Single-Urlaub

Bahn.de: mit dem Zug in den Urlaub

Tipps fürs Reisen mit der Bahn

Wer mit dem Zug in Urlaub fährt, kommt in der Regel entspannt, rasch und mit gutem Gewissen am Ziel seiner Reise an. Denn Bahnreisen sind gegenüber dem Autoverkehr umweltfreundlich und fast klimaneutral.

Allerdings sollte man ein paar Dinge beachten, damit der Trip mit dem Fernzug oder Regio wirklich angenehm verläuft. Hier meine Tipps fürs Buchen und für optimale Verhaltensweisen im Bahnbereich.

 

Billiger Urlaub:
mit der Bahncard bzw. Senioren-Bahncard

Bahn.de unterscheidet zwischen der Bahncard 25 und Bahncard 50. Im ersten Fall spart man ein Viertel des regulären Preises, im zweiten Fall die Hälfte. Bahncards lohnen sich für Vielreisende. Wer ständig mit dem ICE unterwegs ist, für den könnte sich sogar die Bahncard 100 rechnen, mit einem Kostenpunkt von 4.000 Euro und mehr.

Aber auch wer nur selten mit dem Zug fährt, sollte überlegen, ob sich die Reisekosten-Senkung per Bahncard zu einem relativ weit entfernten Ziel vielleicht rentieren könnten. Zum Beispiel von Bayern an die Nordsee oder vom Saarland aus nach Rügen.

Vergünstigungen gewährt Bahn.de für größere Reisegruppen, für Frühbucher, Wochenend-Tickets, für Senioren ab 60 und für Kinder unter 6 Jahren. Ferner gibt es Rabatte für Vielreisende, die im Bonusprogramm der Deutschen Bahn fleißig Punkte sammeln. Wenn Jugendliche bis 14 mit in den Urlaub fahren, ist das für die kostenfrei. Dazu müssen sie aber auf der Fahrkarte der Eltern bzw. des Alleinerziehenden vermerkt sein.

Fernreisende bekommen ab 100 Kilometer das City Ticket inklusive. Es berechtigt zur kostenlosen Nutzung des Personennahverkehrs am Urlaubsort. Bis zum Hotel wohl gemerkt und noch für den gleichen Tag. Aber nicht länger.

Um die Reisekosten für deutsche oder internationale Reiseziele zu optimieren, stellt die Webseite von Bahn.de einen Sparpreis-Finder und eine Bestpreissuche zur Verfügung. Dort kann man verschiedene Eingaben testen, um letztendlich einen günstigen Preis zu erzielen.

Denkbar wären folgende Auswahlkriterien: keine Direktverbindung, keine schnelle Zugverbindung (ICE), sondern DB Regio. Bahnfahrt mitten in der Woche, mit dem Frühzug, nicht zugebunden usw. Wer solche Unbequemlichkeiten in Kauf nimmt und auf die Platzreservierung verzichtet, kann sehr günstig mit der Deutschen Bundesbahn verreisen.

Eine weitere Möglichkeit, ein paar Euro zu sparen: verlegen Sie die Reisetage mit der Bahn außerhalb von Wochenenden, Feiertagen und außerhalb des Berufsverkehrs: auf den frühen Morgen oder Abends nach 18 Uhr. Dann lässt es sich auch viel angenehmer reisen, weil die Züge nicht so voll sind und nicht ständig die nervigen Smartphones klingeln.

 

Ratschläge für die Reservierung des Sitzplatzes
Wer im Fernzug einen guten Sitzplatz für sich haben möchte, kann sich bei der Ticket-Buchung einen freihalten lassen – auch in Anschlusszügen. Der betreffende Platz ist im Zug deutlich markiert. Kein anderer Bahngast ist berechtigt, sich dorthin zu setzen. Eine Reservierung ist besonders dann anzuraten, wenn man in den Berufsverkehr kommt.

Die Familie will bei der Anreise zum Urlaub natürlich zusammen bleiben. Also muss das im Buchungsvorgang berücksichtigt werden. Ferner besteht die Möglichkeit, sich für seine Fernreise einen Platz mit Elektroanschluss zu besorgen. Damit man in den vielen Stunden, die man unterwegs ist, den Handy-Akku aufladen kann.

Ärgerlich ist es, wenn man im Abteil mehr als eine halbe Stunden stehen muss, bis am nächsten oder übernächsten Bahnhof genügend Berufspendler aussteigen. Bei solchen Aussichten macht es nur wenig aus, dass die Sitzplatz-Reservierung ist nicht kostenlos ist.

Auf der Webseite Bahn.de erfährt man Näheres über den Aufschlag für Einzelpersonen (ca. 5 Euro) und Familien (ca. 10 Euro),. Wer sich das Geld für die Platzreservierung sparen möchte, sollte auf jeden Fall früh genug am Bahnsteig präsent sein. Und bei der Einfahrt des Zuges schnell die Einstiegstür erreichen.

 

Tipps fürs Festlegen der Reisestrecke
Optimal wäre es, wenn man vom Heimatbahnhof aus durchfahren kann bis hin zum Urlaubsziel in Bayern, Norddeutschland, an der Ostsee oder in einem deutschen Mittelgebirge. Da direkte Verbindungen oft nicht möglich sind, sollte der Bahnfahrer bei der Reiseplanung unvermeidliche Umsteigezeiten beachten. Vor allem im Anfangs- und im Endbereich des Trips kann es nötig werden, an einem größeren Hauptbahnhof in einen Intercity umzusteigen bzw. diesen in Richtung Regionalzug zu verlassen.

Das Schleppen des Reisegepäcks wird das Umsteigen verlangsamen. Außerdem muss man immer Zugverspätungen einkalkulieren. Wer stressfrei anreisen möchte, sollte beim Studieren des Fahrplans für jedes Umsteigen 20 Minuten rechnen, im Zweifelsfall lieber noch etwas mehr. Das ist in jedem Fall besser, als den Anschlusszug zu verpassen und alles durcheinanderzuwirbeln.

 

Das Reisegepäck zum Bahnhof bringen lassen
Den Koffer ins Auto zu packen oder in der U-Bahn mit sich herumzuschleppen, kann den Einstieg in den Urlaub fürs erste schon mal vermiesen. Bequemer ist es, wenn man Hermes oder DHL beauftragt, das Reisegepäck zur Bahn zu bringen.

Noch komfortabler ist es allerdings, wenn der Bahnreisende per Kurierdienst die Koffer gleich an den Urlaubsort verschicken lässt. Dann braucht man sich keinen Kopf zu machen, wo man das Gepäck im Zug unterbringt. Es wird auch nichts beschädigt oder gestohlen. Handgepäck und Trolleys darf man im Abteil bei sich behalten. Für Koffer stellt die Bundesbahn separate Gepäckzonen zur Verfügung.

 

Genügend Bewegungsfreiheit im Zug
Große Menschen, die mit der Bahn in Urlaub fahren, haben manchmal das Problem, dass ihre Beine eingezwängt sind. Was ist zu tun? Wer an der Mittelreihe sitzt, kann die Beine ein wenig in Richtung des Gangs ausstrecken. Einen solchen Platz kann man sich bei der Buchung der Bahn-Fahrkarte reservieren lassen. Eine andere Alternative wäre ein Ticket für die Erste Klasse. Dort ist generell etwas mehr Platz, um die Füße auszustrecken.

 

Den Ruhebereich im Zug nutzen
Ähnlich wie im Saunarium befinden sich in manchen Fernzügen spezielle Ruhewaggons. Dort sitzen in der Regel Geschäftsreisende, die im Zug ungestört noch ein paar Unterlagen durcharbeiten wollen. Aber auch Urlaubsreisende, welche relaxt am Ferienort ankommen möchten.

Solche Ruhewagen sind extra markiert mit einem Symbol „Psst“/ Zeigefinger auf dem Mund. Handygespräche und Musik hören ist verboten. Im Ruheabteil wird man nicht belästigt durch laute Unterhaltungen von Kindern, jüngeren Leuten oder Gruppenreisenden.

 

Nachtfahrten bei Bahn.de
In der Regel fährt man morgens nach dem Frühstück los und kommt am Nachmittag am inländischen Reiseziel an. Es kann aber auch Ausnahmen von dieser Regel geben. Außerdem erfordern Urlaubsreisen mit der Bahn ins Ausland längere Reisezeiten. Dann könnte es möglicherweise zu einer Nachtfahrt kommen.

Wer immer und überall schlafen kann, für den ist das kein Problem. Er sollte bei der Sitzplatz-Reservierung auf genügend Beinfreiheit achten. Und vor allem, dass der Platz sich in Abteilmitte befindet. Hält der Zug nachts an, dann hört man dann weniger von den Einstiegsgeräuschen.

Schlafempfindliche Leute oder solche mit Schlafstörungen sollten sich besser einen Platz im Schlafabteil des Fernzugs reservieren lassen. Den gibt es in verschiedenen Luxusausführungen. Je nachdem, ob man allein oder zusammen mit 3 oder 4 anderen Passagieren nächtigen möchte. Auf Bahn.de findet man auch Angebote für spezielle Damen-Schlafzimmer.