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Klimaschutz: sich für die Umwelt engagieren

Den Klimawandel bekämpfen

Klimaschutz ist in aller Munde. Kaum eine Nachrichten-Sendung vergeht, in der nicht die Folgen des Klimawandels und der Erderwärmung aufgezeigt werden.

Selbst den dicksten Klimaleugnern (AfD-Anhänger, Trumpisten, Populisten) müsste nach den Temperaturanstiegen und den letzten Hitzesommern klar sein, dass das Abwenden der Katastrophe eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit sein muss. Heute wird kaum jemand mehr abstreiten können, dass die Klimakrise keine natürlichen, sondern von Menschen gemachte Ursachen hat.

Die Bedrohung unserer Umwelt und des Klimas wird durch den stetig wachsenden Ausstoß an Treibhausgasen hervorgerufen. Das CO2 aus Auto- und Flugzeugmotoren sowie die Verbrennung von Kohle, Gas und Öl führte in den letzten Jahrzehnten zu einer Erderwärmung wie sie in der Geschichte unseres Planeten noch nie stattgefunden hat.

Um diese Entwicklung zu stoppen oder abzumildern, ist es dringend nötig, dass jeder von uns sich der Gefahren bewusst wird und sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für den Klimaschutz engagiert. Wie das aussehen kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Es geht darum, den Klimawandel in all seinen Facetten ernst zu nehmen und zurückzudrängen. Dazu gehört die Erwärmung der Atmosphäre und der Meere. Dazu gehören Temperatur-Rekorde, Dürresommer, das Abschmelzen der Gletscher und Pole, das Ansteigen der Meeresspiegel. Ferner haben wir immer häufigere und schlimmere Gewitter, Überschwemmungen, Taifune, Starkregen und Hochwasser-Ereignisse.

Wer sich für den Klimaschutz einsetzt, hilft nicht nur sich selbst und der gesamten Erdbevölkerung. Sondern auch der Umwelt: den Tieren, Pflanzen, den Gewässern, der Luft, den Nationalparks und blühenden Landschaften. Nur durch gemeinsame und entschlossene Anstrengungen sind wir stark. Das gilt nicht nur in der Corona-Pandemie, sondern auch für den Erhalt eines gesunden Weltklimas. Hier nun die politischen Entwicklungen und die Optionen, durch persönliches Engagement und durch Ändern des Lebensstils etwas zu bewirken.

 

Grüne Umwelt- und Klimapolitik
Die Grünen treten nicht nur für Flüchtlinge und für die Gleichberechtigung der Geschlechter ein. Ein Hauptanliegen der Umweltpartei ist der Klimaschutz. Wir müssen unsere Erde für künftige Generationen möglichst so erhalten wie sie ist. Die Grünen unterstützen auch die Fridays for Future-Bewegung und gewinnen somit immer mehr junge Wähler für sich.

Die Grünen outen sich gelegentlich als die Moralapostel der Republik. Sie verbieten alles, was dem Klima schaden könnte. Und zu unserem Leidwesen auch vieles, was Spaß macht. Wir müssen auf alles Mögliche verzichten. Anhänger der Grünen sind keine zerlumpten Aussteiger mehr. Sie sind überdurchschnittlich wohlhabend und arbeiten in hochdotieren oft akademischen Berufsfeldern.

Doch wie soll eine Umweltpartei die Kanzlerwahlen gewinnen, wenn es ihr an Glaubwürdigkeit mangelt (Stichwort: Vielflieger, Baerbocks Lebenslauf-Patzer). Man hätte den größten Respekt vor jedem Grünen, der einen Flüchtling bei sich zu Hause aufnehmen würde. So aber klingt alles nach Wählerfang-Taktik, Sonntagsreden und Lippenbekenntnissen.

Wie sehen die Klimaziele der Grünen zur Rettung der Welt aus? Da es nach ihrer Ansicht bereits zwei Minuten vor 12 ist, verlangen sie, dass Deutschland in jeder Hinsicht eine Vorbildfunktion im Klimaschutz einnehmen muss. Die Treibhausgase müssen radikal reduziert werden. Dazu soll eine schmerzhaft hohe Kohlendioxid-Steuer und ein Dieselfahrverbot durchgesetzt werden.

Die Umweltmaßnahmen sollen dazu beitragen, dass der im Pariser Klima-Abkommen vereinbarte Anstieg der Erderwärmung auf 1,5 Grad eingehalten wird. Ferner fordern die Grünen die Förderung erneuerbaren Energien und den sofortigen Ausstieg aus der Kohleförderung. Im Jahr 2030 soll der Strom ausschließlich aus Photovoltaik-Anlagen und Windkrafträdern gewonnen werden.

Ziel grüner Klimapolitik ist es, durch Umstrukturierung der EU-Fördergelder die Landwirtschaft und Winzerbetriebe auf ökologischen Anbau umzustellen. Die Infrastruktur für die Zapfsäulen von Elektro-Autos muss forciert werden. Und die Bundesregierung soll dem Raubbau im brasilianischen Regenwald entgegenwirken. Durch solche Maßnahmen werden die CO2-Emissionen verringert. Die Gletscher am Nordpol und in Grönland werden vor dem Abtauen bewahrt.

In den alpinen Wintersportgebieten wird es nach Hoffnung der Grünen wieder mehr Schnee geben. Und die methanhaltigen Permafrostböden nördlich des Polarkreises bleiben erhalten. Die grünen Klimaziele finden zumindest theoretisch viel Anklang in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung. Nur der jungen Fridays for Future-Bewegung gehen sie noch nicht weit genug.

 

Klimaschutz durch Öko-Tourismus
Die schlimmsten Klimakiller sind Flugzeuge, Autos und Kreuzfahrschiffe. Das steht einwandfrei fest. In einer Zeit, wo sich jeder Durchschnittsverdiener Billigflüge und Transatlantik-Reisen sowie Kreuzfahrten mit der Aida leisten kann, kommt diesen Umweltschädlingen eine besondere Bedeutung zu. Da Schiffe unheimlich schwergewichtig sind, emittieren sie pro 1.000 Kilometer das 1,5-Fache an Kohlendioxid eines Lufthansa-Fliegers.

Aber das ist noch nicht alles. Wer sich für ein gutes Weltklima engagieren möchte, sollte folgende Urlaubs-Richtlinien befolgen. Öko-Tourismus (nachhaltiges Reisen), besteht darin, alles zu vermeiden, was dem Klimaschutz abträglich sein kann.

Verantwortungsbewusstes Reisen bedeutet, die An- und Abfahrt möglichst mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie Bussen, Fahrrädern oder mit Intercity-Zügen durchzuführen. Auch am Urlaubsziel sollen am besten nur solche Fortbewegungsmittel genutzt werden.

Wer das Klima schonen möchte, bucht nur nachhaltig wirtschaftende Hotels. Sie sollten ein Ökosiegel erworben haben, Plastik und unnötigen Müll vermeiden, lokale Bio-Produkte aufs Büffet bringen sowie Energie und Wasser sparen.

Insbesondere soll man im Urlaub auf das Vergnügen eines Helikopter-Rundflugs verzichten. Viele Highlights wie New York, der Grand Canyon, das australische Great Barrier Reef oder die Wolkenkratzer von Dubai verleiten dazu, die Besichtigung aus der Vogelperspektive durchzuführen. Doch die CO2-Emissionen von Flugzeugen jeder Art stellen eine Luftverschmutzung ersten Grades dar.

Wer seinen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchte, sollte am Urlaubsort nicht von einer Sehenswürdigkeit zur andern hasten. Sondern nur wenige Verkehrsmittel nutzen – möglichst nur den öffentlichen Nahverkehr, U-Bahn, Straßenbahn und Reisebusse. Außerdem wird angeraten, die Aktivitäten aufs Radeln, Reiten, auf Wassersport, Strand-Aufenthalte und Wanderungen durch die Natur zu beschränken.

Schädlich fürs Klima ist alles, was Abgase verursacht. Wenn es sich bei Fernreisezielen schon nicht vermeiden lässt, den Flieger zu nutzen, wird angeraten, die ökologischen Schäden, die man damit anrichtet, durch eine Spende an Klimaverbände wie Atmosfair auszugleichen.

Doch auch der sanfte Tourismus ist nicht unumstritten. Kritische Stimmen behaupten, damit beruhigt die profitgierige Reisebranche nur ihr Gewissen. Die Kritiker räumen ein, ein „normaler“ Urlaub auf Mallorca oder auf den Kanarischen Inseln sei weniger umweltschädlich als ein als Öko-Trip ausgewiesener Aufenthalt in Südafrika, Thailand oder in der Karibik – allein aufgrund der kürzeren Flugzeiten.

 

Klima-Demos für ein grünes Europa
Statt Single-Events zu besuchen oder bim Online-Dating einen Partner zu finden, verfallen immer mehr Alleinstehende auf die Idee, an Kundgebungen für den Klimaschutz teilzunehmen. Dabei steht nicht nur die Erderwärmung im Fokus. Sondern auch das Artensterben, die Verschmutzung der Meere, der Luft und die verantwortungslose Billig-Fliegerei.

Seit dem Rekord-Dürresommer von 2018 haben sich weltweit zunächst nur Schüler zusammengetan, um Freitags auf die Straße zu gehen und gegen die halbherzige Klimapolitik der Regierungen zu protestieren. Schon bald kamen weiter Bevölkerungsgruppen dazu: Studenten, industrieferne Akademiker, Wissenschaftler, Singles und Verheiratete aller Altersgruppen.

Die Leitfigur der Fridays for Future-Bewegung für ein grünes Europa ist die junge Schwedin Greta Thunberg. Sie und ihre Anhänger fordern sofortige Maßnahmen, um den Klimaschutz voranzutreiben – jetzt und nicht erst nach 2030. Um die Erwärmung der Atmosphäre auf 1,5 Grad zu begrenzen, muss vor allem die Kohleförderung eingestellt werden. Die Agrarpolitik muss nachhaltigere Ziele verfolgen. Und schon in wenigen Jahren sollen nur noch E-Autos verkauft werden.

Fridays for Future stellt noch strengen Forderungen als die Grünen. Gebäude müssen saniert werden, um Energie zu sparen. Zentralheizungen müssen schadstoffärmer werden. Das Grundwasser muss besser gegen Pestizide geschützt werden. Bis 2030 sollen fossile Brennstoffe der Vergangenheit angehören.

Außerdem fordern die Klima-Aktivisten, dass im Sinne einer sauberen Umwelt die Preise für fossile Energieträger durch Steuern angehoben werden. Um Anreize zu schaffen, auf den Ökostrom umzusteigen. Seit der Corona-Virus ausgebrochen ist, ist es stiller geworden um die Klima-Demos. Aber sie haben schon angekündigt, sie werden nicht nachlassen, für einen besseren Klimaschutz zu kämpfen.

 

Die Energiewende wirkungsvoll unterstützen: bei Auto, Heizung und Verkehr
20 Prozent der CO2-Gase entstehen durch den Autoverkehr, durch LKWs und Motorräder. Dazu kommen noch die Abgase von Flugzeuge, Schiffen und Privathaushalten. Diese Verschmutzung der Luft ist vielen Klimaschützern ein Dorn im Augen. Sie fordern, endlich Energiewende wirkungsvoll voranzutreiben.

Das bedeutet: der öffentliche Nahverkehr muss gefördert werden. Viele Grüne und Klimakämpfer fordern sogar, er solle kostenlos werden. Wenn immer möglich, sollen die Bundesbürger das Fahrrad statt den Pkw zu nutzen. Das sei nicht nur gesund für den Körper, sondern auch für die Umwelt.

In diesem Sinne müssen Fahrradwege in Stadt und Land ausgebaut werden. Dieselschleudern, welche die Stadtluft verpesten, muss der Garaus gemacht werden. Dafür muss die Politik durch Prämien den Verkauf von Elektro-Autos – mit Strom aus Biogas – fördern. Und die seit einigen Jahren ins Stocken geratene Energiewende bei Solardächern und wieder in Gang bringen.

Jeder Bundesbürger, der sich für den Klimaschutz engagieren möchte, kann mit Radfahren, E-Mobilität, Car-Sharing, durch die Einhaltung von Tempolimits, Wärmedämm-Maßnahmen und die Nutzung von Bus und Bahn seinen Beitrag zu einer heilen Umwelt leisten. Eine der wirksamsten Maßnahmen, um den Klima-Kollaps zu verhindern, ist der Verzicht auf Flüge, insbesondere auf Fernreisen.

 

Engagement für Tierschutz und Artenvielfalt
Das hat zwar nichts unmittelbar mit dem Klimaschutz zu tun. Gehört aber ebenfalls zu einer von Nachhaltigkeit geprägten Lebens-Philosophie. Grüne Umweltverbände fordern immer wieder, Vögeln, Fröschen und vom Aussterben bedrohte Tierarten (wie neuerdings den Bienen) eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken

In meiner Tageszeitung lese ich fast jeden Morgen einen Beitrag zum Wolfsschutz oder wie Wölfe durch den Mensch bedroht werden. Das ist ein Lieblingsthema grün-romantischer Journalisten.

Nach der Wiedervereinigung sind immer mehr Wölfe von Polen aus nach Ostdeutschland und immer weiter in den Westen gezogen. Viehbauern und Schafshirten haben Angst, dass ihre Tiere von Wölfen gerissen werden. So wird immer wieder gefordert, den Wolf ins Jagdgesetz aufzunehmen und ihn gegebenenfalls abzuschießen. Tierschützer verweisen auf die nützliche Funktion, die der Wolf in der Natur ausfüllt.

Wer sich engagiert dafür einsetzen möchte, dass der Isegrim Deutschland erhalten bleibt, kann einiges dafür tun. Der Freundeskreis freilebender Wölfe und NABU-Deutschland sind Organisationen, welche sich den Wolfsschutz auf die Fahnen geschrieben haben.

Wer Lust hat, kann dort ehrenamtlich tätig werden oder Geld spenden. NABU führt Veranstaltungen durch und hat auf Marktplätzen Infostände, durch die den Passanten Hintergrundwissen über das Wesen des Wolfes vermittelt wird. Ferner machen die Helfer von NABU beim Einzäunen von Schafsherden, Kühen, Ziegen und Reh-Gehegen mit.

Kritiker des Wolfschutzes halten entgegen, der Wolf sei kein Kuscheltier, kein Hase. Er frisst keine Karotten, sondern er braucht zum Überleben jeden Tag 3 bis 4 kg Fleisch. Der Luchs reißt 50 Rehe im Jahr. Wo soll das alles herkommen, zumal wenn es sich um ein ganzes Rudel von Wölfen handelt?

Wir leben nicht mehr im Mittelalter, als der Wolf und kleinere Raubkatzen in den großen Wäldern Mitteleuropas noch genug Beutetiere fanden. Die Kritiker geben zu bedenken: tun wir der Gattung Wolf und dem Luchs wirklich einen Gefallen, wenn wir seine Verbreitung in Deutschland fördern – in einer für ihn engen und feindlich gesinnten Umwelt.

 

Klimaschutz beginnt im Haushalt
Die Hauswirtschaft im eigenen Heim ist eine Großbaustelle für umweltfreundliches Verhalten. Es würde den Rahmen dieses Artikels sprechen, wenn ich alles aufzählen würde, was möglich ist. Daher nur das Wichtigste in Kürze.

Vor allem gilt es, Energie einzusparen im Umgang mit dem Kühlschrank, mit Waschmaschinen, Spülmaschinen und anderen Elektrogeräten. Das betrifft weniger den Einkauf – sie sind heute fast alle auf A+++ genormt – als vielmehr den richtigen Umgang mit Haushaltsgeräten.

Auch das Heizen und die Gebäudedämmung kann klimafreundlich gestaltet werden. Das Ersetzen der 30 Jahre alten Ölheizung durch eine Niedrigenergie-Heizung, eine Wärmepumpe oder die Verwendung von Pellets stellen einen wertvollen Beitrag zur Energiewende dar. Die Zimmerwärme sollte so niedrig wie möglich gehalten werden. Der Brenner muss regelmäßig gewartet werden. Das sind viele Dinge, die als Gesamtprodukt einen erheblichen Mehrwert für den Klimaschutz darstellen.

Dass man beim Shoppen auf Papier statt auf Plastikverpackungen setzen sollte, dürfte jedem engagierten Umweltschützer in Fleisch und Blut übergegangen sein. Produkte aus ökologischem Anbau (auch Weine) sind ebenfalls dazu angetan, die Natur zu schützen. Bio-Betriebe dürfen nämlich keine Unkrautvernichtungsmittel verwenden, die ins Grundwasser gelangen und somit unser aller Gesundheit schädigen.

Ein großes Problem stellen Bananen, Ananas, Kiwis und Zitrusfrüchte dar. Statt Orangen aus Brasilien zu kaufen, sollte man sich sinnvolle Alternativen überlegen. Also heimisches Obst und Gemüse, die keine langen Transportwege brauchen, um auf den Markt zu kommen.

Vegetarische und vor allem vegane Lebensmittel können zum Klimaschutz beitragen. Wer sich vegan ernährt – wie viele Grüne und Umweltverbände es fordern – reduziert die Nachfrage nach Wurst, Milch, Eiern und Käse. Vor allem die Kühe auf den Weiden und Tiere in Massenhaltung verursachen durch Methan-Ausdünstungen bedenkliche Klimaschäden.

Auch beim Kochen und Erhitzen kann man einiges an Energie und somit an Kosten sparen. Der Wasserkocher braucht weniger Strom als die Herdplatte. Bei der Zahnpflege und beim Entspannungsbad könnte man versuchen, Wasser zu sparen. Das Waschen mit Kochwäsche bei 90 Grad stellt eine unnötige Energieverschwendung dar. Für verschmutzte Wäsche reichen 60 Grad.

Thermische Solaranlagen und Erdgasheizungen können den Heizbedarf des Hauses mit Öl und Gas sinnvoll ergänzen. Wer zur Produktion von umweltfreundlichem Sonnenstrom beitragen möchte, installiert sich eine Photovoltaik-Anlage. Ersetzen Sie herkömmliche Glühbirnen komplett durch LED-Lampen.

Fahren Sie mit dem BMW oder Porsche nur dann, wenn es dringend nötig ist. Kurze Entfernungen lassen sich mit dem Rad oder zu Fuß zurücklegen. Für den Weg zur Arbeit könnte man eine Fahrgemeinschaft bilden. Beim Kauf des PKW sollten Sie auf spritsparende Modelle achten. Oder noch besser: gleich auf ein E-Auto umsteigen.

Wobei selbst das nicht ganz unbedenklich ist. Letztens habe ich bei ARTE eine Reportage gesehen, wie der Abbau von Rohstoffen, die zur Produktion von Akkus nötig sind, in China grausame Umweltschäden anrichtet. Dort werden Flüsse, Böden und Atmosphären ungehemmt mit Giftstoffen verseucht, während bei uns klimafreundliche Parolen über die E-Mobilität geträllert werden. Ob die Grünen und die Klima-Demonstranten des Fridays for Future das auch wissen oder bedenken?

 

Aktiver Klimaschutz durch Umweltprojekte in Entwicklungsländern
Ein Idealist, der Menschen, Tieren und der Natur etwas Gutes tun will, kann sich als freiwilliger Helfer bei einem Schutzprojekt melden. Die Aufgabestellung solcher Kampagnen kann sehr verschieden sein.

In Südamerika werden Maßnahmen zum Schutz des Regenwaldes getroffen. Dieser ist hauptverantwortlich für ein gesundes Weltklima. Im Busch von Südafrika werden Volontäre zu Tierschützern ausgebildet, um Elefanten, Krokodile und Nashörner vor Wildtötern und Trophäenjägern zu bewahren.

Zahlreiche Naturschutz-Aktionen stehen auf der Agenda. Dabei lernt man die Lebensart asiatischer Völker und der Ureinwohner Australiens kennen. Die Nepalesen erhalten Entwicklungshilfe in Sachen Müllentsorgung. In den Anden können die freiwilligen Helfer bei der Ernte von Kaffeebohnen behilflich sein sowie beim Bau von nachhaltig ökologische Häusern.

In einigen Nationalparks Mittelamerikas werden Touristen-Abfälle eingesammelt. Auf dem afrikanischen Kontinent wie auch am Südrand der Sahara werden Bäume angepflanzt, um die Ausbreitung der Wüste zu verhindern. In vielen Entwicklungsländern wie z.B. in Thailand werden Aufklärungskurse zu verschiedenen Themen abgehalten. Dabei lernt der Umwelthelfer unter anderem Elefanten, Meeresschildkröten, asiatische Strände und die Vielfalt fernöstlicher Kulturen kennen.

 

Greenpeace unterstützen
Die weltweit bekannteste Umwelt-Organisation setzt sich aktiv für Tierschutz, Pflanzenschutz und sauberes Wasser ein. Sie wendet sich gegen die Überfischung der Weltmeere, gegen die Abholzung der Urwälder, gegen den Walfang, Atomkraftwerke und gegen chemische Gifte bei der Textilherstellung.

Wer bei Greenpeace Mitglied wird, sich ehrenamtlich engagiert, an Aktivitäten teilnimmt oder die Umwelt-Kampagnen finanziell unterstützt, kann einen wertvollen Beitrag leisten gegen den Klimawandel und zum Wohl der Tiere. Sie können aktiv mithelfen, in Schulen zu gehen und Schüler zu informieren. Sie können überall, wo viele Menschen unterwegs sind (z.B. in Shopping-Zonen) einen Infostand aufbauen oder Broschüren verteilen. Es gibt viele Möglichkeiten, für Greenpeace zu arbeiten.

Es gibt noch einige andere Öko-Organisationen, die ein Naturfreund unterstützen kann. Zu nennen wäre der Bund für Umwelt- und Naturschutz, die WWE, die Grüne Liga Berlin, der Deutsche Naturschutzring, die Deutsche Umwelthilfe, Robin Wood und der Naturschutzbund Deutschland.

 

Scheinheiligkeit in Sachen Klimaschutz
Wasser predigen und sich mit Champagner zuprosten. Große Dienstreisen in Luxuskarossen durchführen und bei jeder Gelegenheit in ferne Länder fliegen. Vor allem Öko-Politiker scheinen solche Disziplinen perfekt zu beherrschen. Sie erdreisten sich trotz aller frommer Klima-Bekundungen, öfter und weiter zu fliegen als andere Parteimitglieder bzw. Bundesbürger.

Grüne und Flug-Gegner demonstrieren schon seit 40 Jahren immer wieder gegen neue Landebahnen an deutschen Flughäfen. Sie fordern, dass Kerosin stärker besteuert wird. Das hindert sie aber nicht daran, deutsche Meister im Vielfliegen zu sein. Eine seriöse Umfrage von Spiegel Online hat herausgefunden: die Hälfte aller Grünen-Wähler ist in den vergangenen 12 Monaten mit dem Flugzeug verreist.

Kein einziger der befragten Ökos habe noch nie bei Lufthansa und Co. eingecheckt. Bei anderen Parteien lag die Nichtflieger-Quote bei bis zu 20 Prozent. Sind die Grünen doch nicht so verantwortungsbewusst, wie sie vorgeben? Oder erklärt sich ihre Vielfliegerei dadurch, dass aus den alternativen Körnerfressern und Turnschuhträgern der 68er Generation später angepasste Akademiker und Besserverdiener geworden sind?

In dieses Bild passt der scheinheilige Fehltritt der wortgewandten grünen Fraktionsversitzenden Katharina Schulze – „Kerosin-Katha“ genannt. Die sympathische Blondine aus Bayern lässt keine Gelegenheit aus, sich für den Schutz des Weltklimas auszusprechen.

Doch dann stellt sich heraus, dass Kati in einem Jahr mehr als 120.000 km geflogen ist. Natürlich nur, um die Erderwärmung zu bekämpfen. Zur Flug-Affäre befragt, antwortete sie: das sei nun mal nötig, die Mittel heiligen den Zweck. Der Hammer ist, die Grünen-Politikerin aus Bayern ließ sich freudig fotografieren als sie beim Westküsten-Trip in den USA kalifornisches Eis aus dem Plastikbecher naschte.

Katharina Schulze ist nur ein Fall für Scheinheiligkeiten bei den Grünen und anderswo. Auffallend ist der Widerspruch zwischen politischen Forderungen und eigenem Tun. Man könnte noch mehr Beispiele, auch aus anderen Parteien, nennen. Da kommt sich der Otto-Normalverbraucher, der mit allen möglichen Umwelt-Vorschriften und Verboten bombardiert, aufs Fliegen weitgehend verzichtet und Kunststoff-Verpackungen meidet, doch verarscht vor.

Auch die Fridays for Future-Anhänger kommen ein wenig scheinheilig daher. Sie stellen Höchstforderungen an den Klimaschutz. Gleichzeitig klingelt bei ihnen ständig das Smartphone, das bekanntlich aus einer Kunststoffhülle besteht. Statt vegane Jacken tragen die jungen Klimafreunde ganz normale. Es stört sie nicht, wenn die Kleidung aus Nylon besteht, mit Chemikalien vergiftet ist und in Billiglohnländern und durch Kinderarbeit hergestellt wurde.

Nachdenkliche Gemüter zweifeln daran, dass es die ureigene Idee Hunderttausender Schüler war, plötzlich in solchen Massen auf den Straßen protestieren. Sie vermuten, dass alternativ-grün denkende Zeitgenossen, die den Schulalltag begleiten, sie dahingehend beeinflusst haben. Sogar die Galionsfigur des Klimaschutzes, Greta Thunberg, sei eine ferngesteuerte Marionette.