Snowboarden: die ersten Lernschritte

Snowboarden: Tipps für blutige Anfänger

Snowboarden ist schon seit einiger Zeit eine sehr beliebte Wintersportart.
Nahezu jeder Skiort in den Alpen hat eine Piste
oder einen Funpark für Snowboarder.
Vor allem junge Leute können sich für das Skivergnügen auf dem Brett begeistern.

Doch wie lernt man am besten das Snowboarden?
Wie kann man sich schon zu Hause vorbereiten? Wie läuft ein Skikurs ab?
Hier möchte ich diese Fragen beantworten.

 

Wo kann man das Snowboarden lernen?
In vielen größeren Wintersport-Zentren gibt es so genannte „Skischulen“.
Hier können Sie einen Kurs fürs alpine Skifahren, für die richtige Langlauf-Technik
und auch für das Fahren auf dem Snowboard belegen.

Als Anfänger sollten Sie sich erkundigen, ob es sich tatsächlich
um einen Lehrgang für absolute Snowboard-Anfänger handelt.
Es nutzt Ihnen wenig, wenn im Kurs Kenntnisse vermittelt werden an solche Leute,
die das vorhandene Können nur kurz auffrischen wollen.
Also informieren Sie sich am besten schon vorab online,
wo und wann die Skitrainer richtige Anfängerkurse abhalten.

Des Weiteren wäre es von Vorteil, wenn an diesem Workshop
nur eine kleine Gruppe teilnimmt. So dass der Skilehrer genügend Zeit hat,
sich mit jedem einzelnen Teilnehmer zu befassen.

Er wird Ihnen die Lernschritte erklären.
Und dann in der Praxis darauf achten, dass Sie alles richtig machen.
Theoretisch könnten Sie natürlich an einem Kurs im Einzelunterricht teilnehmen.
Allerdings wird das natürlich ganz schön teuer.

Außerdem sollten Sie schon vor dem Buchen des Skiurlaubes recherchieren,
an welchen Skiorten es flachere Pisten gibt. Bei solchen Strecken kommen
beim Snowboard-Anfänger erst gar keine Geschwindigkeits-Ängste auf.
Selbst wenn man mal die Kontrolle über das Gerät verliert,
wird man nicht gleich zu schnell talabwärts fahren.
Sie können leichter bremsen. Und werden sich nicht weh tun.

In erster Linie sind solche Skiorte und solche Wochen im Winter für den Skikurs
zu empfehlen, wo nicht zuviel Betrieb ist auf den Strecken.
Auch daran sollten Sie denken. Es könnte durchaus von Vorteil sein,
wenn Sie in der Vorsaison (Dezember) oder in der Nachsaison (ab Mitte März)
das Snowboarden lernen. Im Februar ist in den Alpen alles hoffnungslos überlaufen.
Das ist nicht so ideal.

 

Vorbereitung auf das Lernen der Snowboard-Technik
Schon im Herbst kann man zu Hause gute Grundlagen legen für das Snowboarden.
Dazu gehört, dass man sich z.B. bei Youtube geeignete Lehrvideos anschaut.
Damit man schon mal optisch einen Eindruck bekommt
über die Bewegungsabläufe.

Außerdem sollten Skifahrer und Snowboarder schon vor dem Urlaub
durch Skigymnastik Muskeln und Sehnen auf eine höhere Belastung einstellen.
Wenn Sie den Bewegungsapparat ausreichend kräftigen:
Damit verringeren Sie das Verletzungsrisiko ganz erheblich.

Parallel zur Skigymnastik können Sie schon Sportgeschäfte inspizieren.
Oder bei Amazon reinkucken.
Und sich die passende Snowboard-Ausrüstung zulegen.

Sie brauchen ein Board, eine Bindung, Schuhe, einen Skihelm
und eine Snowboard-Kleidung. Dazu noch ein paar Accessoires wie
Sonnenbrille, Handschuhe, Nackenwärmer, Skibrille.
Und möglicherweise auch einen Rückenprotektor.
Dazu noch einen Rucksack (für längere Touren später).
Und eine kleine Hüfttasche, wo man kleinere Utensilien aufbewahrt.

 

Die ersten Lernschritte fürs Snowboarden
Nichts wäre fataler, als sich jetzt mit der neuen Skiausrüstung
übermütig und selbstständig mit seinem Brett auf die Piste zu wagen.
Zuerst müssen Sie das Snowboarden lernen.
Sie werden auch nicht ohne Führerscheinprüfung Auto fahren wollen.
Hoffe ich zumindest.

Der erste Lernschritt in der Skischule ist mit etwas Theorie verbunden.
Der Skitrainer wird den Teilnehmern erklären, wie Sie sich prinzipiell auf der Piste
zu verhalten haben. Damit man möglichst wenig Risiko eingeht.
Und Kollisionen mit anderen Wintersportlern vermeidet.

Danach wird er Ihnen zeigen, wie man das Snowboard im Stand
(also ohne sich zu bewegen) anzieht.
Sie werden auf einer sehr flachen Piste stehen.
Sie werden die richtige Körperhaltung auf dem Board lernen: Knie leicht eingeknickt.
Und schon ein erstes Gefühl für das Snowboard-Gerät entwickeln.
Vor allem auch, wie man das Gleichgewicht bewahrt.

Dann fangen wir an mit den ersten kurzen Gleitübungen.
Vorzugsweise an einem Hangstück, das auf der Gegenseite wieder bergauf geht.
Damit ein automatisches Bremsen stattfindet.

Wir üben nun absichtlich das gekonnte, schmerzlose Hinfallen (Sturz),
das Aufstehen und das Bremsen.
Nach dem Geradeausfahren zeigt der Kursleiter den Skischülern,
wie man Richtungswechsel durchführt (Kurvenfahren).
Er demonstriert, was Frontside- und Backside-Fahren bedeutet.
Und wie man die Kanten des Snowboards einsetzt.

In der ersten Zeit ist es einfacher, wenn nur ein einziger Fuß fest
in der Bindung drin steht. Der andere ist frei beweglich.
So dass man bei Sturzgefahr mit dem freien Fuß noch balancieren,
den Körper abstützen bzw. abfangen kann.

Das alles sind die allerersten und einfachsten Lernschritte.
Wenn die Teilnehmer des Skikurses so langsam ein wenig Sicherheit gewinnen.
Auch immer mehr ihre Ängstlichkeit verlieren:
dann wird es Zeit, auch mal längere Strecken hinunter zu fahren.
Das Gefälle ein wenig zu erhöhen, und erste kleine Kunststücke zu auszuprobieren.

Wenn Sie täglich den Snowboard-Kurs besuchen,
können Sie schon nach wenigen Tagen selbstständig auf die Piste gehen.
Und die erlernten Fähigkeiten immer weiter verbessern.

Am Ende eines 2-wöchigen Skiurlaubes dürften Sie schon
erhebliche Fortschritte gemacht haben.
Die man idealerweise an einem weiteren Ski-Wochenende vertiefen sollte.
Damit Sie im Winterurlaub des Folgejahres nicht wieder bei Null anfangen müssen.

 

Lothar Mader

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