Reisen USA: New York, Florida, New Orleans, Niagarafälle

Rundreisen im Osten der USA

New York, Indian Summer, Niagara-Wasserfälle,
Mississippi und New Orleans lassen Reisen
durch die USA zu einem einzigartigen Erlebnis werden

Indian Summer in USA. Farbige Bäume im Wald

Indian Summer am Lake Shenandoah in den Blue Ridge Mountains

Reisen an die Ostküste der USA gehören zu den beliebtesten überhaupt.
Fast nirgendwo sonst erlebt man gleichzeitig so hochmoderne, und doch
kultur- und geschichtsträchtigen Monumente wie in New York, Boston, Washington DC,
Philadelphia und New Orleans. Nirgendwo ist die Natur so schön, die Geschichte
der Vereinigten Staaten so allgegenwärtig wie in den Neuengland-Staaten und im Tiefen Süden.

Kommen Sie mit mir auf eine Rundreise an der US-Ostküste.
Ich zeige Ihnen die schönsten Sehenswürdigkeiten zwischen Atlantik und Mississippi.
Von den großen Seen an der kanadischen Grenze bis zu den
tropisch heißen Südstaaten am Golf von Mexiko.

Perfekte Jahreszeiten für die Ostküste der USA sind das Frühjahr und der Herbst.
Im Sommer ist es doch arg heiß. Sogar in New York, das immerhin auf südlicher Höhe
von Italien liegt. Erst recht in Florida und in den Golfstaaten im Süden.

Hier die 18 Stationen meiner USA-Rundreise im Überblick
New York, Hudsontal, Vermont, Massachusetts
Maine, Pennsylvania, Niagarafälle, die großen Seen
Chicago, Ohio, Mississippi, New Orleans
Washington DC, Tennessee, Virginia
South Carolina, Georgia und Florida.
Viel Spaß beim Lesen!

 

New York – das Tor zur Neuen Welt
Beginnen möchte ich meine Reise mit der turbulentesten Stadt der USA: dem Big Apple.
Beim Anflug auf dem Kennedy-Airport stechen uns gleich 2 Dinge ins Auge:
die Freiheitsstatue in der Hafeneinfahrt und das wuchtige Empire State Building.
Die 90 Meter große Dame mit der vergoldeten Fackel steht als Symbol für Freiheit.
Der einst höchste Wolkenkratzer der Welt symbolisiert die Macht, Tollkühnheit
und die technische Leistungsfähigkeit des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten.

Was für Berlin der Alexanderplatz, das ist für die Weltstadt New York der Times Square.
Hier pulsiert das Leben der Stadt. Wenn die Nacht herein bricht,
dann setzt das Lichtermeer der Leuchtreklamen von Coca Cola, Sony und MTV ein.
Gleich nebenan können die Urlauber das Film- und Theaterviertel des Broadway besichtigen.
New York ist sogar an Silvester eine Reise wert:
dann versammeln sich am Times Square Hunderttausende zu einer Mega-Party.

Zu den Sehenswürdigkeiten am Big Apple gehören zweifellos die Brooklyn Bridge
zwischen Manhattan und Brooklyn. Sowie das Rockefeller Center. Wo man auf einer
Aussichtsterrasse einen Blick auf die Wolkenkratzer und das bunte Treiben der Stadt werfen kann.
An die Tragödie des World Trade Centers wollen die Reisenden
vielleicht lieber nicht erinnert werden. Aber eine Besichtigung des Madison Square Garden
(Sportveranstaltungen) könnte sich lohnen.

Bevor wir uns von New York verabschieden, möchte ich Ihnen noch 2 Highlights nennen:
nach so viel Trubel entspannen sich die Touristen gern in der grünen
Baum– und Wasserlandschaft des Central Parks.
Wer aber immer noch nicht genug hat von Action und Nervenkitzel, hat die Möglichkeit,
die Skyline der Weltmetropole bei einem Helikopter-Flug zu fotografieren.

 

Das Hudsontal
In New York besteigen wir ein Schiff und fahren nach Norden. Den Hudson aufwärts,
in Richtung Montreal. 30 Kilometer hinter New York beginnt eine ganz andere Welt.
Die endlosen Wälder links und rechts des Flusses waren vor 300 Jahren
noch der Lebensraum der irokesischen Waldindianer.

In diesen Jagdgründen haben sie in grauer Vorzeit dem Grizzly und dem Elch nachjagt.
So mancher Amerikaner schwört beim Grab seiner Großmutter,
dass heute noch in sternenklaren Nächten die unsterblichen Seelen
der Mohawk, Seneca und Mohikaner am Hudson herumgeistern.

Noch nicht ganz so lange ist es her, dass ein kleines Städtchen im Hudson Valley
von sich reden machte. Als Stars und Sternchen der Musik-, Hippie- und Flower-Power-Szene
hier im Staate New York das weltberühmte Woodstock-Festival abhielten.

Die Flusslandschaft am Hudson bietet im Herbst ein herrliches Farbenspiel.
Die Blätter der Ahornbäume färben sich zuerst rot, dann gelb. Es ist ein entspannender Anblick
für die Reisenden. Das Hudsontal ist generell recht idyllisch und naturbelassen.

Bei Landgängen werden Weingüter besichtigt. Ferner die Nachbildung eines Indianerdorfes.
Und die größte Militärakademie der USA: West Point.
Vorbei an Albany – immer noch im Staate New York – erreicht unser Schiff
die nächste Station der USA-Rundreise.

 

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Die grünen Berge von Vermont
Noch einen Tick idyllischer als das Hudson-Valley und irgendwie anders als die anderen
Neuengland-Staaten der USA ist die ehemalige Hippie-Kolonie Vermont.
80 Prozent der Staatsfläche besteht aus Wäldern.
Dazwischen liegt der Lake Champlain: ungefähr 180 km lang und 10 km breit.
Schauplatz zahlreicher Schlachten in der frühen amerikanischen Geschichte. Sowohl zwischen
England und Neu-Frankreich (Kanada) als auch zwischen den Briten und der Kontinentalarmee.

Der Lake Champlain ist benannt nach dem französischen Entdecker Samuel de Champlain.
Von Kanada aus kam er um 1605 als erster Weißer in die abgeschiedene Urwaldlandschaft
südlich von Montreal. Und nannte diesen Landstrich „Les verts monts“ (die grünen Berge).

Heute ist der Lake Champlain ein schönes Erholungsgebiet für Großstädter aus New York.
Rund um den See können wir Urlaubsreisende uns sportlich betätigen
:
auf ausgedehnten Fahrrad- und Wandertouren durch die Laubwälder.
Wir können schwimmen, angeln, Kitesurfen und Mountainbiken.
Oder bei einem Bootsausflug einige der 80 Inseln mitten im See entdecken. Im Winter kann man
in den Vermonter Bergen prima Ski fahren – in einer Region wo garantiert immer Schnee liegt.

Das Besondere am US-Bundesstaat Vermont ist aber nicht nur die märchenhafte Naturlandschaft.
Sondern auch die außergewöhnliche Mentalität der Bewohner.
Wie nirgendwo sonst in den Vereinigten Staaten wird ökologischer Anbau
so konsequent betrieben wie in den Green Mountains.

Umweltschutz und ein Leben im Einklang mit der Natur stehen an oberster Stelle.
Vermont war der letzte US-Staat, wo Supermarktketten wie Wal Mart Fuß fassen konnten.
Noch heute sieht man viel mehr kleine Ökoläden im Tante-Emma-Stil als ungeliebte
Fast Food-Anbieter. Die Reisenden haben Gelegenheit, in den Dörfern von Vermont
biologisch betriebene Höfe und die Ahornsirup-Herstellung zu besichtigen.

 

Boston – die reiche Elitestadt
Bevor es auf unserer USA-Reise weiter nach Norden geht, zu den Niagarafällen,
machen wir noch einen Schwenker nach Osten: an die Atlantikküste.
Es wird Zeit, dass wir mal wieder Großstadtluft schnuppern.

Nächste Ziel ist Boston, die Hauptstadt von Massachusetts.
Wohl die europäischste aller amerikanischen Großstädte.
Kultur, Bildung, Finanzen, Wissenschaft und Geschichtsbewusstsein:
so könnte man die Hafenstadt in Massachusetts wohl am besten charakterisieren.

Vornehme Lady
Hier am Atlantik regiert nicht der schnöde Mammon stinkender Industriefabriken.
Sondern eine ganze Reihe exquisiter Bildungseinrichtungen.
Auch die Sprache der Bostoner kommt dem Britischen Englisch aus der Alten Welt noch ziemlich
nah. Worüber New Yorker und erst recht Menschen in Florida sicher die Nase rümpfen.

In der „sauberen Stadt“ Boston gibt es also keinen Smog und nur wenig Abgase.
Dafür beheimatet die eleganteste Dame Neuenglands aber viele Unternehmen
aus der Finanzbranche. Und die weltberühmte Elite-Universität von Harvard.
Die älteste Hochschule der USA.

Abgesehen von der Harvard-University dürfte Boston durch die Geschichtsbücher
am berühmtesten sein. Im Jahr 1773 fand im Hafen nämlich die „Boston Tea Party“ statt.
Aus Protest gegen die neue Teesteuer des englischen Königs warfen mutige Bürger
einfach die Teeladung ins Wasser.
Das war praktisch der Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges.

Auf dem 4 Kilometer langen  „Freedom Trail“ (Freiheitspfad“) zeigen die Bostoner
den Besuchern die Stationen des mühsamen Wegs von der Britischen Kronkolonie
bis zur Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten.

Viele Museen, Filme, Theateraufführungen und historische Stätten von Boston
erinnern noch heute an diesen denkwürdigen Tag im Hafen.
Daneben finden die USA-Reisenden aber auch eine Reihe kunsthistorischer Museen
(z.B. Museum of Fine Arts) mit Bildern europäischer Maler wie Rembrandt, van Gogh und Gauguin.

Historische Altstadt von Boston
Beacon Hills und Back Bay: dort sieht man noch gut erhaltene Gebäude aus der Kolonialzeit.
Da die Puritaner eifrige Gottesanbeter sind oder waren, können in Boston auch einige Kirchen
besichtigt werden. Abschließend möchte ich noch das New England Aquarium nennen.
Ein riesiges Wasserbecken, wo die Urlauber mehr als 20.000 Meerestiere beobachten können.

Ausflüge in Massachusetts
In einem für deutsche Verhältnisse dünn besiedelten Land wie den USA findet sich
immer wieder ein stilles Örtchen, wo man in Ruhe seinen Urlaub genießen
kann.
Vor der Küste von Massachusetts liegen rund 20 kleinere Inseln.
Hier erholen sich die Bürger von Boston am Wochenende. Auch Urlauber nutzen gern die Chance,
umgeben von rauschenden Wellen zu wandern. Oder von September bis November den Anblick
der welkenden rot-gelben Blätter zu genießen.

Sehenswert ist auch die Walfänger-Insel Nantucket im Süden.
Und die Halbinsel Cape Cod, mit zahlreichen Leuchttürmen und Stränden.
Cape Cod bietet den Reisenden ausreichend Gelegenheiten zum Spaziergehen,
Biken und für Ausflüge auf Fischerbooten.

Historisch interessierte Urlauber werden entzückt sein von dem kleinen Ort Salem.
Dort wurden noch Ende des 17. Jahrhunderts viele Frauen als Hexen bzw. Gespielinnen
des Teufels angeprangert. Und öffentlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Dieses Thema wird in einem Museum dokumentiert.

Zuletzt möchte ich den USA-Reisenden noch die Hafenstadt Plymouth ans Herz legen.
Besonders interessant an diesem Ort ist die originalgetreue Nachbildung der Mayflower.
Des ersten englischen Segelschiffes, das seinerzeit an diesen Ufern der Neuen Welt landete.

 

Maine – das wilde Land
Der Indian Summer ist ein typisches Markenzeichen des nordöstlichsten Bundesstaates
der USA. Hervorgerufen wird dieses Naturphänomen durch bestimmte Wettereinflüsse.
Im Frühherbst (Ende September) muss es tagsüber noch einigermaßen warm sein.
Die Nacht muss schon kalte Temperaturen bringen.

Dann passiert es: Die Blätter der Ahornbäume, Birken und Eichen färben sich zuerst tiefrot.
Später gehen sie in Gold, Orange und Gelb über.
Eine Farbenpracht wie sie nur hier im Osten der USA und in Südkanada zu sehen ist.
Zigtausende Laubtouristen reisen nur wegen des Indian Summers nach Neu-England.

Da der Bundesstaat Maine schön ruhig und fast zu 90 Prozent mit Wald bedeckt ist,
gehört er zu den zugkräftigsten Regionen im Nordosten der Vereinigten Staaten.
Vor allem das Gebiet an der Grenze zu Quebec/ Kanada ist ziemlich
menschenleer und naturbelassen.

Eine Wildnis fast noch so wie zu Indianerzeiten. In den einsamen Kieferwäldern, in den Bergen
und an den zerklüfteten Küstenstreifen von Maine ergeben sich für die USA-Urlauber
gute Chancen für Wanderungen und Trekkingtouren.
An den mehr als 2.000 Seen kann man Kajak fahren, angeln oder bummeln.
Keine Region in Neuengland hat so viele Seen wie Maine.

Ein weiteres Highlight in Main ist der Acadia-Nationalpark auf der Mount Desert Island.
Ein paar Kilometer draußen auf dem Meer.
Maine – das ehemalige Acadia – gehörte ursprünglich zu Neu-Frankreich (also Kanada).
Französisch sprechende Leute findet man aber keine mehr. Sie wurden schon vor 350 Jahren
von der englischen Kolonialmacht ins Mississippi-Delta bei New Orleans deportiert.

Einen besonders schönen Ausblick auf die Inselwelt und die Wogen Atlantiks hat man
vom Cadillac Mountain aus. Der höchsten Erhebung (über 1.600 Meter) von Maine.
Im Acadia-Nationalpark können die Urlauber in salzhaltiger Seeluft lange Spaziergänge
an der felsigen Atlantikküste machen. Sie können sich auch ein Pferd mieten und reiten.

Wen es aufs Wasser zieht, kann mit den Fischern auf Hummerfang gehen.
Dabei wird man Delfine und Seehunde sehen.
Und mit ein wenig Glück auch Wale, die in diesen Gewässern oft ihre Bahnen ziehen.

Auch für Wintersportler bietet das weit nördlich gelegene Maine paradiesische Zustände.
Weitere lohnswerte Ziele in Maine sind die Hafenstadt Portland,
und der höchste Berg des Staates: der Mount Katahdin.

 

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Philadelphia und Pennsylvania
Bevor wir zu den Niagarafällen kommen, machen wir schnell noch
einen Seitensprung rüber nach Pennsylvania, westlich von New York.
Seinen Namen verdankt dieser US-Bundesstaat seinem Waldreichtum.
Und vor allem dem englischen Quäker und Gründervater William Penn.

In der Hauptstadt Philadelphia gibt es für die Reisenden zahlreiche Sehenswürdigkeiten
zu besichtigen. Viele davon sind Zeitzeugen der frühamerikanischen Geschichte.

Beginnen wir mit der Independence Hall. Hier unterschrieben die 13 Neuenglandstaaten
unter Führung von George Washington und Thomas Jefferson im Jahr 1776
die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten. Just in dem Augenblick,
als die Erklärung der Öffentlichkeit verkündet wurde, setzte das Läuten der „Liberty Bell“ ein.

Die bronzefarbene Glocke der Freiheit kann heute noch in Philadelphia besichtigt werden.
Bimmeln tut sie aber nicht mehr. Aber sie ist noch im Liberty Bell Center ausgestellt.
Sehenswert könnte außerdem das ehemalige Domizil des Schriftstellers Edgar Allan Poe sein.

Doch Philadelphia lebt nicht nur von seiner Geschichte.
Ähnlich wie in New York, wird Skyline der Stadt bestimmt durch ein Meer
von Wolkenkratzern. Die Hauptstadt von Pennsylvania ist der Sitz
von bedeutenden Wirtschafts- und Versicherungsunternehmen.

Auch das Nachtleben von Philly gehört mit zum Besten in den USA.
Zum Ausspannen gibt es einen Zoo und zahlreiche Parks (z.B. Washington Square).
Philadelphia bietet außerdem gute Shopping-Möglichkeiten.

Bei einer Neuengland-Rundreise sollte man Pittsburgh nicht vergessen.
Die Stadt ist mit seinen Industrieanlagen zwar nicht unbedingt eine begnadete Schönheit.
Allerdings liegt sie eingebettet in eine bemerkenswert schöne Naturlandschaft.
Nämlich am Zusammenfluss der großen Ströme Allegheny und Monongahela.
Diese beiden bilden genau hier in Pittsburg den Anfang des Ohio-River.

Wir besichtigen das Fort Pitt-Museum. Diese Festung mitten in der Urwaldwildnis spielte eine
zentrale Rolle in den kolonialen Auseinandersetzungen zwischen Briten und Franzosen.
Und später in den Indianerkriegen der USA im Ohio-Territorium.

Wir erfreuen wir uns an dem Anblick von mehr als 400 Brücken, die uns an Venedig erinnern.
Und wir relaxen im Zentrum der Altstadt, am Golden Triangel (goldenes Dreieck).
Weil sich hier – ähnlich wie in St. Louis oder am Deutschen Eck in Koblenz –  zwei große Flüsse
zu einem noch viel breiteren Strom vereinen: zum Ohio River.

Zu den interessanten Orten bei einer Pennsylvania-Rundreise gehört die Hauptstadt Harrisburg.
Nur 3 Jahre nach Tschernobyl hat die Stadt durch ein Atomreaktorunglück
traurige Berühmtheit erlangt. Auch die historische Stätte von Gettysburg sollte man
gesehen haben. Dort fand im Amerikanischen Bürgerkrieg die entscheidende Schlacht
zwischen Nord- und Südstaaten statt.

Für manche US-Reisende könnte der Besuch bei einem außergewöhnlichen
Menschenschlag  eine wertvolle Erfahrung sein.
Denn östlich von Harrisburg leben die Mennoniten in einer eigenen Welt.
Die Vorfahren kamen der Schweiz und aus Deutschland. Es gibt hier einen Ort, der heißt Berlin.

Die Mennoniten leben wie Aussteiger, oder wie unsere Vorfahren vor 200 Jahren.
Sie verweigern sich jedem Fortschritt. Haben keinen elektrischem Strom, keinen Kühlschrank,
kein Telefon und kein Internet. Sie leben ausschließlich von der Landwirtschaft.
Statt Traktoren nutzen sie nur Pferde.
Statt Erntemaschinen einzusetzen, machen sie alles von Hand.
Die Mennoniten sind freudlos gekleidete Menschen, die streng nach ihrer Religion leben.

 

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Niagarafälle
„Donnerndes Wasser“ – Niagara: so nannten die Ureinwohner dieses spektakuläre
Schauspiel genau an der Grenzen zwischen der USA und Kanada.
Ursache für dieses Phänomen: die Wasserspiegel von Eriesee (175m)
und Ontariosee (75m) haben eine unterschiedliches Höhenniveau.

Der Niagara-River fließt also vom höher gelegenen Lake Erie nach Norden.
Irgendwie muss er auf einer Länge von nur 50 Kilometern den Höhenunterschied
von 100 Metern überwinden. Genau das passiert an den Niagarafällen
.
Mit 154 Millionen Liter Wasser pro Minute stürzt der Fluß rund 50 Meter in die Tiefe.
Das sind ungefähr 1 Million Badewannen voll alle 60 Sekunden.

Wer nach Nordamerika kommt, muss sie einfach gesehen haben.
Die Fälle sind zweigeteilt. Eine Seite liegt in Kanada, die andere in den USA.
Man sollte sich die Niagarafälle von der kanadischen Ontario-Seite
aus ansehen –
auch Horseshoe Falls genannt.
Denn die ist viel größer und spektakulärer als die US-Seite im Bundesstaat New York.

Reisende, die Bilder von den Fällen machen möchten, begeben sich am besten
auf eine der Aussichtsplattformen. Eine davon – das Table Rock House Center –
ist nur 4 Meter von der Stelle entfernt, wo das Wasser senkrecht nach unten fällt.
Die amerikanischen Tribünenplätze liegen auf der Luna Island.

Seitlich von den Fällen gibt es viele solcher Besichtigungs-Plattformen.
Manche ganz oben an der Wasserbruchkante. Andere in der Mitte oder ganz unten.
Man trägt einen wasserdichten Poncho und eine Regenkappe. Allerdings wird das Gesicht nass.
Man versteht vor lauter Tosen sein eigenes Wort nicht.
Aber man steht vor einem der größten Wunder auf unserem Planeten.
Die Fotokamera sollte man irgendwie gegen Feuchtigkeit schützen.

Vor der Regulierung von Menschenhand waren die Niagarafälle noch viel wilder als heute.
Man hat nämlich Umleitungen gebaut, um in Wasserkraftwerken Strom zu gewinnen.

Es ist nicht so sehr die Höhe der Fälle (52 Meter), welche Jahr für Jahr ungefähr 15 Millionen
Touristen aus aller Welt anziehen. Vielmehr ist die Breite und die Geräuschkulisse imponierend.
Die kanadischen Wasserfälle haben eine Breite von fast 800 Meter.
Auf amerikanischer Seite sind „nur“ 360 Meter.

Noch mehr Nervenkitzel können die USA-Reisenden auf einer geführten Bootstour erleben.
In kurzen Zeitabständen fahren Boote von unten an die herabstürzenden
Fluten heran. Soweit es eben zu verantworten ist.
Bei einem Helikopterflug kann das Naturwunder aus der Luft gefilmt werden.

Außerdem besteht die Möglichkeit zu einem Spaziergang direkt hinter die Niagarafälle.
Dort, wo das Wasser unten aufklatscht und eine riesige Gischtwolke entsteht:
dorthin führen feste Wege. So dass man plötzlich hinter dem Wasser steht.
Und nur eine weiße Wand vor sich sieht.

 

Die 5 Großen Seen in Nordamerika
Den Eriesee und den Ontario habe ich oben schon erwähnt.
Daneben haben wir den Oberer See (Lake Superior), den Huronsee
und den Michigansee bei Chicago. An der Übergangsstelle sind die Seen jeweils
durch eine Wasserstraße miteinander verbunden.

Der Ontariosee im Osten fließt in den mächtigen Stankt Lorenz-Strom.
Dieser mündet später vor Neufundland in den Atlantik.
Die Grenze zwischen den USA und Kanada verläuft mitten durch 4 der 5 Seen.
Nur der Michigan-See liegt komplett auf amerikanischem Territorium.

Die 5 großen Binnenseen gehören einfach zum Programm von Nordamerika-Reisen dazu.
Denn hier erleben die Urlauber eine reizvolle Naturlandschaft mit Wäldern
und attraktiven Küstenabschnitten. Das I-Tüpfelchen sind Kreuzfahrten,
die über die größte Süßwasser-Seenlandschaft der Welt angeboten werden.

Die ersten Europäer, die hierher kamen, waren französische Pelzhändler (Voyageurs).
Mit Kanus paddelten sie über Hunderte von Kilometern in die endlosen Weiten des Westens,
um bei den Indianern Werkzeuge gegen Tierpelze einzutauschen.
Später konnten sie die Bären- und Biberfelle in Montreal, Ottawa
und Quebec gegen gutes Geld zu verhökern.

Aus dieser Frühzeit stammen die französischen Namen der Region,
wie Sault Ste. Marie, Marquette, Louisville, Fort Frances und Belleville.
Ein Hauch von Abenteuerlust liegt also in der Luft, wenn man sich an den Großen Seen aufhält.

Wem Kreuzfahrten zu komfortabel sind, der kann sich an den Seen sportlich austoben:
Segeln, Kanu oder Kajak fahren, Windsurfen.
Oder einfach ganz entspannt auf einem See angeln.

Die Landstriche rund um die 5 Großen Seen sind – abgesehen von großen Metropolen
Chicago und Detroit – relativ ruhig und beschaulich. Massentourismus gibt es nicht.

Im Sommer können wir am See baden und tauchen. Wir können auch einen
der Nationalparks aufsuchen. Wo es Bären, Wölfe und Elche zu fotografieren gibt.
Praktisch zu jeder Jahreszeit können wir wandern. Im Winter können wir auf Schneeschuhen,
Skiern oder auf dem Schneemobil die verschneite Landschaft genießen.

 

Chicago
Am Südufer des Michigansees – im Staate Illinois – liegt Chicago.
Eine Stadt, die weltberühmt wurde durch den Autobauer Henry Ford und durch Al Capone-Filme.
Außerdem beginnt in Chicago der legendärste Highway der USA: die Route 66.
Von hier aus läuft die Biker- und Truckerautobahn bis nach Los Angeles.
So kommen wir auch gleich zur nächsten Touristen-Attraktion der Region:
zum Harley Davidson-Museum in Milwaukee.

Wenn wir die Wolkenkratzer-Skyline von Chicago von oben betrachten möchten:
dann fahren wir am besten hoch auf den „360 Chicago“. In einer Höhe von 300 Metern
hat man hier einen guten Ausblick über die Stadt und den Michigan-See.

Nach soviel Naturerlebnissen an den Großen Seen können die Reisenden jetzt mal ordentlich
shoppen gehen. Die Innenstadt von Chicago – auch Downtown genannt – ist ideal dazu.
Später werden wir uns aufmachen zum Buckingham Fountain: einem  Wasserspringbrunnen
mitten in der Stadt. Wenn Sie am Fernsehen schon mal den Vorspann von Al Bundys
„Eine schreckliche Familie“ gesehen haben: dort ist der Springbrunnen zu sehen.

Die grüne Lunge von Chicago bilden der Millennium-Park und der Grant Park.
Hier können die USA-Reisenden sich in aller Ruhe entspannen.
Leute beobachten, vielleicht Kontakte knüpfen.
Sie können spazieren gehen. Und sich in einem Restaurant stärken.
Mit etwas Glück erleben sie im Millennium-Park ein Musikfestival oder eine Theater-Veranstaltung.

Interessant ist sich sicher auch der so genannte „Navy Pier“. Eine Boulevardstraße direkt
am Michigan-See. Dort finden Urlauber viele Unterhaltungs- und Einkehrmöglichkeiten.
Zum Beispiel das Riesenrad und ein Shakespeare-Theater.

Die Bewohner Chicagos kommen multikulti aus aller Herren Länder.
Wir können uns Chinatown ansehen. Das griechische, das italienische und das deutsche Viertel.
Am Abend könnte man eine Disco, einen Club oder das Theaterviertel aufsuchen.

 

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Ohio
In der Folgezeit unserer USA-Rundreise befinden wir uns größtenteils auf dem Schiff.
Zuerst geht’s den 1.500 Kilometer langen Ohio hinab: von Pittsburgh/ Pennsylvania
über Cincinnati, Louisville bis in die Gegend von St. Louis.
Wo schon die amerikanische Prärie beginnt.
Später dann geht’s über den Mississippi in den tiefen Süden:
bis nach New Orleans – die Perle am Golf von Mexiko.

Das Land am „Schönen Fluss“ (Indianisch: „Ohio“) grenzt im Norden an die Großen Seen.
Beginnen wir uns Reise aber dort, wo durch den Zusammenfluss von Monongahela River
und Allegheny River der Ohio-River entsteht: in Pittsburgh.
Die Sehenswürdigkeiten der Stadt habe ich oben bei „Pennsylvania“ schon beschrieben.

Das Schiff bringt uns weiter flussabwärts nach Cincinnati.
Auch hier gibt es – wie in Chicago – einen imposanten Fountain Square (Springbrunnen).
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Music Hall und der Carew Tower.
Das ist ein 175 m hoher Wolkenkratzer. Von dort aus hat man bei guter Sicht einen Ausblick
auf das benachbarte Louisville und bis in den Bundesstaat Indiana.

Wir reisen noch einmal nach Norden. Am Lake Erie liegt Cleveland/ Ohio.
Dort sollten wir uns die Rock’n Roll-Halle nicht entgehen lassen.
Ein Museum, wo die Laufbahn der berühmtesten Rock and Roll-Stars dokumentiert ist.
German Town heißt der Distrikt, wo wir uns historische Häuser aus dem 19. Jahrhundert ansehen.
Zuletzt gehen wir in Cleveland noch in die Shopping-Meile.
Einkaufen muss schießlich auch mal sein.

Direkt am Erie-See – nicht weit von Detroit – liegt das kleine Städtchen Sandusky.
Besonders im Sommer ist diese Gegend interessant. Denn am See befinden sich schöne Strände,
wo man sich gut erholen und Wassersport treiben kann.

Gleich nebenan finden wir ein Top-Highlight des US-Staates Ohio: den Cedar-Freizeitpark.
Es ist einer der meist besuchten Vergnügungsparks in den gesamten USA.
Hauptattraktion sind ein Dutzend Achterbahnen. Eine davon ist 130 Meter hoch.
Todesmutige Leute können mit Wahnsinns-Geschwindigkeiten
bis zu 180 km/h in die Tiefe rauschen.

Auf dem Weg den Ohio abwärts legen wir in Louisville einen Stopp ein –
ursprünglich eine französische Siedlung. Wir sehen uns die Pferderennbahn an.
Pferderennen sind typisch für Ohio und das benachbarte Kentucky.
Dann besuchen wir das Muhammed Ali Center.
Wo die sportliche Laufbahn des vielleicht größten Boxers aller Zeiten gezeigt wird.
Wir lassen uns den Bourbon-Trail nicht entgehen: der führt uns unter anderem
zu Brennereien, wo der berühmte Whisky von Kentucky destilliert wird.

Unsere Reise den Ohio hinunter findet ein Ende in Cairo.
Der „Schöne Fluss“ Ohio mündet nun in den „Old Man River“ Mississippi.
Viele Flüsse in den USA haben einen blumigen Spitznamen.

 

Mississippi-Flussreise
Etwas oberhalb von St. Louis besteigen den Flussdampfer.
Dort, wo der Oberlauf des Mississippi und der Missouri sich zu einem mächtigen Strom vereinen.
Auf dieser Wikipediaseite ist unten eine vergrößerbare Landkarte.
Dort können Sie den Verlauf des größten Stroms der USA sehen.

Die Quelle des fast 4.000 Kilometer langen Stromes liegt weit oben im Norden,
an der Grenze zu Kanada. Der Mississippi fließt vorbei an Prairie und Maisfeldern.
Weiter südlich sehen wir auch heute noch Baumwoll-Plantagen.
Dazu große Sümpfe, Wasserschlangen und Alligatoren.

Im Delta des Mississippi liegt New Orleans. Französische Entdeckungsreisende (de la Salle)
waren um 1715 die ersten Europäer, die den Strom hinunter gefahren sind.
Um am Golf von Mexiko die Siedlung „Nouvelle Orléans“ zu gründen.

Der Norden
Ich denke, den Oberlauf des Mississippi können wir uns schenken.
In Hannibal (Missouri) gehen wir an Bord. Mark Twain hat das damalige Leben
in dieser Stadt im weltberühmten Roman „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ verewigt.
Zu einer Zeit, als noch gesetzlose Revolver-Helden, Trapper, Glücksritter,
Messerstecher, Abenteurer und die letzten Indianer die Mississippi-Gegend unsicher machten.

50 Kilometer flussabwärts kommt die größte Stadt dieser Region: St. Louis –
wieder ein französischer Name, benannt nach irgendeinem König Ludwig.
Das Tor zum Westen der USA war Austragungsort der Olympischen Spiele von 1904.

Wahrzeichen von St. Louis ist die Gateway Arch. Ein großer runder Bogen.
Der erinnert an den Verkauf des riesigen Louisiana-Gebietes westlich des Mississippi
von Napoleon Bonaparte an die die Vereinigten Staaten.
Zu einer Zeit, als die amerikanischen Entdeckungsreisenden Lewis und Clark
sich aufmachten, um den Westen des Kontinents bis zum Pazifik zu erforschen.

Wir schiffen uns wieder ein. Nächste Station ist New Madrid.
Ja, auch Spanien hat in Louisiana eine Zeit lang gut mitgemischt.
Der Mississippi macht eine Schleife von 180 Grad. Das historische Museum von Madrid zeigt uns,
wie einst Indianer und die ersten weißen Pioniere am Großen Strom gelebt haben.

Der Süden des Mississippi
Nächste Station am Old Man River ist Memphis, im Staate Tennessee.
Nun sind wir schon in den Südstaaten.
Die Temperaturen werden merklich wärmer. Wir sehen die ersten Baumwollfelder.

Memphis ist eine Musikmetropole in Dixieland. Wir sehen uns die Villa von Elvis Presley an.
Außerdem die Gedenkstätte, wo der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King ermordet wurde.

Vorbei an Greenville, erreichen wir schließlich Vicksburg, im Staate Mississippi.
Je weiter wir nach Süden kommen, desto mehr fallen die Hochwasser-Schutzmauern auf.
Der Old Man River wird immer breiter. Das Land ist sehr flach.
Immer wieder zerstören die Fluten des Mississippi Häuser, Autos, Telefonmasten und Holzhütten.

Vicksburg wurde berühmt durch eine Schlacht im Amerikanischen Bürgerkrieg.
Durch den Sieg gewann die Yankee-Union die Kontrolle über den Fluss.
Das reiche New Orleans war damit für die Konföderierten verloren.
Es konnte keine Baumwolle mehr exportiert werden.

Wir reisen weiter flussabwärts. Und gehen in Natchez an Land.
Vom Bluff Park aus genießen wir einen herrlichen Ausblick auf den Mississippi.
Am Fluß entlang können wir uns die Füße vertreten oder radeln.

Im Lauf seiner Geschichte hat Natchez oftmals den Besitzer gewechselt:
Spanier, Franzosen und Engländer gaben sich hier die Klinke in die Hand.
Vom großen Baumwoll-Reichtum der Stadt zeugen heute noch
prächtige Südstaaten-Villen auf der Monmouth Plantation.

Vorletzte Station unserer Mississippi-Dampferreise ist Baton Rouge,
die zweitgrößte Stadt des Bundesstaates Louisiana.
In dieser Gegend haben die USA große Erdölraffinerien.
In Museen und auf Plantagen erhalten wir einen Einblick
in das Südstaaten-Leben vor dem Sezessionskrieg.

Rund um Baton Rouge gibt es viele Sumpfgebiete: das Überschwemmungsland der Bayous.
Das ist die Heimat der französisch-stämmigen Cajuns. Die kamen von Kanada aus hierher.
Ihre Häuser stehen auf Holzpfählen.
Die Cajuns haben hier im tiefen Süden eine eigenbrötlerische Lebensart entwickelt.
Lange Zeit lebten sie völlig isoliert vom Rest der Bevölkerung Louisianas.

Nur noch wenige Kilometer: dann erreichen wir New Orleans, die Königin des Mississippi.
Eine Stadt, die so ganz anders ist als alle anderen Städte der USA.
Im nächsten Kapitel werde ich sie ausführlich beschreiben.

 

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New Orleans – Kultstadt am Golf von Mexiko
Bei ca. 10 Millionen Besuchern pro Jahr ist die Stadt ein richtiger Touristenmagnet.
New Orleans ist durch viele Dinge berühmt.
Zuletzt durch die Jahrhundert-Flut, die der Hurrikan Katrina angerichtet hat.
Fast die ganze Stadt stand unter Wasser. Mittlerweile hat sich das Leben wieder normalisiert.

New Orleans liegt teilweise unter dem Meeresspiegel. So dass Überschwemmungen
durch Wirbelwinde aber auch durch Mississippi-Hochwasser immer wieder mal vorkommen.

Weltberühmt ist vor allem die Musikstadt New Orleans.
Wohin man sieht: überall wird musiziert und getanzt. Auf den Straßen und in den Kneipen
wird Jazz und Blues gespielt. Die Bevölkerung – egal welcher Hautfarbe – hat Musik im Blut.
Seitdem sich die Cajuns nicht mehr in den Sümpfen abschotten,
hört man in der Stadt auch immer mehr Klänge dieser etwas eigenwilligen Musik.

Das Lebensgefühl in New Orleans ist ein ganz anderes als in New York, Chicago oder LA.
Die Bewohner haben keinen Sinn für hektisches Treiben, Hetze, Termine und Stress.
Es entspricht ihrer südländischen Mentalität, das Leben ganz unamerikanisch zu genießen.
„Easy living“ statt „Make money“.
Leichtigkeit und Gemütlichkeit statt Zeitdruck und Karrieredenken.

New Orleans ist mulitkulturell
wie keine andere Großstadt der USA.
Noch nicht einmal Miami/ Florida oder Los Angeles können da mithalten.
Wir spüren das Flair der ehemaligen Kolonialmächte Frankreich und Spanien –
Die Nachkommen werden Kreolen genannt. Und natürlich das US-amerikanische Element.

Maßgeblich wird das Leben in New Orleans auch bestimmt
durch die karibisch-afroamerikanische Lebensart.
Denn der überwiegende Teil der Bevölkerung hat eine schwarze oder dunkelbraune Hautfarbe.
In keiner Stadt der USA sieht man so viele magische Vodoo-Tänzerinnen
wie in „Big Easy“ New Orleans.

Den besonderen Charme der Südstaaten-Metropole lernen die Touristen
auch am Karneval kennen. Der Fasching nennt sich in New Orleans Mardi Gras.
Am 6. Januar beginnt ein verrücktes Treiben, das sich bis zur Fastenzeit hinzieht.
Es werden – vergleichbar mit Rio – bunte Umzüge veranstaltet.
Man sieht verrückte Verkleidungen und Karnevalskostüme.
Trompetenklänge, Masken, Vodoo-Tänzerinnen, Menschen aller Hautfarben.

Das Stadtbild von New Orleans ist wie eh und je geprägt von den kolonialen Einflüssen
aus Frankreich und Spanien. Typisch sind die spanischen Rundbögen und Innenhöfe.
Typisch auch die schmiedeeisernen Balkongeländer und schattenspende Bäume.
Denn New Orleans ist vor allem im Sommer eine schwül-heiße Stadt.
Gewitter sind hier viel häufiger und intensiver als in Europa.

Das Herzstück von New Orleans bildet das französische Viertel: das French Quarter
oder Vieux Carré. Mit der berüchtigten Bourbon Street.
Dies war in früheren Zeiten das Viertel der französischen Aristokratie.
Die bis 1850 das Stadtgeschehen beherrschte.

Überall duftet es nach würzigen Speisen. Die Cajun-Küche benutzt raffinierte Rezepte.
Wir sehen eine Jazz-Kneipe neben der anderen.
Im French Quarter gibt es jede Menge Restaurants, Souvenirläden und Flohmärkte.
Auch nachts ist hier die Hölle los. Das Franzosenviertel schläft nie.

Andere sehenswerte Plätze sind die Einkaufmeile am Jackson Square.
Und natürlich der Hafen von New Orleans.
Wo noch heute urige Schaufelraddampfer die Touristen zu Fahrten einladen.

Welche Ausflugsmöglichkeiten haben USA-Reisende in New Orleans
Wir finden in der Region schön restaurierte feudale Herrenhäusern mit runden Säuleneingängen.
Im City Park von New Orleans können wir die schattige Ecken aufsuchen,
spazieren oder mit dem Rad fahren.

Vor allem aber halte ich die Wasserwildnis unterhalb der Stadt für sehenswert.
Im weit verzweigen Mississippi-Delta kurz gibt es eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt
zu bewundern. Es werden spezielle Touren angeboten in die Region,
von wo aus früher ein Pirat namens Jean Laffite auf Kaperfahrt in die Karibik ging.
Wo er aber auch 1815 den amerikanischen General Jackson unterstütze,
um die Invasion der Briten abzuwehren.

Die Deltasümpfe südlich von Lafayette
Auffallend sind die nackten wuchtigen Wurzeln der Bäume,
die bei Ebbe aus dem Boden ragen.
Es handelt sich um wasserfestes Holz wie Teak, Sumpfzypressen und Magroven.

Wenn wir mit dem Boot fahren, wird unser Blick oft vom lang herabhängenden Spanisch Moss
behindert. Die Geräuschkulisse im Delta erinnert an das Musikkonzert im Amazonasgebiet.
Wir erblicken bunte Vögel, Pelikane und Papageienarten.
Wie sie nur in tropischen und subtropischen Regionen vorkommen.

Die Wassertiere sind nicht ganz ungefährlich:
Der Alligator würde sich über eine kleine Zwischenmahlzeit sicher freuen.
Die Sumpfkanäle sind voll von Schlangen, auch giftigen.
Auf jeden Fall muss man sich einer professionell geführten Reisegruppe anschließen.
Eine Solo-Tour wäre Selbstmord. Ganz davon abgesehen, dass man sich im Labyrinth
der Wasserarme schon in kürzester Zeit hoffnungslos verirren würde.

Leider ist dieses paradiesisch anmutende Ökosystem bedroht durch Unfälle bei den Ölbohrinseln
vor der Südküste der USA. Immer wieder kommt es vor, dass riesige Mengen Erdöl
ins Meer auslaufen. Und den Tieren im Mississippi-Delta den Todesstoß versetzen.

 

Badeurlaub an den Stränden der USA

 

Washington DC
ist die Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Obwohl die Stadt sich einwohnermäßig
und an Größe nicht mit New York, Boston und Los Angeles messen kann,
ist der Besuch von Washington ein Muss bei USA-Reisen.

Das Weiße Haus in der Pennsylvania Avenue ist nicht nur der Amtssitz des Präsidenten,
sondern auch dessen Wohnsitz. Eisenhower, Roosevelt, George Bush, Bill Clinton
und Barack Obama: Sie alle residierten und lebten zusammen mit der Familie in dem Gebäude,
das seit George Washington zu den größten Machtzentren der Welt gehört.

Wer das Weiße Haus mit allen zugehörigen Räumen von innen sehen möchte,
muss seit dem 11. September 2001 eine Security durchlaufen.
Erst danach kann er ein Besucherticket beantragen. Es ist also nicht ganz einfach.
Man kann sich aber auch darauf beschränken,
alles aus angemessener Entfernung von außen zu fotografieren.

Das zweitwichtigste Gebäude in Washington D.C. ist das Capitol auf dem gleichnamigen
Capitol Hill. Der Eintritt hier ist deutlich einfacher als beim Weißen Haus:
wir müssen uns nur im United States Visitor Center anmelden.
Das Capitol ist das Parlamentsgebäude (Kongress) der USA. In verschiedenen Sitzungssälen
tagen unabhängig voneinander der Senat und das Repräsentantenhaus.

Es gibt ein paar Galerieräume, wo die Geschichte der Vereinigten Staaten in Bildern
dokumentiert ist. Zum Capitol gehören auch die Kongressbücherei
und der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten.

Einer der berühmtesten Präsidenten der USA war Abraham Lincoln.
Mit der Sklavenbefreiung und dem Erhalt der Union hat er nicht nur Geschichte geschrieben.
Sondern maßgeblich zum Aufstieg der USA zur Weltmacht beigetragen.
Die Statue des Lincoln Memorials erinnert an diese verdiente Persönlichkeit.

Auch der erste Präsident der jungen Nation ist mit einem Denkmal verewigt.
Das 170 Meter hohe Monument erinnert an George Washington.
Erlebt hat er das nicht mehr. Das Denkmal wurde erst 100 Jahre nach seinem Tode gebaut.
Auch dem 3. Präsidenten der USA, Thomas Jefferson, hat man in Washington
ein Andenken gewidmet.

Eine weitere Sehenswürdigkeit von nationaler Bedeutung ist die Gedenkstätte
Vietnam Veterans Memorial. Nirgendwo in der Welt haben die USA so viele Soldaten verloren
wie im Vietnamkrieg. Das Geld zum Bau dieses Monuments kam bezeichnenderweise
nicht vom Staat. Sondern wurde von Vietnam-Veteranen in Spendenaktionen aufgebracht.

Als letztes Highlight in Washington möchte ich noch die Nationale Kunstgalerie nennen.
Mit vielen alten und neueren Gemälden. Und das Holocoust-Museum. Wo Opfer und Zeitzeugen
des jüdischen Völkermords mit realen Schriftstücken, Fotografien und in Videos
die wohl grauenvollste Episode der Weltgeschichte offen darlegen.

Wer sich in der Region Washington erholen möchte,
kann am Potomac River einen gemütlichen Spaziergang machen.
Noch besser: man fährt 30 Kilometer nach Osten, zur Chesapeake Bay.
Die 300 km lange und 20km breite Meeresbucht zwischen Maryland und Virginia hat im Süden
eine Verbindung zum Atlantik. Das Wasser ist relativ ruhig.
Aber gut geeignet zum Strandwandern, Schwimmen, Sonnenbaden und Segeln.

 

Tennessee
Nach den Yankee-Staaten von Neuengland bereisen wir nun die Südstaaten.
Der US-Bundesstaat Tennessee liegt im Mittleren Westen der USA:
Südlich von Kentucky und nördlich von Alabama.
Im Westen grenzt Tennessee an den Mississippi, im Osten an die Carolina-Staaten.

Bevor der weiße Mann kam, hat hier das mächtige Volk der Cherokee-Indianer gelebt.
Und zwar vergleichsweise lange. Sie waren der einzige Stamm Nordamerikas, der gewillt war,
sich der Lebensweise der Weißen anzupassen. Sie lebten und sie kleideten sich wie die Weißen.
Genutzt hat es aber wenig. Um 1840 wurden auch sie von der landhungrigen Regierung der USA
nach Westen hinter den Mississippi umgesiedelt. Um es vornehm auszudrücken.

Berühmt wurde Tennessee durch die Musik. In den Bars von Nashville hört man
noch heute Country Lieder, Blues, Rock and Roll und Banjo-Musik.
Leider wurde Tennessee auch durch ein böses Attentat bekannt:
Zur Zeit der schwarzen Bürgerrechtsbewegung wurde ihr prominentester Vertreter
Martin Luther King 1968 in Memphis von einem Neger-Hasser des Ku-Klux-Clans ermordet.

Welche Sehenswürdigkeiten sollten sich die Urlauber ansehen?
Auf jeden Fall den meist frequentierten Nationalpark der USA (8 Millionen Touristen):
den Great Smoky Mountains Nationalpark im Appalachen Gebirge.
Dort gibt es noch unberührten Urwald und ein Indianer-Reservat.
Auch Schwarzbären und Wölfe leben hier.

Wenn Sie nach dem Frühstück im Park einen Blick aus dem Fenster werfen:
Dann sehen Sie über der unendlichen Bergwildnis weiße Nebelschwaden.
Am Abend kommt es zu herrlichen Sonnenuntergängen.
Im Herbst färben sich die Blätter der Bäume rot und gelb.
Alles in allem eine sehr reizvolle Gegend mit viel Romantik und Natur-Feeling.

In diesem Nationalpark werden Sie viele schöne Fotomotive finden.
Sie können wandern, reiten oder in Seen fischen. Nehmen Sie sich warme Klamotten mit.
Denn in den Höhenlagen der Appalachen kann es empfindlich kalt werden.

Memphis am Mississippi ist die Geburtsstätte des Rock’n Roll. Elvis Presley hat hier gelebt.
Sein ehemaliger Wohnsitz Graceland steht Besuchern aus aller Welt offen.
Außerdem können Sie die Ton-Studios besuchen, wo Elvis, Jerry Lee Lewis und andere
Musikgrößen der Region ihre ersten Singles aufnahmen.
Ansonsten empfehle ich die Beale Street: die Blues-Meile von Memphis.

Die Hauptstadt Nashville ist das Mekka der Country-Sänger à la Johnny Cash.
In der Altstadt gibt es zahlreiche Bars, wo Live-Bands die Besucher
mit Honky-Tonk, Blues und Country-Liedern unterhalten.

In Nashville beginnt übrigens der Natchez-Trace.
Ursprünglich ein alter Indianerpfad der Cherokee. Später eine amerikanische Poststraße.
Mit Bus oder Auto können Sie auf dem heutigen Highway von Nashville bis runter nach Natchez
bei New Orleans fahren. Am Rande dieses Trails gibt es viele interessante Aussichtspunkte,
verlassene Geisterstädte und verfallene Herrenhäuser.

Die größten Städte in Tennessee
Chattanooga ist für seinen Zoo und das Meeresaquarium bekannt. Außerdem können Sie
auf dem Fluß reisen: mit dem etwas altmodischen Fluss-Raddampfer Delta Queen.

Knoxville liegt im Osten des Landes, am Tennessee River.
Von hier aus kann man Ausflüge starten ins Appalachen-Gebirge.
Dieser Gebirgszug im Osten der USA ist über 2.500 Kilometer lang.
Er reicht von Kanada im Norden bis nach Alabama im Süden.

Oder Sie fahren in das große Seengebiet an der Nordflanke der Appalachen.
Von Knoxville aus ist sind es nur 50 Kilometer bis rüber in den US-Bundesstaat Kentucky.
Direkt an der Grenze liegt der Daniel Boone Forest. Vielleicht auch einen Kurztrip wert.

 

Virginia – das Ursprungsland der Nation
Weiter geht unsere USA-Rundreise in Richtung Osten, nach Virginia.
Benannt nach der jungfräulichen Königin Elizabeth I. von England.

Almost Heaven, West-Virginia. Blue Ridge Mountains, Shenandoah River …
Vor allem den Älteren unter Ihnen klingt dieser Kult-Song
„Take me home, country roads“ von John Denver noch in den Ohren.
Auch die Walton-Family (TV-Serie) hat in den blauen Bergen von Virginia gewohnt.
John-Boy lässt grüßen.

Der einstmals bedeutendste Bundesstaat der USA reicht von den Appalachen im Westen
bis zur Atlantikküste. Sie haben viele Möglichkeiten, den Urlaub in Virginia zu verbringen.
Die Blue Ridge Mountains und der George Washington und Jefferson Nationalpark laden ein
zum Wandern und Klettern. An der Chesapeake Bucht im Osten finden sich schöne Sandstrände.
In den Städten von Virginia finden sich viele Zeitzeugen einer bewegten Stadtgeschichte.

Abenteuertrip in die Berge
Starten wir mit einem sportlichen Ausflug in die Wildnis des Shenandoah-Nationalparks.
Am einfachsten durchstreifen wir dieses Gebiet mit einem Bergführer auf dem Skyline Drive.
Das ist ein Höhenweg, der auf einer Länge von 170 Kilometern über den Bergkamm
der südlichen Appalachen führt. Das Ganze kann zu Fuß passieren, auf dem Mountainbike,
per Land Rover, Jeep oder auf dem Rücken eines Pferdes.
Der Bergscout wird Ihnen sagen, was wo erlaubt ist.

Aus luftiger Höhe haben wir immer wieder schöne Panorama-Aussichten auf Wasserfälle,
auf das Tal des Shenandoah Rivers und die dichten Wälder der Blue Ridge Mountains.
Wir werden alle möglichen Tiere in freier Wildbahn sehen: Wölfe, Luchse Schwarzbären,
Biber, Hirsche, Opossums, Adler und alle möglichen Vogelarten.

Die schönste Zeit im Shenondoah-Nationalpark ist der Herbst.
Wenn die Bäume im Indian Summer ein rotgelbes Kleid überstreifen.
Da die Touren über mehrere Tage gehen können, stehen im Park Campingplätze zur Verfügung.

Richmond
ist eine sehr geschichtsträchtige Stadt. 1607 landeten die ersten Engländer am James River.
Später kamen die ersten Präsidenten der USA allesamt aus Richmond in Virginia.
Außerdem war die Stadt im Bürgerkrieg Sitz der konföderierten Südstaaten-Regierung.
In zahlreichen Museen können Sie diese Ereignisse bildlich nacherleben.

Liebhaber amerikanischer Literatur werden sich bestimmt das Edgar Allen Poe Museum
nicht entgehen lassen. Im modernen Richmond finden wir hochrangige Firmen:
Banken, Börsen-Unternehmen und den UPS-Store.

Das Capitol von Richmond ist das älteste Parlament auf amerikanischem Boden.
Nach so vielen Besichtigungen können Sie bei einem Spaziergang am James River
oder in den Parks kräftig durchschnaufen. Oder mit dem Fahrrad eine Tour starten.

50 Kilometer östlich von Richmond liegt das kleine Nest Williamsburg.
Dort können Dutzende gut erhaltene Bauwerke aus der britischen Kolonialzeit besucht werden.
Das hat Williamsburg einem gewissen Herr Rockefeller zu verdanken.
Der die Restaurierung der historisch wertvollen Häuser bezahlt hat.

Strandurlaub
Die Stadt Virgina Beach liegt direkt am Atlantik. Hier finden sich über eine Länge
von fast 50 Kilometer die schönsten Strände des Landes. Und eine lange Strandpromenade.

 

Virginia, Tennessee und New Orleans kennenlernen:
Reisen durch den Süden der USA

 

South Carolina
Dieser Bundesstaat liegt schon weit im Süden der US-Ostküste. Das Wetter ist subtropisch,
im Sommer also heiß. Vielleicht vergleichbar mit dem Süden von Spanien oder Italien.
Nur an den den Küstenregionen ist es im Sommer für uns Europäer angenehm.
Nicht umsonst hat man in diesen Gebieten früher Sklaven aus Afrika arbeiten lassen.

Vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg gab es in South Carolina Hunderte weiß strahlende
Herrenvillen. Mit den für die Südstaaten so typisch griechischen Rundsäulen.
Viele davon wurden nach der Zerstörung wieder aufgebaut.
Und bilden heute Anziehungspunkte für Amerika-Reisende.
Das ist die eine Seite von South Carolina.

Daneben hat das dünn besiedelte Land im Alten Süden auch viel Natur zu bieten:
bergige Regionen, Seen und herrliche Strände.
Unter der subtropischen Sonne können die Urlauber baden wie in der Karibik.
Das Meereswasser wird aufgeheizt durch den Golfstrom von Mexiko.

Ein Highlight bei einem Aufenthalt in South Carolina ist das Museum von Fort Sumter,
in der Bucht vor Charleston. Mit dem Angriff der konföderierten Truppen auf diese Inselfestung
der Union hat 1861 der Krieg um die Sklaverei begonnen.
Im Museum Fort Sumter wird diese Zeit nachgestellt. Unter anderem sehen die Besucher auch,
wie es zum allerersten Mal in der Militärgeschichte zum Einsatz eines U-Bootes kam.

Freizeitmöglichkeiten in South Carolina
An der Atlantikküste – südlich von Charleston finden die Reisenden schöne Sandstrände
zum Erholen. In dieser Region kann jede Art von Wassersport betrieben werden.
Auch Charleston selbst sollte man sich ansehen. Nicht nur alter Monumente wegen.
Sondern auch, um den speziellen Charakter der Südstaatler ein wenig kennenzulernen.
Es ist ein relativ ruhige Leben hier in der Südostecke der USA.
Nicht zu vergleichen mit anderen Dixieland-Metropolen wie Atlanta oder New Orleans.

Für Golf-Fans gibt es hunderte von Golfanlagen. Sie können Tennis spielen. Sie können auf
kleineren Bergflüssen oder auf dem Oberlauf des Chattanooga-River Wildwasser fahren.
Sie müssen bei einem Urlaub in South Carolina nicht unbedingt im Hotel wohnen.
Es stehen auch viele Campingplätze zur Auswahl.

Im Nordosten des Landes beginnen die Blue Ridge Mountains der Appalachen.
Dort können wir Wanderungen und Trekkingtouren unternehmen.
Dabei sehen wir die größten Wasserfälle im Osten der USA – abgesehen von den Niagarafällen.
Fast die gesamte Fläche der Blue Ridge Mountains ist mit Wäldern bedeckt.
Eine gute Gelegenheit für weitläufige Wanderungen. Und zum Besuch des Naturparks.

South Carolina ist kein sehr großer Staat. Ungefähr 150 mal 150 Kilometer. Leicht kann man
die großen Seen des Landes erreichen. Zum Angeln, zum Relaxen oder zum Rudern.
Die USA-Reisenden können im Umfeld der Städte Charleston und Columbia zahlreiche
restaurierte Villen aus der Zeit vor dem amerikanischen Bruderkrieg begutachten.
Zum Beispiel die Rose Hill Plantage und die Magnolia.

Sie können die Bauweise studieren. An der Inneneinrichtung sehen Sie,
wie pompös Baumwolladel und Südstaaten-Gouverneure früher gelebt haben.
Außerdem erfahren Sie, wo und wie die schwarzen Sklaven hausen und arbeiten mussten.

 

Sportliche Reisen für Singles und Paare

 

Georgia
„Vom Winde verweht“, der Filmklassiker mit Scarlett O’Hara spielt größtenteils in Atlanta,
der Hauptstadt des Bundesstaates Georgia.
Heute erinnert in der Stadt nichts mehr daran, dass an dieser Stelle bis vor 160 Jahren
durch die Skalverei das Grundgesetz der USA noch mit Füßen getreten wurde.

Vom Winde verweht sind auch die Südstaaten-Plantagen der Baumwollfürsten.
UPS und der US-Nachrichten-Sender CNN sind heute die Markenzeichen von Georgia.

Atlanta
Im Bürgerkrieg noch dem Erdboden gleich gemacht, sehen die USA-Reisenden heute
eine Metropole von Weltformat. Der Gastgeber der Olympischen Spiele von 1996
erinnert mit seinen über 5 Millionen Einwohnern eher an New York
als an verträumte Südstaaten-Romantik.

In der Geburtsstadt von Martin Luther King haben sich internationale Großunternehmen
breit gemacht (z.B. Coca Cola). Atlanta hat einen der größten Flughäfen in den USA.
Ein CNN-Studio sollte man vielleicht mal von innen gesehen haben.

Doch es gibt auch ruhige Plätze in Atlanta.
Dazu gehört das Georgia-Aquarium
mit seinen Walhaien und über 500 Fischarten.
Oder der Zoo im Grant Park. Der jedes Jahr eine Million Besucher anzieht.
Außerdem der große Wintergarten im Botanical Garden.
Nicht zu vergessen der Centennial-Olympiapark, wo die Urlauber sich
an den Wasserspielen der Springbrunnen erfreuen und erfrischen können.

Die Hauptstadt von Georgia ist nicht nur modernes Wirtschafts- und Finanzzentrum.
Auch kulturell hat Atlanta einiges zu bieten. Theater, Oper, Sportstätten und Freizeitparks
bilden attraktive Anziehungspunkte für die Touristen. Zu nennen wären vielleicht noch
zeitgenössische Ölgemälde im Bürgerkriegsmuseum. Und die Shopping Malls in der City.

Musikmäßig geht östlich von Atlanta die Post ab: in dem kleinen Städtchen Athens.
Dieser Ort hat schon einige Musiktalente hervorgebracht.
Athens ist die berühmteste Party-Hochburg in ganz Georgia. Tavernen, Kneipen,
Open-Air-Festivals, Clubs, Discos: das Nachtleben von Athens ist top.

Savannah
Direkt an der Grenze zum Nachbarstaat South Carolina liegt Savannah.
12 Millionen USA-Reisende besuchen die Stadt jedes Jahr.
Um sich an den Bildern historischer Bauwerke der Altstadt satt zu sehen.
Zum Beispiel das Marshall House und The Old Pink House, das tatsächlich eine rosa Fassade hat.

Weitere Anziehungspunkte von Savannah sind einige Plätze (squares).
Und der Martin Luther King Boulevard. Sowie die Kirchen mit den Gospelchören.
Im Herbst, wenn weiter im Norden der Indian Summer seinen Höhepunkt schon überschritten hat,
findet in das Savannah Film-Festival statt. Dabei werden Kinostreifen verschiedener Kategorien
von den Veranstaltern der Hochschule prämiert.

Auch die schönsten Badestrände von Georgia befinden sich bei Savannah:
auf der Tybee Island. Schöne saubere Sandstrände. Keine Spur von Massentourismus
wie am Mittelmeer. Das Stadtbild von Savannah sieht mancherorts bezaubernd aus.
Das lange Spanisch Moos auf den Bäumen verleiht dem Ort ein tropisches Flair.
Kein Wunder: denn kein Ort in Spanien oder der Türkei liegt so weit südlich wie Savannah.

Sumpfiges Vergnügen
Wer nach Georgia reisen will, sollte die Okefenokee-Sümpfe im Süden des Landes gesehen
haben. Nicht weit von der Grenze zu Florida treffen wir auf eine außergewöhnliche
Tier- und Pflanzenwelt. Nur vergleichbar mit dem Mississippi-Delta vor New Orleans.

Die fast stehenden Gewässer sind überdeckt mit allerlei Gewächs, wie Seerosen
und Wasserlilien. Wir sehen Giftschlangen durchs die braune Brühe schwimmen.
Ca. 15.000 Alligatoren halten Ausschau nach der nächsten Mahlzeit.
Genau wie der Panther, der auf dem Baum auf sein Frühstück wartet.
Der schwarze Bär richtet sich bedrohlich vor uns auf und reißt das Maul auf.
Die Tigerpython zerquetscht gerade einen Rotfuchs.

Solche Schreckensszenarien sind extrem selten, wie ein Insider der Okefenokee-Sümpfe
zu berichten weiß. Dennoch ist es eine atemberaubende Wildnis, durch die unser Boot fährt.
In diesem fremdartigen Wasserlabyrinth zu übernachten, ist sicher nicht jedermanns Sache.
Falls Sie dem Drang nicht widerstehen können, zu Fuß die Sümpfe Georgias zu betreten:
dann bitte nur mit einem ortskundigen Führer.

Am Schluss noch eine Wetterwarnung
Von Juli bis Mitte September sollte man nicht nach Georgia reisen. Dann ist nämlich Hurrikan-Zeit.
Im Sommer ziehen teilweise schlimme Tornados von der Karibik her über den Süden
und Südosten der USA. Das betrifft auch Florida, New Orleans, Texas, Tennessee und Alabama.

 

Florida
Endpunkt meiner USA-Reise ist der südlichste Bundesstaat.
Wie kein anderer ist er geprägt von karibischen und lateinamerikanischen Einflüssen.
Denn hier in Florida leben vor allem viele Exil-Kubaner.
Deren Vorfahren frühzeitig vor dem Regime Fidel Castros geflohen sind.

Florida hat eine Atlantikküste – Miami, Fort Lauderdale, Melbourne und Jacksonville.
Und im Westen Strände am Golf von Mexico – bei Tampa und St. Petersburg.
Der größte Touristen-Magnet von Florida ist sicher der Glitter von Miami und die
Bilderbuchstrände des Miami Beach. Wo superschöne Models und Muskelprotze ihre braun
gebrannten Prachtbodys zur Schau stellen. Dasselbe kann man von Daytona Beach behaupten.

Sehenswert ist sicher das Kubaner-Viertel „Little Havanna“. In Miami sehen wir viele Wolkenkratzer.
Wir haben Einkaufmöglichkeiten fast wie in New York.

Vor der Küste von Ost-Florida liegt die Insel Key Biscayne.
Dort wohnen die Reichen und Schönen in unverschämt teuren Villen.
Die Sandstrände von Key Biscayne gehören zu den schönsten in Florida.
Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zähle ich auch das See-Aquarium.
Wo die Besucher Seehunde, Delfine, Wasserschildkröten und Alligatoren live sehen.

Der südlichste Punkt der USA liegt auf Key West.
Von hier bis nach Kuba sind es nur noch 150 Kilometer. Key West ist der Endpunkt einer langen
Inselreihe, die sich vom Festland aus tief in die Karibische See schlängelt.
Schon kurz nach der Entdeckung Amerikas kamen im Jahr 1513 die Spanier
zum ersten Mal hierher nach Florida.

Technik-Freaks werden sich für die Nasa-Stationen von Cape Canaveral
und des Kennedy Space Centers begeistern.
Die Produktionsfabriken der Raumfähren können hier besichtigt werden.

Wer Natur und Abenteuer liebt, sollte auf jeden Fall eine Reise in die Everglades-Nationalpark
buchen. Das ist ein großes Sumpfgebiet ganz im Südwesten von Florida.
Es sieht aus wie eine überschwemmte Wiese, über die man mit dem Ranger-Boot fahren kann.

Die Tierwelt in den Everglades wird gebildet aus Flamingos, Krokodilen, Kormoranen,
Fischreihern, Panthern, Schlangen, Waschbären und vielen Vogelarten.
Leider aber auch von Stechmücken. Man muss sich vorsehen!

Es gibt eine ganze Reihe von Erlebnisparks in Florida.
Zum Beispiel den Walt Disney-Park im Epcot Center.
Mit Hochgeschwindigkeitsbahnen, Ausstellungen und Fantasie-Spielen.

Unterm Strich gehört der Sonnenstaat Florida zu den beliebtesten Reisezielen in den USA.
Mit traumhaften hohen Zuwachsraten. Nach Schätzungen haben im Jahr 2014
mehr als 100 Millionen Touristen aus aller Welt in Florida ihren Urlaub verbracht.

 

Lothar Mader

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