhütung durch die Pille.

Manche Frauen bekommen durch das Präparat einen Bluthochdruck.
Die Leberwerte steigen an. Es können sich Herz-Kreislauf-Beschwerden,
Thrombose und Embolie bilden – was durchaus lebensgefährlich werden kann.

Das sind Erscheinungen, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.
Sobald Sie so etwas feststellen: gehen Sie zeitnah zum Arzt.
Der wird Ihnen eine andere Pillen-Art oder eine niedrigere Dosierung verschreiben.

Es gibt Frauen, die spüren durch die Pille weniger Lust auf Sex.
Man schätzt, dass bei ca. 5 bis 10 Prozent die Libido beeinträchtigt wird.
Auch nach Absetzen des Medikaments kann es eine Weile dauern,
bis die sexuelle Unlust verschwindet.
Und Sie sich wieder mit starkem Verlangen ihrem Partner hingeben.

Etwas lästig sind Blutungen am Ende des Zyklus:
Wenn man für einige Tage gar kein Dragee mehr schluckt,
oder ein wirkungsloses Placebo.
Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, ist mit der Pille minimal erhöht.

Positive Nebeneffekte
Man hat beobachtet, dass die Pille sich vorteilhaft auswirkt
auf Hautprobleme (Akne, Mitesser).
Man hat festgestellt, dass ein höherer Hormonspiegel einen besseren Schutz
bietet gegen Gebärmutterkrebs.

 

Wann soll die Pille nicht genommen werden?
Solange Sie Ihr Baby stillen, sollte die Kombi-Pille nicht zum Einsatz kommen.
Ansonsten gibt es kaum Einschränkungen.
Nach einer ärztlichen Untersuchung bekommen auch 14-jährige Mädchen die Pille.
Wenn Sie keine Probleme damit haben,
können Sie die tägliche Tablette bis zu den Wechseljahren einnehmen.

Früher hat man Frauen empfohlen,
nach 6 Ablauf von Monaten für eine gewisse Zeit eine Pillenpause einzulegen.
Bei den niedrigeren Hormondosierungen heute ist das nicht mehr nötig.
Im Zweifelsfall oder bei Beschwerden sollten Sie sich
vom behandelnden Hausarzt oder Frauenarzt beraten lassen.

Achten Sie auf Beschwerden, welche eventuell auf die Pille zurückzuführen sind.
Zum Beispiel Scheiden-Trockenheit beim Sex, depressive Anwandlungen,
Spannung in den Brüsten. Wenn Sie das merken: dann gehen Sie zum Arzt.
Der wird beurteilen, ob das Nebenwirkungen der Pille sind.
Und ob man vielleicht lieber ein anderes Medikament testen sollte.

Besonders kritisch ist die Pille für Risikogruppen:
Diabetikerinnen, Frauen über 35 und starke Raucherinnen.
Sowie Damen, die eh schon Probleme haben mit Blutgerinnung und Thrombosen.
Auch Alkoholikerinnen mit einer geschädigten Leber sollten anders verhüten.

 

Wie schnell wirkt die Pille
Single-Frauen oder Geschiedene, die momentan keinen Sex haben,
sollten ihren Körper nicht unnötig mit Chemie belasten.
Kommt es unerwartet doch mal zum Geschlechtsverkehr (One Night Stand),
dann sollte der Mann per Kondom die Schwangerschaft verhüten.
Was sowieso ratsam ist (Stichwort AIDS, Geschlechtskrankheiten).
Sie selbst können zusätzlich die Spirale einsetzen.

Die Antibaby-Pille wirkt nur dann innerhalb von wenigen Stunden,
wenn sie genau am ersten Tag der Regelblutung beginnen –
also zu Beginn Ihres Monatszyklus.

Andernfalls braucht sie eine Anlaufzeit von mehreren Tagen.
Das kann von Präparat zu Präparat verschieden sein.
Lesen Sie auf jeden Fall den Beipackzettel.
Oder fragen Sie in der Apotheke nach.

 

Schwangerschaft trotz Antibaby-Pille
Ungefähr 1 Prozent aller Frauen wird trotz Pillen-Gabe schwanger.
Dies kann verschiedene Ursachen haben.
Sie haben vergessen, das Ding zu schlucken.
Auch in den 12 Stunden danach haben Sie das nicht korrigiert.

Noch schlimmer ist es, wenn Sie die Einnahme innerhalb einer Woche
mehrfach verpasst haben. Dann baut sich der Hormonspiegel so weit ab,
dass der Schutz vor Schwangerschaft erheblich gemindert wird.

Aber auch Frauen, die strikt nach Plan verhüten, können in „gute Hoffnung“
geraten. Nämlich dann, wenn große Teile der Wirkstoffe ausgeschieden werden:
Wenn Sie Durchfall haben. Wenn Sie sich übergeben müssen.
Bei Verwendung von Abführmitteln.
Immer wenn das passiert, sollten Sie eine Pille nachwerfen.

Auch das Verabreichen von Antibiotika, Johanniskraut oder
entzündungshemmenden Medikamenten (Diclofenac, Ibuprofen usw.)
setzt die Wirkung der Geschlechtshormone herab.
Sie müssen besonders achtsam sein,
wenn mehrere dieser Faktoren bei Ihnen zutreffen.

 

Die Pille danach –
Infos zur nachträglichen Schwangerschafts-Verhütung

 

Pille absetzen und Schwangerschaft
Verhütung mit der Pille beeinträchtigt grundsätzlich nicht die Fruchtbarkeit der Frau.
Wenn Sie das Präparat absetzen, können Sie wieder schwanger werden.
Die Frage ist nur:
Wie viel Zeit braucht es, bis Ihre Eizellen befruchtet werden können?

Bei der einen Frau geht es von heute auf morgen.
Eine andere muss 6 Monate lang warten, bis der Schwangerschaftstest positiv
ausfällt. Alles hängt davon ab, wie schnell der Körper sich umstellt.
Wie lange er braucht, um den synthetischen Hormonüberschuss abzubauen.

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