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Einsamkeit, Krieg, Alter: Angst deutscher Singles

Single-Ängste im Fokus

Wovor haben deutsche Singles aller Altersgruppen Angst? Sind es Einsamkeit, Angst vor Terror, Krieg, Klimawandel, Überfremdung. Vor Krankheiten oder vorm Alter? FriendScout24 gibt Auskunft

Friend Scout startet Umfrage über Single-Ängste
Singles sind glücklich. Singles leiden unter Einsamkeit. Zwei Klischees, die stark polarisieren. Was stimmt denn nun? In welcher Gefühlslage befinden sich Alleinstehende in Deutschland? Wovor haben sie am meisten Schiss?

Antwort auf diese Fragen gibt eine Umfrage von FriendScout24 – einer der Top-Singlebörsen in Deutschland. Dabei wurde klar: der Gegenstand der Angst hängt vom Geschlecht und vom Alter des Menschen ab.

Während die Mädchen im Teenager-Alter den größten Horror vor Ungeziefer wie Spinnen haben. Lassen Insekten und sonstiges Kleintier junge Männer total kalt.

Die haben erstaunlicherweise Beklemmungen durch drohende Einsamkeit. Obwohl man doch denken könnte: junge Leute haben Action, Freunde und immer reichlich Gesellschaft.

Um Krankheiten machen sich junge Leute naturgemäß noch keine Gedanken. Aber schon ab 30 fangen die deutschen Singles an, über diesen Aspekt nachzudenken. Mit fortschreitendem Alter wird die Sorge um die Gesundheit immer größer.

 

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Jung-Singles ab 18 Jahre:
Angst vor Insekten und Einsamkeit

Über Krankheiten wie Bluthochdruck, Krebs, Bandscheiben und Diabetes zerbrechen sich Singles im Alter zwischen 18 und 29 Jahren noch nicht den Kopf. Irgendwann einmal: ja. Aber das alles ist noch viel zu weit weg. Nur 10 Prozent der jungen Leute denken jetzt schon über die Gesundheit nach.

Laut FriendScout-Umfrage kriegen deutsche Single-Frauen panische Angstzustände, wenn eine Spinne ihren Weg kreuzt. Selbst dann, wenn sie nur an der Zimmerdecke herum krabbelt. Sie bekommen Stilaugen, das Herz rutscht ihnen in die Hose. Oder sie ergreifen panikartig die Flucht statt eine Fliegenklatsche zu nehmen. Und dem Leben des Eindringlings ein Ende zu bereiten. 

Aber nicht nur die ekligen Vielbeiner, sondern auch Insekten lassen junge Frauen aufschrecken. 50 Prozent aller Mädchen empfinden Abscheu und Ekel vor allem Kleingetier. Die niedliche Maus mit eingeschlossen.

Angst Nummer 2 bei den jungen Damen: Einsamkeit. Auf Platz 3 stehen Verlustängste, der weltweite Klimawandel und die Luftverpestung. Junge Single-Frauen haben Angst, einen geliebten Menschen aus der Familie oder aus dem Freundeskreis zu verlieren. Sei es durch Krankheit, Unfall oder Altersschwäche.

Bei den Männern liegt der Fall etwas anders. Mit 21 Prozent rangiert hier die Einsamkeit ganz weit oben auf der Skala. 19 Prozent fürchten, dass ein geliebter Mensch aus dem Leben scheiden könnte. 14 Prozent geben Enttäuschungen an. Zum Beispiel in Sachen Liebe, Ausbildung, Hochschulstudium oder Beruf.

 

Welche Befürchtungen haben Singles ab 30?
Die Hitparade der Zukunfts-Ängste wird sowohl bei Männern als auch bei Frauen angeführt mit der Sorge um das gesundheitliche Wohlergehen. Schon ganze 30 Prozent der Singles Ü30 machen sich Gedanken über erste orthopädische Probleme, die sich in diesem Alter schon einstellen. Sei es nun der Meniskus, der Ischias oder Kreuzschmerzen.

21 Prozent aller alleinstehenden Damen ab 30 haben ihre Panikattacken beim Anblick von Spinnen und Insektenvieh immer noch nicht abgelegt. Muss wohl in den weiblichen Genen liegen. 20 Prozent hegen die Furcht, einen Familienangehörigen (Oma, Opa) zu verlieren.

Bei beiden Geschlechtern nimmt ab 30 die Angst vor zunehmendem Alter deutlich zu. Besonders Frauen machen sich – bei einem Blick in den Spiegel – mehr und mehr Sorgen um erste Falten um die Augenbrauen.

Die Befürchtung, mit steigendem Alter die äußere Attraktivität zu verlieren eskaliert von Jahr zu Jahr immer mehr. Mit 60 kreisen die Frauen-Ängste dann nicht mehr um Schönheit, Übergewicht und Cellulite. Sondern um Einsamkeit und lebensbedrohliche Krankheiten im Alter.

Single-Männer verspüren ab 30 zunehmende Angst vor Vereinsamung. Kein Wunder: der Zug in Sachen Partnersuche ist fast schon abgefahren. Das Gros dieser Altersgruppe lebt in einer Beziehung. Hat schon Familie und Kinder. 25 Prozent der deutschen Single-Männer beschleicht die Furcht, für alle Zeiten allein zu bleiben.

 

Single-Ängste ab 40:
Alterskrankheiten am fernen Horizont

Jetzt endlich haben die Frauen ihre lächerlich anmutende Angst vor Spinnen und Co. größtenteils abgelegt. Kein ängstlicher Blick mehr unters Bett. Nur noch 10 Prozent erleben Todesängste beim Anblick der Insektenkiller.

Bei Männern nimmt im Alter ab 40 die Furcht vor Haarausfall und Krankheiten deutlich zu. 44 Prozent fürchten sich mehr und mehr vor Herzinfarkt, Krebs und Schlaganfall – Erscheinungen, die bei den mittleren 40ern so langsam aber sicher in den Fokus geraten.

Rücken- und Bandscheibenproblemen sind die Geißel von Männern über 40. Die haben in diesem Alter nämlich Hochkonjunktur. Nicht nur bei Bauarbeitern. Sondern genauso bei Büroangestellten, die den ganzen lieben Tag lang auf dem Stuhl sitzen. Und sich oft nicht zum Ausgleichssport überwinden können. Das ist nichts Lebensbedrohliches. Könnte aber im Extremfall zum Verlust der Arbeitsfähigkeit führen.

Single-Frauen haben in den Wechseljahren immer stärker mit ihrem Gewicht zu kämpfen. Abnehmen statt Kaffeekränzchen ist angesagt. Sie beginnen eine Diät nach der anderen. Sie gehen ins Fitness-Studio, um mit Aerobic und Crosstrainer die lästigen Pfunde zu verlieren. Viele Frauen im reifen Alter von 45 fürchten sich davor, mit abnehmender Attraktivität für Männer unsichtbar zu werden.

Nicht wenige Mittvierziger-Singles fangen jetzt schon an, in der Zeitung Todesanzeigen zu studieren. Den einen oder anderen Bekannten unter 50 hat der Sensenmann schon dahin gerafft.

Trotz der Befürchtungen um die eigene Gesundheit hält sich Angst, einen lieben Menschen zu verlieren, überraschenderweise in Grenzen. Nur noch 13 Prozent der Singles im Alter über 40 sorgen sich, dass zum Beispiel die Eltern sterben. Im Alter zwischen 30 und 40 waren es noch 20 Prozent. Bei den meisten haben Oma und Opa schon das Zeitliche gesegnet. 

Die Angst vor dem Alter wird tritt bei Männern und Frauen immer stärker ins Rampenlicht. Waren es bei den Leuten unter 30 nur 11 Prozent. So denken ab 40 schon 16 Prozent aller Singles in immer kürzeren Zeitabständen daran, dass sie schon in der zweiten Lebenshälfte stehen.

Thema Einsamkeit: Noch immer ist man als Single mit 40 allein. Zwar haben viele Leute jetzt schon die Scheidung hinter sich. Doch viele Alleinstehende sind zu unentschlossen für eine neue Beziehung. Oder aber sie stellen horrend hohe Anforderungen an einen Partner. So dass Einsamkeit im Alter abzusehen ist.

Außerdem fangen Leute ab 40 an, über Geld-Angelegenheiten nachzudenken. Während man als junger Single nur Party, Spaß, Wein, Sex, Liebe und Urlaub im Kopf hatte, dreht sich jetzt vieles um die Finanzen. Vor allem in Hinblick auf die Zukunft.

Mit 45 fangen die Leute an, ihre Rentenansprüche und Altersvorsorge zu auszurechnen. Private Rentenversicherung: ja oder nein? Wie soll man sein Erspartes sinnvoll und sicher anlegen? In Hinblick auf die nie ganz ausgestandene Euro-Krise.

Singles über 45 überlegen, wie sie später bei zunehmender Gebrechlichkeit ohne fremde Hilfe den Alltag meistern können: Haushalt, Einkaufen, Arzt-Besuche. Auch Altersheim und betreutes Wohnen sind nicht mehr so unendlich weit weg, wenn man langsam auf die 50 zu steuert.

 

Senioren-Ängste ab 60plus: Krieg ist der Spitzenreiter
Hurra, wer hätte das gedacht? Nun endlich haben Frauen ihre Angst vor Spinnen endgültig ad acta gelegt. Nur noch super-empfindliche 4 Prozent können sich noch immer nicht von dieser Phobie loslösen.

Dafür treten andere Befürchtungen mehr und mehr in den Vordergrund. Rund 50 Prozent der Senioren-Singles 50plus und 60plus machen sie Sorgen um Krankheiten aller Art.

Kein Wunder: durch Rauchen, Alkoholgenuss, mangelnde Bewegung, fettreiche Ernährung und die Abneigung gegen Sport bekommen viele Menschen nun die Rechnung präsentiert:

Herzprobleme, Diabetes, hoher Cholesterinwert. Fettreiche Wurst verengt immer mehr die Blutgefäße. Beim Wandern bergauf wird man immer wieder atemlos. Dazu kommen immer mehr psychische Probleme wie Depressionen und Burn-out-Syndrom.

Auch die Angst vor Einsamkeit im Alter nimmt ab 50 immer mehr zu. 21 Prozent aller Senioren-Singles denken mit Schaudern an das Alleinsein.

Die Kinder sind längst aus dem Haus. Viele Freunde sind schon nicht mehr am Leben. Das Ende des Berufslebens ist abzusehen. Als Rentner wird man den täglichen Kontakt zu den Arbeitskollegen vermissen. So ist es kein Wunder, dass allein lebende Menschen auch jenseits der 55 nochmal versuchen, einen reifen Lebenspartner für den Herbst des Daseins zu finden.

Die Angst, einen lieben Menschen zu verlieren, verliert bei den Singles über 60 seinen Schrecken. Nur noch 7 Prozent bereitet diese Furcht schlaflose Nächte. Hauptgrund für diese Beruhigung: wenn die Eltern nicht mehr da sind, verlieren sich Verlustängste.

Eine kleine Sensation sind die Sorgen älterer Menschen, es könne Krieg geben. Wo wir in Europa doch seit ewigen Zeiten in tiefstem Frieden leben. Wo der Warschauer Pakt schon seit 30 Jahren nicht mehr existiert. Es könnte doch alles so wunderbar sein.

Allerdings verdunkeln sich die Sterne neuerdings immer mehr. Ein Herr Putin provoziert die Ukraine-Krise. Nahost kommt nicht zur Ruhe. Arabische Terroristen machen europäische Städte unsicher. Und ein Präsident Trump will die NATO abschaffen.

Es ist aber wohl nicht nur die Furcht vor einem richtigen Krieg. Vielmehr lassen die Gefahren, die Deutschland durch den islamischen Terrorismus drohen, bei älteren Alleinstehenden Ängste aufkommen.

Bei den Singles um die 30 spielen Gedanken an kriegerische Konflikte überhaupt keine Rolle. Mit zunehmendem Alter rückt dieses Thema aber immer stärker in den Blickpunkt der Zukunftsängste. Immerhin 10 Prozent der Senioren 60plus lassen die schlechten Nachrichten aus Tagesschau und Heute-Journal keineswegs kalt.

Genauso erstaunlich: die Angst vor dem Sterben nimmt bei den Alleinstehenden über 60 deutlich ab. Obwohl der Tod doch nun immer näher rückt. Bei den Damen zwischen 30 und 40 sind es noch 10 Prozent, die Angst vor dem Tod haben – vielleicht mehr um das Ableben ihrer Eltern als über das eigene. Bei den Damen Ü60 nur noch 5 Prozent.

Schade, dass die Umfrage der Singlebörse keine tiefer gehenden Fragen über die Hintergründe gestellt hat. Das wäre sicher interessant gewesen.

Quelle: www.friendscout24.de