Warum Carving Spass macht

Mehr Spaß auf der Piste mit dem Carvingski

Der Carving-Ski hat das Skifahren revolutioniert.
Hier die Gründe, warum Carving soviel Spaß macht.
Warum es so beliebt ist

Fast 90 Prozent der heute verkauften Skier sind Carving-Skis.
Für Profisportler spielt dabei die höhere Geschwindigkeit die Hauptrolle.
Für Freizeitsportler sind noch andere Gründe maßgebend,
die ich nun gleich auflisten möchte.

Nähere Einzelheiten zum Carving-Skifahren finden Sie übrigens
in diesem Artikel hier.
Dort wird auch in Videos gezeigt, wie die Carving-Technik in der Praxis aussieht.
Ganz grob gesagt: Der größte Unterschied zu konventionellen Brettern
liegt in der starken Taillierung (= Rundung im mittleren Bereich).
Diese ermöglicht dem Carver ein sicheres und schnelles Fahren in der Kurve.

 

Spass-Faktor: Leichtigkeit
Ski-Wedeln, wie ein Hund mit dem Schwanz: das ist Schnee von gestern.
Vorbei sind die Zeiten, wo das Lernen des Skifahrens eine größere Sache war.
Auf den Skipisten in den Alpen sieht man heute immer weniger
Hobbyfahrer mit der veralteten Technik.

Natürlich muss man nach wie vor eine gewisse Grundkondition mitbringen.
Ausdauer und ein Minimum an Kraft sind Voraussetzung,
um sicher den Hang hinunter zu rasen.

Vor allem die Kurvenfahrt ist durch das Carving deutlich leichter geworden
Es macht mehr Spaß, weiträumig und genussvoll in die Rundung zu gleiten.
Anstatt zum Richtungswechsel ständig anstrengende Driftbewegungen zu machen,
Anfänger werden durch das Carving schneller Erfolge sehen
als beim normalen Skifahren.

 

Mehr Spaß durch mehr Tempo
Natürlich möchte man nach dem Vorbild der Ski-Profis möglichst schnell fahren.
Es macht keine Freude, wie eine lahme Schnecke durch den Schnee zu kriechen.
Womöglich noch unterbrochen durch Stürze.

Carvingfahren ist schneller als der altmodische Ski-Alpin.
Während es beim herkömmlichen Skifahren in der Kurve zwangsläufig
zu Geschwindigkeits-Einbußen kommt, wird der Carver
bei ununterbrochenem Gleiten so gut wie gar nicht gebremst.

Er ist mit mehr Tempo unterwegs. Was auch gewisse Gefahren birgt.
Jeder muss selbst einschätzen lernen, wie viel Speed für sein Können gut ist.
Das Bremsen beim Carven ist nur auf eine Art möglich.
Wenn die Kurve sich dem Ende nähert:
Dann lässt der Fahrer den Ski noch ein klein wenig bergauf laufen.

Noch viel mehr Spass haben richtig gute Carver.
Die haben eine spezielle Technik entwickelt, wie sie auch auf steilen Pisten schnell
und sicher fahren können. Dabei sind noch nicht einmal Stöcke nötig.
In diesem Video hier wird demonstriert wie sportlich-elegant Carving aussieht.

 

Mehr Ruhe und Fahrgenuss beim Carving
Carving bedeutet: entspannteres Skifahren.
Sie haben keine ruckartigen Bewegungen.
Wenn der Ski sauber auf die Kanten aufgesetzt ist, dann liegt er ruhig im Schnee.
So wie ein Zug der Deutschen Bahn, der über Schienen fährt.

Als Nicht-Rennfahrer haben Sie kein Interesse daran, so schnell wie möglich
ins Tal zu kommen. Sie haben Zeit, die Abfahrt zu genießen.

Außerdem ist Carven weniger anstrengend als die traditionelle Technik.
Sie müssen für eine Richtungsänderung den Ski nicht ständig herumreißen.
Sie brauchen auch nicht so voll-konzentriert zu fahren,
wie ein Skifahrer aus dem vorigen Jahrhundert.

 

Wintersport-Orte zum Carven und Snowboarden

 

Geringere Unfallgefahr
Durch die Auswahl der Ski-Taillierung legen Sie schon beim Kauf fest,
wie groß der Kurvenradius beim Fahren sein wird.
Der Fachverkäufer im Sportgeschäft muss Sie diesbezüglich beraten.

Für den Anfänger-Carver hat dies den Vorteil: er hat mehr Halt in der Kurve.
Die Skikanten schneiden sich – bei richtiger Körperhaltung – in den Schnee hinein.
Vor allem bei eisglatten Pisten reduziert sich dadurch die Unfallgefahr erheblich.

Statt Angst vor einem Sturz zu haben, kann der Anfänger das Skifahren genießen.
Es wäre nämlich kein Spass gleich nach der ersten Tour
mit einem Gipsbein den Skiurlaub zu beenden.

Natürlich wird auch der Carver ab und zu mal stürzen.
Allerdings wird er dabei keinen Salto-mortale schlagen.
Sondern in der Regel seitwärts zur Bergseite hin fallen.
Auf den Po plumpsen. Und sich ein paar blaue Flecken holen.
Es wird kaum einmal zu so schlimmen oder lebensbedrohlichen Unfällen kommen,
wie wir sie früher bei Fernsehbildern der Weltcup-Abfahrt gesehen haben.

Der Carving-Anfänger kann im Prinzip nur einen Fehler machen:
Aus Spaß am Geschwindigkeitsrausch kann er den objektiven Blick verlieren
für seine skifahrerischen Fähigkeiten.
Also heißt es: Ausgangs der Kurve das Tempo drosseln.
Indem man immer wieder ein kleines Stück bergauf fährt.
Bevor es wieder in die nächste Gegenkurve talabwärts geht.

 

Tipps zum Ski-Kauf
Werfen wir nun noch einen Blick auf die verschiedenen Arten des Carving-Skis.
Es gibt in den Sportgeschäften oder bei Amazon verschiedene Modelle.
Sie unterscheiden sich durch Länge, Breite, Tallierung und Skihärte.
Hier die Einsatzgebiete:

Allround-Carver
Ein Modell für Einsteiger. Dieser Carving-Ski ist im Prinzip überall einsetzbar –
wie ein Allwetterreifen beim Auto. Aber auch für nirgendwo super-ideal.
Er kann auch im Tiefschnee eingesetzt werden.
Ist aber dort nicht so gut wie der Freerider-Ski.

Falls Sie Anfänger sind, und schon erwachsen:
Dann ist der Allround-Carver vielleicht der Beste für Sie.
Er schluckt einige Fahrfehler.
Und reagiert ganz gut auf die Körperbewegungen des Skifahrers.

Junior-Carver
An diesem Ski haben Kinder und Jugendliche ihren Spass.
Der Junior-Carver ist abgestimmt auf Körpergröße und Gewicht junger Leute.
Damit können sie das Skifahren leicht lernen.
Beim Junior-Ski unterscheidet man verschiedene Sorten.
Falls ein junger Mensch schon sehr gut Skifahren kann:
dann nutzt er am besten das Modell „Junior Racecarver“.

Freerider- oder Cross-Carver
Wer nicht auf präparierten Pisten, sondern nebenan im Tiefschnee fahren will,
braucht unbedingt einen Freerider-Ski.
Diese Bretter breiter gebraut. Damit er nicht tief einsackt.
An der Skispitze vorn hat er eine Wölbung nach oben.
Nur mit einem solchen Freereider-Ski können Sie im Tiefschnee Spaß haben.

Slalom-Carving
Diese Skier sind ideal, wenn Sie wie ein Slalomfahrer enge Kurven
von 10 bis 13 Meter Radius fahren wollen.
Dazu müssen Sie schon ein erfahrener Skiläufer sein.
Der in der Lage ist, kurze kraftvolle Schwünge auszuführen.
Der Slalom-Carvingski hat eine starke Taillierung.

Race-Carving
für versierte, sportliche Fahrer.
Die mit hohem Tempo auch steile Hänge herunter rasen.

 

Lothar Mader

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