Single-Magazin

Orangenhaut loswerden

Das leidige Cellulite-Problem bei Frauen

Wenn die Haut an Po, Beinen und Hüften einer Dame rippig aussieht wie die Oberfläche einer Apfelsine, spricht man von einer Orangenhaut oder Cellulite. Ausschließlich Frauen leiden unter diesem unschönen Malheur.

Die Orangenhaut sieht schlaff, uneben und dellig aus. Die Lady bietet keinen sexy Anblick. Vor allem nicht für einen Mann, der die nackte weibliche Haut im Schwimmbad, am Badestrand oder im Bett zu Gesicht bekommt.

Dieser Artikel gibt Tipps, wie Sie die verschrumpelte Haut wieder glatt und schön bekommen.

 

Wie entsteht die Orangenhaut?
Viele Frauen mit Cellulite fühlen sich unattraktiv. Sie vermeiden es, mit freien Beinen oder im Bikini vor die Tür zu gehen. Junge Single-Frauen fühlen sich bei der Suche nach einem Liebsten nicht nur durch Brille und Körperfülle, sondern auch durch die verhasste Orangenhaut gehandicapt.

Dabei ist es ein harmloses Phänomen, mit rein kosmetischem Charakter. Eine Begleiterscheinung unserer Wohlstandsgesellschaft, mit Überernährung und Bewegungsarmut.

Mädchen im Teenager-Alter haben meist noch keine Orangenhaut. Die unschönen Fettdellen bilden sich erst mit der Zeit heraus. Schon junge Single-Frauen ab 20 haben damit zu kämpfen. Mit 30 gibt es –  außer Sportlerinnen – nicht mehr so viele Frauen, die überhaupt nicht von Orangenhaut betroffen sind.

Je mehr eine junge Lady an Gewicht zulegt, desto mehr Fett lagert sich an Po und Oberschenkeln ab. Weil das Bindegewebe bei den Damen schwächer entwickelt ist als bei Männern, brechen die Fettzellen an der Hautoberfläche ungleichmäßig stark durch. Und verursachen so das schwabbelige Aussehen der Orangehaut.

Das ist die vermeidbare Variante, gegen die man mit verschiedenen Maßnahmen angehen kann. Problematischer ist es, wenn die Bildung der Cellulite bereits in den Genen eines Menschen verankert ist. Bei den meisten Frauen ist das der Fall. Sie haben rein veranlagungsbedingt mehr Fett an den Beinen als Männer.

 

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Orangenhaut durch Sport niederringen
Schlaffe Muskeln führen besonders in der Damenwelt zu einer schlaffen Haut. Die schwache Muskulatur ist nicht mehr in der Lage, die umgebenden Areale ausreichend zu stützen.

An dieser Stelle kann eine Stärkung der Muskeln angesagt sein. Sanftes Krafttraining macht das Bindegewebe stark und elastisch. Das Fett kann nicht mehr an die Oberfläche durchbrechen. Außerdem werden beim Muskeltraining in der beanspruchten Region Fettzellen verbrannt.

Eine gesunde Mischung aus Ausdauer- und Kraftsportarten, kombiniert mit ausreichend Bewegung im Alltag, bringt den größten Erfolg gegen Orangenhaut. Geeignet sind Wandern, Laufsport (Joggen, Walken), Gerätetraining im Sport-Studio, Radfahren, Fußball und Tennis.

Sie können auch muskelaufbauende Gymnastik machen. Dazu gibt es ganz simple Beinübungen wie Kniebeugen, Squats (Ausfallschritte) mit Hanteln und Ausdauertraining auf dem Crosstrainer. Sogar der Stepper kann helfen, Fettpolster an Po und Oberschenkeln zu reduzieren.

Trainieren Sie im Fitnessstudio. Machen Sie jeden zweiten Tag eine Tour mit dem Fahrrad. Dann hat Cellulite nur noch wenig Chancen. Alles, was Bein-, Po- und Hüftmuskulatur beansprucht, hilft gegen die Bildung der verhassten Fettpolster bei Frauen.

Nicht nur faules Couching und langes Sitzen bei Computer-Spielen und auf dem Bürostuhl führen zu Orangenhaut. Ein schwaches Bindegewebe findet seine Ursache auch in einer ungesunden Lebensweise haben. Wer raucht, viel Alkohol trinkt, unter Stress leidet und wenig schläft, ist viel anfälliger für Problemzonen auf der Haut als gesund lebende Frauen.

 

Abnehmen erlöst von Orangenhaut
Neben einer maßvollen Muskelstärkung ist eine gesunde Ernährung das A und O, wenn man Speckfalten und Fettzellen loswerden möchte. Essen Sie fettarme Produkte, viel Obst und Gemüse. Salate, Kohl, Spinat, Melonen, Äpfel, Birnen, Paprika, Bananen und Orangen begünstigen eine ästhetisch schöne Haut. Weil die Zellen ausreichend mit Vitaminen versorgt werden.

Vernünftiges Abnehmen ist sicher ratsam, um auf Männer attraktiv zu wirken. Doch keine einseitigen Diät-Vorschriften der Welt werden Ihnen gegen Cellulite helfen. Die Magerkur macht langfristig alles nur noch schlimmer.

Setzen Sie stattdessen auf eine nachhaltig-vernünftige Ernährung. Dazu gehört – so gut es möglich ist – der weitgehende Verzicht auf Zucker und tierische Nahrungsmittel.

Die Dickmacher fettes Fleisch, fette Wurst, hochprozentiger Käse, Likör, McDonald’s-Fraß, Pommes, Eis, Kuchen und Chips sollten auf der Abschussliste stehen. Wer darauf verzichtet, lebt nicht nur gesünder als andere Zeitgenossen. Er vermeidet bzw. beseitigt die Cellulite.

 

Orangenhaut mit Getränken loswerden
Manche Mädels schwören darauf, viel zu trinken (2,5 bis 3 Liter täglich). Das aufgenommene Wasser beseitigt die Lymphe und Stoffwechselschlacken aus dem Körper. Oberschenkel und Po-Backen sehen nicht mehr so hügelig aus. Sondern schön straff und glatt wie bei einer Beauty-Queen.

Viel trinken ist immer gut. Allerdings sollte man nur kohlensäurearmes Wasser und Tee verwenden. Der Zuckergehalt in Fruchtsäften begünstigt hingegen die Cellulite.

 

Orangenhaut mit Bürsten und Massagen bekämpfen
Alles was den Stoffwechsel forciert, verbrennt Fettzellen. Muskelarbeit ebenso wie Sport und Wechselduschen. Nach der Warm-Kalt-Dusche bietet es sich an, Beine und Po mit dem Massagehandschuh zu bearbeiten.

Auch das trockene Bürsten der Hautoberfläche kann gegen Orangenhaut helfen. Durch solche Übungen wird der Blutkreislauf unter der Haut angeregt. Und das labbrige Bindegewebe wird gestrafft.

Bequemer als diese etwas schmerzhafte Prozedur sind Massage-Anwendungen. Da man nicht jeden Tag zum Masseur gehen kann, sollte man über die Anschaffung eines entsprechendes Gerätes nachdenken.

Durch die Reizung der Haut an Po und Beinen wird nicht nur die Durchblutung verbessert. Man aktiviert nebenbei auch das Lymphsystem. Dieses ist verantwortlich für den Abtransport von Körpergiften. Die Alternativmedizin ist der Überzeugung, dass dies ein entscheidender Faktor ist, um Cellulite und viele Krankheiten in den Griff zu bekommen.

 

Orangenhaut durch Medikamente loswerden
Nichts wäre bequemer als täglich eine Tablette zu schlucken. Und nach ein paar Wochen ist der Spuk mit der fetten Dellen-Haut vorüber. Der Hausarzt wird Ihnen gewiss nichts verschreiben. Die Schulmedizin sieht die Orangenhaut nicht als Krankheit, sondern als Kosmetik-Problem oder Eitelkeit an.

Die Naturheilkunde empfiehlt, das Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt zu korrigieren. Zucker, Alkohol, tierische Nahrungsmittel und einige Nahrungsmittel aus der Pflanzenwelt bilden bei der Verstoffwechslung Säuren.

Nehmen diese Überhand, dann wirken sie sich negativ auf die Gesundheit aus. Unter anderem kann es zur Arthritis oder auch zur Orangenhaut kommen. Um dem entgegenzuwirken sind etliche Pillen und Naturheilmittel auf dem Markt, die den Säure-Überschuss reduzieren sollen.

Der neuste Schrei ist ein frei erhältliches Rezept aus der Apotheke. Das rezeptfreie Medikament „Revoten“ soll angeblich das Bindegewebe wieder straffen. Was von solchen Wundermitteln zu halten ist, müssen Sie selbst herausfinden.

 

Lymphdrainage gegen Cellulite
Lymphbahnen laufen wie die Blutadern durch den gesamten Körper. Sie haben extrem wichtige Funktionen. Nicht zuletzt für die Körperabwehr. Sind die Autobahnen der Lymphen verstopft, dann werden Abfallprodukte, die von Nahrungsmitteln übrig bleiben, nicht mehr entsorgt.

Außerdem können durch Muskelarbeit verbrannte Fettzellen nicht mehr abtransportiert werden. Daher könnte man bei Orangenhaut-Problemen einen entsprechend ausgebildeten Masseur für Lymphdrainagen aufsuchen.

 

Umstrittene Methoden zur Orangehaut-Bekämpfung
Bei manchen Frauen helfen folgende Maßnahmen unter günstigen Umständen. Bei anderen wirken sie überhaupt nicht.

Eine recht einfach Methode, um Cellulite zu kaschieren: Sie übertünchen die Fettpolster mit einem Selbstbräuner. Eine leicht gebräunte Haut zeigt die Orangenblüten nicht so deutlich auf wie es bei hellen Beinen und Popos der Fall ist. Die Bräunung lässt alles glatter und geschmeidiger aussehen.

Die Ultraschallbehandlung soll Cellulite wegzaubern können. Dabei werden die Fettzellen angeblich so stark erschüttert und erhitzt, dass sie die Balance verlieren und mit der Lymphflüssigkeit weggespült werden.

Andere sagen, Ultraschall verstärkt die Durchblutung. Dadurch soll sich das Bindegewebe festigen. Die Krankenkasse bezahlt eine Ultraschallbehandlung nicht.

Orangenhaut mit Anti-Cellulite-Cremes loswerden? Die Wirkung einer Creme-Kur hält sich bei den meisten Frauen in Grenzen. Denn die Wirkstoffe in den Cremes können nicht so tief einziehen, um Bindegewebe und Fettzellen zu beeinflussen.

Weder das vermeintliche Allheilmittel Aloe Vera noch eine sündhaft teure Creme mit Fruit-Extrakten, Lecithin, Glycerin und Jojoba helfen wirklich gegen eine Haut, die aussieht wie eine verschrumpelte Orange.

Manche Ratgeber empfehlen nach Kräuterhexen-Art Kaffeesatz, um der Cellulite Herr zu werden. Das kostet zwar keinen Cent. Ob es aber wirkt, ist höchst fraglich. Koffein regt bei den meisten Menschen den Kreislauf an. Ob aber Kaffeesatz, der um die Beine geschmiert wird, irgendeine Wirkung hat, darf bezweifelt werden.

Eine Fettabsaugung bringt nur vorübergehende Erfolge. Ändert man nichts am Lebensstil, dann kehrt die orangenartige Hautform nach einem Jahr wieder zurück.

Das von manchen Frauen hoch gepriesene Superfood soll nicht nur ein Anti-Aging-Mittel sein, sondern auch gegen Orangenhaut helfen. Dazu gehören unter anderem Apfelessig, Gelatine, Kokosöl und diverse Algenmittel. Aber auch diesen Rezepten aus der Alternativmedizin bleibt nur die Rolle von Außenseiter-Methoden, deren Wirkung nicht bewiesen ist.