Single-Urlaub

Gesund braun werden im Urlaub

Frau mit Bikini bräunt sich in der Sonne

Richtiges Bräunen
im Urlaub

Wer als Single, als frisch getrautes Hochzeitspaar oder mit Kindern im Süden Urlaub macht, möchte natürlich eine braune Haut bekommen. Das schmeichelt der Eitelkeit. Gut gebräunt fühlt man sich einfach super in Bikini oder Badehose.

Ein gebräunter Teint wird gemeinhin als attraktiv angesehen. Damit kann man so manche Scharte beim Aussehen auswetzen.

Bei der Suche nach einem festen Partner haben braunhäutige Singles im Schnitt bessere Chancen als schneeweiße Yetis. Das haben Umfragen bei Partnervermittlungen ergeben.

Alles schön und gut mit der braunen Haut. Wenn nur dieses verdammte Ozonloch nicht wäre. Jeder Sonnenbrand birgt die Gefahr, durch zu intensive UV-Strahlen an Hautkrebs zu erkranken. Intensives Sonnenbaden führt frühzeitig zu Altersfalten. Außerdem verdirbt es jeden Urlaub, wenn die Haut sich rötet und schmerzt.

Um diese Probleme zu umgehen, gibt dieser Artikel Tipps, wie Sie im Schwimmbad, am Strand, beim Urlaub im Gebirge oder auf dem Balkon eine gesunde Bräune erreichen.

 

Vorbereitung auf den Badeurlaub
Auf der Sonnenbank des Solariums kann man sich eine wunderschöne braune Haut zulegen. Das wirkt schick und schön. Doch erhöht das auch die Chancen, im Familien-, Paar- oder Singleurlaub ohne Sonnenbrand davon zu kommen?

Die Antwortet lautet: jein. Nur solche Solarien sind zum Aufbau eines Hautschutzes geeignet, welche UV-B-Licht ausstrahlen. Sie und nur sie schützen die Haut später auf der Reise gegen Sonnenbrände.

Leider ist das nicht oft der Fall. Die meisten Sonnenbänke verfügen nur über die im Prinzip nutzlosen UV-A-Strahlen. Davon wird man zwar zügig braun. Gegen Sonnenbrand schützen sie aber nicht.

Viele Urlauber, die sich im Solarium vermeintlich vorbereitet haben, wiegen sich in Sicherheit. Auf Ibiza, Sardinien oder in Griechenland angekommen, glauben sie genügend geschützt zu sein. Also setzen sie sich schon gleich zu Beginn des Urlaubs einer viel zu langen Sonneneinstrahlung aus. Womöglich noch ohne sich einzucremen.

Die Quittung kommt postwendend. Die schöne braune Solarium-Haut verfärbt sich rot. Sie haben sich einen Sonnenbrand eingehandelt. Als Spätfolgen drohen Tumore und Hautkrebs.

Eine bessere Urlaubsvorbereitung als das künstliche Licht im Solarium bietet das natürliche Sonnenlicht in freier Natur. Wenn man sich wohl dosiert an das gewöhnt, was später am Strand die Haut gefährden kann: an die UV-B-Strahlen.

Manche Theorien gehen davon aus, dass man mit richtigem Essen die Haut auf den Sommerurlaub vorbereiten kann. Beta-Carotin-Pillen oder Karotten sollen den Pigmentschutz der Haut erhöhen.

Ernährungs-Apostel beten ihren Katechismus mit viel Wasser, Obst und Gemüse herunter. Fleisch und Zucker fördern nach deren Meinung eine sonnenempfindliche Haut.

Wer es glaubt, wird selig. Damit kann man nur marginale Veränderungen herbei führen. Die einzig wirksame Vorbereitung auf die südliche Sonne: wenn man sich auf der Terrasse von Tag zu Tag schrittweise und eingecremt an die UV-Strahlen gewöhnt.

 

Reiseziele im Süden –
Wo man garantiert braun wird

 

Sonnenschutzmittel für eine gesunde Urlaubsbräune
Nur sehr wenige Menschen mit einer südländischen Pigmentstruktur können am Strand unbesorgt herum tollen. Andere bekommen schon nach 15 Minuten eine rötliche Haut. Vor allem dann, wenn sie weißhäutig, blond oder rothaarig sind.

Aber auch der Brünette wird, nachdem das Meerwasser seine Haut ausgetrocknet hat, sein blaues Wunder erleben, wenn er seinen Körper nicht rechtzeitig mit einer Sonnencreme einschmiert.

Das verdirbt den größten Teil des Urlaubs. Man erleidet Schmerzen, kann nachts nicht schlafen. Tagsüber darf man nur noch voll bekleidet im Strandkorb sitzen.

Die Hersteller beharren aus verständlichen Interessen darauf, dass die Sonnenmilch vom letzten Urlaub nicht mehr zu gebrauchen sei. Ich kann diese Erfahrung nicht bestätigen.

Ich bin ein hellhäutiger Typ. Selbst eine 3 Jahre alte Creme schützt meine lichtsensible Haut noch zuverlässig gegen Sonnenbrände. Wenn man 3 Wochen auf Mallorca oder Zypern verbringt, ist die Tube Sonnencreme eh schnell aufgebraucht.

In den ersten Urlaubstagen sollte man – trotz Hautschutz – zu lange Phasen in der Sonne vermeiden. Durch stundenweises Sonnenbaden gewöhnt sich die Haut langsam und stetig an die UV-Strahlen.

 

Wie hoch soll der Lichtschutzfaktor sein?
Das hängt vom Hauttyp ab. Und davon, wie gut wir uns durch Vorbräunen auf den Urlaub vorbereitet haben.

Je brauner jemand zur Welt gekommen ist, desto besser kann sich die Haut selbst gegen die Sonneneinstrahlung schützen. Daher brauchen dunkelhäutige Menschen (Italiener, Spanier) einen geringeren Lichtschutzfaktor als der durchschnittliche Mittel- oder Nordeuropäer.

Kinder und Urlauber mit einer hellen oder extrem hellen Haut, brauchen unter der Sonne Griechenlands oder Portugals den Schutzfaktor 30 bis 50. Nichts spricht dagegen, grundsätzlich die 50 zu wählen. Laufen sie ohne Schutz in die Sonne, bekommen sie schon nach 5 oder 10 Minuten die ersten Auswirkungen des Sonnenbrands zu spüren.

Hellhäutige Typen sollten sich nicht einbilden, sie würden je richtig braun werden. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Im besten Fall erreichen sie, dass sie Haut nicht mehr weiß aussieht. Wenn man seine Grenzen kennt und akzeptiert, kann man die gesundheitlichen Risiken des Strandurlaubs erheblich minimieren.

Die mittelbraune Haut braucht den Lichtfaktorschutz 15 oder 30. Auch hier lieber die höhere Dosierung wählen. Ohne Hautcreme kann der Sonnenbrand bereits nach 20 Minuten eintreten. Eine unvorstellbar kurze Zeit, wenn man sich voll dem Strandvergnügen hin gibt.

Menschen, die wir Mitteleuropäer als „gut braun“ bezeichnen würden, brauchen mindestens den Lichtschutzfaktor 10. Besser wäre 15. Bei ihnen beträgt die Eigenschutzzeit nur 25 Minuten.

Als Fazit bleibt festzuhalten: fast alle Menschen brauchen Sonnencreme, wenn sie in Deutschland oder im Süden den Körper der Sonne aussetzen.

Aber auch die Creme schützt nur für eine gewisse Zeit. Wer sich stundenlang der Sonne aussetzt – in der Hoffnung möglichst schnell braun zu werden – darf nicht vergessen, sich in gewissen Intervallen nachzucremen. Lieber zu früh als zu spät.

Hat sich der Urlauber erst mal mit einem Sonnenbrand infiziert, ist ein Nacktaufenthalt im Freien nicht mehr möglich. Auch das Tragen von Kleidung wird dann zur Qual.

Selbst der beste Sonnenschutz bietet keine Garantie, im Urlaub oder auf der Home-Terrasse den Sonnenbrand zu vermeiden. Daher sollten sogar gebräunte Menschen immer wieder für 2 Stunden den Schatten aufsuchen. Vor allem in der prallen Mittagshitze des Südens, wenn die UV-Strahlen am stärksten sind.

Dabei sollten Sie die gesamte Haut von Kopf bis Fuß (auch die Glatze!) mit einer Bekleidung abdecken. Damit sie sich vom Sonnenstress erholen kann. Ganz besonders wichtig ist diese Vorsichtsmaßnahme bei Kindern und Babys. Weil diese noch unverständig bzw. hilflos sind.

Die deutsche Krebsgesellschaft gibt den Tipp: man soll sich in einem südlichen Urlaubsland langsam an die intensive Sonneneinstrahlung gewöhnen. Das bedeutet, dass man in den ersten Tagen vielleicht komplett auf Badekleidung verzichtet. Und sich stattdessen die Sehenswürdigkeiten des Reiseziels ansieht.

Vor allem Hellhäutige sollten zunächst einen großen Teil des Tages im Schatten verbringen. Dort kann man es step by step immer länger wagen, ohne Kleidung herumzulaufen.

 

Braun werden unter der iberischen Sonne
Attraktionen im Spanien-Urlaub

 

Gesunde Bräunung werden – Tipps zum Eincremen
Nach dem Gang zum Strand geschwind eincremen. Ins blaue Meer springen, tauchen oder Wasserski fahren. Das kann böse enden. Denn Sonnencreme und Sonnenmilch wirken nicht sofort. Sie brauchen eine gewisse Zeit zum Einziehen.

Warten Sie besser eine halbe Stunde, bis Sie nach draußen gehen. Derweil können Sie das Smartphone einschalten, Postkarten abschicken, E-Mails checken oder nach Hause telefonieren.

Außerdem ist es nicht mit ein paar Klecksen weißer Sonnenmilch getan. Alles, was als nackte Haut der Sonne ausgesetzt wird, muss am besten 2 mal eingecremt werden.

Beim und nach dem Schwimmen im frischen Nass ist der Badeurlauber besonders stark von Sonnenbrand gefährdet. Denn das Meerwasser wäscht die Creme aus der Haut heraus.

Sie fühlt sich bald mehr fettig, sondern trocken an. Auch „wasserfeste“ Sonnencremes können nicht verhindern, dass der Sonnenschutz nach einer halben Stunde im Meer oder Pool komplett verloren ist.

Andererseits – und das ist das Fatale – reflektiert die Wasseroberfläche – wie auch der Schnee beim Skifahren – das UV-Licht besonders intensiv. Die Sonne wirkt viel stärker auf Haut und Augen ein als es im Binnenland der Fall ist.

 

Sonnenbrand im Schatten
Die gesündeste Methode, braun zu werden, ist der Aufenthalt im Schatten. Aber auch hier muss man Acht geben, dass man die Sache nicht unterschätzt.

Hin und wieder braucht auch eine schon gut gebräunte Urlaubshaut eine Pause von der Sonne. Man setzt sich unter Palmen, trägt einen Sonnenhut. Spielt mit dem Handy oder liest ein unterhaltsames Buch. Kann doch nichts passieren. Nach einer Sonnenpause von 3 Stunden geht es wieder ab zum Schwimmen.

Doch wer glaubt, der Schatten biete ausreichend Schutz gegen Sonnenbrand, sieht sich getäuscht. Auch hier sind die gesundheitsgefährdenden B-Strahlen des UV-Lichts zu 50% präsent. Auch im Schatten kann sich der Urlauber sein Fell böse verbrennen. Wenn die nackte Haut zu lange unbekleidet ist.

Das Gleiche gilt für bewölktes Wetter. Man denkt, die Sonne scheint doch gar nicht. Dennoch lassen die Wolken große Mengen an UV-Licht durch auf die Erde.

 

Wie entsteht eigentlich der Sonnenbrand
im Strandurlaub?

Das Sonnenlicht ist ziemlich komplex. Einerseits besteht es aus UV-A-Strahlen. Die sind verantwortlich dafür, dass unsere Haut schnell braun wird. Sie führen aber auch zu einer schnellen Alterung.

Die UV-B-Strahlen hingegen bewirken, dass die Haut sich entzündet und rot wird. Wer nun schnell reagiert (Ankleiden/Schatten aufsuchen/ nachcremen), kann das Schlimmste noch verhindern.

Schläft man am Strand für mehrere Stunden ein, wird es richtig ungesund. Es kann es zur Blasenbildung kommen. Mit unabsehbaren Langzeitfolgen für die Gesundheit.

Der Körper merkt sich nämlich jeden Sonnenbrand, den wir im gesamten Leben erfahren haben. So kann es schon in mittleren Jahren ab 35 passieren, dass sich auf oder unter der Haut bösartige Melanome bilden (Hautkrebs).

Je öfter, intensiver und länger wir im Urlaub oder in der Heimat den B-Strahlen ausgesetzt sind, desto größer wird diese Gefahr. Vor allem in Ländern, wo das Ozonloch über der Erdatmosphäre stark ausgeprägt ist. Vorwiegend in der Nähe der Antarktiks: in Australien, Neuseeland, Südsee, Südafrika und im Süden von Lateinamerika.