Liebe finden im Internet: bei welcher Partnervermittlung?

Partner finden im Internet

Wer im realen Leben keine neue Liebe finden kann, sollte sein Glück bei Partnervermittlungen im Internet versuchen. Hier ein Überblick der besten Partnerbörsen in Deutschland

Sie spielen mit dem Gedanken, einen neuen Partner zu finden?
Vielleicht zum ersten Mal überhaupt. Oder nach einer Scheidung.
Es gibt viele Möglichkeiten, wo man einer neuen Liebe begegnen kann.
Leider hängt im normalen Leben vieles vom Zufall ab.
Es wird vermutlich eine Zeit lang dauern, bis Sie auch nur ansatzweise
einen passenden Kandidaten gefunden haben.

Wer den ganze Vorgang abkürzen möchte: der könnte sein Glück mal im Internet versuchen. Bei einer Online-Partnervermittlung. Immer mehr Singles gehen diesen Weg. Weil sie nach jahrelangem Warten einfach nicht mehr an den berühmten Zufall glauben. Der ihr Leben von einem Tag auf den anderen auf den Kopf stellt.

In diesem Beitrag möchte ich Möglichkeiten aufzeigen,
wie man im Internet einen Partner finden kann.

  • Zuerst werde ich die verschiedenen Arten der Online-Portale auflisten.
  • Ich werde den Unterschied zwischen Singlebörsen und Partnerbörsen erklären.
  • Anschließend stelle ich die größten Partnervermittlungen vor:
    Parship, ElitePartner, eDarling, AcademicPartner und Heartbooker.
  • Am Ende schreibe ich über meine eigenen Erfahrungen
    mit einer Partnervermittlung.

 

Hier gibt es weitere News zur Partnersuche im Internet

 

Einen Partner finden – doch wofür eigentlich genau?
Mehr als 2.000 Kontaktbörsen im deutschen Internet kann man leicht in Kategorien einteilen. Die Geschmäcker sind ebenso verschieden wie die Partnerbörsen selbst. Hier die Grobeinteilung:

Partnervermittlung: für eine feste Beziehung
Damit beginnen wir, weil es das eigentliche Thema dieses Beitrags ist. Bei diesen Portalen geht es eindeutig darum, einen lieben Menschen für eine gemeinsame Zukunft zu finden. Mit oder ohne Heiraten, das sei mal dahin gestellt. Es geht nicht um Flirten, Zeitvertreib oder irgendwelche Spielereien. Es geht auch nicht in erster Linie um Sex. Wer sich bei einer Online-Partnervermittlung anmeldet, sucht etwas fürs Herz. Möchte nicht mehr allein sein.

Singlebörsen: die Spaß-Portale
Auch hier haben viele Menschen schon eine neue Liebe gefunden. Gar keine Frage. Allerdings sind auch viele Singles unterwegs, die alle möglichen Interessen haben. Viele sehen das Chatten und Flirten auf Singlebörsen als netten Zeitvertreib an. Wollen vielleicht neue Freunde finden. Mit denen sie wie bei Facebook
über Gott und die Welt diskutieren.

Die Aktivitäten bei Singlebörsen zielen meistens nicht darauf ab, sich neu zu verlieben. Allenfalls noch, ein Date auszumachen. Oder um gemeinsam etwas zu unternehmen. Mit etwas Glück kann man bei einer Singlebörse auch einen Reisebegleiter für den nächsten Urlaub finden. Oder man trifft sich zu speziellen Single-Veranstaltungen am Wochenende. Grundsätzlich sind bei Singlebörsen
die Interessen der Teilnehmer sehr breit gestreut.

Sexbörsen für Alleinstehende (Neudeutsch: „Casual-Dating“)
Das Klischee „Singles haben immer Sex“ kann man total vergessen.
Ein Blick in entsprechende Internetforen reicht aus, um zu erkennen:
Nur die wenigsten haben das Talent oder genügend Gelegenheiten,
um allzeit einen Partner fürs Bett zu finden. Außerdem gestaltet sich
die ganze Sache ab einem gewissen Alter etwas schwierig.
Weil dann die meisten Gleichaltrigen schon verheiratet sind.

Wenn man sich nicht mit einem jüngeren oder verheirateten Menschen
auf einen One-Night-Stand einlassen will, dann besteht folgende Möglichkeit:
Man kann auf speziellen Portalen aktiv und gezielt nach einem
passenden Sexpartner für ein unkompliziertes Sextreffen zu suchen.
Bei diesen Kontaktbörsen sind vorwiegend Singles unter sich.
Auf der Suche nach einem Partner für ein respektvolles, niveauvolles Treffen.
Mit Option auf Sex natürlich. Wenn man sich gegenseitig gefällt.

Seitensprung-Portale im Internet
Dort sind nur Menschen angemeldet, die in einer Beziehung leben. Egal, ob mit oder ohne Trauschein. Typen, die mit dem Sex in der Beziehung nicht mehr zufrieden sind. Leute, die Abwechslung oder neue Anregungen suchen. Die im Bett experimentieren wollen. Oder Leute, denen das Fremdgehen einfach im Blut liegt. Auch das soll ja es geben.
Für Singles sind die Seitensprung-Portale nur bedingt geeignet. Wer möchte schon eine Sex-Affäre mit einem verheirateten Mann/ Frau anfangen. Das klingt zu sehr nach Komplikationen. Wo man es auf den oben beschriebenen Casual-Dating-Portalen so viel einfacher haben kann.

Die Liebe im Ausland finden
Die letzte Kategorie der Partnervermittlungen ist vorwiegend für Männer
aus Deutschland und ganz Europa gedacht. Was Anfang der 90er Jahre nur Zukunftsvisionäre für möglich gehalten haben, ist heute Realität. Durch das Internet kann man heute Menschen aus aller Welt kennenlernen. Auf internationaler Basis. Dazu noch spottbillig.
Vor allem geschiedene Männer machen davon Gebrauch. Typen, die statt einer komplizierten deutschen Frau mit allen möglichen Ansprüchen lieber eine relativ pflegeleichte Frau aus dem Ausland finden möchten. Im Fokus dieser Portale stehen vor allem Frauen aus Osteuropa. Aber auch aus Asien, Südamerika
und sogar aus Afrika.

 

Die richtige Partnervermittlung auswählen
Bevor man sich auf ein Portal festlegt, sollte man sich bei einer Vergleichsseite wie dieser hier informieren, welche Partnerbörsen überhaupt einen Versuch wert sind.
Wo es die meisten Mitglieder gibt.
Wo die persönlichen Daten geheim eingehalten werden.
Welche Zielgruppe eine Seite hat.
Welche Singles man dort kennenlernen kann.

Hat man für sich eine Vorauswahl getroffen: dann besteht bei allen Top-Partnervermittlungen die Möglichkeit, sich kostenlos anzumelden. Und sich einen Eindruck zu verschaffen, ob das Portal auch wirklich interessant ist oder nicht. Hier gebe ich jetzt eine Kurzbeschreibung der beliebtesten Partner-Agenturen
im deutschsprachigen Raum:

ElitePartner
Die Mitglieder von ElitePartner sind größtenteils Akademiker. Also Menschen mit einer überdurchschnittlichen Bildung. Der Rest darf sich als Single mit Niveau bezeichnen. Das sind Leute in leitenden Positionen von Wirtschaft und Verwaltung. Oder Selbstständige und Unternehmer mit hohem Einkommen oder Ansehen:
wie Ärzte, Unternehmensberater, Versicherungsleiter, Anwälte usw.

Bei ElitePartner eine neue Liebe finden

Wer bei der Partnervermittlung ElitePartner eine Liebe finden möchte, muss sich – wie überall – zuerst durch einen Fragebogen durchkämpfen. Neben den persönlichen Interessen wird nach dem Ausbildungsgrad und dem Beruf gefragt.
Es macht wenig Sinn, hier zu flunkern. Wozu sollte sich eine Putzfrau oder Verkäuferin mit einem Professor oder Doktor treffen? Macht keinen Sinn.

Das Durchschnittsalter der Menschen, die bei der Partnervermittlung ElitePartner eine neue Liebe finden möchten, beträgt ca. 40 Jahre. Ganz junge Singles sind kaum dabei. Wohl aber Menschen im Alter 50plus. Die nach einer Scheidung versuchen wollen, im Internet ihre zweite Hälfte zu finden.
Und zwar explizit einen Partner auf Augenhöhe: mit einem Studium oder einem
vergleichbaren Bildungslevel.
ElitePartner ist im gesamten deutschsprachigen Bereich aktiv. So können auch
akademische Singles aus Österreich und der Schweiz auf Partnersuche gehen.

Aufgrund der elitären Ausrichtung ist die Anzahl der Mitglieder nicht so wahnsinnig
groß wie bei anderen Partnervermittlungen. Man setzt auf Klasse statt Masse.
Wer bei ElitePartner eine neue Liebe finden möchte, muss schon ganz schön tief in die Tasche greifen. Man geht davon aus, dass dies niveauvollen Singles mit gutem Bildungsstatus nicht schwer fallen kann. Danach schreibt man die vorgeschlagenen Personen an. Und versucht herauszufinden, ob man auf einer Wellenlänge liegt.

Hier einen Ausblick auf die Möglichkeiten bei ElitePartner

 

eDarling
Wer auf der Suche nach einer neuen Liebe ist, könnte sich bei der Partnervermittlung eDarling einmal umsehen. Vielleicht spielen Sie mit dem Gedanken, im angrenzenden Ausland nach einem Partner zu suchen?
Bei eDarling ist das möglich. Die Partnerbörse ist u.a. in Österreich, Schweiz,
Frankreich, Holland und Polen vertreten.

eDarling.de - Jetzt den Partner für´s Leben finden

Ein weiteres Merkmal: eDarling ist für alle Menschen kompatibel. Es spielt keine Rolle, ob Sie Fabrikarbeiter/In, Realschullehrer, Saunameister, Pizzafahrer, Bäcker oder Bankangestellter sind. Bei der Partnervermittlung eDarling ist für alle Platz.
Es ist keineswegs so elitär ausgerichtet wie ElitePartner. Das Durchschnittsalter liegt mit 35 etwas niedriger als bei anderen Partnerbörsen. Man kann hier auch junge Singles knapp über 20 kennenlernen.

Wer bei eDarling ernsthaft nach einer neuen Liebe sucht, muss zuerst einen sehr umfangreichen Persönlichkeitstest absolvieren. Das braucht wirklich Zeit. Ich habe dafür 40 Minuten gebraucht. Habe meine Angaben aber auch gut überlegt.
eDarling fragt u.a. nach den Lebensumständen. Wie man sich selbst einschätzt.
Und worauf man in einer künftigen Beziehung den größten Wert legt.
Welche Rolle Kinder, Geld und Treue in einer Partnerschaft spielen sollen.

Nach diesem Testbogen bekommt man Kontaktvorschläge. Die man sich kostenlos ansehen kann. Zum Kontaktieren müssen die Singles dann – wie bei allen Partnervermittlungen im Internet – eine Premium-Mitgliedschaft erwerben.
Erst dann können sie die Partnervorschläge anschreiben.
Und im Mailverkehr die Menschen näher kennenlernen.
Bis man am Ende dann weiß, ob man sich treffen will oder nicht.

Hier eine exakte Beschreibung von eDarling –
Partnervermittlung für Otto-Normalverbraucher

 

Parship
Die Partnervermittlung Parship bezeichnet sich selbst als Börse für Menschen mit Niveau. Ist diesbezüglich aber mit ElitePartner und AcademicPartner nicht zu vergleichen. Wenn man von Niveau spricht, damit ist gemeint: hier lümmeln keine Spaßvögel herum. Die nur darauf aus sind, zu flirten oder gar ein kleines sexuelles Abenteuer zu finden. Bei Parship gibt es nur kultivierte Menschen mit einem echten Interesse an einer festen Beziehung.

PARSHIP.de - Das Original

Den Spaßvögeln – wie man sie häufig auf Singlebörsen findet – würde es hier auch gar nicht gefallen. Denn bei allen hier getesteten Internet-Partnervermittlungen ist das Preisgefüge nicht gerade so, dass man sich nur so aus Jux anmelden würde. Menschen, die bei Parship nach einer festen Beziehung suchen, sind in der Regel zwischen 30 und 50 Jahren alt. Man ist geschieden oder hat sich als junger Single schon die Hörner abgestoßen. Es wird Zeit, endlich eine neue Liebe zu finden. Einen Menschen, mit dem man eine Zukunft aufbauen möchte.

Zuerst muss die Partnervermittlung Parship herausfinden, welche Menschen theoretisch überhaupt zusammen passen könnten. Also muss jedes neue Mitglied bei der Anmeldung einen psychologisch begründeten Fragebogen ausfüllen.
Wo jeder seine Persönlichkeit, seinen Charakter und seinen Traumpartner so gut wie möglich beschreibt. Diese Prozedur dauert ungefähr 25 bis 30 Minuten.
Danach kann man Parship kostenlos ausprobieren.
Man bekommt Partnervorschläge. Kann sich umsehen.

Der Anspruch „Partnervermittlung mit Niveau“ spiegelt sich in den Kosten für die Kontaktaufnahme wieder. Für einen Normalverdiener sollte das kein Problem sein. Erst mit einem Premium-Account darf man Menschen kontaktieren,
die ebenfalls auf der Suche nach einer Liebesbeziehung sind.

Hier wird die Vorgehensweise bei der Partnervermittlung
Parship beschrieben

 

Heartbooker
Von allen Top-Partnervermittlungen im Internet ist Heartbooker preislich die billigste. Ähnlich wie bei Parship und eDarling, so findet man auch hier Menschen aus allen Gesellschaftssschichten. Otto-Normalverbraucher wie du und ich.
Schulbildung, Ausbildung, Beruf und gesellschaftlicher Status spielen keine Rolle.

Partnersuche für Singles über 30

Bevor man anfangen kann, bei Heartbooker nach einer neuen Liebe Ausschau zu halten, muss man sich zunächst kostenlos registrieren. Danach beschreibt man in einem Fragebogen seine Person und seine Vorstellungen von einem künftigen Traumpartner. Diese Angaben ergeben ein umfangreiches Persönlichkeitsbild. Aufgrund dessen erstellt die Partnervermittlung automatisch ein Profil.
Und findet Menschen mit ähnlichen Charakterzügen und Partnerwünschen.

Im Gegensatz zu anderen hier getesteten Partnerbörsen bekommt man
bei Heartbooker nicht nur passende Kontaktvorschläge angeboten.
Sondern man kann aktiv auf die Suche gehen. Ähnlich wie bei einer Singlebörse
ist es möglich, sich die Kontaktanzeigen der Mitglieder der Reihe nach anzusehen.
Bei Gefallen kann man die Leute anschreiben. Und zuerst durch E-Mails
kennenlernen. Bevor man nach einiger Zeit vielleicht ein Telefonat
und ein persönliches Treffen vereinbart.

Die Zielgruppe der Partnervermittlung Heartbooker sind Singles, welche die 30 schon überschritten haben. Bis hinein ins hohe Alter von über 60. Es sind also auch Senioren vertreten. Allesamt sind das Menschen, die sich in der realen Welt etwas schwer tun, noch einen passenden Schatz zu finden. Bei vielen Alleinstehenden im Alter 30plus ist das der Fall. Weil die Auswahl an potentiellen Heiratskandidaten nicht mehr so groß ist wie noch Mitte 20.

Heartbooker ist international aufgestellt. Theoretisch kann man auch Singles aus
Frankreich, Niederlande, aus der Schweiz und Österreich kennenlernen.
Wer sich selbst ein Bild von der Partnervermittlung Heartbooker machen möchte:

Hier gibt es mehr Infos und Details
für die Partnersuche bei Heartbooker

 

AcademicPartner
Noch elitärer als ElitePartner ist die Partnervermittlung AcademicPartner.
Hier genügt es nicht, einen dicken Geldbeutel zu haben. Die Mitglieder haben 100-Pro alle studiert. Das bedeutet: bei meiner Testanmeldung bin ich durchgefallen. Das bedeutet auch: Unter 30 findet man hier kaum jemand. Speziell Frauen mit hohem Bildungsgrad tun sich oft schwer in der Liebe.
Bei AcademicPartner sind die Chancen nicht schlecht, einen Partner für gehobene Ansprüche zu finden.

AcademicPartner ist eine noch sehr junge Partnervermittlung. Die Mitgliederzahlen rangieren mit ca. 200.000 deutlich unter denen von Parship und eDarling. Das liegt darin begründet, weil nur Menschen mit Hochschulbildung sich hier registrieren können. Im Eingangstest werden die Singles gefragt, welche Tätigkeit sie derzeit ausüben. Welche Ansprüche sie an eine neue Liebe stellen möchten. Und welche ethnischen Werte ihr Leben bestimmen.

Zielsetzung von AcademicPartner ist es, Kontakte zwischen Menschen mit gleichen Interessen und gleichem Bildungsgrad herzustellen. Um nach einiger Zeit herauszufinden, ob sich ein Treffen lohnen könnte oder nicht. Dazu werden jedem akademischen Single von Anfang an Partnervorschläge unterbreitet.
Die man sich ansehen und eventuell kontaktieren kann.

AcademicPartner ist auf jeden Fall einen Versuch wert für Akademiker,
die durch den Beruf zeitlich stark eingebunden sind.
Oder die sich – vielleicht auch aufgrund ihrer Ansprüche und des fortgeschrittenen
Alters – schwer tun, einen passenden Partner zu finden.

 

Partnersuche bei Singlebörse und Partnervermittlung?
Ich möchte hier die Unterschiede darlegen:
Wie läuft die Suche ab? Wie sind die Erfolgschancen?
Welche Kategorie passt besser zu diesem oder jenem Menschen?

Partnervermittlungen im Internet
Wie ich oben schon beschrieben habe, geht es hier um die ernsthafte Suche nach einem neuen Lebenspartner. Dabei muss man sich klar machen: neben den Top-Partnerbörsen Parship, ElitePartner und Co. gibt es noch viele kleinere oder gar Hobby-Webseiten gibt. Die sich großspurig „Partnervermittlung“ nennen.
Welche diesen Namen aber eigentlich nicht verdient haben.
Denn die Auswahl an Heirats-Kandidaten ist sehr bescheiden.
Im Grunde genommen sind das Mogelpakete, die auf die Schnelle Geld
machen wollen. Ohne praktischen Nährwert für eine erfolgreiche Partnersuche.

Eine richtig gute Partnervermittlung hat viele Tausende Menschen in der Kartei. Singles, die auf der Suche nach einem neuer Liebe sind.
Und das zu moderaten Kosten. Die hohe Anzahl der Mitglieder macht eine
günstige Preiskalkulation möglich.

Doch nicht nur niedrige Unkosten sprechen für diese professionell geführten Partnerbörsen. Zu den Qualitätsmerkmalen gehört auch, dass die Suche nach einer festen Beziehung anonym und diskret abläuft. Was bedeutet das im Einzelnen?

Nachdem Sie bei der kostenlosen Anmeldung im Persönlichkeitstest sehr detaillierte Informationen über Ihre Person und Ihre Partnerwünsche preisgegeben haben,
wird ein Profil erstellt – ebenso wie bei Singlebörsen. Allerdings sind im Profil
noch keine Fotos abgebildet. Sie werden also zuerst noch unerkannt bleiben.
Und zwar genauso lange, wie Sie das für richtig halten.

Viele Menschen legen großen Wert auf diese Anonymität. Da es ihnen peinlich
wäre, durch Zufall im Internet von Bekannten gefunden und erkannt zu werden.
Wenn Sie mit einem Kandidaten einige Mails geschrieben haben. Dann ist vielleicht
irgendwann der Zeitpunkt gekommen, wo man sich gegenseitig Fotos freischaltet.

Ein weiteres Kriterium für Online-Partnervermittlungen:
Die Partnersuche verläuft zielgerichtet und zeitsparend. Sie müssen sich nicht
in stundenlanger Kleinarbeit durch tausend Profile durchkämpfen –
wie bei Singlebörsen. Sondern sie bekommen praktisch jeden Tag Vorschläge,
die ziemlich genau zu Ihrem Persönlichkeitsbild passen.

Neben den Online-Partnervermittlungen gibt es immer noch die klassischen Heiratsinstitute. Ich denke, darüber muss man nicht viele Worte verlieren. Wer hat schon Lust, für einen ungewissen Erfolg im Voraus 2.000 oder 3.000 Euro auf den Tisch zu blättern? Der Liebeserfolg ist wirklich sehr fragwürdig. Da die Agenturen selbst in Ballungsgebieten wie Rhein-Main nicht mehr als maximal 500 Heiratswillige in der Kartei haben. Von denen ein Teil sich vielleicht schon auf einen Partner festgelegt hat. Diese Art von Partnervermittlung unter dem Namen wie „Club der einsamen Herzen“ ist zu teuer. Und einfach nicht mehr zeitgemäß.

Singlebörsen
Das sind Portale, wo jeder zunächst kostenlos eine Kontaktanzeige veröffentlichen kann. Allerdings sind die Möglichkeiten, seine Persönlichkeit zu beschreiben, deutlich schlechter als bei Partnervermittlungen. Man kann wohl Hobbys, Interessen und die Körpermaße angeben. Aber Dinge, die für das Funktionieren einer Partnerschaft wirklich relevant sind, können nicht so genau angegeben werden.
Es fehlen die nötigen Funktionen, Textfelder und Buttons.

Singlebörsen wie Friendscout24 oder Neu.de sind für solche Menschen perfekt,
die selbstbewusst und kommunikativ sind. Die sich trauen, aktiv auf andere Menschen zuzugehen. Was im Internet aber nicht so schwer ist. Ideal für Menschen,
die nicht darauf warten wollen, dass ihnen Vorschläge gemacht werden.
Sondern selbst das Heft in die Hand nehmen und sofort Nachrichten
an andere Mitglieder schreiben wollen.

Nur die besten Singlebörsen im Internet haben ausgereifte Suchfunktionen. Wo man
nach Alter, Körpermaßen, Interessen und Entfernung andere Profile suchen kann. Aber selbst bei den Top-Portalen werden mir oft Singles angezeigt,
die mit meinen Eingaben nicht so richtig harmonieren.
Es fehlt diesen Suchfunktionen an Genauigkeit.

Noch ein Unterschied zwischen Singlebörsen und Partnervermittlungen:
bei einer Singlebörse sind alle Profile für die Öffentlichkeit sichtbar. Ob nun mit oder ohne Bild. Das hat den Vorteil: ich habe eine große Auswahl an Singles zur Verfügung. Ich persönlich habe damit keine Probleme. Für Menschen, die lieber anonym bleiben wollen, ist das aber nicht so gut.
Jeder – auch Nachbarn, Chef und Kollegen – kann sehen, dass Sie hier aktiv sind.
Um möglicherweise einen lieben Partner zu finden. Oder was auch immer.

Es gibt aber auch Gemeinsamkeiten zwischen professionellen Singlebörsen und Partnervermittlungen: die besten Portale beider Kategorien bieten heutzutage eine mobile App fürs Smartphone an. So dass man auch unterwegs seine Post lesen und Nachrichten verschicken kann. Die Auswahl an Kontaktmöglichkeiten ist in beiden Bereichen immens groß.

 

Meine Erfahrung mit einer Internet-Partnervermittlung
Ich habe es schon angedeutet. Möchte ich den Vorgang aber nochmal genau
beschreiben. Ich kann mich überall kostenlos anmelden, um ein Portal zu testen.
Ich habe mich jetzt für eine Seite entschieden.
Die Partnervermittlung eDarling ist mir sehr sympathisch.

Hier muss ich mich nicht mit eingebildeten Akademikern herumschlagen.
Sondern kann Allerwelts-Menschen kennenlernen.
Zuerst muss ich E-Mail-Adresse, Benutzernamen und Passwort eintragen.
Ich gehe zu meinem Web.de. Klicke dort den Bestätigungslink.
Und schon komme ich zum Fragebogen der Partnervermittlung eDarling.

Ich brauche wirklich viel Zeit, um bei allen Fragen eine Option anzuklicken.
Oder einen Text zu formulieren. Wer seinen Bogen gewissenhaft ausfüllen will,
sollte schon 40 Minuten einplanen. Ich werde gefragt, welche Punkte für mich
Priorität haben in einer Partnerschaft. Welche Rolle Treue, Sex, Kinder,
gemeinsame Unternehmungen, beruflicher Erfolg und Reisen spielen.
Ich werde nach meiner Selbsteinschätzung gefragt:
Sind Sie intro- oder extrovertiert? Dominant oder eher nicht. Welche Filme, Bücher,
Musik und TV-Stars lieben Sie am meisten? Und so geht das endlos weiter.

Am Ende dieses Marathons sehe ich mein fertiges Profil vor mir. Ich lese mir alles noch einmal durch. Und nehme hier und dort Korrekturen vor. Dann schickt mir eDarling Partnervorschläge. Sehr viele sind das nicht gerade. Durch den riesigen Fragekatalog hat die Partnervermittlung ein ziemlich genaues Bild von meiner Person und meinen Wünschen. Deutlich mehr als bei anderen Partnerbörsen.
So dass die Vorschläge, die ich erhalte, nicht so zahlreich sind.
Dafür aber qualitativ schon gut passen.

Wie kommt dieses „Passen“ zustande? Sobald ich meinen Fragebogen ausgefüllt habe, wandern diese Daten in eine zentrale Datenbank. Dort sind die Angaben aller Mitglieder gespeichert. Die Datenbank vergleicht nun meine gesamte Person mit anderen Leuten. Und filtert in Millisekunden partnersuchende Singles heraus,
die ähnliche Vorstellungen haben wie ich.

Ich sehe mir jetzt bei den Vorschlägen die Frauenprofile an.
Ich entscheide mich für Marie aus Kaiserslautern.
Zwar kann ich noch kein Foto von ihr sehen.
Laut Angaben scheint sie eine schlanke Figur zu haben. Das ist mir schon wichtig.
Ich sehe mir ihre Interessen an. Sie hat eine Vorliebe für Sport allgemein.
Im Speziellen für Jogging. Okay, das nehme ich als Aufhänger für meine
erste Nachricht. Ups, geht gar nicht. Wenn ich sie kontaktieren will:
Dann muss ich bei eDarling eine Premium-Mitgliedschaft abschließen.
So ein Ärger aber auch!

Aber da ich eDarling einmal wirklich testen will. Beiße ich in den sauren Apfel.
Die Bezahlung mit PayPal ist schnell erledigt. Dann schreibe ich endlich an Funkenmariechen. Ich frage sie, wie oft sie pro Woche joggen geht. Ob sie alleine läuft. Ob sie die neuesten Laufschuhe von Nike schon kennt. Ob sie mit dem Gedanken spielt, mal an einem Laufwettbewerb für Hobby-Läufer teilzunehmen.
Ich schreibe nicht zu viel auf einmal. Nur ein paar Sätze. Mal sehen, was passiert.

3 Tage später schaue ich bei der Partnervermittlung in mein Postfach.
Und sehe Maries Antwort. Sie schreibt recht freundlich, offen und frisch.
So unterhalten wir uns per Post in den kommenden Tagen und Wochen
über alle möglichen Themen.
Und wir schalten unsere Bilder füreinander frei.
Der spannende Augenblick: hoffentlich ist sie keine hässliche Ente!
Wie soll ich mich dann aus der Affäre ziehen?
Nein, ein Aschenputtel ist sie nicht. Mariechen sieht durchschnittlich aus.
Was für mich okay ist.

Ich möchte jetzt mal herausfinden, ob man bei einer solchen Partnervermittlung
den Profilen trauen darf. Zuerst schlage ich vor, dass sie mich anruft.
Das macht meine neue Internet-Bekanntschaft auch prompt.
Ich kann jetzt ihre Stimme hören. Wir unterhalten uns über eine Stunde lang.
Ich würde Marie zu gern in natura sehen. Nicht, weil ich unbedingt auf der Suche
wäre nach einer neuen Liebe. Das lasse ich auch gleich durchblicken.
Dennoch: Kaiserslautern ist nicht weit weg. Man könnte sich auf einen Kaffee
oder vielleicht zu einer gemeinsamen Jogging-Runde treffen.

Gesagt, getan. In der Realität sieht Marie besser aus als auf dem Bild.
Ich bin angenehm überrascht. An ihrem Profilfoto muss sie unbedingt etwas ändern.
Sich attraktiver präsentieren. Nach dem Joggen gehen wir noch einen
Orangensaft trinken. Sie erzählt mir, sie sei ganz neu bei eDarling.
Ich bin der erste Mann, den sie getroffen hat. Aber sie ist guter Dinge, dass sie
nach der Trennung von ihrem scheußlichen Ex wieder einen guten Freund finden.
Oder auch mehr.
So verabschieden wir uns. Bleiben in Mail-Kontakt. Ich habe meine Erfahrung
über den Wahrheitsgehalt von eDarling gemacht. Sicher kann man das nicht
verallgemeinern und auf alle Personen übertragen. Aber ich denke:
Wer als Minimum 60 Euro investiert, wird sicher keine kindischen Scherze treiben.

 

Lothar Mader

Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,