Liebeskummer im Fokus: den Herzschmerz überwinden

Liebeskummer im Fokus

Liebeskummer lohnt sich nicht, my darling.
Nicht dumm, dieser Song.
Der Herzschmerz ändert nichts an einer Trennung.
Hier meine Tipps, sie Sie ihn überwinden

Liebesschmerzen nach Scheidung

Jeder kennt ihn: den verhassten Liebeskummer.
Je intensiver unsere Liebe war, desto größer ist der Herzschmerz.
Doch es gibt ein paar Rezepte, wie wir das Jammertal überwinden können.

Liebeskummer gibt es in vielen Facetten.
Ein langjähriger Partner wurde durch den Tod aus dem Leben gerissen.
Oder der vermeintliche Traumpartner merkt überhaupt nicht, wie verknallt wir sind.

In diesem Beitrag soll der Herzschmerz nach einer Trennung im Fokus stehen.
Ihr/e Ex hat Ihnen den Laufpass gegeben. Aus welchen Gründen auch immer.

 

Wie lenken wir unser Leben wieder in geordnete Bahnen?
Hier ein paar Hilfestellungen

 

Ich werde Ihnen zeigen, wie man den Liebesschmerz überwinden kann.
Welche Verhaltensweisen Ihnen in dieser Lebensphase schaden.
Und welche Vorteile sogar aus einem Beziehungs-Ende entstehen können.

 

Was fühlen wir beim Liebeskummer?
Hass, grenzenlose Wut, Mordlust, Trauer, kein Appetit.
Hilflosigkeit, Eifersucht, Ohnmacht, Selbstmord-Gedanken.
Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Schlafstörungen, Depressionen.
Wir fühlen uns hundeelend.

Das sind die Kennzeichen, wenn ein Partner uns schmählich im Stich gelassen hat.
Was vor Jahren als Traumliebe begonnen hat, endet jetzt in einem Disaster.

Es ist nur ein schwacher Trost für den Betroffenen:
Aber derzeit endet in Deutschland jede dritte Ehe bei dem Anwalt.
Bei den offenen Partnerschaften liegt die Trennungs-Quote wohl noch höher.

Manchmal geschieht die Scheidung in beiderseitigem Einverständnis.
Oft aber ist einer von beiden der Leidtragende.
Und kann jetzt zusehen, wie er mit seinem Herzschmerz fertig wird.
Ganz abgesehen von Kindern, beruflichen und finanziellen Aspekten.

Sie stehen also keineswegs allein da mit Ihrem Liebeskummer.
Es ist ein Massen-Phänomen.

 

Den Herzschmerz überwinden

Chaos ist das jetzt Normalste auf der Welt
Statt sich blau und schwarz zu ärgern, dass jetzt alles aus dem Ruder läuft:
Akzeptieren Sie lieber, dass Sie in der Zeit nach der Trennung nicht in Topform
sein können. Sie sind mit Ihren Gedanken leider immer woanders.
Sie vergessen, wo der Autoschlüssel liegt. Ständig verlegen Sie Ihre Brille.
Sie versäumen Termine. Das ist ganz normal in einer solchen Extremsituation.
Nur gut, dass Ihr Kopf angewachsen ist.
Sonst würden wir den auch noch irgendwo liegen lassen.

Aus und vorbei – Blick in die Zukunft
Akzeptieren Sie die Trennung.
Ziehen Sie einen klaren Schluss-Strich unter die verlorene Liebe.
Auch wenn Ihr Ex Ihnen immer noch ein wenig Hoffnung macht:
Lassen Sie sich nicht darauf ein. Sonst wird der Herzschmerz niemals enden.
Das berühmte Zitat „Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken
ohne Ende“ hat absolut seine Berechtigung.

Ideal wäre es, wenn Sie jeden Kontakt mit dem Ex-Partner vermeiden.
Aus den Augen, aus dem Sinn. Damit Hoffnungen auf eine Neuauflage
der Beziehung überhaupt gar nicht erst aufflammen.
Dann wird es auch nicht so lange dauern, bis Sie Lust haben
auf einen neuen Partner.
Bis Sie offen werden für eine neue Liebe.

Ach, lass und doch gute Freunde bleiben!
Wenn der/ die Ex mit solch faulen Sprüchen kommt. Dann pfeifen Sie ihm eins.
Gegen Freundschaft irgendwann einmal ist sicher nichts einzuwenden.
Aber nicht in diesem Augenblick, wo Sie völlig zerstört am Boden liegen.

Die Erinnerung auslöschen
Ihre Wohnung ist voll mit Dingen, die an den/die Ex erinnern:
Weihnachtsgeschenke, Möbelteile, Urlaubs- und Hochzeitsfotos. Alles raus damit!
Ändern Sie auch sonst möglichst viel in Ihrem Zuhause.
Neue Tapeten, ein neues Bett, neue DVDs.
Denn auch die Musik, die Sie zusammen gehört haben,
wird Ihnen immer wieder auf den Magen schlagen.
Feuern Sie alle Gegenstände in den Müll,
die dem Liebeskummer täglich neue Nahrung bieten.

Das Leben aktiv gestalten
Zu Hause auf der Couch liegen. Wie ein Häufchen Elend die Wände anstarren.
Immer wieder an die verlorene Beziehung denken.
Gemeinsame Lieblingssongs hören.
So kann es ewig dauern, bis Sie Ihren Herzschmerz überwinden.

Das Zauberwort heißt Ablenkung.
Nicht, indem Sie sich wie ein wildes Tier auf die Arbeit stürzen.
Damit würden Sie den Liebeskummer nur betäuben – wie mit Alkohol.

Fokussieren Sie sich lieber auf Aktiviten, die Sie als schön empfinden.
Verlassen Sie die Wohnung so oft wie möglich. Treffen Sie am Wochenende
Ihre Freunde. Aber bitte einzeln und nicht in der Clique.
Um zu vermeiden, dass der/die Ex Ihnen dort über den Weg läuft.

Verabreden Sie sich mit einem Arbeitskollegen zum Kino oder Sport.
Zum Beispiel im Fitness-Studio oder auf dem Tennisplatz. Gehen Sie in die Sauna.
Spazieren Sie am Sonntag durch den Park. Besuchen Sie Veranstaltungen.

Mengen Sie sich unter die Leute.
Besuchen Sie den Jahrmarkt oder das Gemeindefest.
Es gibt tausend Möglichkeiten, wie man seine Freizeit aktiv gestalten kann.
So wird der Liebeskummer zumindest für eine gewisse Zeit
aus dem Bewusstsein verschwinden.

Je mehr Sie unter die Leute gehen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit,
dass Sie vielleicht einen neuen Menschen kennenlernen,
den Sie sehr sympathisch finden.
Ein unverbindlicher Flirt kann Wunder wirken gegen Depression.

Beim Neustart Ihres Lebens könnten Sie die Garderobe updaten.
Gehen Sie in die Boutiquen Ihrer Stadt. Gönnen Sie sich neue Freizeitklamotten,
einen neuen Jogginganzug. Vielleicht auch eine neue Frisur. Ändern Sie Ihr Outfit.

Wollten Sie sich nicht schon längst ein neues Auto zulegen?
Oder eine neue Stereo-Anlage?
Warum hatten Sie nie Zeit, um zum Yoga oder Ayurveda zu gehen?
Oder sich in einem Wellness-Hotel verwöhnen zu lassen?

Jede Veränderung wird ein Stück dazu beitragen, dass die Gedanken frei werden
von dem elenden Liebeskummer. Und Ihr Selbstwertgefühl stärken.

Werfen Sie einen Blick in Reiseprospekte und fliegen Sie in Urlaub.
Oder machen Sie über die Feiertage eine kleine Städtereise:
nach Berlin, München, Paris oder London.
Eine neue Umgebung, Sonne, Wind und Meer. Eine fremdartige Kultur.
Die Leichtigkeit und Herzlichkeit der Menschen in der Mittelmeer-Region.
All das kann Balsam sein für eine geschundene Seele.
Wenn Sie nach Hause kommen werden Sie sagen: Hallo, da fehlt doch etwas.
Ja, Ihr Herzschmerz hat sich auf Nimmer-Wiedersehen verabschiedet.

Hungerstreik schlägt auf die Nieren
Achten Sie auf die Ernährung.
Auch wenn Sie vor lauter Liebeskummer keinen Hunger haben,
braucht der Körper gerade jetzt wichtige Vitalstoffe.
Essen Sie vor allem genug Obst und Gemüse.
Gönnen Sie sich Ihre Lieblingsgerichte.
Gehen Sie zum Italiener um die Ecke. Zum Griechen oder Chinesen.
Gönnen Sie sich am Abend vorm Fernseher ruhig eine Tafel Schokolade,
eine Schachtel Pralinen oder einen Kuchen.
Süßes ist Nervenfutter und Stimmungsaufheller zugleich.

Kulinarische Genüsse machen gute Laune.
Vergessen Sie auch nicht, reichlich flüssige Nahrung zu sich zu nehmen.
Viel trinken ist eminent wichtig für unser Wohlbefinden.
Damit meine ich nicht unbedingt die tägliche Kiste Bier.
Aber ein Gläschen Wein in Ehren kann psychischen Druck von Ihrer Seele nehmen.

Die Nacht ist zum Relaxen da
Es ist wichtig, ausreichend lang zu schlafen. Nur so können Körper und Seele
sich gut vom Stress erholen. Natürlich ist das leichter gesagt als getan.
Sie legen sich abends ins Bett. Sie haben keine Ablenkung mehr.
Sie fokussieren sich wieder nur auf Ihre/n Ex.
Und schon beginnt der Teufelskreis von Neuem.

Machen Sie sich tagsüber durch reichlich Bewegung müde.
Gehen Sie an die frische Luft.
Vor dem Hinlegen nehmen Sie eine Baldrian oder einen Beruhigungstee.
Dann funktioniert es auch mit der Nachtruhe.
Vielleicht beherrschen Sie Autogenes Training. Eine ausgezeichnete Methode,
um sich zu entspannen und in den Tiefschlaf zu finden.

Neue Menschen vertreiben den Herzschmerz
Neben Wohnort- oder Tapetenwechsel können uns machmal
neue Bekanntschaften auf andere Gedanken bringen.
Sie sind Neu-Single.
Was spricht dagegen, sich bei einer Online-Kontaktbörse anzumelden.
Mit Sicherheit werden Sie Leute finden zum Chatten oder Flirten.
Mit etwas Glück auch eine neue Liebe.
Wenn es schon schwierig ist, in Ihrem Einzugsbereich
(z.B. beim Tanzen/Arbeitsplatz/ Freundeskreis) einen neuen Partner zu finden.
Vielleicht klappt es ja im Internet. Sie wären nicht der Erste.

Den Liebeskummer teilen
Schreiben Sie Ihre Sorgen in ein Tagebuch.
Oder sprechen Sie mit guten Freunden darüber.
Sie werden sehen, wie gut es tut,
sich den Kummer von der Seele zu reden oder schreiben.

Heulen Sie sich bei der alten Schulfreundin mal so richtig aus.
Die wird Sie seelisch und moralisch wieder aufrichten.
Ihnen vor Augen führen, welche guten Charakterzüge Sie haben.
Denn im Moment fühlen Sie sich als Versager. Der überhaupt nichts wert ist.
In den nächsten Tagen werden Sie immer wieder an dieses Gespräch denken.
Und daraus neuen Mut schöpfen.

Vielleicht haben Sie im Bekanntenkreis jemand,
dem das Schicksal ähnlich übel mitgespielt hat.
Oder Sie suchen im Internet nach einem Forum, wo Menschen sich über
das Thema Liebeskummer unterhalten. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Beziehungs-Muster erkennen
Vielleicht kommen Ihnen bei den täglichen Reflexionen ein paar äußerst nützliche
Gedanken. Wie viele Beziehungen hatten Sie schon? Warum sind die gescheitert?
Waren es vielleicht ähnliche Gründe wie jetzt?

Sind Ihre Partner immer fremdgegangen? Konnten Sie nicht konstruktiv streiten?
Gab es mit allen Partner Zoff wegen Geld, Stammtisch, Frauen-Abend?
Wegen zuviel oder zu wenig Sex, wegen Anschaffungen und zu wenig Freiheiten?
War bei den Trennungen immer Eifersucht mit im Spiel?
Vielleicht gelingt es Ihnen gewisse Gesetzmäßigkeiten aufzudecken.
Sich Gedanken zu machen, was Sie bei der nächsten Beziehung
besser machen können.

Die Wut ausleben
Mit Bewegung kann man sich wirksam ablenken.
Sei es nun durch einen flotten Spaziergang in freier Natur.
Oder eine Ausdauersportart wie Joggen, Radfahren, Nordic-Walking.
Sie könnten sich auf dem Speicher einen Boxsack aufhängen.
Nehmen Sie sich jeden Abend eine halbe Stunde Zeit und dreschen Sie
auf das Ding ein. Stellen Sie sich vor, das sei der Kopf des Ex,
den Sie jetzt windelweich prügeln. Sie powern sich voll aus.

Damit bauen Sie Aggressionen und überschüssiges Adrenalin ab.
Hinterher fühlt man sich erleichtert. Und sieht die Welt mit anderen Augen.
Das ist in jedem Fall viel besser als sich ins Schneckenhaus zu verkriechen.
Den Hass in sich hinein zu fressen. Und in eine Depression zu fallen.

Den Herzschmerz bewusst zulassen
Sie können den Liebeskummer verdrängen.
Das fühlt sich zwar im Moment besser an.
Wird den tief sitzenden Stachel aber nicht beseitigen.

Setzen Sie sich jeden Tag für eine halbe oder ganze Stunde in eine ruhige Ecke.
Trauern Sie und leiden Sie ganz bewusst.
Heulen und weinen Sie, wenn Ihnen danach zumute ist.
Mit jeder Trauereinheit wird ein Stück des Kummer abgebaut.
Bis Sie eines Tages spüren, dass Hass und Frust verschwunden sind.
Dass Sie dem Leben wieder optimistisch entgegen sehen.

 

Was bei Liebeskummer nicht tun sollten
Nach einer Trennung tun wir meist automatisch ein paar Dinge,
die für’s Überwinden des Herzschmerzes kontraproduktiv sind.
Denn sie ziehen die Dauer unserer Leidenzeit nur unnötig hinaus.
Hier ein paar Beispiele:

Die Kontrolle verlieren
Vor lauter Sorgen und Selbstmitleid legen wir ein suchtähnliches Verhalten
an den Tag. Wir essen wie bekloppt. Wir trinken übermäßig viel Alkohol.
Wir greifen zu Schlaftabletten oder anderen Beruhigungsmitteln wie Valium.
Wobei Baldrian noch die harmlose Variante ist.

Leben auf den Kopf stellen
Alles muss sich ändern. Das bisherige Leben ist Scheiße.
Wir stürzen uns in einen Aktionismus, den wir später bei klarem Kopf leicht
bereuen könnten. Wir schreiben unserem Chef die Kündigung.
Denn nur der Job war schuld, dass die Beziehung in die Binsen ging.
Wir verkaufen unsere Wohnung oder unser Haus.
Um woanders neu anzufangen. Wir wandern aus nach Australien oder Kanada.

Den Liebeskummer ignorieren
Jede Trauer braucht ihre Zeit.
Egal, ob ein Familienmitglied gestorben ist. Oder ob uns der Partner verlassen hat.
Wenn wir versuchen, unseren Herzschmerz total zu verdrängen:
Dann braucht es umso länger, bis wir ihn überwinden.
Stellen Sie sich das vor wie einen großen Haufen Sand.
Den Sie von Platz A zu Platz B scheppen müssen. Die Arbeit muss getan werden.
Wenn Sie überhaupt nicht damit anfangen, können Sie nie fertig werden.

Dem Ex das Leben zur Hölle machen
Trauerarbeit muss geleistet werden. Das bedeutet aber nicht,
dass wir uns Tag und Nacht von Hassgedanken an den/ die Ex zerfleischen lassen.
Ihn womöglich sogar durch Telefonanrufe und Stalking terrorisieren.
Ihn physisch bedrohen und verdreschen.
Oder ihm gedanklich immer wieder die Pest an den Hals wünschen.
Das alles sind sinnlose Kurzschlussreaktionen.
Die letztendlich nur Ihnen selbst schaden.

Rachegelüste aus Liebeskummer
Rache ist süß. Also machen wir den Ex schlecht, wo immer wir können:
Hure, Tagedieb, Fremdgänger, Schlappschwanz, Flittchen.
Am liebsten würden wir diese Begriffe zusammen mit einem Foto
in der BILD-Zeitung oder in der Tagesschau veröffentlichen.

Doch zumindest soll der gemeinsame Bekanntenkreis oder seine neue Freundin
mitbekommen, was für ein Schwein er ist.
Auch der Chef des Ex soll seinen Senf abbekommen.
Wir rufen an und raten ihm zur Kündigung dieses charakterlosen Halunken.
Das sind alles nutzlose und dumme Aktionen. Sie verlängern nur die Leidenszeit.

Lethargie und Depression
Der Herzschmerz hat uns voll und ganz im Griff.
Wir sind niedergeschlagen, müde, antrieblos und depressiv.
Wir haben auf nichts mehr Lust, was uns früher Freude gemacht hat.
Schon gar nicht zum Arbeiten.
Also bleiben wir einfach im Bett liegen. Ziehen uns die Decke über den Kopf.
Und verabschieden uns von der Welt da draußen.

Wir bewegen uns nicht mehr. Wir essen und trinken zu wenig.
Wir sind voll und ganz auf uns selbst fokussiert. Und auf unser elendes Dasein.
Das alles kann nicht gesund sein.
Bald werden wir neben psychischen auch körperliche Probleme bekommen.

Klammern statt loslassen
Wir verlegen uns aufs Bitten und Betteln.
Jeden Tag flehen wir unseren Ex-Partner an, seine Entscheidung nochmal
zu überdenken. Damit erreichen wir genau das Gegenteil.
Er wird sich genervt fühlen. Und bald jeden Kontakt unterbinden.

Auch die Fragerei nach dem „Warum“ oder
„Ich werde in Zukunft alles besser machen“ bringen den Geliebten nicht zurück.
Durch Ihr unwürdiges Verhalten fühlt er sich nur noch mehr bestätigt,
dass er die richtige Entscheidung getroffen hat.

Selbstzerfleischung
Wenn eine Beziehung in die Brüche geht:
Dann haben meist beide dazu beigetragen.
Es wäre hirnrissig, jetzt die Schuld nur bei sich selbst zu suchen.
Immer nur zu grübeln: was habe ich falsch gemacht?
Mit dem Hintergedanken: Ich bin einfach ein Versager.

Ein bisschen selbstkritisiches Reflektieren ist sicher nicht schlecht.
Wenn Sie aber kein gutes Haar mehr an sich lassen:
Wem soll das nutzen? Was soll das bringen?

Neuen Partner suchen – mit aller Gewalt
Es könnte in dieser Zeit nichts Besseres passieren,
als möglichst bald einen neuen Menschen zu finden.
Dann ist Ihre Trauerzeit von einer Minute auf die andere wie weggeblasen.

Auf der anderen Seite wäre es fatal, wenn Sie jetzt auf Biegen und Brechen
versuchen, eine neue Beziehung einzugehen. Nur, um nicht allein zu sein.
Vor lauter Sturm und Drang würden Sie schwerwiegende Fehler eines neuen
Kandidaten übersehen. Und so vom Regen in die Traufe kommen.

Das Wachsen einer neuen Liebe braucht Zeit.
Seien Sie offen nach allen Seiten und für alle Gelegenheiten.
Ohne verkrampft nach einem neuen Partner zu suchen.

 

Nutzen ziehen aus einer Scheidung – ja geht’s denn noch?

Neue Freiheiten
Die Trennung von der Ex-Freundin oder kann neue Chancen eröffnen –
so verrückt sich das anhören mag.
Mit Sicherheit war nicht alles eitel Sonnenschein.
Denken Sie über die Nachteile der vergangenen Beziehung nach.
In welchen Bereichen war der Partner ein echtes Hindernis?

Früher war Ihr Lieblingshobby das Fotografieren. Sie haben oft Bücher gelesen.
Sich mit Freunden getroffen.
Da Ihr Verflossener davon überhaupt nichts gehalten hat,
haben Sie diese Freizeitbeschäftigungen sträflich vernachlässigt.
Jetzt sind Sie frei wie ein Vogel. Können tun und lassen, was Ihnen gefällt.

Neue Lebensperspektiven
Es kommt nicht von heute auf morgen. Aber es kommt ganz sicher.
Nach einer Scheidung werden Sie das Leben neu überdenken.
Welche Ziele möchte ich in absehbarer Zeit erreichen?
Will ich überhaupt noch einmal eine neue Liebe erleben?
Oder werde ich den Fokus mehr auf Arbeit und Karriere legen?

Wie kann oder soll mein Leben in 10 Jahren aussehen?
Besteht die Notwendigkeit, den Beruf zu wechseln?
Möchte ich überhaupt noch in Deutschland leben?
Soll ich mich sozial engagieren? Für Flüchtlinge vielleicht?
Das alles sind Gedankenansätze, die uns in einer stillen Stunde
vielleicht automatisch in den Sinn kommen.
Oder über die wir mal bewusst nachdenken sollten.

Selbstständig werden
Vor der Beziehung war Hotel Mama.
Während der Partnerschaft hat die Freundin den Haushalt gemanagt.
Jetzt wird es aber Zeit, dass Sie Ihr Leben eigenständig organisieren:
Einkaufen, Kochen, Bügeln (autsch!!!), Waschen, Putzen.
Geld von der Bank abheben, Klamotten und Geschenke kaufen.
Vieles davon hat bisher die nun verhasste Partnerin gemacht.
Jetzt sind Sie an der Reihe. Sie werden merken, wie ein Leben
auf eigenen Füßen Ihrem Selbstvertrauen turbomäßig einen Schub gibt.

Eigene Bedürnisse in den Vordergrund stellen
Das menschliche Gehirn neigt dazu, nur positve Aspekte in Erinnerung zu behalten.
Überlegen Sie mal, welche Probleme es in der Beziehung gab.
Es war doch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Oder?

Wie oft mussten Sie mit faulen Kompromissen leben.
Wie oft hat der Partner verlangt, dass Sie nach seiner Pfeife tanzen?
Wie verhasst war Ihnen das sonntagliche Kaffeetrinken bei der Schwiegermutter.
Oder dass Ihr Freund mitten in der Nacht Sex wollte.
Dass er im Urlaub immer nur Action wollte, Sie aber Erholung am Strand.

Diese Misere haben Sie jetzt hinter sich.
Beim nächsten Partner werden Sie von Anfang an darauf achten,
ob die Chemie besser stimmt.

Neues Selbstbewusstsein nach der Scheidung
Sie haben den Herzschmerz noch nicht ganz überwunden.
Aber Sie sind schon auf einem guten Weg.
Durch neue Bekanntschaften und neue Hobbys (Laufen, Aerobic, Partys
Englischkurs bei der Volkshochschule, Reisen) tanken Sie neues Selbstvertrauen.
So langsam geht die Sonne wieder auf.
Sie erkennen, wie schön das Leben gerade ohne den/die Ex ist.
Es dauert nun gar nicht mehr lange, bis Sie die volle mentale Unabhängigkeit
von diesem Menschen erlangen.

 

Fremde Hilfe bei Liebeskummer
Normalerweise dauert es – je Umständen und Persönlichkeit – ein paar Monate
oder auch ein ganzes Jahr, bis Sie die Höllenqualen überwinden.
Sie sind in dieser Zeit depressiv und traurig. Das ist ganz normal.

Sollten Sie aber nach 12 Monaten noch immer nicht auf die Beine kommen:
Dann könnte man daran denken, professionelle Unterstützung in Anspruch
zu nehmen. Bevor es zu chronischen psychischen Störungen kommt.

Vielleicht gibt es in der Nähe Selbsthilfegruppen.
Wo sich Menschen mit Trennungschmerzen zusammen finden.
Auch im Internet kann man solche Foren und Communitys finden.

Vielleicht sollte man überlegen, eine Psychotherapie zu machen,
wenn man allein nicht heraus kommt aus dem Katzenjammer.
Gehen Sie zum Hausarzt und fragen nach seiner Meinung.
Bestimmt kann er ein paar erfahrene Spezialisten nennen.

 

So: Ich hoffe, meine Tipps können Dir ein bisschen Mut machen.
Wenn uns der Herzschmerz voll erwischt hat,
dann fehlt uns oft die nötige Distanz.
Wir haben keinen Überblick, durch welche Maßnahmen
man seinen Liebeskummer am besten und schnellsten überwinden kann.

 

Lothar Mader

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