Voyeur: Warum schauen Männer so gern zu?

Warum wird ein Mann zum Voyeur?

Nackte Frauenbilder, Paare beim Geschlechtsverkehr
beobachten: warum sind manche Männer so verrückt
darauf? Hier ein paar Aspekte des Voyeurismus

Geiler Voyeur beobachtet halbnackte Frau in Bett

Gut die Hälfte aller Männer schaut gern zu, wenn Frauen sich entkleiden.
Wenn sie einen scharfen Bikini tragen. Wenn sie splitternackt sind.
Andere spekulieren darauf, ein Paar beim Sex beobachten.

Der Voyeur erfährt sexuelle Erregung nicht beim eigenen Geschlechtsverkehr,
sondern als Zuschauer: durch heimliche Beobachtung fremder Menschen.
Allerdings gibt es mehrere Arten von Voyeurismus:

 

Der klassische Voyeur (Spanner)
Er geht seiner Leidenschaft heimlich nach.
Er schaut keine Pornos.
Sondern kuckt viel lieber durchs Schlüsselloch von Schlafzimmern.
Oder ins Bad fremder Leute. Am Fenster seiner Wohnung liegt er auf der Lauer.
Hält mit Fernglas oder Teleskop Ausschau in die Nachbarwohnung hinein.
Wo eine junge sexy Frau sich gerade Höschen und BH auszieht.

Der Voyeur liebt Mädels, die halbnackt in geiler Unterwäsche herumlaufen.
Er fiebert mit, wenn eine Frau es sich mit dem Vibrator besorgt.
Er gerät in Ekstase, wenn er ein junges Paar beim Bumsen
und Stöhnen beobachten und filmen kann.

Der Voyeur weiß genau, wo Umkleidekabinen und gemischte Saunen sind.
Er streift durch Parks. Versteckt sich hinter Büschen.
In der Hoffnung, ein kopulierendes Pärchen zu entdecken.
Er verfolgt junge Menschen, die in den Wald hinein spazieren.

Der Spanner verbringt seinen Urlaub in der Nähe von FKK-Stränden.
Wo Frauen am Strand nackte Titten und Ärsche zeigen.
Solche Ausblicke nutzen voyeuristisch veranlagte Männer zum Masturbieren.

Der klassische Voyeur wird nur dann erregt, wenn er im Stillen
und unerkannt etwas Verbotenes tut.
Das gibt ihm den entscheidenden Kick zum Onanieren.
Sein Penis versteift sich. Er fängt an zu sabbern, bekommt Lust auf Sex.
Mangels einer Frau fängt er an, sich einen zu wichsen.

Pornos, Nachtclubs, Peep-Shows, Striptease-Darbietungen und Sexfilme
sind nicht sein Ding. Weil der Nervenkitzel des Unerlaubten fehlt.
Der seinen Gehirnzellen sexuelle Erregung signalisiert.

Der klassische Voyeur ist der einzige seiner Art,
der keine Sexpartnerin finden kann.
Er ist Teenager, junger Single oder ein ewiger Junggeselle.
Das heimliche Zusehen beim Fremdsex ist für den Spanner
eine Ersatzhandlung für richtiges Poppen.
Was er zumindest in diesem Zeitabschnitt nie hat oder haben kann.

Zur Entlastung der Voyeure muss man sagen:
Diese Männer sind meist harmlose Zeitgenosse.
Oft sogar schüchtern oder gar scheu.

Ein Spanner ist zweifellos abartig veranlagt.
Aber nur extrem wenige von ihnen versuchen, die beobachtete Frau
selbst zu poppen, ihr aufzulauern oder sie zu vergewaltigen.
Dazu ist er viel zu feige. Er schaut lieber unerkannt zu.
Holt sich seine Befriedigung aus sicherer Entfernung.

Nicht selten können Voyeure nur noch durch Beobachten junger Frauen
einen Orgasmus bekommen. Zum Beispiel ältere Männer, die wegen
Erektionsproblemen (erektile Dysfunktion) kein Weib mehr befriedigen können.

 

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Massen-Voyeurismus
Man muss kein Einzelgänger sein, um Voyeur zu werden.
Verheiratete Männer und zunehmend auch Frauen benutzen das Internet,
um sich an erotischen Filmen und Fotos zu aufzugeilen.
Ähnlich wie bei beim klassischen Voyeur kann dies krankhafte Charakterzüge
annehmen, zur Sucht werden.

Muss es aber nicht. So manches Ehepaar begeht Sex-Doping.
Sie schauen sich gemeinsam einen Porno an.
Um die Lust für den anschließenden Geschlechtsverkehr anzufeuern.

Wenn am Bildschirm ein junger Hengst eine dickbrüstige Frau in allen möglichen
Stellungen vögelt. Und sie zum Schreien bringt.
Oder wenn sie mit wippenden Titten seinen Pimmel reitet.
Das törnt ein Voyeur-Ehepaar an.
So dass sich die Zuschauer anschließend gierig ineinander verkeilen.

Es gibt Leute, die mögen Abweichungen vom gewöhnlichen Poppen.
Sie stehen auf Sperma auf der Zunge, Gruppensex
und Sexbilder mit Analsex, Muschilecken usw.

Dieser Massenvoyeurismus steht online jedermann kostenlos zur Verfügung.
Es ist nichts Verbotenes. Wird in vielen Gesellschaftsteilen akzeptiert
und lustig kommentiert. Die Öffentlichkeit sieht diese Praktiken nicht als pervers an.

Erotik- und Sexfilme sind dafür gemacht, dass sie online angeschaut werden.
Niemand wird heimlich bespitzelt.
Die Sex-Akteure sind gewissermaßen keine realen Personen –
wie das nackte Paar im Freien oder auf dem Autositz.
Was früher in der Kino-Spätvorstellung lief, ist heute für jeden verfügbar:
Auf Internet-Kanälen wie YouPorn und RedTube.

 

Voyeur ohne Geheimniskrämerei
Er ist kein Spanner. Er lebt meist in einer Beziehung.
Um das Sexleben aufzupeppen, geht er mit der Partnerin in einen Swingerclub.
Wo sich beide beim Anblick poppender Menschen Lust holen.
Oder es scharf finden, beim Sex von anderen beobachtet zu werden.

Es soll Männer geben: die es geil finden, wenn die Partnerin
von einem anderen Swinger durchgevögelt wird.
Auch Gruppensex und Partnertausch sind beliebte Disziplinen im Swingerclub.

Manche Paare benutzen voyeuristische Spiele zur Ouvertüre beim Sex.
Die Frau zieht sich erotisch gekonnt aus. Sie fängt an, sich selbst zu befriedigen.
Stöhnend reibt sie sich Muschi und Brüste.
Der Mann schaut zu, und bekommt einen steifen Schwanz.
Das Ganze funktioniert auch rollenverkehrt:
wenn er vor ihren Augen den Penis bearbeitet.

 

Wann wird ein Voyeur straffällig?
Wenn ein Mann ein öffentlich poppendes Paar oder nackte Frauen auf dem
frei liegenden Balkon beobachtet, macht er sich nicht strafbar.
Wenn er erwischt wird, kann er höchstens ein blaues Auge davon tragen.

Anders liegt der Fall, wenn der Voyeur sich hinterlistig Einblick verschafft
in einen geschützten Intimbereich, wie Schlafzimmer oder Umkleide.
Vor allem dann, wenn er Nacktszenen in Bildern oder Filmen festhält.
Und diese weiter verbreitet. Zum Beispiel auf YouTube.
Dann ist der Tatbestand der sexuellen Belästigung erfüllt.

Da versteht der Gesetzgeber keinen Spass mehr.
Das Verletzen der sexuellen Privatsphäre und das Publizieren
von pornografischem Material mit Fremdpersonen
können mit Freiheitsentzug bis zu einem Jahr bestraft werden.

Allerdings ist unser Strafgesetz sehr schwerfällig, wenn es darum geht,
sich Entwicklungen anzupassen, die schon gar nicht mehr so neu sind.
So ist das Wort „Voyeur“ in keinem Paragraf zu finden.

 

Lothar Mader

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