Reise aus Liebe – zu Elena nach Kiew

Aus Liebe zu Elena –
eine Reise nach Kiew

Hat Mario mit Elena aus Kiew seine Liebe gefunden?
Dieser Reise-Bericht zeigt, wie er seine Traumfrau
in der Ukraine besucht hat

Frau aus Ukraine. Reise aus Liebe nach KiewSo mancher Mann aus Deutschland hat schon
seine Liebe in der Ukraine gefunden.
Eine Reise in die Hauptstadt Kiew
ist keine große Sache.
Lesen Sie hier die Story einer Liebe
zwischen Lena und Mario.

 

Elena wartet am Flughafen
Es ist Donnerstag, der 26. November 2009.
Anflug auf Kiew – Airport Boryspil
In wenigen Minuten wird Mario seine Freundin
aus der Ukraine treffen.
Landung, Schlange stehen, Pass-Kontrolle, Lampenfieber.
Dann steht er Lena Auge in Auge gegenüber …

 

Ist Elena aus Kiew die lang ersehnte Traumfrau?
Mario ist ein Nachbar und guter Freund von mir. Wir kennen uns seit Ewigkeiten. Sind zusammen zur Schule gegangen. Wir sind echte Freunde.
Haben kaum Geheimnisse voreinander.
Oft sitzen wir am Abend bei einem Bier zusammen.
Und reden über Gott und die Welt.

An diesem Abend kommen wir auf das Thema „Frauen“ zu sprechen.
Er ist seit einiger Zeit geschieden.
Möchte aber gern wieder eine Partnerin finden.

Er geht aus: zum Tanzen, in Bars, zu Veranstaltungen.
Auch mit der Online-Partnersuche hat er angefangen.
Seit einem Jahr ist er auf Singlebörsen aktiv. Mit mäßigem Erfolg.
Auf der Suche nach einem neuen Portal hat er durch Zufall RussianCupid gefunden.
Eine Singlebörse, wo man Frauen aus Osteuropa kennenlernen kann:
aus Russland, aus der Ukraine, aus den baltischen Staaten und ganz Osteuropa.

Er hat Elenas Foto gesehen. Wohnort: Kiew, Hauptstadt der Ukraine.
Er hat sie bei RussianCupid angeschrieben. Sie schreibt zurück.
So geht das eine Weile hin und her.
Man trifft sich im Chat der Dating-Seite
Später trifft man sich in Skype, um zu sprechen. Lena hat keine Webkamera.
Also geht die Unterhaltung nur akustisch, wie am Telefon.

Mein alter Weggefährte sitzt jetzt versonnen neben mir. Er rührt sich nicht.
Mit seinen Gedanken ist er ganz woanders. Minutenlanges Schweigen.
Dann legt er los:
Elena gefällt mir. Sie hat so eine sympathische Art. Soweit man das durch ein Telefongespräch beurteilen kann. Es klingt verrückt. Aber irgendwie habe ich mich in ihre Stimme verliebt.“

Lena wird später sagen, dass es ihr gleich am Anfang genauso ging.
Und so sind die Würfel gefallen.
Sie möchte ihn sehen und treffen. Ob er denn nicht nach Kiew kommen kann.
Ende November wird sie 1 Woche lang frei haben.

Es gibt nichts groß zu überlegen.
Jetzt muss es schnell gehen.
Keine Rücksicht darauf, dass ein kurzfristiger Flug nicht billig ist.
Schnell noch einmal Reisepass und Personalausweis checken.
Alles noch gültig? Ab ins Reisebüro. Einen Flug buchen.
Koffer packen. Ticket einstecken.
Und dann geht’s los. Die Reise kann beginnen.

 

Ukrainische Frauen suchen einen Mann

Ach ja, die Firma:
Kurzfristigen Urlaub nehmen für 2 Tage. Ist nicht ganz einfach.
Hinflug am Donnerstag. Rückflug am Sonntag Nachmittag.
Eine originelle Idee muss her als Ausrede!
Er sagt, er hat eine London-Reise gewonnen. Ein Verschieben ist nicht möglich.

Er will nicht zugeben, dass er in den Osten Europas fahren wird.
Nach Kiew. Wo liegt das überhaupt? Und was will man dort anfangen?
Mitten in der russischen Steppe.

Wenn er später wieder in die Firma zurück kommt, muss er seinem Chef erzählen,
was er in London alles gesehen hat. Also heißt es:
sich im Internet schlau machen über die Sehenswürdigkeiten
der Metropole an der Themse. Der Schauspieler ist gefragt.

 

Die Reise aus Liebe beginnt
So hat Mario mir später von seinem Kiew-Abenteuer erzählt:
Zur Einreise in die Ukraine braucht er kein Visum.
Nur einen gültigen Personalausweis und einen Reisepass.

Vom Frankfurter Flughafen aus geht’s mit der tschechischen Czech Airlines
zuerst nach Prag. Von der „Goldenen Stadt“ selbst sieht er nichts
außer dem Flughafen.
Dort muss er umsteigen. Und mit derselben Flug-Gesellschaft weiter.
Direkt in die Hauptstadt der Ukraine.
In Prag verlässt Mario den kontrollfreien Schengen-Raum.
Die Luftlinie zwischen Frankfurt und Kiew beträgt 1.600 Kilometer.

Elena wohnt nicht direkt in der Hauptstadt.
Sondern 30 Kilometer weiter – in Bucha.
Eine kleine Stadt mit 30.000 Einwohnern.
Die Reise kostet 500 Euro (Hin- und Rückflug zusammen).
Das ist kein Schnäppchen, weil alles sehr schnell gehen muss.
Dafür hat er in der vor Ort Null Hotelkosten. Er wird bei Lena wohnen.

Die junge Frau holt ihn am Flughafen Boryspil ab. Er erkennt sie sofort.
Sein erster spontaner Eindruck:
Sie sieht so aus wie auf den Bildern, die sie ihm geschickt.
Ganz hübsch anzusehen.
Aber so richtig umhauen tut es ihn in diesem Moment nicht.
Sie begrüßen sich fast schon wie alte Freunde. Immerhin hatten sie
schon einigen Kontakt per RussianCupid und per Skype.

Mario und Elena fahren mit dem Bus nach Kiew rein.
Dann ein Stück mit der Metro. Hier ist es sehr laut und eng.
Und dann geht’s mit dem Bus raus aufs Land, nach Bucha.
Sie erzählt dem Busfahrer von ihrem Freund aus Deutschland.
Der sagt: „Schenk ihm ordentlich Wodka ein, Mädchen!“

Am Ziel ihrer Reise steigen sie aus. Und gehen noch ungefähr einen Kilometer
zu Fuß bis zu dem Haus, wo sie wohnt.
In der Wohnung sind 2 Betten.
Bis vor kurzem hat hier noch eine zweite Mitbewohnerin gewohnt.
Die aber jetzt ausgezogen ist. Lena wohnt also allein.

 

Hier gibt es weitere News
zur Partnersuche Osteuropa

 

Elenas Wohnung in Bucha bei Kiew

Wie funktioniert die Kommunikation?
Es wird Englisch gesprochen.
Das hat sie irgendwie durch ihre berufliche Tätigkeit per Internet gelernt.
Es gibt keine Probleme mit Sprache und Verständigung.

So leben die Menschen in der Ukraine
Lena wohnt in einer richtig primitiven Mietwohnung.
Hier lernt der Mann aus Deutschland jetzt,
wie die Leute in ländlichen Regionen leben:
Statt WC mit Spülung gibt es Plumps-Klo mit Zeitungspapier.
Körper waschen am Waschbecken (immerhin!) oder in der Waschschüssel.
Sehr primitive Heizmöglichkeit. So eine Art Gasofen.
Alles so wie bei uns vor 60 Jahren.

Mario sagt:
Ein Deutscher muss das gesehen haben. Sonst glaubt er es nicht.
Ich war in den ersten Minuten total geschockt. Es hat eine Zeit lang gedauert,
bis ich mich mental an diese ärmlichen Zustände gewöhnt hatte
.“

Am ersten Abend ein Blick den Kühlschrank. Schock Nummer 2:
Was er da sieht, das wird seinen Hunger höchstens stillen für die Zeit
zwischen Tagesschau und Wetterkarte.
Wenn die Liebe wirklich durch den Magen gehen soll.
Dann muss etwas passieren.

Also heißt es: ab in den Supermarkt.
Der ist zu seiner Überraschung gut bestückt. Zumindest hätte man das
in einem so kleinen Ort in der Ukraine nicht unbedingt erwarten können.
Es gibt alles zu kaufen. Fast wie in Deutschland.
Fürs leibliche Wohl in den nächsten Tagen ist also gesorgt.
Ein beruhigendes Gefühl.

Auf dem Weg zum Einkaufen kommen die beiden an großen Mietshäusern vorbei. Mario fragt:
Wieso wohnst du nicht hier? Die Häuser scheinen viel komfortabler zu sein als dein kleines Haus dort oben.“
Ihre Antwort:
Die Mieten für solche Wohnungen hier sind sündhaft teuer. Deshalb wohnen in einer einzigen Wohnung richtige Groß-Familien drin. 10 Leute und mehr. Totale Enge. Man ist hockt sich auf der Pelle. Das ist kein schönes Leben.“

 

Das Unterhaltungs-Programm für 3 Tage Kiew

Spazieren, Sightseeing, Flirten, Küssen, Spaß haben
den Zauber der aufkeimden Liebe spüren
Gleich am zweiten Tag macht Elena keinen Hehl mehr daraus,
dass Mario ihr total gut gefällt.
Obwohl sie nicht die Draufgänger-Frau ist, legt sie mitten in der Stadt ihre Arme um seine Schulter. Sie fühlt sich schon nach sehr kurzer Zeit sehr zu ihm hingezogen. Hat ihn sehr schnell in ihr Herz geschlossen.

Das war kein Theater und kein Spiel. Sie hat es ernst gemeint. Das habe ich gespürt. Mir aber ging das doch ein wenig zu schnell. Ich war happy, aber doch irgendwie verwirrt. So eine Erfahrung habe ich noch nicht gemacht.“

Ukrainische Frauen sehen einfach klasse aus
Zu den Sehenswürdigkeiten von Kiew zählen ganz sicher
die attraktiven ukrainischen Frauen. Hier sieht man, wie schön, elegant und sexy viele von ihnen sind. Wie für die Liebe geschaffen. Auch wenn die Jahreszeit nicht dazu geeignet ist, ihre weiblichen Reize zur Schau zu stellen.

Eigentlich hat Mario nur Augen für Elena.
Doch als Mann kann er sich den Eindrücken
der bildhübschen Mädels nicht verschließen.
Während deutsche Frauen sich im Alltag eher zweckmäßig kleiden,
gehen die Frauen in der Ukraine immer so gestylt aus dem Haus,
als wollten sie zu einem Schönheits-Wettbewerb gehen.

Das Fußball-Stadion von Dynamo Kiew
ist praktisch mitten in der Stadt. Ganz anders als in Deutschland.

Die Plattenbau-Wohnblocks
gehören leider auch zum Bild der Hauptstadt.
Hässliche Hochhäuser, wie man sie überall in Osteuropa sehen kann.
Man möchte nicht wissen, wie viele Menschen in so einem Haus wohnen.

Abstecher zu Elenas Büro
Dort hat Mario zum ersten Mal Gelegenheit, richtig zu duschen.
Ja, auch eine Dusche gibt es am Arbeitsplatz!
Aber auch hier zeugt vieles von Armut und Verfall.
Die Wasserleitungen sind außen stark angerostet.

Trödel-Markt in der Unterstadt von Kiew
Elena hat meinen Freund in die Unterstadt geführt.
Schon abwärts in Richtung Dnjepr. Hier kaufen Touristen
alle möglichen Souvenirs. Die sie später an ihre Reise erinnern werden.
Auch die kulinarischen Genüsse der Ukraine sind nicht zu verachten.

Spaziergang am Dnjepr
Noch ein Stück weiter nach unten kommen sie dann zum Fluss.
Etwa in der Größenordnung des Rheins, könnte man sagen.
Aber mit sehr viel weniger Schiffs-Verkehr.
Dabei ist das junge „Paar“ auch über eine Brücke gegangen.
Hinüber auf eine Insel mitten im Fluss.
Sie scherzen und balgen sich. Sie verstehen sich wirklich prächtig.
Irgendwie scheint schon am zweiten Tag
ein Hauch von Liebe in der Luft zu liegen.

Die Seilbahn
Um vom Fluss wieder in die Oberstadt zu kommen,
kann man eine Seilbahn benutzen.
Damit erspart man sich einen steilen Fußweg bergauf.
Mario erzählt:
Mir war ganz schön mulmig, als ich dort eingestiegen bin. Und gesehen habe, wie steil und hoch es hinauf geht. Großes Vertrauen in die Technik der Ukraine hatte ich nicht. Was ist, wenn dieser Mini-Zug auf einmal rückwärts nach unten abstürzt. Dann sind wir beide platt wie eine Briefmarke. Oder wir gehen im Fluss baden.“

Der große Platz in Kiew
Der Platz der Unabhängigkeit (Maidan) bietet
den Reisenden ein großes Spektakel.
Es ist das Zentrum der Stadt.
Man muss nur genau hinhören.
Und erkennt, dass sich hier viele Touristen aus aller Welt tummeln.
Mario hat hier sogar deutsche Leute gesehen,
die in demselben Flugzeug über Prag hierher gekommen sind.

Die Metro
Elena sagt: mit U-Bahn kommt man doppelt so schnell voran
wie mit dem Bus oder mit dem Auto oben.
Deshalb nehmen sie immer die Metro.
Oben ist einfach zu viel Verkehr.

Apropos U-Bahn:
Mein Kumpel erzählt mir eine lustige Geschichte:
Sie stehen wieder mal da und warten auf die U-Bahn.
Eine Mädchen – vielleicht 17 Jahre – steht drei Meter neben ihnen.
Er ist sehr gut aufgelegt: „Jetzt spielen wir mal „Theater!
Gleich darauf: „Elena, I want to have sex with you in the metro“.

Er spricht laut genug, so dass die junge Frau nebenan es hören kann.
Englisch kann sie bestimmt. Das Mädel dreht sich blitzschnell zur Seite.
Damit sie ihr Gesicht nicht sehen können.
Mit Sicherheit hat sie ein breites Grinsen von einem Ohr zum anderen.
„Typisch verrückter Ausländer“, wird sie wohl denken.

 

Was für eine Frau ist Elena Mykina?
Mario ist in 2009 gerade 45 geworden. Seine ukrainische Freundin ist 37.
Sie hat eine sehr junge Katze. Die ist ihr vor kurzem zugelaufen.
Sie liebt dieses junge Tier abgöttisch.
Kein Wunder: wenn man ganz allein wohnt.
Einmal hat es so ausgesehen, als sei sie abgehauen.
Da hat Lena Panik bekommen. Aber das Tier war nur unter dem Sofa.
War vielleicht ein bisschen scheu vor dem fremden Besucher.

War sie verheiratet? Hatte sie Beziehungen?
Ja, von 2000 bis 2006 war sie verheiratet.
Ihre Eltern haben sie zu dieser Heirat gedrängt.
Am Anfang war die Ehe ganz gut. Der Mann war in der Armee.
Hat diesen Platz aber irgendwie verloren.
Danach hat er nur noch den Alkohol geliebt.
Sie hat die Scheidung eingereicht.
Seit dieser Zeit hatte sie keine feste Beziehung mehr. Kinder hat sie auch keine.

In den letzten Jahren hatte sie ein einziges Mal einen One-Night-Stand.
Wie sich später herausstellte, war der Mann aber verheiratet.

Wo wurde Elena geboren
Sie kommt aus Chernivtsi.
Das ist 400km westlich von Kiew. Am Rande der Karpaten.
Dort leben auch ihre Eltern.
Ein neues Jobangebot hat sie in die Hauptstadt geführt.

Ihre Arbeit
Sie arbeitet für eine Organisation, die solche Frauen betreut,
die mit Prostitution zu tun haben. Das ist ein großes Problem im Land.
Diese Frauen sind – gemessen an westlichen Maßstäben – sehr unwissend.
3 Prozent aller sex-fähigen Frauen der Ukraine sind gezwungen,
ihren Körper zu verkaufen.

Sie gehen auf den Strich. Privat oder für einen Zuhälter.
Damit sie überhaupt Geld haben zum Überleben.
Die Organisation, für die Elena arbeitet, leistet Aufklärungsarbeit
in Sachen Aids und Co. Die Organisation wird von den USA gesponsort.
Daher ihre Englisch-Kenntnisse.

Worüber sprechen sie?
Abends sitzen Mario und Elena in Bucha zusammen.
Noch ein letztes Mal in diesem Herbst sind es recht milde Tage.
Man sitzt draußen vor dem Haus.
Sie erzählen von ihrem Leben. Von ihren Erfahrungen und Beziehungen.
Von ihren Internet-Kontakten. Dabei kommen sie sich näher.
Auch er spürt es jetzt immer deutlicher,
dass da mehr sein könnte als nur Freundschaft.

Was fasziniert ihn an Elena?
Vor allem eine Sache beeindruckt ihn sehr:
Er spürt sofort: Hier ist ein Mensch mit Herz. Total freundlich und liebenswert.
In Deutschland gibt es vielleicht nicht allzu viele Frauen
mit einer solchen Güte und Herzenswärme.
So eine Frau hat mein Kumpel gesucht.
Dazu sieht sie hübsch und attraktiv. Mehr kann man sich nicht wünschen.
Es scheint ein echter Glücksfall zu sein.

Am ersten Tag zeigt Mario ihr sein kleines Geschenk, das er mitgebracht hat.
Das ist keine große Sache: ein Parfum.
Dafür küsst sie ihn spontan auf die Wange.
Jetzt ist das Eis gebrochen.
Er sagt: „I want to have more of that“ (Davon möchte ich gern mehr haben).
Sie küssen sich und liegen sich in den Armen.
Ist das der Beginn einer neuen Liebe?

Wie sind ukrainische Frauen denn so … zum Beispiel in der Nacht?
In der ersten Nacht liegen die beiden in getrennen Betten.
So wie sich das gehört. Damit hat Mario kein Problem.
Er ist nicht wegen Sex in die Ukraine gekommen.
Sondern weil er herausfinden möchte, ob Elena die Frau ist,
wie er sie per Internet und Skype kennengelernt hat.
In der zweiten Nacht schlüpft er dann doch unter ihre Decke.
Es ist so selbstverständlich als hätte es gar nicht anders sein können.

Ich stelle ein Zwischenfrage an meinen Kumpel:
Wie sind ukrainische Frauen denn so. Zum Beispiel … bei Nacht?
Ich kann mir diese Frage nicht verkneifen.
Ein verschmitztes Grinsen ist die einzige Antwort, die ich bekomme.
Und noch den einen Satz:
Ich habe noch nie eine so liebeshungrige Frau im Bett gehabt und mit einer so perfekten Figur.
Ein leerer Kühlschrank ist eben gut gegen Fettpölsterchen.

So ein Glückspilz!
Wer weiß, wie lange Elena schon keinen Sex mehr hatte.
Sie ist eine junge Frau. Sie sehnt sich nach Liebe.
Mario scheint wirklich das ganz große Los gezogen zu haben.

In Deutschland kannst du lange suchen nach so einer Frau.
Er kann es wohl beurteilen.
Schließlich war er ein ganzes Jahr lang auf Singlebörsen unterwegs.
Hat Frauen getroffen. Ist auch ausgegangen.
Aber irgendwie scheinen die deutschen Frauen ganz anders zu sein als Elena:
oft kühl, distanziert, selbst-verliebt, miesepetrig.
Oft hat man dein Eindruck, eine deutsche Frau braucht oder will
überhaupt keinen Mann. Er ist nur ein Klotz am Bein.

So gehen die 3 Tage viel schneller vorbei als den beiden Turteltäubchen
lieb sein kann. Jeden Tag fahren sie die 30 Kilometer nach Kiew.
Und abends genießen sie die Zärtlichkeit ihrer aufkeimenden Zuneigung.

Für Elena ist die Sache klar
Sie will ihn haben. Für sie war es Liebe auf den ersten Blick.
Sie hat relativ wenig Erfahrung mit Männern. War sehr lange allein.
Sie gesteht ihm immer wieder:
Ich hätte nie gedacht, noch einmal einen guten Mann zu finden.“

Sie hat sich schon als alte Jungfer gesehen.
Denn Frauen über 35 haben es in Russland und der Ukraine sehr schwer,
noch einmal einen einheimischen Partner zu finden.
Und jetzt ist einer aus West-Europa zu ihr gekommen.
Sie schwebt im 7. Himmel.

Mein Gesprächspartner schüttelt den Kopf beim Erzählen:
Wir sitzen im Bus. Auf einmal bedeckt sie mein Gesicht spontan mit Küssen.
Wenn das keine Liebe ist“

Mario ist verwirrt und unschlüssig
Elena gefällt ihm. Das steht ganz außer Frage.
Doch es ist alles so neu und so schnell über ihn hereingebrochen.
Er möchte ihr auf gar keinen Fall weh tun.
Deshalb sagt er:
Bitte gib mir Zeit, Darling. Ich möchte dir heute nichts versprechen, was ich morgen nicht halten kann. Gib mir Zeit, bis ich zu Hause bin. Bis ich Gedanken sortieren kann. Ich habe ein gutes Gefühl, wenn ich mir dir zusammen bin.
Aber es ist, als wenn man mitten in einem Wirbelsturm ist. Und alles geht drunter und drüber. Ich muss einen klaren Kopf bekommen. Und das kann ich nur, wenn ich zur Ruhe finde und ein wenig Abstand habe.

So hat mein Freund und Nachbar mir seine Gefühlslage in Kiew geschildert.
Eine solche Haltung nötig mir Respekt ab.
Mein Kumpel möchte kein Strohfeuer erleben, das in wenigen Tagen verlischt.
Und schon gar kein Sex-Abenteuer. Er möchte eine Beziehung mit Fundament.

Er zeigt große Umsicht und Verantwortungsbewusstsein.
Elena ist damit nicht ganz zufrieden.
Sie würde ihn am liebsten gleich ganz für sich haben.
Aber das geht nun mal nicht so schnell.

 

Bildhübsche Mädels aus Osteuropa auf Partnersuche

 

Abschied-Schmerz: Goodbye Elena aus Kiew
Der Zeitpunkt der Abreise rückt näher.
Bald geht es wieder 1.600 Kilometer in Richtung Westen.
Niemand kann genau wissen, ob man sich überhaupt wieder sehen wird.
Was kann alles dazwischen kommen?
Diese Gedanken gehen Mario und Elena durch den Kopf
in den Stunden vor dem Abflug.

Sie sind jetzt im Flughafen-Gebäude.
Man hält sich ganz fest. Küsst sich verzweifelt.
Die ukrainische Perle hat Tränen in den Augen.
Und bei ihm fehlt auch nicht viel dazu.

Spontan würde mein Freund sagen:
Eine so wundervolle Frau hat er noch nie kennengelernt.
Außer vielleicht seiner Geschiedenen, in der Anfangszeit.
Es ist ein Abschied, der unendlich schmerzhaft ist.
Noch eine feste Umarmung. Noch einmal ein zärtliches Küssen.

Please never never forget that I love you“
Diese Worte gibt Elena Mario mit auf den Weg.
Sie hat Angst, ihn nie wieder zu sehen.
Ob sie da eine schlechte Vorahnung hat …

 

Null Kontakt mehr zu Elena
ist die Love-Story schon zu Ende?

Tage später.
Ich sehe Mario gar nicht. Habe auch viel zu tun.
Keine Zeit, um bei ihm zu klingeln.
Dann gebe ich meiner Neugier aber doch nach. Ich gehe hin.
Ich sehe meinen Freund. Er sieht irgendwie nicht gut aus.

Hey Alter, was ist los mit dir? Wie war es denn nun auf deiner Reise nach Kiew? Hast du Elena getroffen? Wie du aussiehst, hat sich dich wohl versetzt. Ich habe doch gleich gesagt, dass …“

Er winkt ab:
Nein, das ist es nicht. Es war so wie es besser nicht hätte laufen können.
Aber seit dem Abschied am Airport habe ich nur noch einmal eine Mail ihr bekommen. Nur noch einmal. Danach 6 Tage lang keine Nachrichten, keine SMS, absolut kein Lebenszeichen.

Es macht mich krank. Sie meldet sich einfach nicht mehr. Gibt keine Antwort auf meine Mails.

Hat sie doch einen anderen? Ist am Ende gar verheiratet? Was weiß ich überhaupt von ihr? War ich nur ein kleines Abenteuer? Eine kleine Abwechslung? Vielleicht macht sie das ja jede Woche?
Obwohl: Ich kann mir das nicht vorstellen. Sie war so gut, so herzensgut. So kann man sich doch in einem Menschen nicht täuschen …

Sie hat 1 Kilometer zu laufen von der Bushaltestelle bis zu ihrer Wohnung.
Hat ein übler Strolch sie im Halbdunkel überfallen? Ihr etwas angetan?

Ich halte das nicht aus. Ich werde mir ein Flug-Ticket besorgen. Wenn das zu lange dauert, dann reise ich gleich mit dem Auto nach Kiew. Ich muss wissen, was mir ihr los ist. Sonst werde ich noch verrückt.“

 

Elena ist wieder da – eine neue Reise nach Kiew
Sie liegt im Krankenhaus.
Es ist ein harter Winter 2009/2010. In der Ukraine sind es minus 30 Grad.
Die Wohnung ist überhaupt nicht isoliert. Die Heizung dürftig.
Lena hat eine mittelschwere Lungenentzündung. Sie liegt im Fieber.
An Mail oder SMS schreiben ist nicht zu denken.

Aber irgendwann kommt doch wieder Post:
Hello my dear friend,
please excuse me. But I could not write you. I became very ill. A bad pneumonia.
I am in hospital since many days. Winter here is very severe. My apartment has been so cold. In the nights I have been frozen terribly. And so I got sick. The doctor says: the medical therapy is successful. And probably I will come home in two weeks. I hope you feel good.
Many kisses.
I miss you so

„Hallo mein lieber Freund,
Entschuldige bitte. Ich konnte dir nicht schreiben. Ich bin sehr krank geworden. Eine schlimme Lungenentzündung. Ich bin jetzt seit einigen Tagen im Krankenhaus. Der Winter in Kiew ist sehr streng. In meiner Wohnung war es so kalt. Nachts habe ich schrecklich gefroren. Und so wurde ich krank. Der Arzt sagt: Die Therapie schlägt gut an. Und wahrscheinlich werde ich in 2 Wochen wieder nach Hause kommen.
Ich hoffe, es geht dir gut.
Viele Küsse
Ich vermisse dich so“

Schlimme Nachrichten, gute Nachrichten.
Elena wird sich erholen.
Sie hat ihn nicht vergessen.
Von jetzt an haben die beiden wieder SMS-Kontakt.
Meinem Kumpel fällt ein Stein vom Herzen.

Bei diesen winterlichen Verhältnissen mit dem Auto nach Kiew zu fahren:
das wäre Wahnsinn. Er würde irgendwo im Schnee
des russischen Winters stecken bleiben.

Wieder dasselbe Spiel. Wieder ins Reisebüro. Flug buchen. Ticket holen.
In 3 Wochen wird Mario wieder auf Achse sein.
Auch dieses Mal ist der Flug nicht billig. Aber das ist ihm egal.
Die Hauptsache: Er wird sie wieder in seinen Armen halten.

Er wollte Abstand haben. Einen klaren Kopf bekommen.
Jetzt ist ihm klar geworden, dass ihn die Liebe
zu dieser ukrainischen Frau gepackt hat.
Es gibt kein Zurück mehr. Er will sie haben.
Nicht nur tageweise, als Verhältnis oder Liebschaft. Sondern für sein ganzes Leben.
Er kommt also wieder in die Ukraine.

Das Wichtigste ist jetzt, für Elena eine andere Wohnung zu finden.
Damit der eiskalte russische Frost nicht noch einmal ihre Gesundheit gefährdet.
Das ist relativ schnell erledigt.

Von jetzt an wird er ihr jeden Monat 200 Euro schicken.
Damit sie die Miete leichter bezahlen kann.
Es ist nur eine kurzzeitige Übergangslösung.

 

Elena kommt ins Rheinland
Sobald sie wieder gesund ist, wird eine Reise nach Deutschland geplant.
Sie soll das Umfeld ihres Freundes kennenlernen:
das Land, die Leute, seine Wohnung, seinen Ort, sein gesamtes Leben.

Man kann eine Frau aus Osteuropa nicht verpflanzen wie einen Baum.
Man sollte ihr die Möglichkeit geben, zu wählen.
Außerdem kann in dieser Zeit die Liebe wachsen und gedeihen.
Die beiden wissen noch so wenig voneinander.

Noch immer besteht die Gefahr, dass es sich bei näherem Kennenlernen
herausstellt: Wir passen eigentlich gar nicht zusammen.
Lena hat nicht viel Geld. Natürlich wird er das Ticket bezahlen.

Dann ist sie da. Ich selbst sehe sie vor mir. Wir begrüßen uns.
Im Gegensatz zu meinem halb-blinden Freund fallen mir
ihre weiblichen Rundungen sofort ins Auge.
Ich finde sie sehr sexy und attraktiv.
Man möge mir meine sündigen Gedanken verzeihen.

Aber noch mehr Begeisterung spüre ich über ihr freundliches Gemüt.
Vom Charakter und vom Wesen her eine Frau der absoluten Extra-Klasse.
Mario hat nicht übertrieben.

Elena bleibt also für 3 Monate in Deutschland.
Sie kann es so einrichten,
dass sie in dieser Zeit ihre Arbeit per Internet abwickelt.
Den Außendienst – die direkte Betreuung der Frauen, die mit Prostitution
ihren Lebensunterhalt verdienen – das macht jetzt ihre Kollegin in Kiew.

 

Happy End – oder was?
Hätte er vor einiger Zeit nicht durch einen Zufall die russische Singlebörse entdeckt:
Elena und er hätten sich niemals gefunden.
Das ist der Vorteil des Online-Datings.
Man hat die Möglichkeit, Menschen zu suchen und zu finden,
die man sonst niemals treffen würde.

Einige Zeitgenossen machen sich lustig darüber. Halten es für Spielerei.
Aber man sieht immer wieder, dass es möglich ist,
auch im Web einen Partner fürs Leben zu finden.
In meiner Familie ist das übrigens auch in einem Fall passiert.


Die Integration
Elena fängt an, Deutsch zu lernen. Bei einem Goethe-Institut in Kiew.
Sie ist hoch motiviert. Sie lernt schnell.
Mario unterstützt sie dabei eifrig. Sie hat jetzt eine Webcam.
Sie treffen sich regelmäßig in Skype. Zum Lernen, Flirten und Pussieren.

Am Ende muss Lena eine Prüfung ablegen.
Die ist Voraussetzung dafür, dass sie dauerhaft in Deutschland leben darf.
Jetzt wird geheiratet. Und zwar in der Hauptstadt der Ukraine.
Dann wird ein Visum beantragt. Was einige Zeit in Anspruch nimmt.

Elena kommt jetzt für immer nach Deutschland.
Jetzt beginnt die so genannte Integration.
Der letzte Schritt von einer Welt in eine andere.

Ein Paar besser als viele andere
Jetzt haben wir Oktober 2013.
4 Jahre sind vergangen seit der ersten Liebes-Reise.
Elena lebt seit 3 Jahren in Rheinland-Pfalz.
Soweit ich das beurteilen kann, haben sie eine glückliche Ehe.

Kinder sind keine gekommen. Dafür war es vielleicht schon ein bisschen zu spät.
Aber eine Arbeit hat sie. Sie hat eine Ausbildung gemacht zur Arzthelferin.
Was nicht so ganz einfach war.
Aber mit ihrem ukrainischen Ehrgeiz hat sie es geschafft.

Mario hat also bei seiner Reise nach Kiew in Elena seine Liebe gefunden.
Dabei ist er kein Einzelfall.
Deutsche Männer sind sehr beliebt bei ukrainischen Frauen.

Gewiss gehört eine Portion Glück dazu. Wie überall im Leben.
Aber nur wer versucht, dem Glück auf die Sprünge zu helfen.
Kann es eines Tages finden.
Kamerad „Zufall“ ist ein schlechter Helfer in Sachen Liebe und Partnersuche.

Lothar Mader

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