Snowboard: Technik, Trickfahren & Stilrichtungen

Snowboard-Techniken im Überblick

Snowboarden ist schon lange weit mehr als eine Trendsportart.
Millionen Wintersportler begeistern sich für das Skifahren auf dem Surf-Board.
In diesem Beitrag beschreibe ich die verschiedenen Techniken.
Sowie die Tricks, mit denen Snowboarder in Funparks sich selbst
und das Publikum begeistern.

 

Die Stilarten beim Snowboarden
Snowboarden ist nicht gleich Snowboarden.
Genauso wie man im Alpinen-Skilauf zwischen Abfahrt, Super-G,
Riesenslalom und Slalom unterscheidet.
So haben auch Snowboarder eigene Stilrichtungen und Disziplinen.

Freerider lieben es, abseits der Piste im Tiefschnee zu wedeln.
Dort wo sie ihre Ruhe haben, können sie sich ganz auf ein herrliches
Schneevergnügen konzentrieren. Obwohl etwas abseits gelegen,
werden die Freerider-Pisten von den Wintersportorten sorgfältig ausgewählt.
Eine Lawinengefahr besteht nicht.

Freestyler hingegen lieben Show-Effekte.
Es sind kreative Artisten. Die es gelernt haben aus jedem Hindernis (Obstacle)
oder aus jeder Schanze eine optimale Showeinlage herauszuholen.
Bei diesen schwindelerregenden Sätzen bleibt dem Zuschauer das Herz stehen.
Man wundert sich, dass all diese Stunts so gut wie immer unfallfrei ablaufen.

Vielleicht sollte ich noch eine Sache erwähnen:
Freerider, Freestyler oder Snowboarder, die auf präparierten Abfahrtspisten fahren:
Sie alle brauchen verschiedene Boards.
Diesbezüglich sollte man sich also informieren. Sobald man sich darüber im Klaren
ist, auf welche Art und Weise man snowboarden möchte.

Das Lernen verschiedener Techniken sollte mit Augenmaß geschehen.
Zum Beispiel in einer Snowboardschule.
Es macht keinen Sinn, dass ein Anfänger gleich in den Funpark geht.
Oder gar Anlauf nimmt zu einer Kicker-Schanze.
Bevor er nicht gewisse Fertigkeiten auf der normalen Skipiste beherrscht.

Dazu gehört ein routinierter Umgang mit dem Snowboard-Gerät.
Ein sicheres Bremsen und ein gekonntes Hinstürzen – ja, auch das ist wichtig!

 

Skifahren und Snowboarden: Angebote für Skireisen

 

Freeriden
Mit dem Board abseits der üblichen Pisten durch frischen Pulverschnee fahren:
darum geht es beim Freeriden.
Dabei ist es gar nicht so einfach, total unberührte Strecken zu finden.
Denn in den Wintersportgebieten wimmelt es nur so von Snowboard-Freaks,
die scharf sind auf diese Areale. Wo seit dem letzten Schneefall noch kein Mensch
durch den jungfräulichen Tiefschnee gepflügt ist.

Für das Freeriden ist eine bestimmte Technik nötig.
Denn man fährt nicht über den Schnee (wie bei glatt präparierten Pisten).
Sondern im Schnee drin. Damit man nicht im Weiß versinkt, ist es nötig,
den hinteren Teil des Snowboard-Skis (den Trail) stärker zu belasten
als den vordern (die Nose).

Das Board darf nicht zu tief in den Tiefschnee hinein sinken.
Sondern muss nahe an der Oberfläche gleiten.
Nur so hat der Skifahrer die Chance, die Fahrrichtung zu steuern.

Ein Richtungswechsel wird durch Hüpfbewegungen durchgeführt.
Dabei hebt der Freerider die Beine und den Snowboard-Ski vom Boden weg.
Das Brett liegt jetzt auf der Schneeoberfläche.
Blitzschnell dreht er Oberkörper und Arme.
Um beim Aufsetzen in eine andere Richtung zu driven.

Das Fahren im Tiefschnee macht mächtig Spass.
Das Abbremsen geht viel einfacher als auf normalen Pisten:
die tiefe Spur wirkt an und für sich schon wie eine Bremse.

Speed aufnehmen ist etwas schwerer. Um schnell zu werden, ist es nötig,
möglichst in gerader Richtung den Hang hinab zu fahren.
Vor allem dann, wenn der Berg nicht so steil ist.

 

Freestyle
Hier sind die Könige der Lüfte in ihrem Element.
Freestyler springen in Funparks über Schanzen.
Vollführen dabei alle möglichen Kunstsprünge.
Professionelle Freestyler begeistern mit ihrer Sportart ein Millionenpublikum.

Natürlich sind solche Tricks und Stunt-Sprünge nicht ungefährlich.
Schon oft ist es zu Unfällen gekommen.
Extrem wichtig ist eine gute Ausrüstung:
vor allem ein Rückenprotektor und ein guter Helm.
Und natürlich muss jeder Freestyler wissen,
welche Sprünge er sich und seinem Können zutrauen kann.

Die Techniken und Stilrichtungen beim Freestylen
Relativ am einfachsten ist der Straight Jump, das Springen geradeaus.
Gesprungen wird über eine Sprungschanze – im Fachjargon Kicker genannt.
Der Jump geht hoch hinaus. Je höher, desto besser.
In der Luft vollführt der Snowboarder Drehungen oder Saltos.
Um danach eine möglichst einwandfreie Landung hinzulegen.
Wie in anderen Stilrichtungen, so werden auch im Straight Jump
Wettkämpfe veranstaltet.

Quarterpipe und Halfpipe:
Das sind Steilwände. Der Snowboarder fährt diese Wand hoch.
Und holt sich dabei den nötigen Schwung für seine Kunstsprünge.
Bei der Quarterpipe ist der Aufbau nur einseitig.
Bei der Halfpipe sind links und rechts eine Steilwand.
Was dem Freestyler noch weitere Möglichkeiten für seine Sprünge eröffnet.
Im Halfpipe-Jumpen wird seit den Olympische Spielen von Nagano (1998)
um Medaillen gekämpft.

 

Freestyle-Tricks mit Obstacles in Funparks
Auf den Kicker-Schanzen und Halfpipes der Snow- und Funparks sind
alle möglichen Kunstwerke möglich:
Ollie, Nollie, Big-Air, Trail Roll, Straight-Air, Boxen-Fahren.
Backside, Frontside, Grabs, Fakie, Tweaks, Rotations und Bones.
Was soll der Laie mit diesem Fach-Chinesisch anfangen?
Lesen Sie in diesem Ski-Artikel mehr über die Tricksprünge der Snowboarder.

Egal, welche Übungen Sie lernen und ausführen möchten.
Bei allen Kicker- und Pipe-Disziplinen sind im Endeffekt eine gute Absprungtechnik,
eine saubere Ausführung der Bewegung und eine möglichst gute
Landung ausschlaggebend.

Vor allem ist es wichtig, möglichst hoch hinaus zu springen.
Damit die so genannte Air-time (die Zeit in der Luft) möglichst groß ist.
Und der Snowboarder genügend Spielraum hat für Salto-Überschlag oder Drehung.

 

Lothar Mader

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