Neues Rollenbild verunsichert Männer

Verunsicherung gegenüber Frauen

Viele deutsche Männer haben erhebliche Probleme im Umgang mit Frauen.
Ursache ist neben Schüchternheit das neue Rollenbild,
das dem Mann zugedacht wird: in Erwartungen und Aufgabenverteilung.

Selbst ein lesbelnde Emanze wie Alice Schwarzer trauert den Zeiten nach
als deutsche Männer noch keine Memmen waren,
sondern unverwechselbar maskulin.

Wie sich die Zeiten ändern: noch in den 80er Jahren wurden Männer
von einer Band als sexistische Schweinehunde besungen.
Weil sie Frauen in erster Linie als Lustobjekt ansahen.

Mittlerweile sind die Herren der Schöpfung zu zahmen Haustieren mutiert.
Der Wandel vom hart gesottenen Macho zum netten Waschlappen
und zarten Softie-Weichei läuft parallel mit einer Verschiebung
des traditionellen Rollenbilds der Geschlechter.

Zur Erläuterung muss ich etwas weiter ausholen.
Zunächst ein paar Worte zum Renomee der hiesigen Damen.

 

Was zehrt an der Beliebtheit deutscher Frauen?
Für viele Männer sieht das Bild der Frau ziemlich niederschmetternd aus.
Sie sind zwar oft sexy und begehrenswert. Aber viel zu herrisch, zu anspruchsvoll,
zu teuer, zu kompromisslos, zum Kotzen hochnäsig, spöttisch, zickig und hartherzig.
Und sie führen in der Partnerschaft gern das Kommando.

Vor allem Frauen zwischen 30 und 45 und speziell die emanzipierten Damen
im Westen der Republik werden so gesehen.
Auf dem Land und im Gebiet der ehemaligen DDR hingegen fühlen sich
die Mädels dem konservativen Rollenbild noch mehr verbunden
als in NRW, Hamburg, München oder Frankfurt.

Etliche moderne Single-Frauen finden keinen Mann,
weil die Schraube der Gleichberechtigung langst überdreht wurde.
Kein Kerl mit klarem Verstand möchte ein überemanzpiertes Exemplar
geschenkt haben. Lieber suchen sie sich eine Partnerin von fremden Kontinenten.

Die so verschmähten deutschen Frauen lamentieren,
es gebe eh keine gescheiten (bzw. richtigen) Männer mehr in Deutschland.
Was möglicherweise nicht ganz von der Hand zu weisen ist.

Ab dem 35. Lebensjahr präsentiert das Leben so mancher Alleinstehenden
die Rechnung für ihre arrogante Selbstherrlichkeit.
Und für das heiß geliebte Rollenbild der progressiv-modernen Frau.
Als Single kämpft sie mit Einsamkeit, Alkohol, Arbeitssucht,
Minderwertigkeitsgefühlen, Torschlusspanik und mit Depressionsschüben.

Zum Selbstschutz reden sich viele Ladys um die 40 ihr fades und
im Grunde unerfülltes Leben schön. Sie schwärmen von Freundeskreis und Partys.
Wozu braucht man in dieser geschlechtslosen Welt noch einen Schatz
oder gar eine Beziehung? Das ist doch Schnee von gestern.
Nur: so leicht lässt sich die angeknackste Psyche nicht überlisten.
Von der Evolution her ist der Mensch auf Zweisamkeit programmiert.

 

Sind ausländische Frauen die Lösung?
Es gibt nur wenige Männer, die sich mit hoch-emanzipierten Frauen messen können
oder wollen. Oder gar zu einer Beziehung mit ihnen bereit sind.
Denn diese Spezies wirkt auf viele abschreckend.
Ihr Marktwert liegt erschreckend niedrig.

Da viele deutsche Frauen zumindest an der Schwelle zur Emanze stehen,
suchen immer mehr Männer einen Ausweg.
Ihre Partnersuche konzentriert sich auf ausländische Frauen,
die vermeintlich noch nicht so verkorkst sind.

Deutsche Männer bevorzugen dabei die Länder Osteuropas
wie Polen, Lettland, Ukraine, Slowakei oder Russland.
Auch Singles aus Asien, Lateinamerika und afrikanische Frauen sind für viele
deutschen Männer noch eine bessere Wahl als eine einheimische Partnerin.

Die Ausländerin ist interessant für einen Deutschen in jedem Alter:
Für den, der schon in jungen Jahren eine Familie gründen möchte.
Und für Geschiedene, die sich nicht noch einmal eine deutsche Zicke antun wollen.

Normal emanzpierte Damen hierzulande oder vergleichsweise brave Frauen
aus Entwicklungsländern und Osteuropa haben für viele Männer erhebliche Vorteile.
Bei der Partnersuche bzw. Partner-Werbung sind sie vermeintlich leichter
zu erobern. Mit einer netten Frau von den Philippinen, aus der Karibik,
Südamerika oder dem Osten Europas kann man durchaus
noch eine Ehe im traditionellen Sinne führen.

Das Rollenbild in einer solchen Verbindung ist von herkömmlichem Gedankengut
geprägt. In einer solchen Beziehung steht der Mann gewöhnlich nicht
unter dem Pantoffel. Er wird nicht schief angeschaut, wenn er gelegentlich
mit Kumpels zum Fußball, Skat spielen oder ein Bier trinken geht.
Die Toleranzschwelle der Frauen aus dem Osten und Übersee scheint höher
zu liegen als die von deutschen, englischen und französischen Damen.

 

Schweizer Untersuchung:
Sind Ausländerinnen die besseren Ehefrauen?

 

Männer mental verunsichert durch neues Rollenbild
Sie sind irritiert und verängstigt, wenn es darum geht,
eine Frau anzusprechen,
mit ihr zu flirten oder auszugehen.
Viele Männer meiden zu selbstsichere, fast vermännlichte Powerfrauen.
Denen man scheinbar nie etwas recht machen kann.

Man könnte sogar von einer Flucht aus Angst sprechen.
Weg von den eingebildeten, starken Frauen.
Vielleicht sogar weg von deutschen Frauen generell.

Viele Single-Männer ziehen die anlehnungsbedürftige Kuschelmaus
einer erfolgreichen, hirngesteuerten Akademikerin vor.
Sie tun sich schwer mit den Erwartungen selbstbewusster Frauen,
welche
in keinerlei Beziehung auf ihn angewiesen sind. Auch nicht sexuell.

Was dem Mann in Deutschland und Westeuropa immer mehr abgeht,
ist ein gesundes Selbstbewusstsein. In der Vermischung der Geschlechterrollen
hat er sich daran gewöhnt, Babys zu wickeln, Kochrezepte auszuprobieren,
die Wohnung zu putzen, bügeln zu lernen. Kurzum: die Hausfrau zu spielen.
Dabei sind das Gefühl der Stärke und das althergebrachte männliche Selbstbild
fast gänzlich auf der Strecke geblieben.

So mancher Kerl wird beim Kennenlernen verschreckt
durch die Forschheit oder gar Frechheit eines Mädchens.
Am liebsten wäre es, wenn sie zu ihm aufschaut.
Ihn für seine liebenswerten Seiten bewundert.

Nun kommt da aber eine selbstbewusste Lady daher,
die so gar nichts von einem schüchternen Schneewittchen hat.
Wenn er nie gelernt hat, emanzipierten Frauen Paroli zu bieten,
wird er bei der Partnersuche erhebliche Probleme haben.

Die meisten betroffenen Frauen tragen nicht gerade dazu bei,
das Debakel mit den Rollenbildern abzumildern.
Nach wie vor wird verlangt, dass er gut aussieht, ein guter Freund ist, ein Charmeur.
Ein guter Vater für den späteren Nachwuchs und ein fantastischer Liebhaber.

Das hohe Niveau dieser Anforderungen führt dazu, dass immer mehr Frauen –
vor allem studierte – keinen Mann finden.
Oder sich nicht mit minderwertigem Material abplagen wollen.
Sie bleiben lieber Single als einen nicht 100-prozentig passenden Mann
zu akzeptieren. Die inneren Qualitäten eines Menschen kommen bei der
Partnersuche beiderseits oft schlechter weg als man vermuten könnte.

 

Wie soll man nur die Frauen verstehen?
Viele Männer sind verunsichert, weil sie sich nicht mehr zurecht finden
mit dem, was Frauen wollen.
Vor der sexuellen Revolution war die Welt einfach – wenn auch nicht gut.
Der Mann gab den Ernährer und Bestimmer. Da gab es kein Vertun.

In der Haupt-Emanzipationsphase zwischen 1975 und 1995 wurde das männliche
Rollenbild in West- und Mitteleuropa umgekrempelt.
Nicht jeder Kerl machte dieses Weichspüler-Spiel mit.
Aber viele Männer gingen dazu über, zuvor weibliche Rollen zu übernehmen.
Zum Beispiel in Haushalt und Kindererziehung.
Dies führte – dem damaligen Zeitgeist entsprechend –
zu einer gewissen Verweichlichung des männlichen Charakters.

Ingesamt nähern sich die Geschlechter-Eigenschaften von Mann und Frau
einander an. Sie übernimmt die Flirt-Initiative und lernt Marathon zu laufen.
Sie trägt nun Hosen, wird finanziell selbstständig und macht Karriere.
Sie verliert damit an Unschuld, Schüchternheit und Abhängigkeit.
Aber auch an Sex-Appeal und Weiblichkeit.
Der Mann entwickelt sich nicht selten in Richtung Softie.

Auch beim Sex werden Frauen in dieser Aufbruchszeit
vor der Jahrhundertwende immer forscher und selbstbewusster.
Weibliche Seitensprünge und Scheidungen nehmen erheblich zu.
Lesbisch und Schwulsein wird gesellschaftsfähig.
Gewisse Kreise plädieren sogar dafür,
dass ein Mann seine miese Gefühlslage herausweinen solle.
Wie man es bei verlorenen WM-Spielen in Russland mehrmals beobachtet konnte.

 

Doch dann die entscheidende Wendung
welche den Männern heute am meisten zu schaffen macht.
In den letzten 15 Jahren hat sich das Gender-Bild
nämlich wieder in die entgegengesetzte Richtung gewandelt.

Der einst mühsam emanzipierte Mann ist nun nicht mehr gefragt.
Die Frau von heute wünscht sich zwar weiterhin den Liebevollen, Hilfsbereiten,
den Kindervollen und den Zärtlichen. Allerdings soll er trotz dieser Eigenschaften
genügend Stärke, Männlichkeit und Durchsetzungsvermögen besitzen.
Und gleichzeitig ihren Ansprüchen nachkommen.

Für viele Männer sind diese Anforderungen eine Nummer zu groß.
Sie sind verunsichert, weil sie sich einerseits wie ein guter Kumpel verhalten sollen.
Auf der anderen Seite wird erwartet, dass sie der dominante Part in der Beziehung
darstellen. Vielen ist das zu anstrengend. Sie denken sich: LMAA.
Sie bleiben lieber Single oder suchen sich eine Frau
mit einer unkomplizierteren Mentalität im oder aus dem Ausland.

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