Mit 20 noch Jungfrau – wie peinlich ist das denn?

Jungfrau in reizvoller Unterwäsche

20 Jahre und noch keinen Sex gehabt

Ist es okay, mit 20 noch Jungfrau zu sein?

Oder ist es ein Alarmzeichen, dass irgendetwas
nicht stimmt?

Ab einem gewissen Alter setzen Freunde und Bekannte einfach voraus,
dass man schon sexuelle Erfahrungen hat.
Egal wie oder wo: im Puff, im Suff, beim Fasching oder beim One Night Stand.
Doch was ist, wenn dem nicht so ist?

Dem Single, der noch Jungfrau ist, wird es peinlich, wenn andere Witze reißen
über Sex. Man wird verlegen. Man kann nicht mitsprechen,
wie es ist mit den Höhenflügen und geile Spielen im Bett.
Die Furcht, seine Jungfräulichkeit zu verraten, wird für Singles ab 20 immer größer.

Torschlusspanik setzt ein. Wenn es jetzt nicht bald passiert,
wird die Sex-Abstinenz noch zur Psychose führen.
Weil es heute schon 14-Jährige tun.
Weil man sich immer mehr unter Druck setzt.
Weil die Freunde Wind von der Sache bekommen.
Weil man sich lächerlich und minderwertig vorkommt.

Was ist zu tun? Soll man auf Teufel komm raus viele Gelegenheiten zum Sex
suchen oder schaffen? Oder lieber doch geduldig abwarten, bis der Richtige kommt,
dem man seine gottverdammte Unschuld opfern möchte?

Während Männer bei ersten Mal so tun können, als haben sie schon öfter
ein Mädchen gepoppt, gibt es bei Frauen einen untrüglichen Beweis
für die Jungfräulichkeit. Je länger der erste Sex auf sich warten lässt,
desto peinlicher wird es, damit umzugehen.

Hier ein paar Gedankengänge über dieses Thema:
Über Ursachen, Strategien und Meinungen von Singles:

 

Jungfrau wegen schlechtem Aussehen und Schüchternheit
Laut einer Umfrage sind mehr 15 Prozent der 20-jährige Singles noch Jungfrau.
Bei manchen ergab sich noch keine Gelegenheit.
Andere sind nicht entschlossen genug.
Vor allem junge Frauen verbinden den ersten Sex mit der großen Liebe.
Nicht jeder bringt es fertig, ohne erhebende Gefühle in die Kiste zu springen.

Andererseits gibt es viele Singles, die Probleme haben mit ihrem Aussehen.
Sie bilden sich ein, nicht attraktiv zu sein.
Wegen der Brille, weil sie zu dick sind oder zu klein.
Weil der Busen nicht dem Idealbild entspricht.
Weil der Pimmel zu klein ist, die Nase zu groß, Po und Hüften zu fett.

Wer sich von solchen Gedanken beherrschen lässt, hat eindeutig zu wenig
Selbstvertrauen. Anderen macht es nämlich überhaupt nichts aus,
sich zu entblößen und unkompliziert Sex zu haben.
Auch auf die Suche nach einem Partner fürs Leben wirken sich
Minderwertigkeitskomplexe fatal aus.

Dass man mit Komplexen nicht gerade sexy wirkt, liegt auf der Hand.
Nur die wenigsten Singles können ihre Makel beim Aussehen ignorieren.
Und dem anderen Geschlecht unbefangen gegenübertreten.

Nicht alle junge Menschen haben eine große Klappe.
Viele kommen unbeholfen, verblödet oder schüchtern daher.
Da man mehr Zeit mit Online-Spielen oder dem Smartphone verbringt als mit
echter Konversation, bleibt die Fähigkeit zum Smalltalk unterentwickelt.
Begegnet man einem Menschen, den man heiß findet,
weiß man nicht, wie man ein Gespräch beginnen soll.

 

Mit 1.000 anderen Dingen beschäftigt –
keine Zeit zum Poppen

Viele Singles um die 20 hassen ihre Jungfräulichkeit wie die Pest.
Nicht nur, weil sie sich dafür schämen.
Sondern auch, weil sie ein starkes Bedürfnis nach Sex haben.
Aber scheinbar sind sie zu doof, diese Sehnsucht zu stillen.

Zwar ist die Masturbation bei beiden Geschlechtern weit verbreitet.
Sie ist aber kein Ersatz für eine durchgemachte Liebesnacht
mit geilen Gefühlen, Umarmungen und Zärtlichkeit.
Vielen Menschen geht es beim Sex noch nicht mal
nur um die pure Befriedigung der Lust.

Nicht immer sind Ungeschick, Schüchternheit und Komplexe die Ursache
für fehlenden Sex. Die moderne Gesellschaft verführt gerade dazu,
sich in nichtsnutzige Dinge zu verlieren.

Wer seine Freizeit vorwiegend mit Facebook, WhatsApp, mit Spielen oder mit
„die Welt retten“ verbringt, verliert das andere Geschlecht leicht aus den Augen.
Auch ein Studium plus Nebenjob kann dazu führen,
dass ein junger Mensch viele günstige Chancen liegen lässt.
Und dass er viel zu lange wie ein Mönch oder eine Nonne lebt.

Eine Frau anzubaggern, zu verführen und zu poppen:
Das erscheint vielen Männern zu zeitaufwendig und zu anstrengend.
Zumal viele Mädels auf hohe Ansprüche pochen.

Viel einfacher ist es, sich an Pornofilmen aufzugeilen.
Außerdem hat man gar keine Übung im Anmachen einer Frau.
Woher denn auch, wenn man tagein tagaus ständig auf irgendein Display glotzt.
Und sich die Finger wund tippt.

 

Hier gibt es weitere Infos
über Single-Leben, Liebes-Probleme und Sexthemen

 

Angst der Jungfrau vorm ersten Mal
Fast alle Spätzünder sind perfekt informiert über Sex.
Theoretisch kennen sie alle Liebesstellungen.
Sie wagen es aber nicht, Sex zu haben.

Das könnte an einer überspitzten Erwartungshaltung liegen.
Seine Jungfräulichkeit verliert man nur einmal im Leben.
Dieser Moment muss etwas ganz Besonders, etwas Überirdisches sein.
Die Realität sieht leider völlig anders aus.
Aus Mangel an Erfahrung ist der erste Sex oft nur Murks.

Viele jungen Menschen träumen davon, sich zu verlieben.
Mit einem Partner auf Wolke 7 zu schweben.
Und die Nächte mit leidenschaftlichen Küssen und heißem Sex zu verbringen.
Sie sind viel auf Reisen, treiben Sport, lassen keine Party aus.
Aber mit einer festen Beziehung wird es irgendwie nichts.

Wenn man bei den Singles 20 plus tiefer schürft,
stößt man hinter den Träumen aber auch auf eine gewisse Unsicherheit.
So mancher lebt nur deshalb allein, weil er gar nicht bereit ist, sich zu binden.

Da die schnelle Nummer nach der Geburtstagparty oder mit Online-Bekanntschaften
nicht in Frage kommt, leben sie in sexueller Enthaltsamkeit.
Man ist traurig, beschwert sich über diese Ungerechtigkeit. Erkennt aber nicht,
wo die eigentliche Ursache des Jungfrauen-Daseins liegt.

Wenn wir den Sex etwas nüchterner sehen – als das was er eigentlich ist.
Wenn wir ihm nicht eine übergroße Bedeutung zumessen.
Dann sollte eine gute Chance bestehen, mit 25 oder 30 nicht mehr
als weibliche oder männliche Jungfrau durch die Welt zu laufen.

 

Auf die große Liebe warten oder einen ONS riskieren?
Viele Singles verzichten bewusst auf oberflächlichen Sex ohne Liebe.
Statt die Unschuld bei einem One Night Stand zu verlieren,
heben sich dieses Mega-Ereignis auf für den so genannten Traummann
oder die Traumfrau.

Ein enges Verhältnis kommt für Singles mit einem gewissen Niveau-Anspruch
nur dann in Frage, wenn Gefühle im Spiel sind.
Selbst in unserer Zeit, wo alles nach Sex schreit, ist diese Haltung nicht selten.
Sie zeugt von eigenständigem Denken und einem starken Charakter.

Der bewusste Verzicht auf Sex kann aber zum Problem werden,
wenn sich irgendwann die erste Gelegenheit ergibt.
Soll man dann seinem Partner vor dem Geschlechtsverkehr beichten, was los ist?
Auf die Gefahr hin, sich lächerlich zu machen.
Oder soll man versuchen, es zu vertuschen, dem anderen etwas vorspielen?
Eine schwierige Frage.

Ich habe mich im Internet umgehört.
Ein Kerl Mitte 20 hat die Erfahrung macht:
Wenn ich einer Frau gestehe, ich bin Jungfrau, dann kratzt sie gleich die Kurve.
Es kommt erst gar nicht zum One Night-Sex.
Vielleicht sollte dieser Typ es etwas langsamer angehen lassen.
Wenn man jemand schon etwas länger kennt und schätzen gelernt hat,
sieht man die Sache vielleicht anders.

Ein etwas unsportliches Mädchen (18) sagt, sie habe ihrem neuen Freund
gestanden, dass sie leider noch Jungfrau sei.
Glücklicherweise habe er sie nur angelächelt und positiv reagiert.
Er hat sich beim Vorspiel viel Zeit genommen und ihr alle Ängste genommen.

Entscheidend ist wohl, ob man an einen Single gerät,
der auf schnellen unverbindlichen Sex aus ist.
Oder ob man sich schon länger kennt.

Endet eine frische Disco-Bekanntschaft im Bett, muss man als weibliche
oder männliche Jungfrau über 20 damit rechnen, verletzt zu werden.
Aber nicht zwangsläufig.
Das hängt wohl von der Sensibilität des anderen ab.
Es soll sogar Leute geben, die finden es besonders erregend,
einem Menschen die Unschuld zu rauben.

Unterm Strich ist es wohl eher ratsam,
vor dem Ausziehen der Klamotten seinen Jungfrau-Status anzudeuten.
Bei negativer Reaktion kann man das Vorhaben immer noch abbrechen.

 

Ist Aktivismus die Lösung des Problems?
Je länger es dauert, seine Jungfräulichkeit zu verlieren,
desto unerträglicher empfinden „unschuldige“ Singles ihre Situation.
Das geht schon mit 14 oder 15 los.
Schon in dieser Zeit macht man sich Gedanken, dass man den Anschluss
nicht verpasst. Dabei geht es keineswegs nur um Flirten, Petting oder Küssen.
Sondern um handfesten Sex.

So mancher Single über 20, der noch nie gebumst hat,
beginnt an sich und der Welt zu verzweifeln.
So mancher will auf einmal panikartig in kurzer Zeit möglichst viele Menschen
kennenlernen, viele Verabredungen haben.
Zur Not Sex mit einem x-Beliebigen in Kauf nehmen.

Was sagen Singles in Online-Foren?
Eine attraktive 22-jährige Studentin, ist stolz darauf,
ihre Unschuld nicht dem Zeitgeist geopfert zu haben.
Obwohl sie schon einige Männer geküsst und mit ihnen geknutscht hat.
Sie sagt, das sei nur Spielerei gewesen.
Solange sie sich nicht wirklich verliebt, wird sie keinen Mann ran lassen.

Eine andere (21) findet es nicht schlimm, spät dran zu sein.
Ihre Freunde wissen von ihrer Jungfräulichkeit. Damit gibt es keine Probleme.
Dass die 16-jährige Schwester regelmäßig Sex mit dem Freund hat,
nagt manchmal ein bisschen an ihrem Ego.
Dennoch wird sie nicht depressiv, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.
Eine alte Jungfer wird sie nicht. Da ist sie optimistisch.

Eine 20-Jährige wendet sich in einem Forum an Männer.
Ihr Problem ist nicht nur, dass sie Jungfrau ist.
Sondern dass sie auf etwas ältere Semester steht.
So wird sie wohl kaum einen Mann treffen, der noch nie Sex hatte.
Meint sie jedenfalls.

Ein Mann antwortet ihr: sie soll sich nicht ins Höschen machen.
Ein Mann von 27 oder 30 wird sich sehr wahrscheinlich glücklich schätzen,
wenn er eine junge Frau ins Bett kriegt.
Da spielt es keine Rolle, ob sie unerfahren ist oder nicht.

Diesem Standpunkt schließen sich auch andere Männer an.
Und eine Frau, deren 9 Jahre älterer Freund sie sehr verständnisvoll
in die Geheimnisse der Liebe eingeführt hat.

Ein junger Single-Mann beschreibt seine Situation im Forum als unerträglich.
Wenn seine Kumpels über Sex witzeln, kann er nicht mitreden.
Er möchte es endlich hinter sich bringen, das erste Mal.

Dabei bedrückt ihn die Angst, eine erfahrene Liebhaberin würde ihn
wegen seiner Ungeschicklichkeit im Bett verspotten.
Er spielt mit dem Gedanken, sich bei einer Prostituierten Nachhilfe zu nehmen.
Und sich dann eine richtige Freundin zu suchen.

Ein anderer findet es entwürdigend, sich jeden Tag „einen runter zu holen“.
Manchmal passiert es sogar mitten in der Nacht.
Da er etwas verklemmt ist, hat er große Probleme, eine Frau anzusprechen.

Seine Worte zeugen von einer großen Hoffnungslosigkeit.
Er wird erst dann eine Bettgesellin oder Freundin finden,
wenn er an seiner Flirt-Fähigkeit und am Selbstbewusstsein arbeitet.

Wie man sieht, gibt es bei jungen Singles viele verschiedene Einstellungen
zum Thema erster Sex.
Tendenziell sind Frauen etwas selbstbewusster und eher bereit zu warten.
Während männliche Jungfrauen über 20 meist sehr unzufrieden mit den Leben sind.
Und auf eine schnelle Lösung drängen.

 

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