Warum Flirten happy macht

Gutes Feeling durch Flirten

Flirten macht happy. Warum machen wir es dann so selten?
Haben deutsche Männer Angst vorm Flirten? Oder sind sie
zu dumm? Hier ein paar Gedanken zum Thema

 

Sommerzeit ist Flirtzeit
Flirten kann man immer und überall.
Speziell der Sommer macht uns flirtlustig und happy.
Die Sonne beschert einem Mann mehr Sexualhormone (Testosteron).
Männer und Frauen profitieren von einer erhöhten Ausschüttung
von Glückshormonen (Serotonin).
Das ist Doping für unser Gehirn. Körper und Geist sind in Top-Form.

Wir haben gute Laune. Wir sind unternehmungslustig.
Mit jedem Sonnenstrahl steigt unsere sexuelle Lust.
Wir suchen bewusst die Nähe des anderen Geschlechts.
Wir flirten, was das Zeugs hält. So sollte es eigentlich sein.

 

Was ist Flirten?
Der Flirt ist die spielerische Art des Kennenlernens zwischen Mann und Frau.
Er kann unsere Gemütslage, unser Selbstbewusstsein
und unsere Lebenseinstellung sehr positiv beeinflussen.
Kann uns richtige Glücksmomente bescheren und total happy machen.
Dabei muss es beim Flirten nicht immer um Erotik oder Sex gehen.

Da ist ein Mann in mittleren Jahren. Glücklich verheiratet.
Ihm fehlt überhaupt nichts. Ein Schürzenjäger ist er auch nicht.
Warum sollte er trotzdem nicht seinen Spaß daran haben,
mit einer attraktiven jungen Frau zu flirten?
Ohne irgendwelche listige Hintergedanken.

In bestimmten Zitaten findet sich oft viel Weisheit.
„Der Weg ist das Ziel“ Es macht nicht unbedingt happy,
am Ende eines Spazierganges ein Ziel zu erreichen.
Sondern das Wandern selbst finden wir cool.
Oder das Beispiel „Essen“:
Was macht uns Spass? Das Satt-werden? Oder das Essen selbst?

Genauso ist es beim Flirten.
Es geht nicht darum, am Ende ein konkretes Ziel zu erreichen –
zum Beispiel mit der Frau ins Bett zu steigen.
Sondern es geht darum, durch das Flirten selbst Glücksgefühle zu erleben.

Ein Flirt ist immer federleicht und unverbindlich. Mit ungewissem Ausgang.
Er hat nichts zu tun mit Berechnung, Raffinesse oder Gedanken
an eine Beziehung. Sondern vielmehr mit Intuition und Lebensfreude.

Ein Flirt zwischen Mann und Frau kann eine Stunde dauern.
Vielleicht nur fünf Minuten. Oder er ist nur eine Momentaufnahme.
Ein Blick in die Augen. Nicht fordernd oder heiß wie vor dem Sex.
Sondern ganz spontan, im Vorbeigehen.

Ein fröhliches Lächeln. Ein freundliches „Hallo“.
Ein Kompliment über die neue Frisur oder ein Parfum.
All diese Momente des Flirtens können uns happy machen.
Zumindest für einen kurzen Zeitraum.

 

Hier gibt es weitere Tipps
zum Flirten online und offline

 

Flirt-Wüste Deutschland
Die Südländer und unsere europäischen Nachbarn sagen es uns auf den Kopf zu:
Die Deutschen sind nicht gut Schäkern.
Noch nicht mal das Flirten im Urlaub haben sie drauf.
Sie machen es viel zu selten. Sie haben keinen Humor.

Doch woran liegt das?
An unserer Mentalität? Sind wir Deutsche so verbiestert?
Nehmen wir das Leben viel zu ernst, anstatt es easy zu genießen?
Haben wir keinen Mut zum Flirten? Oder keine Zeit dazu?

Wahrscheinlich von jedem etwas.
Ein bisschen mehr „Don’t worry, be happy“
würde uns Deutschen sicher gut tun.
Sogar den Singles wird nachgesagt, dass sie Flirtmuffel sind.
Nur jeder dritte wagt im Alltag hier oder da mal einen Flirtversuch.

Haben wir vor lauter Rationalität vergessen,
wie schön ein netter Smalltalk zwischen Mann und Frau sein kann?
Was für ein prickelndes Gefühl es ist, wenn wir sehen,
welche Reaktionen unsere Worte beim anderen Geschlecht hervorrufen.

Allenfalls das Flirten im Internet funktioniert noch so halbwegs.
Denn hier ist es um einiges leichter. Man hat – außer im Videochat –
mehr Zeit zum Überlegen, was man schreiben will.
Da ist kein Adrenalin, keine Aufregung, kein Nervenkitzel.
Alles geht langsam.

Ich überlege mir während der Arbeit schon, was ich heute Abend
in einer Mail schreiben werde.
Kann man das überhaupt Flirten nennen? Ja und nein!
Ein Flirt hat immer etwas zu tun mit unmittelbarer Nähe,
Spontanität und Überraschungseffekt.

 

Von den Kindern flirten lernen?
Kinder sind wahre Naturtalente in der Kontaktaufnahme.
Weil sie viel weniger als wir Erwachsene den Verstand gebrauchen.
Stattdessen benutzen sie den angeborenen Instinkt.
Es fällt Kindern überhaupt nicht schwer, jemand anzulächeln.
Sie haben keine Hemmungen, die Hand eines Erwachsenen zu greifen.
Und ein Gespräch anzufangen.

Doch was ist mit uns Flirt-behinderten Erwachsenen?
Können wir diese angeborene Gabe wieder erlernen?
Offen und frei auf andere Menschen zugehen?
Ich denke: das ist möglich.
Was wir dazu brauchen, ist genug Praxis.
Wir können das Flirten üben und wieder lernen.

Doch wie fängt man das Flirt-Training an?
Ganz einfach: Sie fragen jemand nach dem Weg. Sie lächeln jemand an.
Sie fangen einen lockeren Smalltalk an. Nicht, um jemand anzumachen.
Sondern rein um diese verlorene Fähigkeit wieder zu lernen.

Es ist wie beim Sport:
Was Sie noch nie oder schon lange nicht mehr getan haben,
das wird Ihnen am Anfang schwer fallen.
Sie haben keine Kraft in den Muskeln, keine Ausdauer, keine Power.
Aber mit jeder Trainingseinheit werden Sie gute Fortschritte sehen.
Mit jedem Flirt bekommen Sie mehr Routine.
Sie werden immer selbstsicherer.

Sie merken bald:
Aha, es lohnt sich ja, freundlich zu jemand zu sein.
Alles, was Sie geben, kommt zu Ihnen zurück.
Vielleicht sogar doppelt und dreifach.
Es macht Sie happy, wie schon lange nichts mehr.
Natürlich muss man sich darauf einlassen, den einen oder anderen Korb
zu kassieren. Das gehört dazu. Wie die Milch zum Kaffee.

Wer beim Flirten Erfolg haben will, der sollte sich bewusst sein:
Es kann nur dann funktionieren, wenn ich
für meinen Flirtpartner ein echtes Interesse zeige.
Wenn ich aufmerksam zuhöre, was er sagt.

Wenn erst der Anfang gemacht ist.
Wenn Sie jemand angesprochen haben.
Dann merken Sie: es läuft wie von selbst.
Vielleicht nicht beim ersten oder zweiten Versuch.
Aber mit zunehmender Erfahrung immer öfter.

 

Die Angst vor einer Abfuhr – Flirtkiller Nummer 1
Noch einmal: Ein Korb ist die normalste Sache von der Welt.
Wenn wir das genau so einschätzen:
Dann kümmern wir uns einen Dreck um die letzte Abfuhr.
Sondern machen einfach weiter. Natürlich können wir versuchen,
rechtzeitig Signale zu sehen, die einen Korb ankündigen.

Sie ringen sich dazu durch, eine Frau anzusprechen.
Die Lady sagt zwar zwei oder drei Worte. Sieht aber dabei geradeaus.
Oder lässt den Blick demonstrativ in der Gegend herum schweifen.
In dieser Situation ist es das Beste, die Flirt-Attacke schnell und elegant
abzubrechen. Gehen Sie einfach weiter.
Versuchen Sie nicht mit aller Gewalt, sie zu einem Gespräch zu zwingen.

Kluge Leute haben herausgefunden:
Ob wir jemand attraktiv finden oder nicht,
das entscheidet sich in weniger als einer Sekunde.
Ob ein Flirt gelingt, dass steht schon nach den ersten drei Worten fest.

Weiter haben Studien festgestellt:
Ob ein Flirt erfolgreich verläuft oder nicht. Das hängt von unserer Körpersprache
und Mimik ab. In gewisser Weise auch von unserer Stimme.
Weit weniger von dem, was wir sagen.
Nicht das „Was“, sondern das „Wie“ entscheidet über Erfolg und Misserfolg.

In dem Zusammenhang komme ich jetzt zum Thema Anmachsprüche.
Männer überlegen, bis ihnen der Kopf qualmt:
Wie kann ich diese Frau da vorn ansprechen?
Wenn ihm nichts einfällt. Lässt er es sein.
Wenn ihm das mehrmals passiert, wird er vielleicht anfangen,
sich eine Strategie auszudenken.
Mit welchen Sprüchen könnte man eine Frau ansprechen?
Sie beeindrucken, ihre Sympathie gewinnen.

So fängt er an, Sprüche zu sammeln. Von Freunden oder aus dem Internet.
Er lernt diese Zauberformeln auswendig. Wäre doch gelacht,
wenn das nicht funktioniert. Andere Männer haben doch auch Erfolg damit.

Vielleicht klappt es sogar hier oder da mal.
Aber liegt das wirklich an den Sprüchen?
Frauen sagen: Nein!
Dumme Floskeln kommen uns schon zu den Ohren heraus.
Ein simples, aber freundliches „Hallo“ hat mehr Flirtpotential
als irgendwelche primitiven Anmachsprüche.

 

Das richtige Tempo beim Flirten
Angefangen hat er gar nicht schlecht. Die Frau scheint nicht abgeneigt,
mit ihm zu sprechen. Schon ist der Mann ganz happy.
Nach 10 Minuten fangen sie sogar an zu flirten.
Läuft ja prima!
Jetzt legt er seinen Arm um ihre Schulter. Ganz der Macho.
Aber Hallo! Ist er von allen guten Geistern verlassen?
Frauchen befreit sich aus seinen Klauen und sagt „Tschüss“.

Experten sagen dazu:
Flirten braucht Raum und Zeit. Im Zweifelsfall lieber den Fuß vom Gas nehmen,
als der Dame schnell zu nah zu treten. Beim ersten Gespräch sollte ein Mann
einen Abstand von einem Meter halten.

So manchem Kerl fällt das nicht leicht.
Vor allem wenn das Mädel appetitlich und sexy aussieht.
Eine Frau zum Küssen oder mehr. Wie soll man sich da zurück halten?

Aber es hat alles keinen Zweck.
Distanz muss sein. Sonst geht die Sache in die Hose.
Wenn Sie erst die Sympathie einer Dame gewinnen,
dann stehen Ihnen alle Möglichkeiten offen.

Warum also sich mit einer unbedachten Körperberührung alles versauen?
Jede Frau will erobert werden. Das braucht nun mal seine Zeit.
Es sei denn, Ihr Name ist James Bond.
Dann verschwenden Sie aber jetzt Ihre Zeit mit dem Lesen dieses Artikels.

 

Lothar Mader

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