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Filme streamen: Netflix im Test

Warum ist Netflix so mega-beliebt?

Netflix-Test: das größte Heimkino der Welt
Netflix ist vor allem bei jüngeren Menschen zur Hype geworden. Mit weit über 200 Millionen Nutzern ist es das größte Online-Portal zum Streamen berühmter Film-Bestseller. Im Flatrate-Modus können sich die Abonnenten Kinohits über die Handy-App oder am Tablet anschauen. Aber auch am Laptop, am PC, am Smart-TV und auf Spielkonsolen à la Playstation besteht die Möglichkeit, höchst unterhaltsame, spannende, nostalgische und actionreiche Filme und Serien zu genießen.

Vor allem in puncto Serien ist Netflix allererste Wahl. Die Mediathek des Heimkinos umfasst mehr als 1.000 internationale Serien und dazu ungefähr 2.600 Einzelfilme. Seit Sky Cinema, Amazon Prime Video und Netflix den Filme-Markt revolutionierten, haben die klassischen Videotheken aus den 1980er und 1990er Jahre praktisch ausgedient. Auch die Kinobesucher sind stark zurückgegangen. Wenngleich dort immer noch die allerneusten Blockbuster gespielt werden.

Besonders interessant sind Netflix-Serien, wenn man längere Zeit unterwegs ist – zum Beispiel bei einer Bahnfahrt oder bei der Anreise in den Urlaub. Vor dem Reisebeginn lädt man sich gute Filme oder Staffeln aufs Tablett oder Smartphone herunter. Und schon kann man sich auf unterhaltsame Weise die Zeit verkürzen, bis man am Ziel ankommt.

 

Herausragende Serien-Vielfalt bei Netflix
Bridgerton, Lupin, Haus des Geldes, Sex Education, Alice in Borderland und sogar der Oldie Denver Clan: Netflix präsentiert in seiner Online-Videothek eine Vielzahl hochrangiger Serien. Sie sind die eigentliche Stärke des amerikanischen Streamers.

Während der Serienliebhaber im deutschen Fernsehen und bei Amazon Prime Video stets auf die nächste Folge warten muss, können die Zuschauer bei Netflix die Filme einer Staffel unmittelbar hintereinander anschauen. Das gefällt jungen Leuten und Singles. Sie haben keine Lust zu warten. Sie wollen sich die Fortsetzungen eines Abenteuers, von Comics, Horrorstreifen oder von Thrillern sofort hineinziehen.

Vor allem US-TV-Serien werden von den Abonnenten häufig gestreamt. Sowie die Episoden, welche Netflix in Eigenregie produziert. Mittlerweile hat das Unternehmen durch die Internet-Präsenz so viel Geld verdient, dass es als selbstständiger Filmemacher auftreten kann.

Outlander, Star Trek Discovery, Rocky, Das Boot, The Blacklist, Friends, Queen of South und Brooklyn Nine-Nine sind Namen, die jedem echten Blockbuster-Fan ein Begriff sein dürften. Auch Amazon Prime hat die Zeichen der Zeit erkannt und fährt auf dieser Schiene mit Eigenproduktionen.

 

Filme, Serien und Dokus streamen bei Netflix
In der Mediathek des weltgrößten Anbieters dürfen sich Fans auf allerlei interessante Unterhaltung freuen. Nicht etwa auf Pornos, wie bei YouTube oder langatmige Umwelt-Dokumentationen. Sondern auf preisgekrönte Kassenschlager, welche die Kinowelt in Atem halten.

Dazu gehören Fantasy-Filme, Komödien, Spielfilme, Science Fiction, Tragödien, Kriegsfilme, Action, Western, Historien- und Disney-Filme. Sexify, Orange is the New Black, Love, Emily in Paris, Forrest Gump, The Crown und The Kominsky Method mit Hollywood-Legende Michael Douglas sind nur die Spitze des Eisbergs.

Und dennoch habe ich in meinem Test den Eindruck gewonnen, dass die Filme von Netflix nicht ganz mit den Serien-Staffeln mithalten können. Der Grund dafür: sie sind allesamt schon ein paar Jahre alt – auch noch aus den 1990er Jahren. Das muss nichts Schlechtes bedeuten. Auch diese Filme können den Streamer unterhalten und spannende Erlebnisse bieten. Aber top-aktuell sind sie nun mal nicht.

 

Anmeldung bei und erste Schritte
Die Registrierung bei  https://www.netflix.com/de/  ist kostenfrei und total unkompliziert. Nach der Eingabe von E-Mail-Adresse und Passwort können die Streamer bald loslegen. Denn gleich danach werden die drei Mitgliedschaften angezeigt. Was es damit auf sich hat, werde ich im nächsten Abschnitt „Flatrate-Abo“ erläutern.

Nur soviel sei schon gesagt: je mehr Nutzer sich ein Konto teilen möchten und je besser die Bild-Qualität der Filme und Serien sein soll, desto mehr muss man investieren. Nachdem man eine Mitgliedschaft angeklickt hat, werden die Zahlungs-Optionen angezeigt: PayPal, Lastschrift, Mastercard, Visa und American Express.

Danach stellt Netflix die Frage, über welche Medien man die Filme empfangen möchte: Fernseher, Blue-ray-Player, Handy, Tablet, Computer oder Laptop. Im nächste Schritt können Benutzerprofile verschiedenen Personen zugeteilt werden. Ab der Standard-Mitgliedschaft dürfen sich nämlich mehrere User ein Konto teilen.

Dann gibt uns Netflix die Chance, drei Filme, die uns gut gefallen, auszuwählen. Diese Wahl hat Einfluss auf künftige Produktempfehlungen, die für uns persönlich eingeblendet werden.

Mit der Suchfunktion haben die User Gelegenheit, bestimmte Filme und Serien auf der Webseite zu finden. Man tippt einfach einen Titel, ein Schlagwort oder einen Schauspieler ein, und schon liefert Netflix entsprechende Ergebnisse.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich schon vor der Anmeldung in den verschiedenen Genres auf der Startseite umzuschauen. Dort sah ich bei meinem Netflix-Test Krimis, Sience Fiction, Horrorserien, Komödien, Kinder- und Familienserien, Dokumentationen, Action- und Abenteuerfilme, Thriller und allerlei internationale Serien – vorrangig aus dem US-Fernsehen.

 

Das Flatrate-Abo von Netflix
Die schlechte Nachricht zuerst: bis zum 31.12. 2020 war es möglich, in einem Testmonat das Angebot von Filmen kostenlos in Anspruch zu nehmen. Das war für viele Serien-Fans ein echter Glücksgriff. Denn ohne Geld auszugeben, bot Netflix die Chance, hinein zu schnuppern und sich einen Eindruck von der Unterhaltsamkeit der Streifen zu verschaffen. Doch ab dem Jahr 2021 ist es vorbei mit der kostenlosen Nutzung von Netflix. Vom ersten Tag an müssen die Singles, Familien, Kinder und Senioren nun einen Nutzervertrag abschließen.

Ich habe mir für diesen Testbericht die Netflix-Abos genauer angeschaut. Sie unterscheiden sich in den Flatrate-Kosten, in Ton- und Bildqualität (Auflösung, stopperfreies Streamen) und in der Anzahl der Nutzer, welche sich Filme gleichzeitig anschauen dürfen.

Das Basis-Abo berechtigt zum Streaming eines einzigen Users. Dafür ist es sehr preiswert. Die SD-Bildqualität entspricht dem, was wir vor 15 Jahren gewöhnt waren: auch schon digital, aber noch nicht so feinpixelig wie heute.

Wer die Filme und Serien von Netflix in HD-Qualität genießen möchte, muss ein Standard-Abo abschließen. Bei diesem Modell besteht die Möglichkeit, zwei Streams parallel laufen zu lassen. Das bedeutet: während die Eltern sich im Wohnzimmer die Serie Sweet Home oder Riverdale anschauen, können die Kids im Kinderzimmer den Disney-Film Dschungel Beat kucken.

Mit der Premium-Flatrate bekommen die Kunden eine Top Qualität in Ultra HD bzw. in 4K, mit 4.000 horizontalen Bild-Pixeln. Hier sind fünf Video-Leitungen eingerichtet. Das bedeutet: 5 Personen können auf ein Nutzerkonto angemeldet werden und sich die Kosten teilen. Sie dürfen theoretisch gleichzeitig streamen, egal wo sie sich gerade aufhalten. Die Netflix-Filme werden in allerbester Premium-Qualität abgespielt (wunderbare Klarheit der Farben und Kontraste).

Allerdings habe ich bei meinen Tests feststellen müssen, dass man sich nicht alle Filme im HDR-Modus anschauen kann. Der User sollte also genau abwägen, was er tut. Vielleicht sollte man mit einer Standard-Mitgliedschaft von Netflix beginnen. Und nach einer Umschau ausloten, wie viele und welche Serien in HD-Qualität gestreamt werden können. Denn ein kurzfristiger Wechsel auf Premium ist später überhaupt kein Problem.

Ultra-HD macht nur dann Sinn, wenn man über eine moderne Hardware und über eine hohe Internetgeschwindigkeit verfügt. Vor allem beim parallelen Live-Streamen werden die Heimkino-Fans mit einer Leitung unter 50.000 nur wenig Spaß haben. Die Filme halten an, laufen in Zeitlupe und man muss immer wieder warten, bis es weiter geht. Den DSL-Speedtest für Ihren Media Player können Sie ganz leicht auf einer entsprechenden Online-Seite durchführen: zum Beispiel bei Computerbild, Chip.de oder Vodafone.

Hier die aktuellen Monatsbeiträge, die Netflix verlangt:
Basis-Paket:           7,99 Euro
Standard-Paket    12,99 Euro
Premium-Paket    17,99 Euro
Alle drei Abos sind monatlich kündbar. Auch darin sehen viele User einen großen Vorteil des Streaming-Dienstes: dass man innerhalb kürzester Zeit abspringen kann.

 

Spezials bei Netflix
Ein spezielles Markenzeichen des weltgrößten Streaming-Dienstes sind hauseigene Produktionen. Die sogenannten „Originals“ umfassen fast alle Kategorien der Filmindustrie. Im Monatstakt bringt Netflix eigene, meist erfolgreichen Movies heraus.

Sehr beliebt beim Publikum sind u.a. Love and Monsters, die Krimi-Spürnase Enola Holmes, Unheimliche Gegner und die Episodenstaffel „Schnelles Geld“. Außerdem zeigt Netflix neben unzähligen amerikanischen Hollywood-Serien auch solche aus Deutschland, Spanien, Japan, Großbritannien und Indien (Bollywood).

Die Netflix-App dient dazu, Filme und beliebte Serien aufs Handy oder Tablet zu bringen. Leute, die viel auf Achse sind, können diese bei jeder sich bietenden Gelegenheit bequem und in aller Ruhe abspielen. Die mobile Anwendung kann unter anderem bei Computerbild.de oder bei Chip.de kostenlos und virengeprüft downgeloadet werden.

Auch Kinder sind begeisterte Netflix-Fans. Die KiKa-Rubrik enthält Zeichentrickfilme, Disney-Serien, Tierfilme, Comics, Action (Fast & Furious Space Racers), Fantasy-Stories und Science Fiction (Jurassic World, Star Wars). Damit die Kids keinen Unfug treiben oder unangemessene Filme sehen, haben Eltern die Möglichkeit, das mit einem PIN-Code zu verhindern. Dabei kann zwischen verschiedenen Altersstufen differenziert werden.

Filme und Serienhelden können nicht nur live auf der Webseite gestreamt werden, sondern auch im Offline-Modus. Dazu ist es nötig, in der Netflix-App per Handy oder iPad einen Download durchzuführen. Nun kann man sich die Serienstars und Actionszenen auch ohne Internetverbindung anschauen, wann immer man Lust dazu verspürt.

 

Starke Konkurrenz für Netflix
Netflix ist zwar der meist genutzte Streaming-Anbieter, aber nicht der einzige, der es versteht, seine Kunden mit guten Angeboten zu bezaubern. Einen guten Lauf hat Amazon Prime Video. Ursprünglich konnte man bei Amazon DVDs bestellen. Heutzutage findet der Genuss von Film und Musik über die Internetleitung statt. Außerdem bietet die Flatrate die Möglichkeit, dass zwei Personen gleichzeitig streamen. Die Auswahl in der Mediathek ist groß. Amazon hat außerdem begonnen, eigene Serien herzustellen.

Ein harter Widersacher von Netflix ist nach wie vor der Pay-TV-Sender Sky. Die Abteilung Sky Ticket Cinema hat eine große Stärke, die sie besonders attraktiv macht. Die Auswahl an Filmen und Serien ist so brandaktuell wie sonst nirgendwo in der Streaming-Branche. Dennoch sind die Kosten nicht höher als bei Netflix und Amazon. Schon kurz nachdem die Bestseller in den Kinos angelaufen sind, sind sie auch bei Sky Ticket verfügbar.

Die Serien-Sparte bei Sky nennt sich „Entertainment Plus“. Wer sich gern Fußball (Bundesliga, Champions League) und andere Live-Sportsendungen ansehen möchte, kann das Supersport-Ticket buchen. Die Jahresmitgliedschaft kostet dort momentan 19,99 Euro.

Auch der Maxdome-Store bietet ein buntes Programm an interessanten Serien. Viele sind dem TV-Publikum bereits bekannt: Der junge Inspektor Morse, Sex and the City, Doktor Who und Spider Man. Auch deutsche Film-Staffeln kann man sich hier anschauen wie Nachtschicht, Betty’s Diagnose, Der Graf von Monte Cristo, Blutsbande, Rosenheim Cops, Der Bergdoktor und die Taunuskrimis. Die Kategorien bei Maxdome lauten: frisch aus dem Kino, ältere Blockbuster, meistgesehene Filme und Serien.

Bei Maxdome müssen Serienfans nicht unbedingt ein Abo erwerben. Es besteht die Möglichkeit, vertragsfrei einzelne Produkte zu streamen. Angeblich enthält die Videothek mehr als 50.000 Filme. Mir blieb in diesem Testbericht nicht genügend Zeit, diese Zahl nachzuprüfen. Wer Aktuelles sehen möchte, geht besser zu einem anderen Anbieter. Bei Maxdome werden vorwiegend Classics angeboten.

 

Mein Test-Fazit zum Streaming-Anbieter
Ich habe Netflix auf verschiedenen Medien ausprobiert. Bei meinem Panasonic Fernseher, auf dem Samsung Galaxy Smartphone, auf dem Tablet (Apple i-Pad) und am Medion-PC liefen die Filme reibungslos ab. Wobei meine Geräte alle auf dem neusten Stand der Technik sind, und ich mit einer Geschwindigkeit von 50.000 streamte.

Netflix ist eine phänomenale Freizeit-Option für Serienfans. Doch meiner Meinung nach lohnt sich ein Abo nur unter zwei Voraussetzungen. Erstens müssen die angebotenen Genres und Filme dem User gefallen. Das lässt sich in wenigen Minuten herausfinden. Denn ohne sich anzumelden, erhält man bereits einen guten Einblick, was Netflix alles im Angebot hat.

Zweitens muss die Quantität stimmen. Es bringt nur dann etwas, ein Flatrate-Konto zu eröffnen und Geld zu investieren, wenn man häufig genug Zeit und Lust hat, sich in Serien zu vertiefen. Aber selbst wenn man nach einem Vierteljahr feststellen sollte: ups, das brauche ich doch gar nicht, ist es kein Problem. Denn jede Mitgliedschaft kann monatlich gekündigt werden.

Für Gelegenheits-Kucker ist Amazon Prime Video wohl die bessere Alternative. Wer ganz neue Serien und Sport anschauen möchte, sollte vielleicht Sky Ticket in Betracht ziehen. Ob Netflix mit dem Entfernen des kostenlosen Testmonats ein Eigentor geschossen hat, wird die Marktentwicklung zeigen.