Fremdgehen

Ehe in der Krise: wo beginnt das Fremdgehen?

Ab wann ist es Seitensprung?

Fremdgehen scheint In zu sein, stürzt so manche Beziehung und Ehe in eine tiefe Krise. Männer und Frauen setzen die Grenze zum Seitensprung recht unterschiedlich an

Nackt beim Seitensprung. Ehemann und junge Frau bei SexOft rutscht eine Ehe dadurch in die Krise, dass einer der beiden Partner beim Fremdgehen erwischt wird. Oder weil der Verdacht aufkeimt, dass er eine heimliche Sex-Affäre hat.

Die Frage ist nur: wo beginnt eigentlich das Fremdgehen? Spricht man erst dann von einem echten Seitensprung, wenn sich der Partner schon in fremden Betten wälzt?

 

 

Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Die Menschen setzen verschiedene Maßstäbe. Die einen sagen: wenn mein Mann beim Geschlechtsverkehr an den prallen Busen der sexy Nachbarin denkt, dann ist er schon fremdgegangen. Oder wenn er im Supermarkt der Verkäuferin in den Ausschnitt schielt.

Andere meinen: nur wenn meine Frau knallharten Sex mit ihrem Ex oder einem Kollegen hat, würde ich das als Ehebetrug werten. Zwischen diesen beiden Einstellungen liegen Welten. Dazwischen gibt es noch weitere Aktionen, die als Seitensprung mehr oder minder eindeutig eingestuft werden können.

Fast jeder Zweite gibt in Studien zu, er sei im Laufe einer langjährigen Beziehung schon mindestens einmal fremdgegangen. Nicht etwa als kurzer Ausrutscher im Urlaub oder bei der Weihnachtsfeier des Sportvereins. Sondern sie hatten in einer mindestens 4-wöchigen Affäre mehrmals Sex mit einem Fremden.

Die Frage ist: muss daraus zwangsläufig eine Beziehungskrise entstehen? Oder sogar der endgültige KO für eine Ehe?

Für viele ja, für andere nein. Es kommt darauf an, ob emotionale Liebe und Seitensprung-Sex als eine Einheit betrachtet werden oder als 2 verschiedene Paar Schuhe. Nicht zuletzt entscheidet auch die persönliche Schmerzgrenze jedes Einzelnen.

Stelle ich hohe Besitzansprüche an meinen Partner (Monogamie)? Habe ich demzufolge Angst, ihn zu verlieren? Oder bin ich ein selbstbewusster Mensch mit einer gewissen Toleranz in Liebesdingen?

Je nach Einstellung wird man kleinere Spielereien wie Flirts, einen schmachtenden Blick auf Po und nackte Beine als Seitensprung einstufen oder als harmlose Schwärmerei.

Kann man Fremd-Poppen verzeihen? Wird daraus zwangsläufig eine handfeste Ehekrise? Wird sich die Eifersucht so weit steigern, dass es zur Scheidung kommt? Oder wird man sich rächen, indem man sich ebenfalls einen Sexpartner zulegt?

Viel hängt davon ab, ob es ein einmaliger, dummer Fehltritt war: ein One-Night-Stand. Oder ob sich aus dem Auswärtsspiel im fremden Bett eine längere Affäre entwickelt.

Es hängt auch davon ab, wie glaubwürdig der Ehepartner seine erotischen Eskapaden bereut. Ob er schon öfter im fremden Bett seinen Sextrieb gestillt hat.

Ob es zur Scheidung kommt, hängt auch mit der familiären Situation zusammen. Wird man durch eine Trennung sehr viel aufgeben müssen? Was ist mit den Kindern?

Viele Faktoren spielen eine Rolle. Eine allgemein gültige Bedienungsanleitung für den Umgang mit dem Fremdgehen gibt es nicht.

Manche Leute diskutieren darüber, ob es überhaupt natürlich sei, dass sich Menschen in den Industrieländern freiwillig verpflichten, ein Leben lang nur einem einzigen Partner Sex zu haben. Bei Naturvölkern ist das nicht immer so.

Fakt ist: durch freizügige Kleidung und durch die moderne Mediengesellschaft sind die Verlockungen und die Möglichkeiten zum Fremdgehen viel größer geworden als früher. Nur Menschen mit einer sehr starken Liebe und Bindung zum Partner sind gegen Seitensprung-Versuchungen gefeit.

 

Hier gibt es weitere Infos
zu Fremdgehen und Seitensprung

 

Fremd-Sex und die verhängnisvolle Affäre
Worin liegt eigentlich der Reiz beim Fremdgehen? Warum stürzen sich Millionen Deutsche in eine Seitensprung-Affäre? Und somit ins Unglück. Irgendetwas muss es geben, was Menschen dazu verleitet, durch einen neuen Sexpartner die Ehe bzw. Beziehung aufs Spiel zu setzen.

Die Antwort ist ganz klar: es ist der Reiz des Neuen, der uns verrückt macht. Uns den ganz besonderen Kick gibt. Mit einem fremden Partner lernt man neue Sexpraktiken kennen. Man fühlt sich wieder jünger und lebendiger.

Die Formen des unbekannten nackten Körpers sind anders. Die Brüste größer, vielleicht nicht so schlaff. Die Haut fühlt sich anders an und riecht anders. Die Unterwäsche ist erotischer. Der Orgasmus viel geiler.

Diese unbändige Gier aufeinander haben die Eheleute am Anfang der Beziehung wahrscheinlich genauso erlebt. Mit der Zeit ist die Lust jedoch abgestumpft.

 

Seitensprung-Interessenten kennenlernen

 

Was Menschen beim Fremdgehen suchen, ist aber nicht immer nur das Ausleben des Sexualverlangens – bei Männern ist das oft der Fall. Bei Frauen liegt der Fall anders. Bei ihnen spielen emotionale Faktoren eine große Rolle. Viele fühlen sich vom Ehepartner vernachlässigt. So suchen sie in einer Seitensprung-Affäre in erster Linie Aufmerksamkeit, Wertschätzung und körperliche Nähe. Erst in zweiter Linie das geile Sex-Erlebnis.

Das Aberwitzigste, was ich zum Thema „Fremdgehen“ gelesen habe: es soll Agenturen geben, welche gegen Bezahlung die Treue eines Ehepartners testen. Indem sie eine junge hübsche Frau auf einen Mann mittleren Alters ansetzen. Mit der Vorgabe, ihn zum Sex zu verführen.

Sie lässt sich vielleicht ausziehen und von der versteckten Kamera fotografieren. Zum Koitus kommt es aber nicht. Es ist nur ein Test. Seine Frau will wissen, ob er auch in Extremsituationen treu ist.

Umfragen stellen fest
Die Mehrheit der Deutschen kann einen Seitensprung nach wie vor nicht verzeihen. Wer mit einem fremden Partner in die Kiste hüpft, kann gehen. Auch  wenn Alkohol mit im Spiel war, der die Hemmschwelle herabgesetzt, ist und bleibt es ein Ehebruch. Oft mit weitreichenden Konsequenzen.

Ganz besonders schlimm wird es für den Gehörnten, wenn er den Partner auf frischer Tat ertappt. Womöglich noch im eigenen Ehebett. Dann kochen die Emotionen so hoch, dass es überhaupt kein Pardon mehr gibt.

Allerdings sind die Paare in unserer Zeit ein wenig toleranter geworden. Während ein Seitensprung noch vor 20 oder 30 Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer Scheidung endete, sind heute viele Menschen bereit, unter gewissen Voraussetzungen bei einem ONS Nachsicht zu üben.

Die meisten Fremdgänger (80 Prozent) lieben den Ehepartner noch immer. Sie lassen sich nur deshalb zu einem erotischen Abenteuer hinreißen, weil das Liebesspiel zu Hause sie nicht mehr antörnt.

Viele Seitenspringer gehen nicht in die Welt hinaus und suchen bewusst nach einem One-Night-Stand. Dennoch passiert es immer wieder. Denn die Grundlage mit dem langweiligen Sex zu Hause ist schon lange gelegt. Da braucht es nur noch eine günstige Gelegenheit. Und es kommt zum Poppen beim Seitensprung. 

Nur die wenigsten suchen ganz gezielt nach einem neuen Sexpartner. Ab einem gewissen Alter ist der nicht mehr so einfach zu finden. Jenseits der 30 sind die meisten verheiratet. Und nicht ohne weiteres bereit zum Fremdgehen.

Was bleibt also, wenn man nicht ewig suchen möchte? Etwas ältere Seitensprunglustige suchen ihr Glück immer öfter bei speziellen Agenturen im Internet. Dort genau treffen sich verheiratete Menschen, die Lust auf fremde Haut haben.

 

Gilt käuflicher Sex bereits als Fremdgehen?
Zu allen Zeiten sind unbefriedigte Männer ins Bordell gegangen, um sich gegen Geld eine knackige Prostituierte zu gönnen. Junges Frischfleisch, erotisch dargeboten beim Table-Dance oder Striptease, macht auch müde Geister wieder munter.

Auf einer Geschäftsreise lassen sich die Herren vom Escort-Service eine Edelhure kommen. Eine Ehefrau, die vom Partner nicht mehr heiß begehrt wird, bestellt sich einen Callboy, der ihr alle erotischen Wünsche erfüllt. Und ihr das Gefühl gibt, wieder Frau zu sein. Doch wie sieht es nun aus? Ist die Liebe gegen Bares auch Fremdgehen?

Eine Umfrage der Partnervermittlung Parship hat ergeben
Deutsche Ehefrauen verstehen keinen Spaß, wenn der Göttergatte mit einer Nutte Sex hat. Auch nicht, wenn dabei Gefühle überhaupt keine Rolle spielen.

Männer hingegen würde es weit weniger in eine Gefühlskrise stürzen, wenn Frauchen sich bei einem bezahlten Callboy einen Orgasmus holt. Immerhin 15 Prozent der Männer hätten damit keine Probleme. Vielleicht auch mit dem Hintergedanken: dann habe ich ebenfalls freie Bahn für ein Erotik-Abenteuer der besonderen Art.

 

Ist Küssen schon Fremdgehen?
Weit intimer als einen harmloser Flirt sehen deutsche Eheleute Körperkontakte. Das beginnt mit einem harmlosen Schulterklopfen oder über die Backe streicheln. Setzt sich fort in einem kleinen Kuss auf die Wange. Und mit richtigem Küssen mit Zunge. Das schließlich in einer wilden Knutscherei und erotischem Gefummel unter dem Pullover ausarten kann.

Doch ist das alles schon Vertrauensbruch? Auch hier scheiden sich die Geister. Das Küssen kann aus einem spontanen Verlangen heraus entstehen. Danach passiert gar nichts mehr.

Ich denke, jeder von uns hat das schon erlebt. Bei der Betriebsfeier hat man dem Alkohol gut zugesprochen. Die eindeutigen Blicke der Kollegin stacheln die sexuelle Fantasie des Mannes an.

Schnell lässt man sich in einer dunklen Ecke zum Küssen und Knutschen hinreißen. Sieht ja niemand. Was aber, wenn doch? Wenn am nächsten Tag der neidische Kollege den Ehepartner anruft. Und ihm die Geschichte brühwarm serviert.

Eine Umfrage von Parship bringt auch hier
unterschiedliche Betrachtungsweisen an den Tag

60 Prozent aller Frauen würden den Weg zum Scheidungsanwalt gehen, wenn sie ihren Mann beim Küssen oder Fremdknutschen erwischen. Männer sehen das gelassener: gut jeder Zweite würde diese Art von Fremdgehen nicht unbedingt als Trennungsgrund ansehen. Schließlich handelt sich nicht um echten Sex.

Diese Prozentzahlen machen deutlich: ein Großteil der Deutschen beurteilt schon das Küssen eines fremden Menschen als Seitensprung. Wobei man differenzieren muss zwischen Küssen mit erotischer Leidenschaft (Kuss mit offenen Lippen). Und einem relativ harmlosen Freundschafts-Schmatzer auf die Backe. Leider hat die Umfrage diesbezüglich nicht genau nachgefragt.

 

Flirten
Singles haben ein superschönes Leben. Sie können flirten wie sie Lust und Laune haben. Wenn ein Ehemann hingegen auf einer Party mit einer hübschen Lady zu schäkern anfängt, reagiert die Partnerin mit Eifersucht. Auch wenn wir uns noch so weltmännisch und tolerant geben: irgendwie gehört dieses Gefühl für viele zur Liebe dazu.

Es gibt Menschen, die stürzt schon das Flirten des Partners in die Krise. Weil sie das Lächeln, die Blicke und die Wortspielereinen mit einer anderen Person schon als Fremdgehen werten. In der Vorstellung des Eifersüchtigen ist der Partner gedanklich schon beim Sex. Warum sonst sollte man sonst überhaupt flirten?

Der Leidende malt sich in seiner Fantasie die Situation aus: wenn er oder sie in nächster Zeit eine günstige Gelegenheit erwischt, wird er mit dieser Person, die er jetzt anbaggert, Sex haben.

Treue-Studien dokumentieren
Nur 10 Prozent halten es für Fremdgehen, wenn der Partner auf einer Party mit einem anderen flirtet. Der Flirt ist also eine relativ harmlose Geschichte. Man muss zwar mit etwas Eifersucht, nicht aber mit einer ernsthaften Ehekrise rechnen.

Beim Flirten zu berücksichtigen ist, wie intensiv und mit welchen zweideutigen Sprüchen geturtelt wird. Noch schlimmer wird es, wenn zum Flirten noch leichte Körperkontakte oder eine herzliche Umarmung hinzukommen.

 

Kleinere Fremdgeh-Delikte
Eifersucht kann manchmal krankhafte Formen annehmen. Manche Leute macht es schon rasend, wenn der Ehepartner einem Fremden ein Lächeln schenkt.

Aber Hallo! Geht’s noch? Grundlage dieser Eifersucht ist eine tiefe innere Unsicherheit und Verlustangst. Vielleicht treiben erst diese Wutausbrüche den Partner zu einem Ausflug in fremde Betten.

Schon eher verständlich ist das Unbehagen, wenn sich eine fremde Frau einfach auf den Schoß eines Mannes setzt. Obwohl noch andere Sitzplätze vorhanden sind. Das kann unbedacht geschehen. Oder aber auch, um den Mann zu reizen. Und auf sexuelle Gedanken zu bringen.

Ebenso schlimm: wenn Ihnen zufällig das Handy des Partners in die Hände fällt. Wenn Sie dort erotische Flirt-SMS oder gar Nacktbilder sehen.

Wobei dieser Vorgang nicht zwangsläufig bedeutet, dass die heiße Sehnsucht auf Sex auf Gegenseitigkeit beruht. Vielleicht hat Ihr Partner einen verliebten Schwarm, dem es Spaß macht, erotische Mails zu verschicken.

Bedenklich wird es, wenn ein verheirateter Mann einer bildhübschen Dame gierige Blicke zuwirft. Wenn er sie mit seinen lüsternen Augen auszieht. Das ist sicher kein Kavaliersdelikt mehr. Sondern deutet darauf hin, dass etwas oberfaul ist in der Beziehung. Zumindest auf dem sexuellen Sektor.

Seine Ehefrau wird es vielleicht nicht direkt als Fremdgehen ansehen. Mit Sicherheit sollte sie sich aber Gedanken machen, warum ihr Schatz so empfänglich ist für Erotik-Reize aus der Umwelt.

War er es schon immer? Oder erst in letzter Zeit? Stört es ihn noch nicht einmal, dass Sie ihn beobachten, während er sich das Mädchen nackt oder in Strapsen vorstellt?

Den Spieß kann man natürlich auch rumdrehen: Auch abenteuerwillige Frauen sollten einem Ehemann zu denken geben.

 

Sexuelle Untreue durch pornografisches Material?
Es ist ganz normal, dass im Laufe einer Ehe die sexuelle Lust auf den Schatz nachlässt. Nach 2 Jahren ist der Glanzlack ab. Der Reiz des Neuen ist verflogen. In späteren Zeiten lässt die sexuelle Begierde oft ganz nach. Man arrangiert sich, indem man nur noch wenige Male im Monat Sex hat.

In dieser Situation denkt so mancher darüber nach, sich den Appetit aufs Poppen woanders zu holen. Männer neigen zu Pornofilmen. Zum Beispiel bei YouTube, Red Porn usw. Frauen tendieren eher zu erotischen Büchern mit schönen Aktbildern.

Wenn beide Eheleute mit solchen Hilfsmitteln das sexuelle Feuer gemeinsam neu anfachen, dann ist alles okay. Was aber, wenn einer von beiden die Sache engstirnig sieht. Und dem Partner gedankliches Fremdgehen vorwirft?

Die Studie der Partnerbörse Parship belegt
Die meisten Frauen kriegen die Krise, wenn sie merken: er kuckt sich am Computer Nacktbilder oder Sexfilme mit jungen Frauen an. Wenn er nur noch durch einen Pornostreifen auf Touren kommt, kann es vorkommen, dass sie grundsätzlich Nein sagt zum ehelichen Sex. Dass sie irgendwann mit dem Gedanken spielt, sich einen neuen Ficker zuzulegen. Der ihre weiblichen Qualitäten zu schätzen weiß.

Männern ist es in der Regel piep-egal, ob die Partnerin Erotikbücher liest. Oder sich durch Bilder antörnen lässt. Hauptsache: sie bekommt Lust aufs Vögeln.

 

Kopfkino: Fremdgehen in Gedanken?
Mann und Frau sind seit 10 Jahren verheiratet. Der Sex läuft cool ab wie Zähneputzen. Alles ist Routine, alles schon 200 mal da gewesen.

Die Frau hat den Verdacht, dass der Göttergatte gar nicht richtig bei der Sache ist. Zwar küsst er ihr die Brustwarzen. Mit den Gedanken ist er aber bei den appetitlichen Möpsen seiner jungen Kollegin. Die ihm neulich auf der Geburtstagsparty geile Blicke zugeworfen hat.

Kommt er nur noch dann richtig in Fahrt, wenn sich in seinem Kopf sexuelle Fantasien abspielen? Hat er eigentlich gar keine Lust mehr auf Sex mit ihr? Kommt er nur noch dann zum Orgasmus, wenn er sich beim Bumsen eine andere hübsche Frau vorstellt? Solche Dinge können für die Ehefrau ganz schön deprimierend sein.

Wenn ihr kein Ausweg einfällt aus diesem Dilemma, könnte sie versucht sein, sich den Verlockungen anderer Männer hinzugeben. Die gibt es natürlich immer irgendwo. Was diese Art von „Fremdgehen“ (wenn man es so nennen will) von anderen unterscheidet: es lässt sich nicht beweisen. Keiner kann Gedanken lesen. Auch wenn wir es uns manchmal einbilden.

Wenn Sie den Verdacht haben: das Sexleben steckt in einer tiefen Krise. Dann besteht die Möglichkeit auszubrechen. Sie können versuchen, neue Wege zu gehen. Das können so einfache Dinge sein wie neue Sexstellungen auszuprobieren. Oder sich an ungewöhnlichen Orten seiner Lust hinzugeben. Oder man holt sich Appetit bei Pornofilmen. Ist das wirklich so an anstößig?

Im Extremfall könnte der der Besuch eines Swingerclubs zwecks Partnertausch dem ehelichen Sex neue Impulse verleihen. Erlaubt ist alles, was hilft. Und was für beide Partner akzeptabel ist.

Umfragen belegen:
Fast jede zweite Frau betrachtet es schon als Seitensprung, wenn Herrchen im Verdacht steht, im Bett an die sexy Ausstrahlung anderer (auch virtueller) Frauen zu denken. Sie fühlen sich verletzt und minderwertig. Also sind Männer gut beraten, geheime Fantasien für sich zu behalten.

Was ist, wenn die Frau beim Poppen an ihren traumhaften Adonis denkt? Zwei von drei Männern macht das nicht viel aus. Weil sie es vielleicht ebenso handhaben. Warum sollte man der Partnerin nicht das gleiche Vergnügen gönnen?

Man kann über dieses Thema „Fremdgehen und erotische Fantasien“ geteilter Meinung sein. Eine berühmte Psychologin meint dazu – übrigens keine verknöcherte Oma, sondern eine attraktive Frau:

Es macht keinen Unterschied, ob wir dem Partner durch richtigen Sex oder durch erotische Vorstellungen untreu werden. In beiden Fällen suchen die Unzufriedenen bei Fremden die Erfüllung ihrer Wünsche. Weil es in der Beziehung nicht mehr möglich erscheint.

Nach diesem Statement zu urteilen ist es egal, ob wir wirklich Sex mit einem Fremden haben oder nur davon träumen.

 

Offene Beziehung und Seitensprung
Es gibt Ehepaare, die treffen Arrangements bezüglich des Fremdgehens. Da werden genaue Absprachen getroffen, was sein darf und was nicht. So ist man damit einverstanden, wenn der Partner Sex mit einer fremden Person hat.

Man nimmt die eheliche Untreue bewusst in Kauf. Allerdings unter der Bedingung, dass es sich um eine rein sexuelle Affaire handelt. Bei der die emotionale Liebe nicht angetastet wird.

Der Seitensprung-Sex wird von diesen Paaren tolerant gehandhabt. Nicht nur bei besonderen Anlässen – wie in der Karnevalszeit. Das Wort „Fremdgehen“ existiert für diese freizügigen Paare nicht. Dieses Spiel funktioniert aber nur so lang, wie sich die Eheleute an feste Vereinbarungen halten.

Die Statistik lügt nicht
Offene Beziehungen sind extrem selten. Die meisten Deutschen wünschen sich eine feste Partnerschaft, in der Treue unabdingbar ist. 

Am ehesten gibt es offene Beziehungen noch in Randgebieten der Gesellschaft. Bei Künstlern, Prominenten, Schauspielern oder bei den Superreichen. Eine der berühmtesten offenen Beziehungen zwischen Otto Waalkes und der viel jüngeren Eva Hassmann ist übrigens in die Brüche gegangen.

Bleibt am Schluss die Frage: wie soll man damit umgehen, wenn der Ehepartner fremdgegangen ist? Soll man die Krise aussitzen, es verdrängen? So tun, als sei nichts geschehen.

Soll man ihn in wütenden Eifersuchtsszenen zur Rede stellen? Soll man die Koffer packen. Endgültige Trennung oder Trennung auf Zeit? Oder soll man seine Wut beim Joggen verrauchen lassen. Um dann in einer relativ entspannten Atmosphäre intensive Gespräche zu führen. Um die Ursachen des Seitensprunges zu ermitteln.

Auch dafür gibt es keine allgemeingültige Formel. Jede Situation ist individuell. Viele Menschen bringen es nicht übers Herz, einen Kuss, einen One-Night-Stand oder eine längere Affäre zu verzeihen. Bei anderen ist die Liebe zum Partner trotz des Ausrutschers so stark, dass sie um die Ehe kämpfen.