Nach Lottogewinn auf Weltreise gehen

Was anfangen mit dem Lottogewinn?
Weltreise, oder was?

Es muss nicht der ganz große Lottogewinn sein.
An einem Beispiel, das in letzter Zeit für Schlagzeilen gesorgt hat,
möchte ich zeigen, wie ein Geldgewinn das Leben bereichern kann.

In der Show „Wer wird Millionär?“ hat Meike eine halbe Million Euro gewonnen.
Nicht, um es aufs Bankkonto zu legen.
Sondern um auf Weltreise zu gehen.
Ich werde hier noch weitere Ideen aufzeigen,
wie man den Jackpot sinnvoll anlegen kann.

 

Reiseziele: weltweite Fernreisen

 

Mit Lottogewinn auf Weltreise – ein Fallbeispiel
Ein Jahr lang ist die Journalistin und Bloggerin Meike (53) auf Weltreise gegangen.
Jeden Monat eine andere Stadt.
Die Interkontinental-Flüge gehen nach Tel Aviv, Indien, Shanghai, Sidney, Honolulu,
San Francisco, Buenos Aires, New York, Havanna, Addis Abeba, Barcelona,
London und Kopenhagen. Nur Japan muss sie auslassen.
weil in Fukushima gerade das Unglück mit dem Kernkraftwerk passiert ist.

Nachdem sie bei Günther Jauchs Fernseh-Show „Wer wird Millionär?“ 500.000 Euro
abgeräumt hat, entschließt sich Meike spontan, die Welt zu bereisen.
Unterwegs schreibt sie auf ihrem Blog über die Reise-Erlebnisse.
Sie kommuniziert über die Webseite mit interessierten Lesern.
Am Ende schreibt und verkauft sie sogar ein Buch.
So dass sie vom „Lottogewinn“ gar nicht so viel aufbraucht für diese Weltreise.

Die Absicht von Meike war klar: Sie will nicht als 0815-Touristin unterwegs sein.
Sie braucht keine Reiseprospekte.
Auch keine 5 Koffer. Sie hat kaum mehr Gepäck als man bei Ryanair
und Lufthansa-Flügen als Limit mitnehmen darf.

Meike will in erster Linie die Menschen fremder Länder kennenlernen.
Daher wohnt sie nicht in Hotels. Sondern sucht sich jeweils Privatunterkünfte.
Teilweise mit Hilfe der Leserschaft ihres Blogs.

 

Was hat die Lotto-Weltreise dieser Gewinnerin
persönlich gebracht?

Meike sagt: Mit der Zeit habe ich festgestellt, wie beglückend grenzenlose Freiheit
sein kann. Wenn man individuell und ohne systematisches Denken eine Weltreise
unternimmt. Zu Hause hat sie lediglich die Reiseziele festgelegt.
Nicht aber den Ablauf. Jeden Morgen ist sie aufgestanden.
Beim Frühstück hat sie spontan entschieden, was sie heute machen wird.

Die experimentierfreudige Meike hat eine Vision bekommen:
Es ist noch nicht einmal nötig, auf Weltreise zu gehen.
Dasselbe Glücksgefühl der Freiheit kann man auch auf kleinen Reisen in Europa
oder Deutschland gewinnen. Das wird sie demnächst umsetzen und testen.

Die Journalistin Meike schreibt in ihrem Bestseller-Buch „Das große Los“:
Ich habe gelernt, wie wenig ein man eigentlich zum Leben braucht.
Meine Sichtweise hat sich verändert.

Beim Anblick der Menschen in Hawaii, China und Äthiopien ist mir klar geworden,
wie viel unnötigen Ballast wir Deutsche mit uns herum tragen.
Durch Erlebnisreisen und die räumliche Distanz zum Alltag ist Meike skeptisch
geworden, ob die westliche Lebensphilosophie die allein selig machende ist.

Eine Erfahrung, die man nur dann machen kann, wenn man über den Tellerrand
hinausschaut. Sich neue Horizonte erschließt.
Wenn man eintaucht in fremde Welten. Mit fremden Menschen spricht.
Ihren Alltag kennenlernt. Statt bei einem vergleichsweise fantasielosen
Badeurlaub am Strand die Zeit totzuschlagen.

Es war nicht alles Sonnenschein bei dieser Weltreise. Meike hätte es bequemer
haben können, indem sie den Lottogewinn in Deutschland verprasst.
Immerhin ist sie auch in Städte gekommen, wo kaum Englisch gesprochen wird.
Vor allem in Shanghai war die Kommunikation wie Lotto spielen.

Die indische Mentalität hat der Hamburger Journalistin arg zugesetzt.
Es ist auf dem Subkontinent scheinbar verpönt, dass eine Frau ungeniert
und erhobenen Hauptes allein durch eine Stadt spaziert.
Da hat sie Heimweh bekommen.
Entschädigt wurde sie durch das freundliche Wesen der Hawaii-Insulaner.
Und den Anblick der Golden Gate Bridge in San Francisco.

In Buenos Aires tanzt sie Tango. In New York versucht sie sich im Marathonlaufen.
In Kopenhagen lernt sie Hippies kennen.
In Äthiopien macht sie Bekanntschaft mit einem Plumps-Klo.
Auf Kuba lässt sie sich zu einer Havanna-Zigarre hinreisen.
Nicht alles gelingt perfekt. Erweitert aber den Erfahrungsschatz von Meike.

 

Ideen für Lottogewinn
Ich habe mich in einem Internet-Forum umgesehen.
Die Teilnehmer beschreiben, was sie mit einem Lottogewinn anfangen würden.
Wir Deutschen scheinen ein spendierfreudiges Völkchen zu sein.
Jeder würde Geld spenden für Flüchtlinge, Aids- oder Welthungerhilfe.
Oder er sponsert zumindest Familienmitglieder.

Soll man mit einem Lottogewinn nun große Sprünge machen?
Oder alles auf die hohe Kante legen, also aufs Bankkonto?
Die meisten Meinungen liegen irgendwo dazwischen.

Von den Niedrigzinsen heutzutage kann kein Mensch mehr leben.
Also tendieren viele potentielle Lottogewinner dazu, zumindest einen Teil
des Geldes in feste Werte anzulegen: in Immobilien, Gold und Silber.
Oder auch bei risikoarmen Börsenaktien.
Das Vertrauen in den Euro scheint nicht groß zu sein.
Das Thema Griechenland schwelt noch im Hintergrund.

Reisen steht bei den Deutschen ganz oben auf der Wunschliste.
Die meisten würden nicht unbedingt die weite Welt bereisen.
Dafür aber öfters mal kleinere Trips unternehmen. Städtereisen ins europäische
Ausland zum Beispiel. Vielleicht auch mal eine Kreuzfahrt mit der Aida.
Was mich überrascht hat: es gibt Leute, die würden gern
mit dem Wohnmobile auf unbestimmte Zeit verreisen.

Nicht wenige Leute würden ihr Leben aufgrund eines Lottogewinnes grundsätzlich
ändern. So mancher träumt davon, sich selbstständig zu machen.
Ein Geschäft zu eröffnen. Nur noch einem Minijob nachzugehen.
Oder sogar Deutschland zu verlassen.
Um in einem sonnigeren Klima neu anzufangen.
Eine Frau meint: ich würde mir Silicon-Brüste zulegen,
Falten wegmachen und Fett absaugen lassen.

Ein großer Prozentsatz der künftigen Lottogewinner würde die Wohnsituation
verbessern. Die Eigentumswohnung gegen eine eigene Immobilie eintauschen.
Mit allem Luxus wie Swimmingpool, Fitnessraum, Wellnessbad,
Kellerbar und Sonnenterrasse.
Natürlich könnte man mit dem Lottogewinn auch die Hausschulden
bei der Bank tilgen.

 

Umfrage: Weltreise oder was?
Tatsächlich ist das der Traum vieler Deutscher.
Jeder dritte meint, er würde mit einem Lottogewinn
möglichst viele außereuropäische Länder kennenlernen.
Nur der Urlaub in der Karibik steht auf der Beliebtheitsskala
noch vor der Weltreise. Und zwar deutlich: mit 45 Prozent.

Auf Rang 3 der Reisevorlieben stehen Städtereisen.
Nicht nur Rom, Barcelona, London und Paris. Sondern auch Shopping in New York
gehört zu den Träumen der Umfrageteilnehmer. Vor allem bei den weiblichen.

Rang 4 belegen Kreuzfahrten.
Seit z.B. die Aida Billigreisen anbietet, sind die für jeden erschwinglich geworden.
Platz 5 nehmen die mobilen Camper ein:
Jeder sechste möchte mit dem Wohnwagen durch Europa reisen.

Flug buchen, Koffer packen und ab in den Urlaub? Von wegen!
Mit 15 Prozent stehen die Rucksack-Touristen an 6. Stelle der Beliebtheits-Skala.
Also Wanderer, Individualisten und Tramper.
Gefolgt von Segelreisen auf einer Jacht durchs Mittelmeer.
Und etwas schmucklos: Urlaub in deutschen Landen.

 

Lothar Mader

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