Skischuhe kaufen im Sportgeschäft

Was ist beim Skischuhe-Kauf zu beachten?

Ohne passende Skischuhe ist kein entspanntes
Skifahren möglich. Hier meine Tipps, was man
im Sportgeschäft beim Kauf der Schuhe beachten muss

Die Anschaffung von Skischuhen lohnt sich nur dann,
wenn man sie mehr als eine Woche pro Winter benutzt.
Ansonsten ist die Ausgabe von mehreren hundert Euro kaum sinnvoll.
Man kann sich das Sportgerät genauso gut am Wintersportort ausleihen.

Das stimmt im Prinzip schon.
Dennoch haben persönliche Skischuhe aus dem Sportgeschäft erhebliche Vorteile.
Der Schuh passt wie angegossen. Da drückt nichts.
Man bekommt keine kalten Füße. Steht sicherer auf den Beinen,
als wenn man mit geliehenen 0815-Schuhen auf die Piste geht.
Und es besteht weniger Verletzungsgefahr.
Da private Skischuhe der Fußform besser angepasst sind.

 

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Worauf kommt es an beim Kaufen im Sportgeschäft?
Natürlich können Sie Skischuhe auch im Internet kaufen.
Amazon und Idealo.de bieten relativ preiswerte Artikel an.
Allerdings müssen Sie online genau wissen, was für Sie das Richtige ist.
Und trotzdem besteht immer noch die Gefahr,
dass die Schuhe nicht optimal sind für Ihre Füße.

Daher mein Tipp: gehen Sie lieber ins Sportgeschäft.
Der Fachverkäufer wird Sie individuell beraten.
Sie können verschiedene Schuhwerke ausprobieren.
Lassen Sie sich Zeit bei der Auswahl.
Kaufen Sie erst dann, wenn Sie den bestmöglichen Skischuh gefunden haben.

Schuhbreite und -länge
Ein bequemes Skifahren ist nur dann möglich, wenn der Schuh bequem sitzt.
Wenn er keine schmerzhaften Druckstellen verursacht.
Die entstehen möglicherweise nicht gleich im Sportgeschäft.
Sondern erst dann, wenn Sie den Schuh längere Zeit tragen.

Ein guter Skiverkäufer wird Ihre Füße in Länge und Breite messen.
Erst dann bringt er Ihnen Schuh-Modelle zur Anprobe.
Beim Anprobieren haben Sie gleichdicke Strümpfe an wie beim Skifahren.
Das ist sehr wichtig.

Haben Sie eine Vorauswahl getroffen: Dann sagen Sie dem Verkäufer einfach,
er soll zwischendurch einen anderen Kunden bedienen.
Lassen Sie den Schuh – der ja keine billige Investition ist – ruhig 60 Minuten an.
Laufen Sie im Sportgeschäft auf und ab.

Die Breite:
Sowohl Leute mit breiten Plattfüßen als auch Skisportler mit einem schmalen Fuß
können Probleme bekommen, wenn der Schuh zu eng oder zu breit ist.
Weisen Sie den Verkäufer darauf hin, wenn Ihr Fuß von der
durchschnittlichen Normbreite abweicht.
Dann wird er Ihnen von Anfang an geeignete Skischuh-Modelle präsentieren.
Manche Firmen bauen die Schuhe generell schmäler, manche breiter.

Die Länge:
Bei normalem Stehen sollten die Zehen vorn leicht an den Innenschuh anstoßen.
Dann ist es perfekt. Die Schuhgröße ist zu groß gewählt, wenn Sie die Schnallen
fast ganz zuziehen müssen, um ausreichend Halt zu haben.
Am Ende müssen sich die Schuhe relativ eng anfühlen.
Wobei Sie natürlich dicke Strümpfe tragen.
Wenn zu viel Luft ist, sind Probleme vorprogrammiert.

Verschiedene Schuhe für verschiedene Laufarten
Zuerst erzählen Sie dem Verkäufer im Sportgeschäft, was Sie überhaupt vor haben
im Skiurlaub. Welche Skisportart Sie treiben wollen.
Falls Sie schon Skier zu Hause haben, muss der neue Schuh zu der
vorhandenen Bindung passen. Auch hier gibt es Unterschiede.

Nahezu für jeden Einsatzzweck gibt es die passenden Skischuhe.
Rennläufer und sportliche Abfahrer brauchen ein anderes Schuhwerk
als der Hobby-Carver. Im Tiefschnee brauchen Freerider andere Treter
als der Freestyler im Funpark, oder der Snowboarder auf der Piste.
Für Langlauf, Biathlon und Skispringen benötigen wir andere Skischuhe
als der Skiwanderer.

Bleiben am Ende noch die Allmountain-Schuhe.
Das sind Allzweckschuhe, die für viele Bereiche einsetzbar sind.
Aber für keinen Skibereich so optimal sind wie Spezialschuhe.

Skifahrerische Fähigkeiten spielen eine Rolle
Die Schuhhärte wird in Flex-Einheiten angegeben.
Ein weicher Schuh hat ca. 70 bis 80 Flex, ein harter 120 bis 130 Flex.
Sportliche Abfahrer lieben einen harten Schuh.
Weil er dem Fuß mehr Halt gibt. Und bei hohem Pistenspeed schneller reagiert.
Besonders ein harter Skischuh muss der Fußform optimal angepasst sein.
Sonst kann es leichter zu schmerzenden Stellen kommen.

Ski-Anfänger sollten ein weicheres Modell um die 70 bis 80 Flex kaufen.
Dieser Schuh ist vergleichsweise nachgiebig und weich.
Sie bekommen kaum Druckstellen.
Bei einer relativ geringen Fahrgeschwindigkeit ist dieser Schuh ausreichend,
um die Bewegungen der Beine auf den Ski zu übertragen.
Aufgrund der Flexibilität ist ein individuelles Anpassen
bzw. Nachbessern des Schuhes meist nicht nötig.

Ski-Innenschuhe
Was wir als Skischuhe bezeichnen, besteht aus einem äußeren Teil,
dem harten Stiefel. Auch Schalenschuh genannt.
Und dem inneren Teil: den weicheren Innenschuhen.

Seit einigen Jahren sind Softboots auf dem Markt.
Die Hersteller verzichten dabei auf die harte Außenschale.
Der Schuh wird dadurch bequemer.
Er verursacht nicht mehr die unliebsamen Druckstellen am Fuß.
Die Sicherheit beim Skifahren ist dieselbe wie bei den Hartschalen.

Wenn Sie Hartstiefel bevorzugen, dann passt sich der weichere Innenschuh
in einem gewissen Rahmen Ihren Fußbedingungen an.
Aber nicht immer gut genug, um Fußprobleme zu vermeiden.
Daher könnte man maßgeschneiderte Innen-Schaumschuhe verwenden.
Was aber teuerer kommt als Standard-Schuhe.

Skisohlen und Einlagen
können preiswerte und einfache Mittel sein,
um aus einem drückenden Skischuh einen komfortablen zu machen.
Dabei besteht die Möglichkeit, die Sohlen exakt der Fußform anzupassen.
Wie Sie das vielleicht vom Schuh-Orthopäden her kennen.

Bei Muskelermüdung durch längeres Skifahren verhindert die angepasste Sohle
ein Absacken der Fußmitte nach unten.
Was wiederum zwangsläufig außen zu Druckstellen führen würde.
Einlagen aus normalen Sportschuhen sind für Skischuhe nicht geeignet!

 

Weitere Tipps zur Ski-Ausrüstung

 

Die besten Hersteller von Skischuhen und die Kosten
Die besten Skischuh-Hersteller sind Fischer, Salomon, Atomic und Lange.
Vielleicht noch Black Diamond, Roxa und Alpina.
Die Preise für nicht speziell angepasste Schuhe liegen im Bereich 150 bis 350 Euro.
Sportliche Racefahrer können mit 500 Euro rechnen.

 

Allgemeine Tipps

Wenn Skischuhe drücken und schmerzen
Prinzipiell sollte ein Skischuh auf gar keinen Fall zu groß oder weit sein.
Man ist immer bemüht, fest sitzende Schuhe zu kaufen.
Es ist einfach sicherer. Stellen Sie sich vor, der Schuh ist so weit, dass sich
beim Carving oder Slalom die Skier in der Kurve zu schwerfällig lenken lassen.
Enge Schuhe sind nötig.
Sie bedeuten aber auch: es kann leichter zu Fußproblemen kommen.

Auch wenn Sie beim Einkauf im Sportgeschäft gut beraten wurden.
Und wenn Sie sich viel Zeit gelassen, um das optimale Teil zu finden.
Kann es draußen auf der Piste dennoch zu drückenden Skischuhen
oder zu Blasen kommen.
Die Temperaturen im Schnee sind viel niedriger als im beheizten Innenraum.
Das Material schrumpft minimal zusammen. Und ist nicht mehr ganz so flexibel.

Was also tun, wenn Skischuhe uns wunde Füße bereiten?
Zum Wegwerfen waren sie zu teuer.
Versuchen Sie nicht, selbst an den Schuhen herumzuwurschteln.
Sondern gehen Sie auf jeden Fall wieder ins Sportgeschäft.
Es gibt gewisse Möglichkeiten zum Nachbessern.
Falls Sie noch keine massgefertigten Einlagesohlen haben,
dann kaufen Sie sich welche. Vielleicht sind damit die Probleme schon
aus der Welt. Alles andere ist kostspieliger.

Sie können den harten Außenstiefel auf der Innenseite bearbeiten lassen.
Oder sich einen passgenau geschäumten Innenschuh zulegen.
Was man vielleicht besser gleich gemacht hätte.
Wenn Sie Glück haben, reicht es aus, wenn die Druckstellen am Schuh
gefräst oder erhitzt und erweitert werden können.

Maßangefertigte Skischuhe – wie für Profis
Wenn Sie von vornherein vermeiden wollen, dass ihr Skiurlaub eine Tortur
für die Füße wird: dann sollten Sie sich die Schuhe den Füßen entsprechend
passgenau einstellen lassen. Vor allem dann, wenn Ihre Fußform zu sehr
von der Norm abweicht (Plattfüße, Schmalfüße)

Der Fuß wird zuerst elektronisch exakt vermessen.
Dabei werden Form-Besonderheiten rechts und links festgestellt.
Kein Mensch hat zwei identische Füße. Am Ende schlägt der Computer Skimodelle
und Größen vor, die für Sie am besten sind.

Profisportler gehen noch einen Schritt weiter:
Sie lassen sich die harten Außenschalen und vor allem den Innenschuh
individuell zu den Fußabmessungen herstellen. Dadurch werden Skischuhe
mindestens doppelt oder dreifach so teuer wie normal.

Der Profi-Skifahrer zieht sich eine Innenschuh-Hülle an.
Zwischen Fuß und Hülle ist noch genügend Platz.
Dieser wird nun mit selbsthärtendem Schaum ausgefüllt.
Damit ergibt sich ein perfekt sitzender Skischuh.

 

Unfallgefahren und Verletzungsursachen beim Skilaufen

 

Wenn Sie kalte Füße bekommen
Skilangläufern und Skiwanderern wird das natürlich nicht passieren.
Sie sind pausenlos in Bewegung. Der Blutkreislauf läuft auf Hochtouren.
Abfahrer hingegen haben oft Bewegungspausen. Am Lift zum Beispiel.
Was kann man tun, wenn man kalte Füße bekommt?

Der Schuh soll eng sein. Die Bewegungsfreiheit der Füße ist somit eingeschränkt.
Sie können dem Erkältungsproblemen vorbeugen, indem Sie die Skischuhe
nachts in einem warmen Raum aufbewahren.
Nicht direkt am Heizkörper, sonst verformt sich der Schuh.

Außerdem gibt es batteriegesteuerte Schuhheizungen.
Die müssen beim Anziehen natürlich entfernt werden.
Ansonsten hilft nur ausreichend Bewegung.
Trippeln oder laufen Sie, wenn Sie auf die Seilbahn warten.

Beim Anpassen der Skischuhe im Sportgeschäft sollten Sie mindestens
ein paar dicke Skisocken tragen. So wie Sie das später auch tun.
Damit wird vermieden, dass Sie eine zu kleine Schuhgröße auswählen.
Normalerweise ist die Größe bei Skischuhen eins größer als bei Alltagsschuhen.

Neue Skischuhe einlaufen
In der Woche vor dem Skiurlaub sollten sie die Dinger zu Hause mehrere Stunden
pro Tag tragen. Damit passt sich der Innenschuh Ihrer Fußform ein wenig an.
Außerdem können Sie feststellen, wo es noch drückt.
Und vielleicht noch Gegenmaßnahmen ergreifen: Anpassung im Sportgeschäft.

Schneewanderer können leicht Probleme bekommen mit Blasen an den Fersen.
Vorbeugung: einen 7cm langen Streifen Hansaplast auf die Ferse kleben.
Hilft auch beim normalen Wandern.
Sollten Sie so überhaupt nicht mit dem neuen Gerät zurecht kommen:
Dann gehen Sie am Wintersportort zu einem Skischuh-Fachmann.
Lassen Sie sich beraten, oder leihen Sie sich Schuhe aus.
Das ist immer noch besser als sich tagelang herumzuquälen.

Wie lange halten Skischuhe?
Das hängt davon ab, wie oft sie benutzt werden. Wer im Winter nur eine Woche lang
Ski fährt, kann die Schuhe durchaus über mehrere Jahre tragen.
Vorausgesetzt: sie werden nach Saisonabschluss gut gepflegt:

Die Hartschalenstiefel werden außen gereinigt.
Die Innenschuhe werden gut getrocknet und desinfiziert.
Danach schließen Sie die Schnallen.
Und motten die Skischuhe ein bis zum nächsten Winter.
An einem trockenen, etwas temperierten Ort.

 

Skifahren in Österreich und Schweiz:
Beste Pisten im Überblick

 

Lothar Mader

 

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