Midlife-Crisis: wenn Männer wunderlich werden

Blondine hat Verhältnis mit Mann in Midlife CrisisWie Männer die Midlife-Crisis durchleben

Das Ende der heilen Welt
Eines Morgens wacht der Mann auf.
Er stellt sich vor den Spiegel und denkt:
Mein Gott, ich fasse es nicht.
Das kann doch noch nicht alles gewesen sein.
Da muss noch etwas kommen, etwas Neues …

Ich will das Leben spüren, nochmal die Liebe,
die Leidenschaft, Sex mit einer jungen Frau,
das Abenteuer.
Und nicht wie ein klappriger Frührentner
vor mich hin dösen und versauern. 

Das ist die Midlife-Crisis. Fast jeder Mann hat davon gehört.
Keiner denkt, dass es ausgerechnet ihn treffen wird.
Plötzlich beschleicht den fast Fünfzigjährigen die Torschlusspanik.
Die Furcht, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt,
um aus dem Leben noch etwas Gescheites zu machen.
Alles Bisherige ist nicht mehr gut genug. Auch nicht die eigene Frau.

In diesem krisengeschüttelten Alter gehen Männer fremd.
Sie legen sich eine junge Geliebte, ein Sex-Verhältnis zu.
Sie werden wunderlich, gebärden sich wie ein junger Spund von 20.
Oder sie verschwinden auf Nimmerwiedersehen.
Das und noch viel mehr ist schon passiert in der Midlife-Crisis.

In diesem Betrag berichte ich über die Erscheinungsformen der Lebenskrise.
Über die Gefahren, die daraus entstehen können.
Und über die Chancen, wie eine Beziehung sogar konstruktiv gestärkt
aus dieser kritischen Phase hervorgehen kann.

 

Ursachen und Kennzeichen der Midlife-Crisis

„Krankheitsbild“ der Lebenskrise
Die beste Nachricht zuerst: In den meisten Fällen verflüchtigt sich die Midlife-Krise
ganz von allein wieder. Wie lange das dauert, lässt sich schwer sagen.
In schweren Fällen können Männer durch ihr wunderliches Fehlverhalten
allerdings erheblichen Schaden anrichten.

Die Suche nach sich selbst ist eine Identitätskrise.
Sie befällt massenhaft Männer in den besten Jahren zwischen 40 und 50.
Diese Männer haben zusammen mit der Partnerin ihr ganzes Tun und Schaffen
immer dem Wohl der Familie untergeordnet.
Ureigene Interessen mussten zurückstehen.
Im Alltagstrott geht die Leidenschaft der Ehe naturgemäß vor die Hunde.
Das Leben wird von Jahr zu Jahr ein Stückchen grauer. B
urnout entsteht.

Wenn die Midlife-Crisis zuschlägt, verwandeln sich biedere,
gestandene Herren innerhalb kurzer Zeit entweder in depressive Gemüter.
Oder in lächerlich anmutende, flotte Burschen.

Die betroffenen Typen kommen aus allen Berufsgruppen.
Meist aber aus der Mittelschicht. Finanziell geht es ihnen nicht schlecht.
Und dennoch sind sie unzufrieden mit dem, was sie erreicht haben

Denn in den Tiefen des Unterbewusstseins lauern unerfüllte Sehnsüchte.
Lange vernachlässigten Interessen – gepaart mit Jugendträumen –
haben überhaupt nichts zu tun mit Wohlstand, Geld, Status und Karriere.
Wohl aber mit Abenteuerlust, Gefühlen, Erlebniswelten,
erfrischendem Sex und auch mit Jugendwahn.

Die gefährdeten Männer fühlen sich in einem goldenen Käfig eingesperrt.
Sie wollen frei sein, ausbrechen, auswandern, aufbegehren
gegen eine fade Realität und eine vorhersehbare Zukunft.

Der Krisengeschüttelte fühlt den Zwang, sich von der Stelle zu bewegen,
aktiv zu sein. Er will Leben genießen, solange es die Gesundheit noch zulässt.
In Selbstgesprächen faselt er von Scheidung, nach Australien auswandern,
Schafe züchten, den Himalaya besteigen und reif für die Insel.

Ursache der Midlife-Crisis
Die Ursache der Lebenskrise ist eine unendliche Langeweile.
Vor allem aber die Angst vorm Altwerden. Die Bange um verpasste Chancen.
Die Furcht, dass man nächste Woche vielleicht keine Gelegenheit mehr hat
das zu erleben und zu tun, was man unbedingt noch tun wollte.

Gestern stand man noch voll im Saft des Lebens.
Heute erkennt man: die Lebenszeit ist nicht unendlich lang.
Ich gehe auf die 50 zu, habe bereits mehr als die Hälfte des Lebens hinter mir.
Dahinter warten nur noch Impotenz, Krankheiten, Siechtum und Altersarmut.
Bevor ich dann in die ewigen Jagdgründe entschwebe.

Die Zeit drängt. Es ist allerhöchste Eisenbahn,
alles bisher Dagewesene in Frage zu stellen und zu ändern.
Vielleicht auch den Job. Kein Bock mehr auf den ganzen Scheiß.
Ganz sicher aber muss im Privatleben etwas anders werden.

Eine neue Frau würde mir gefallen. Eine knackig junges Ding.
Vielleicht das französische Kindermädchen mit dem geilen Po.
Die kurzberockte Bedienung im Bistro.
Die schnuggelige Asiatin von nebenan.
Oder die junge temperamentvolle Kollegin mit den Klimperaugen.

Im Bett werden sie mich vergessen lassen, dass ich kein Jüngling mehr bin.
Ich werde meine jugendliche Kraft wieder spüren.
Die Damen werden es mir sicher danken.

Beim Ausbrechen denken viele Männer an ein abenteuerliches Unternehmen.
Ans Reisen in ferne Länder, die man schon immer mal sehen wollte.
Oder im spießigsten (harmlosesten) Fall an ein Hobby,
für das man im Alltagswahnsinn nie Zeit hatte.

 

Was ergeht es verheirateten Männern in der Midlife-Crisis?
In dieser Zeit des spürbaren Älterwerdens kommt immer mehr die Angst auf,
seine Manneskraft zu verlieren.
Beim Sex spürt er die nachlassende Erektionsfähigkeit.
Immer häufiger muss er passen.
Das männliche Sexualhormon Testosteron nimmt spätestens ab 30 stetig ab.
Der 45-Jährige braucht deutlich länger, bis er einen Ständer bekommt.

Bei einer attraktiven jüngeren Frau wäre das sicher ganz anders.
Man würde sich wieder frisch fühlen, unternehmungslustig
und unschlagbar stark wie mit 20. So kommt es denn auch bei etlichen Männern.
Für einige Wochen gelingt es tatsächlich, das Rad der Zeit zurückzudrehen.

Aber dieser Sinnesrausch ist auf Dauer nicht aufrecht zu erhalten.
Selbst wenn es ihm gelingt, die Liebe einer Jüngeren zu gewinnen:
irgendwann kommt der Punkt, da die Unterschiede voll durchbrechen.
In seiner Katerstimmung kommt er dann zurückgekrochen zur Partnerin.

In den psychischen Wechseljahren haben Männer keine lohnenswerten Ziele mehr
im Leben. Das Dasein ist komfortabel, aber auch düster und langweilig geworden.
Weil schon alles erreicht ist; Karriere, Haus, Kinder groß gezogen,
finanzielle Sicherheit. Es gibt keine anzustrebenden Ziele mehr weit und breit.

Das Gefühl „Ich habe es geschafft“ könnte etwas wunderbar Entspannendes sein.
Bei vielen Männern in den Mittvierzigern führt die Sattheit allerdings
zu einer psychischen Störung.
Zu einer unerklärlichen Unzufriedenheit mit allem und jedem.

Er bringt es nicht fertig, das Familienglück und den erreichten Wohnstand
zu genießen Plötzlich passt kein Schuh mehr.
Er nörgelt an seinem Lieblingsessen herum.
Das Glas ist immer halb leer. Keiner kann es ihm recht machen.

Er hasst die Routine in seinem Leben. Er wird nachdenklich.
Er spürt, dass er älter wird, dass ihm die Zeit davon läuft.
Viele Männer befällt in der Midlife-Crisis eine chronische Müdigkeit.
Andere werden unruhig und aggressiv.
Gedanken ans Aussteigen und Weglaufen kommen auf.
Man denkt über eine neue Existenz nach.

Viele betroffene Männer werden wunderlich.
Sie wollen die Jugend nachholen. Jeden Tag intensiv und mit allen Sinnen erleben.
Dieser für die Umwelt schwer verständliche Egoismus
geht zu Lasten von Job, Familie und Gesundheit.

Die Midlife-Crisis stürzt fast alle Männer in eine Art Trance.
Sie sind nahezu willenlos ihren Eingebungen und Zwängen ausgeliefert,
die sie konsequent verfolgen. So als würde von außen eine Gehirnwäsche
oder Fernsteuerung stattfinden.

Die Midlife-Crisis kann nicht nur das Bankkonto, sondern auch Gesundheit
und Leben in Gefahr bringen. Viele Männer steigern den Alkoholkonsum.
Sie greifen zu diversen Wunderpillen.
So mancher setzt in der depressiven Phase seinem Leben ein Ende.

Wenn sie später auf diese wunderliche Krisenzeit zurückblicken,
schütteln die meisten Betroffenen den Kopf. Aber nicht alle.

Bei einigen Verheirateten hat sich durch die chaotisch-heilsame Selbstfindung
das Leben in eine positive Richtung verwandelt.
So dass sie froh sind, diese Lebensphase durchgemacht zu haben.
Unabhängig davon, ob es zu einer Scheidung kam oder nicht.

 

Single-Männer in der Lebenskrise
Nicht viel anders ergeht es den Alleinstehenden.
Auch sie leiden unter den genannten Symptomen.
Auch sie fangen an, an ihrem Leben zu zweifeln und herumzubasteln.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Liebesleben.
Die Torschlusspanik und die Angst vor dem Alleinsein im Alter
machen ältere Singles mutig und verwegen wie noch nie.

Plötzlich ist die Schüchternheit wie weggeblasen.
Die unbeweibten Männer fangen an, auf Kontaktbörsen oder in Tanzpalästen
nach ledigen Frauen zu suchen. Jede Woche ein anderes Date.
Schon bald erkennt man, dass es trotz des frischen Elans
sehr schwer ist mit der Partnersuche im fortgeschrittenen Alter.

Solange Single-Männer auf diesem Gebiet den Nachholbedarf ausgleichen,
kann außer ein paar Enttäuschungen nicht viel passieren.
Bedenklicher sind Aktivitäten wie ich sie weiter oben schon beschrieben habe.

 

Wunderliches Verhalten in der Midlife-Crisis
Auf der Suche nach sich selbst, nach einem vermeintlich besseren Leben,
kommen den Männern Ideen, welche die Umwelt in Erstaunen versetzen.
Sie wirken rastlos, hyperaktiv, orientierungslos.

Jeden Woche probieren sie ein neues „Hobby“ oder eine neue Verrücktheit aus.
Ohne Rücksichtnahme auf ihr Image, den Partner, die Familie und auf die eigene
Gesundheit wird nun auf Teufel komm heraus alles Mögliche ausprobiert.

Er muss jetzt unbedingt Sport treiben.
Er kauft sich Adidas-Laufschuhe für 200 Euro oder geht ins Fitnessstudio.
Er stellt die Ernährung auf vegetarisch um.
Damit endlich der Bauch verschwindet.
Nur so kann man sich vital fühlen und bei jungen Frauen landen.

Denn immer wieder überkommen ihn Träume vom Fremdgehen,
vom wilden Sex mit einer jungen Dame, die fast seine Tochter sein könnte.
Damit wollen Männer unbewusst die Angst vor dem Altern überspielen.

Man wollte doch immer schon Motorrad fahren oder sich im Klettern versuchen.
Extreme sind sehr beliebt in der Midlife-Crisis.
Zum Beispiel in Form von einer Alpenüberquerung, einer Tour durch die Wildnis
von Alaska. Auch eine Reise nach Kambodscha oder das Meditieren in einem
nepalesischen Bergkloster passen in dieses Muster.
Hauptsache, er kann sich endlich selbst verwirklichen,
seine geheimen Träume ausleben.

Während man über solche Spinnereien der Midlife-Crisis noch schmunzeln könnte,
kommt es bei manchen Männern zu existenzbedrohendem Verhalten.
Sie legen sich nicht nur jugendliche Kleidung und eine flippige Frisur zu.
Nein, sie müssen unbedingt den Job kündigen.
Davon hängt ihr Seelenheil ab, denken sie.
Einen solchen Fehler später wieder auszubügeln, kann verdammt schwer werden.

 

Untrügliche Anzeichen der Midlife-Crisis:
Wie erkennt man, ob jemand betroffen ist?

 

Die Krise überwinden

Wie kann die Partnerin ihn unterstützen?
Hätte man das Herannahen der Midlife-Crisis nicht erkennen können?
Hat man kleine Verhaltensänderungen oder Andeutungen des Mannes
nicht wahrgenommen oder für unwichtig gehalten?

Nun liegt die Welt fast schon in Scherben.
Aus der Sinnkrise des entwurzelten Gatten ist eine ernsthafte Beziehungskrise
geworden. Sein „Was bin ich?“, seine Spinnereien, die Anti Aging-Projekte,
das erbärmlich gespielte Interesse für die Familie und die mutmaßliche Geliebte
im Hintergrund kann seine Frau nicht länger ertragen.
Mit dem Sex stimmt es schon längere Zeit nicht mehr.
Jetzt droht auch noch die Trennung, die endgültige Abspaltung.

Was bleibt zu tun? Ihre Möglichkeiten, die Beziehung noch zu retten,
hängen von dem Schweregrad seiner „Erkrankung“ ab.
Wenn ihn die Midlife-Crisis schwer erwischt hat,
können Sie die Sache nur aussitzen. Ihn einfach machen lassen.

Er ist rücksichtslos vernarrt in seine Ideen.
Solange das Gehirndoping anhält, schaut er nicht nach links oder rechts.
Aussitzen oder sich trennen, das sind die Alternativen.
Oder Sie versuchen, ihn ruhig zu stellen.
Geben ihm heimlich Beruhigungstropfen ins Getränk.

Bei leichtem und mittelschwerem Krankheitsbild gibt es einige Möglichkeiten,
wie Sie den Partner glimpflich aus der Krise heraus bekommen.
Vorausgesetzt Sie sind stark genug, sich trotz Schmerz,
Wut und Melancholie aus der Passivität zu befreien. 

Optimal wäre es gewesen, schon im Vorfeld der Mittelalter-Krise zu erkennen,
was ihm wirklich fehlt. Und dann mit Augenmaß entsprechende Änderungen
einzuleiten. Das kann aber auch jetzt noch funktionieren.

Vor allem müssen Sie durch genaues Zuhören in Erfahrung bringen,
wo seine Probleme und Wünsche liegen. Zielführend kann es vor allem sein,
durch entsprechende Gespräche dem Älterwerden seinen Schrecken zu nehmen.

Da Frauen im Gegensatz zu den betroffenen Männern noch den klaren Blick
für die Realität habe, wäre auch eine psychologische Therapie,
eine Hypnosebehandlung oder eine Beziehungstherapie eine mögliche Option,
um den Spuk zu beenden. Von allein wird er wohl nicht darauf kommen.

Kontraproduktiv wäre es auf jeden Fall, auf Konfrontationskurs zu gehen.
Ihn zu maßregeln, seine Verhaltensweisen ins Lächerliche zu ziehen
oder ihm ein Ultimatum zu stellen.
Das alles läuft ins Leere, löst aber keine Probleme.

Können Männer sich in der Midlife-Krise selbst helfen?
Solange er noch halbwegs bei klarem Kopf ist, kann er sich durchaus noch befreien.
Dabei kann die Partnerin ihm zur Seite stehen.
Wozu gibt es schließlich das Internet?
Dort kann man sich Erfahrungsberichte über die Midlife-Crisis anschauen.

Man könnte aber auch versuchen, dem ganzen Theater vorzubeugen.
Indem man sich gedanklich und in Gesprächen auf das Älterwerden vorbereitet.
Indem man seine Defizite rechtzeitig erkennt und seine Träume verwirklicht. 

Es wäre wichtig zu realisieren, was man mit einer unkontrolliert ausgelebten
Midlife-Crisis unwiederbringlich zerstören kann:
Partnerschaft, Familie, das Berufsleben, Freundschaften, die finanzielle Zukunft.
Das sind große Opfer für einen Egotrip,
der mit großer Wahrscheinlichkeit früher oder später sowieso im Sande verläuft.

Wie kann man vorbeugen, damit es erst gar nicht so weit kommt?
Zunächst heißt es, einen kühlen Kopf bewahren.
Sich allein oder zusammen mit der Frau hinsetzen.
Und ohne Aufregung eine Zusammenstellung machen:
was in der Beziehung fehlt bzw. nicht passt,
welche Träume des Mannes realisierbar sind, ohne großen Schaden anzurichten.

Man könnte nun versuchen, wichtige Veränderungen schnell herbeizuführen.
Vielleicht wird der Leidensdruck des sich Verändernmüssens
schon nach 2 oder 3 Schritten geringer.

Investieren Sie ruhig in einen Afrika-Urlaub oder in eine Harley, wenn es sein muss.
Das sollte Ihnen die Beziehung und die finanzielle Gesundheit wert sein.
Wenn der Job so langweilig oder unerträglich ist, kann ein Mann mit 45
immer noch einen Neuanfang finden. Oder sich in der Firma versetzen lassen.

Für alleinstehende Männer ist es auf der einen Seite leichter.
Sie brauchen auf keine Frau Rücksicht zu nehmen.
Andererseits haben sie von daher auch keine Hilfe zu erwarten.
Bevor man sich in den Midlife-Wahn stürzt, könnte man einen Kumpel
oder eine gute Freundin um eine objektive Meinung bitten.
Oder sich zu einer Gesprächstherapie anmelden.

 

Heilsamer Neuanfang: von der Midlife-Crisis profitieren
Die Lebenskrise als Chance für die Beziehung und für die persönliche Entwicklung
wahrzunehmen: das ist nur möglich, wenn noch nicht zu viel Porzellan zerschlagen
wurde. Wenn Männer die Partnerin demütigen – zum Beispiel durch zügellose,
schamlose Sex-Affären – , wird sie kaum bereit sein, länger bei ihm zu bleiben.

Die Männerkrise in den 40er Jahren kann sowohl beruflich als auch privat
als Chance zu positiven Veränderungen dienen.
Immerhin bringt sie die Erkenntnis:
So wie es gelaufen ist, kann es nicht weiter gehen.

In oder nach der Krise macht der Mann oder das Paar
eine Bestandsaufnahme des Status Quo.
Man denkt nach über künftige Ziele, Freizeitaktivitäten und Lebensformen.
Gefragt ist mehr Spontanität statt ermüdender Routine.
Mehr Lebensfreude statt Arbeit und Pflichten.
So kann man der Liebe neue, nicht mehr für möglich gehaltene Impulse geben.

Auch wenn sie manchmal noch so pubertär daher kommt:
Die Midlife-Crisis kann durchaus als eine Art Reifeprüfung,
eine positive Wende des Lebens verstanden werden.
Ein Zeitabschnitt, der uns weiter bringt, hin zu einem erfüllenderen Dasein.
In dem man weitgehend das tut, was man tun will.
Ohne sich – wie in den Jahren davor – von Konventionen
und Zwängen geißeln zu lassen.
Wir haben nur dieses eine Leben.
Wenn wir es nicht selbstbestimmt unserem Sinne führen,
werden wir im Seniorenalter eine ganz traurige Bilanz ziehen müssen.

 

Wenn es keinen Ausweg aus der Midlife-Crisis gibt
Sie haben alles versucht, um Ihrem Mann und sich zu helfen.
Aber Sie sind auch nur ein Mensch. Professionelle Hilfe hat er abgelehnt.
In diesem Fall kann man immer noch abwarten, bis sich der Sturm legt.
Irgendwann geht jede Midlife-Crisis vorbei.

Sollte das Ihre Geduld überfordern, könnte man ernsthaft über eine Scheidung
nachdenken. Wahrscheinlich wird er gar nichts dagegen haben –
so unzufrieden wie er momentan ist.
Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Wenn Sie eine attraktive Frau sind, können Sie Ihr Lebensglück in die eigenen
Hände nehmen. Vielleicht wird irgendwo ein anderer Mann auf Sie warten.

Manchmal gibt es im Leben Konstellationen,
in denen sich für die Frau eine Scheidung extrem ungünstig auswirkt.
Zum Beispiel wenn sie mehrere kleine oder halbwüchsige Kinder hat.
Wenn sie durch die Trennung einen großen Freundeskreis verlieren würde.
Oder wenn sie in einem an und für sich angenehmen Ambiente wohnt.

Zwar haben Sie nun das Problem mit dem ausgeflippten Partner.
Von dem man nicht weiß, wann er wieder bei Sinnen sein wird.
Trotzdem könnte man versuchen – wenn es erträglich ist -,
sich mit der Situation zu arrangieren.

Legen Sie sich einen Freund zu.
Vielleicht finden Sie auch einen sympathischen Mann,
mit dem Sie Ihre sexuellen Bedürfnisse ausleben können.

Es gibt viele Menschen in Deutschland, bei denen die Ehe zerrüttet ist.
Die sich aber nicht scheiden lassen.
Zu Hause gibt es keinen Sex mehr. Weil der Andere fremdgeht.
Weil das Verlangen beim Partner nicht mehr vorhanden ist oder ähnliches.
Eine erotische Liebesbeziehung zu einem geschiedenen Mann
wäre vermutlich stressfreier als zu einem verheirateten.

Bildquelle:
© Viachaslau Kasko / 123RF.com Nr. 40799007

 

 

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