Weltfrauentag in Moskau: ist die Russin gleichberechtigt?

Russische Frauen:
wie gleichberechtigt sind sie?

Der Weltfrauentag ist für Frauen in Moskau ein Feiertag.
Für die Russin spielt Emanzipation keine Rolle.
Das macht sie für viele deutsche Männer so attraktiv

Russin aus Moskau auf der Suche nach einen Mann

Weltfrauentag: Moskau im Ausnahmezustand
Unter dem Einfluss von Sozialistinnen hat sich Anfang des 20. Jahrhunderts
der Internationale Frauentag gebildet. Nach der Revolution hat die Sowjetunion diese Tendenz aufgegriffen. Nicht etwa aus reiner Menschenfreundlichkeit.
Sondern weil man russische Frauen als wertvollen Genossen in den Fabriken,
im Staatsdienst und auf Kolchosen brauchte.

Der Frauentag wurde von der UdSSR offiziell zum Feiertag erklärt.
Die Gleichberechtigung der Frau ist nicht von der Basis her entstanden.
Sondern wurde vom Regime befohlen: zuerst von Lenin, später von Stalin.
Am Ende von deren Nachfolgern. Das ist mit ein Grund dafür, dass der
Emanzipationsgedanke sich niemals wirklich in den Köpfen der Russinnen
verankern konnte. Das Rollenbild der Frauen in Russland war und ist
zu allen Zeiten traditionell geprägt: der Mann ist der Boss.
Die Frau sorgt sich um Kinder, Haushalt und Familie.

Doch immerhin kam die Russin in der Sowjetunion in den Genuss gewisser Rechte:
Offiziell galt die Frau als gleichberechtigt. Ihre Ausbildung wurde gefördert.
Russische und ukrainische Frauen konnten zur Uni gehen.
Es gab Kindertagesstätten. Die Frauen waren vor sexuellen Übergriffen geschützt:
zumindest in den Betrieben und auf den Straßen.

Nach dem Sturz von Gorbatschow hat sich das Bild grundlegend geändert.
Unter Jelzin und Putin wurde die Frau zum Mensch zweiter Klasse degradiert –
ein Rückschritt fast in die Zarenzeit. In der Politik hatte die Russin noch nie
eine Chance gehabt. Ein weibliches Staatsoberhaupt wie Angela Merkel wäre
im Kreml in 1.000 Jahre noch nicht möglich.

 

Frauen aus Moskau im Web treffen

 

Was noch weit schlimmer ist: im Arbeitsleben des modernen Russland werden
die Frauen grob benachteiligt. Die Löhne sind viel schlechter als die der Männer.
Sie sind die ersten, denen eine Kündigung ausgehändigt wird.
In vielen Jobs dürfen Frauen überhaupt nicht arbeiten. Sie werden von Vorgesetzten
schikaniert und zu sexuellen Handlungen erpresst.

Der Frauentag am 8. März ist in Moskau gewiss kein Datum, das an den Kampf
der Frauen um mehr Rechte erinnern soll. Er ist ein Feiertag – vergleichbar
mit dem Muttertag in Deutschland. Junge und alte Frauen, Mutter, Großmutter
und Tochter: sie alle werden am Internationalen Frauentag scheinheilig für das
entschädigt, was sie an den restlichen 364 Tagen durchmachen müssen.
Es ist ein alibihaftes Dankeschön für das, was sie Tag für Tag leisten.
Denn insgeheim wissen die Männer:
Frauen bilden in Russland das Rückrat der Gesellschaft.

In der Woche vor dem Weltfrauentag sind die Straßen und Marktplätze
von Moskau und St. Petersburg geprägt von fahrenden Händlern.
An ihren Ständen verkaufen sie Blumensträuße, Geschenke, Parfüm und sonstige
Artikel. Russische Männer lassen sich den Frauentag etwas kosten.

Am 8. März selbst wird nicht gearbeitet in Russland.
Egal, wohin eine Russin an diesem „Feiertag“ unterwegs ist: überall wird ihr
Hochachtung entgegen gebracht. Sie wird zum Weltfrauentag beglückwünscht.
Sie bekommt Geschenke, Rosen und Pralinen. Nicht nur vom eigenen Partner.
Die Männer werden nicht müde, die Damen mit Sprüchen zu loben.
Partystimmung, wohin man sieht.
An Frauenrechte jedoch denkt an diesem Tag kein Mensch.
In der heutigen Zeit ist Russland von einer Gleichberechtigung der Frauen
so weit entfernt wie der Saturn vom Mond.

 

Russische Frauen als pflegeleichte Ehepartnerin
Viele deutsche Männer haben eine Schwäche für sehr weibliche Frauen.
Wie sie eine Russin nun einmal verkörpert. Für Mädels, die noch nicht verdorben
sind vom Emanzipationsgetue der westlichen Frauenwelt. Oft wird in den
europäischen Medien und im Internet die Russin als Sexkanone hingestellt.
Sie trägt hohe Stiefel oder Pumps. Sie hat ein perfektes Make-up und rote Lippen.
Sie trägt betont weibliche Kleider mit tiefem Ausschnitt.
Und einen knappen Minirock. Gleichzeitig vermittelt sie den Eindruck
einer liebesbedürftigen, kuscheligen Frau.

In der Fantasie vieler deutscher Männer gilt die Russin als die ideale Frau
für die Beziehung. Weshalb diese Herren auch gern im Internet
russische Frauen suchen. Es sind keineswegs nur zu kurz gekommene Männer,
die sich ein russisches Mädchen als Partnerin vorstellen könnten.
Angewidert oder frustriert von eingebildeten deutschen Damen, wagt auch der
Durchschnittsmann immer öfter einen Blick in Richtung Osteuropa.
Dazu tragen sicher auch Erfahrungen und Bekanntschaften in Deutschland bei.
Viele Frauen aus Moskau und St. Petersburg leben ja mittlerweile hier.

Mit Sicherheit ist das Klischee von der pflegeleichten, männerhörigen Russin –
wie die Grünen-Politikerinnen sie abschätzig betiteln – nicht aufrecht zu erhalten.
Auch russische Frauen haben Ecken und Kanten.
Und feste Vorstellungen von einem idealen Leben und guten Lebenspartner.
Sie sind alles andere als schwach und willenlos.

Trotzdem besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen einer Frau aus Moskau
und einer aus Berlin. Immer noch, möchte man sagen.
Wie sich die Russin in Zukunft entwickeln wird, hängt nicht zuletzt auch von den
politischen Verhältnissen ab. Momentan steht zu befürchten, dass die Reise
eher rückwärts geht statt nach vorn.

 

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Alltag und Stellung der Frauen in Moskau und Russland

Pflegefall russischer Mann
In Putins Gesellschaft gibt es schätzungsweise 10 bis 15 Prozent mehr Frauen
als Männer. Während Iwan und Alexander im Durchschnitt mit 59 Jahren
das Zeitliche segnen, bringen es Olga und Natascha auf stattliche 73 Jahre.

Die riskante Lebensart der Russen trägt viel zur Frühsterblichkeit bei:
sie konsumieren Alkoholika (Wodka) in Übermaßen.
Sie arbeiten unter harten, unfallträchtigen Bedingungen.
Viele Männer in Russland und in der Ukraine sind den Drogen verfallen.
Sie stecken sich mit Geschlechtskrankheiten an (Aids). Sie kommen als Kriminelle
ums Leben. Aus Verzweiflung begehen sie Selbstmord.

Russische Männer ernähren sich fettreich und total ungesund.
Wellness, Sport, Fitness- und Gesundheitsbewusstsein wie in Deutschland
spielen in Russland überhaupt keine Rolle.
In der Vorstellung von Russen ist das etwas für Schwächlinge.
Ein russischer Mann ist ein ganzer Kerl. An solche Fisimatenten verschwendet er
keine Gedanken. Doch die menschliche Natur lässt sich nicht überlisten.
Früher oder später muss er für sein gesundheits-feindliches Verhalten büßen.
Also rafft der Tod russische Männer früher dahin als in allen anderen
Ländern Europas.

Probleme russischer Frauen
Während viele Russen über ihr ach so schweres Leben lamentieren.
Und dabei immer tiefer in die Flasche kucken.
Sind die Mädels in der Regel Kämpfernaturen. Zum Jammern bleibt gar keine Zeit.
Sie müssen Geld verdienen, um die Familie zu unterstützen.
Das Leben der Russinnen ist alles andere als einfach. Erst recht dann, wenn sie
als Geschiedene ohne das Zweiteinkommen eines Mannes auskommen müssen.

Ein anderer Aspekt, der zum Alltag der russischen Frau gehört, ist die sexuelle
Diskriminierung. Da sie quasi als Mensch zweiter Klasse gilt, finden sowohl
die Medien als auch die Männer nichts dabei, eine Frau als Lustobjekt anzusehen.
In den Betrieben ist sexuelle Belästigung an der Tagesordnung.
Wobei man den Begriff in Russland sicher um einiges freizügiger auslegt als hier
bei uns. Doch es kommt noch schlimmer.
Aus den Kaukasus-Republiken von Putins Reich kommen Nachrichten:
Väter bestimmen, wen die Tochter heiraten muss. Wie in der Türkei.

Ein weiterer Gesichtspunkt, der zeigt, wie weit Russinnen sogar in Moskau
und St. Petersburg von der Gleichberechtigung entfernt sind:
nicht wenige von ihnen werden regelmäßig Opfer häuslicher Gewalt.
Der Mann hat das Recht, sie zu verdreschen.
Wo kein Kläger ist, dort gibt es keine Anklage. Damit wäre die russische Polizei
auch total überfordert.

Viele Mädels erdulden die Prügel mit einer Engelsgeduld.
Nach dem Motto: „Solange er mich schlägt, liebt er mich“.
Mann sollte es nicht für möglich halten! Doch solche Sprüche hört man öfter.
Frauen, die sich das nicht gefallen lassen wollen, müssen die Scheidung einreichen.
Ab einem gewissen Alter haben sie nur noch eine einzige Chance, nochmal einen
Partner zu finden: sie suchen einen Mann aus dem Westen. Da der auf den Straßen
nicht so ohne weiteres zu finden ist, setzen sich an den Computer.
Und versuchen bei Kontaktbörsen oder Partnervermittlungen ihr Glück.
Im eigenen Land kräht kein Hahn mehr nach einer Frau über 35 oder 40.

Was bedeutet der Frauenüberschuss für die Russin?
Im Grunde genommen sind viele Frauen in Putins Staat vom Leben desillusioniert.
Jung haben sie geheiratet. Jung haben sie Kinder bekommen.
Doch allzu oft stellt sich der Göttergatte nach einiger Zeit als Niete heraus:
er fängt an zu trinken oder zu spielen. Er verliert seine Arbeit.
Er muss finanziell mit durchgeschleppt werden. Um Haushalt und Kochen
kümmert er sich eh nicht: das machen doch nur Waschlappen-Männer.

Die russische Scheidungsrate ist noch viel höher als in Deutschland. Lieber allein
leben, als sich jeden Tag vom sturztrunkenen Ehegatten verprügeln zu lassen.
Da es in Russland relativ wenige ehetaugliche Männer gibt,
bleibt die Neu-Geschiedene oft allein. Dann muss die Russin Stärke beweisen,
will sie über die Runden kommen. An eine neue Beziehung ist nicht zu denken.
In Moskau und Kiew schnappen sich junge sexy Dinger die besten Männer weg.
Die Älteren haben das Nachsehen.

Wen wundert es, dass in dieser Situation so manche Russin auf den Gedanken
kommt, einen Mann zum Heiraten im Ausland zu finden. Männer aus dem Westen
gelten als zuverlässige Partner für eine Ehe. Sie saufen nicht so viel,
sie haben eine Arbeit und meistens gesicherte finanzielle Verhältnisse.
Sie tragen gern Verantwortung.
Und sind berechenbarer als ein russischer Alkoholvernichter.

 

Frauenrechte in Russland heute: leider Fehlanzeige!
Karriere-Frauen sind in der Minderheit. Hoch gebildet, Top-Beruf, totaler Ehrgeiz:
so manche Russin hat den Aufstieg in eine Spitzenposition gepackt.
Das sind starke unabhängige Mädels, die im Job nicht nur ihren Mann stehen.
Sondern leitende Funktionen bekleiden. Sie arbeiten als Arzt, als Ingenieur,
als selbstständige Unternehmer oder als Bankdirektorin.
Manche haben es zu Millionenvermögen gebracht.

Auch diese Karriere-Frauen haben mit der Gleichberechtigung nicht viel im Sinn.
Sogar bekannte intellektuelle Russinnen äußern sich im Fernsehen sehr negativ
gegen den Feminismus in westlichen Ländern.
Emanzipation ist bei fast allen russischen Frauen ein Schimpfwort.
Denn eine Frau hat Frau und Mutter zu sein.
Eine Emanze wie Alice Schwarzer würden sie zum Teufel jagen.
Blickt man in die Statistik, dann sieht man:
nur ein geringer Prozentsatz der Russinnen hat Ambitionen in Richtung
Gleichberechtigung. In erster Linie noch in den großen Metropolen Moskau,
Kiew, St. Petersburg und Wolgograd.

Die Masse aller Frauen haben trotz guter Qualifikationen billig bezahlte Jobs:
in Fabriken, als Putzfrau, in Krankenhäusern oder in Büros.
Vielleicht auch mal in der Verwaltung.
Die Rechte der Frauen sind überall beschnitten.
Doch wirklich wehren tun sie sich nicht dagegen.
In der russischen Machogesellschaft wäre das auch nicht einfach.
Fakt ist:
in Zeiten des Kommunismus war die Russin mehr gleichberechtigt als heute.
Nach Gorbatschows Perestroika hat sich vieles zum Nachteil verändert.

 

Emanzipation und traditionelles Rollenbild
Wie weit sich die Einstellungen von Frauen aus Russland und Deutschland
unterscheiden, sieht man an folgender Tatsache:
Während deutsche Mädels im Alter von 30 so langsam mal ans Heiraten denken,
feiern junge Russinnen schon mit Anfang 20 Hochzeit. Die Russin hat einen stark
ausgeprägten Kinderwunsch. Möchte unbedingt Nachwuchs in die Welt setzen.
Und zwar frühzeitig.

Im Idealfall ist der Erzeuger ein Kandidat für eine lange Ehe.
Oft ist es aber so, dass es nach ein paar Jahren zur Scheidung kommt.
Generell sehen Frauen in Russland den Mann nicht als Versorger.
Sondern in erster Linie als Vater für ihre Kinder an.
Mit einer späteren Trennung muss sie von Anfang an rechnen.
Eine Frau, die mit 25 noch nicht verheiratet ist, wird in Russland schief angesehen.

Sogar erfolgreiche Karrierefrauen aus Moskau und St. Petersburg lassen sich
von diesem Gedankengut leiten. Auch sie bringen überhaupt kein Verständnis auf
für die Emanzipationsbewegung in der westlichen Welt.
Die sie als höchst unnatürlich ansehen. Denn das Rollenbild in Russland sieht vor:
die Frau braucht einen starken Mann, dem sie sich unterordnen kann.
Auch wenn wir Deutsche das überhaupt nicht verstehen.
Geschlechtliche Gleichberechtigung hat nun mal keine Tradition in Russland.
Die Fronten sind verhärtet, nichts bewegt sich. Das althergebrachte Bild
einer Beziehung ist noch immer fest zementiert im Kopf einer Russin.

Nach der Hochzeit muss die Russin Hausfrau spielen.
Und oft ihren bislang guten Job durch einen weniger lukrativen eintauschen.
Familiengerechte Teilzeit- und Minijobs gibt es nicht.
An Karriere ist nicht mehr zu denken.
Ganz anders als in Deutschland:
wo Frauen den Nachwuchs bald in den Kindergarten bringen.
Und ihre Arbeit wieder aufnehmen. Wieder ein Punkt, wo man sagen kann:
Russische Frauen sind klar benachteiligt.

Deutsche Frauenrechtlerinnen (z. B. bei den Grünen) rümpfen die Nase.
Wie kann eine Russin sich nur so unterbuttern lassen? Sich als reines Sexobjekt
nicht nur missbrauchen zu lassen, sondern sich förmlich anzubieten:
mit hohen Stöckelschuhen, übertriebenem Make-Up, Schmuck und Minirock.
Wie kann eine Frau ihre Person rein auf Aussehen und sexuelle
Ausstrahlung reduzieren?

Auf der anderen Seite ist das Verhalten russischer Frauen verständlich:
Zu Sowjetzeiten gab es keinen Luxus. Jetzt haben sie wenigstens wieder etwas
Geld, um sich die eine oder andere Kleinigkeit zu leisten.
Früher gab es solche Waren zumindest für den Normalbürger nicht zu kaufen.
Die Russin hat einen Nachholbedarf an Model-Artikeln.
Den sie mit vollen Zügen auskostet.

Die Gegenseite:
scheinbar gescheite Frauen aus Westeuropa sind sicher kein Vorbild
für eine Russin. In den Augen von Irina und Svetlana sind feministisch-emanzpierte
Frauen im Westen schlecht gepflegte Mannweiber mit Null Sex-Appeal.
Russische Mädchen kleiden sich lieber elegant statt in Jeans zu gehen.
Sie zelebrieren ihre Weiblichkeit. Je mehr, desto besser.
Ihre Hauptaufgabe im Leben sehen sie als Mutter und fürsorgende Ehefrau.
Eine Partei, die sich für Frauenrechte einsetzt – wie die Grünen –
hätte in Russland überhaupt keine Chance auf einen Sitz im Kreml.

 

Aufmüpfige Russinnen
Auch die gibt es. Jedoch ist es selten, dass russische Frauen gegen die
Ungleichberechtigung aufbegehren. Oder gar gegen das politische System.
Vor wenigen Jahren hat die Mädchenband Pussy Riot versucht,
gegen Putins Machtstellung aufzumucken.
Das Ende kennen wir: Sie kamen für einige Zeit nach Sibirien.
Wo man ihnen wohl gehörig das Gehirn gewaschen hat.

Sowohl in Moskau als auch in Kiew gab es Protestmärsche.
Studentinnen haben mit nackten Brüsten gegen Missstände und Frauen-Prostitution
demonstriert. Nicht die Art von Prostitution wie wir sie in Deutschland kennen.
In ländlichen Regionen von Russland und der Ukraine müssen Frauen nämlich
aus Geldnot ihre sexuellen Dienste anbieten.
Alle Protest-Aktivitäten und Proteste sind bald wieder verpufft.
Geändert hat sich nichts in Putins Wunderland.

Wie herrlich ruhig und idyllisch ist es doch in Weißrussland.
Kein Mensch käme auf die Idee, eine Demonstration zu organisieren:
Wer hier auf die Straße geht, wird gleich nieder geknüppelt.
Und wandert in den Knast.

Am Fernsehen habe ich junge weißrussische Menschen weinen sehen.
Sie kamen zurück von einem Ausflug aus Warschau.
Sie haben gesehen, wie sich in einem ehemaligen Ostblockland
freies Leben entwickelt hat.

An dieser Stelle könnten unverschämte Menschen eine Prognose wagen:
Noch in diesem Jahrzehnt wird die Zeit des russische Präsidenten und seiner
Marionette in Minsk ablaufen. Das politische System wird sich ändern.
Auf Dauer lassen sich die Menschen nicht für dumm verkaufen.
Der Ukrainekrieg ist vielleicht nur Mittel zum Zweck:
um von innenpolitischen Problemen und Schwächen abzulenken.

„Wir sind das Volk“:
Dieser Ruf könnte eines Tages auch durch die Straßen von Moskau
und Minsk hallen. Man darf gespannt sein, ob russische Frauen wenigstens dann
genug Mut haben, sich ein Stück weit zu emanzipieren.

 

Lothar Mader

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