Liebe auf Abwegen: Fremdgehen ist Definitionssache

Seitensprung und Fremdgehen:
eine Todsünde?

Wo fängt der Seitensprung an? Wo gerät die Liebe so stark auf Abwege, dass die Beziehung in Gefahr ist.
Hier die die Definitionen fürs Fremdgehen

 

Studie der Hamburger Online-Partnervermittlung Parship.de
Fremdgehen beginnt für viele Menschen nicht erst beim Sex.
Für das Durchschnitts-Paar in Deutschland sind Liebe und absolute Treue
die Grundsäulen einer glücklichen Partnerschaft. Darin sind sich alle einig.

Große Unterschiede gibt es aber bei der Definition der Wörter
„Fremdgehen“ und „Seitensprung“.
Differenzen speziell zwischen Männern und Frauen.

Also hat sich die Online-Agentur Parship auf den Weg gemacht.
Um die unterschiedlichen Definitionen abzuklären.
Befragt wurden 1.700 Deutsche in Bezug auf Treue und Liebesbetrug.

 

Männer und Frauen – Ansichten zum Fremdgehen
Sie alle sehen es bildlich als eine Straftat, wenn der Partner
durch fremde Betten wandert. Sex mit einer anderen Frau
oder einem anderen Mann sind ein Tabu für jede funktionierende Liebesbeziehung.
Okay, das leuchtet ein!

Dahinter aber fangen die Definitionsprobleme schon an:
Nur 17 Prozent der deutschen Männer finden es nicht schlimm,
wenn Schatzi mal kurz fremdgeht.
Fremdgehen gegen Geld scheint generell kein Problem zu sein:
Unter der Bedingung, dass Gefühle dabei keine Rolle spielen.
Wenn er zum Beispiel ins Bordell geht.
Oder wenn sie einen Callboy für ihren Seitensprung engagiert.

Wie sieht es mir erotischen Gedankenspielen aus?
44 Prozent der Mädchen halten es für einen Liebesbetrug, wenn Mausebär
beim Sex im heimischen Bett ans Poppen mit einer anderen Frau denkt.
In diesem Punkt sind Männer viel toleranter:
Nur 28 Prozent halten es für unsichtbaren Betrug, wenn Frauchen
beim Liebesspiel zu Hause das Bild eines anderen vor sich sieht.

Ist Aufgeilen schon Fremdgehen?
20 Prozent aller Frauen in Deutschland halten es für Betrug an der Liebe,
wenn ihr Kerl seine Hormone mit scharfen Filmen anheizen will.
Soll sich nur ja keiner dabei erwischen lassen, wenn er sich Porno-Spiele ansieht.
Oder gar seine Partnerin zum Ansehen eines Sex-Videos animieren will.

Männer sehen das cool und gelassen:
Nur 11 Prozent halten bei der Partnerin den Weg vom Erotik-Streifen
zum Orgasmus für verwerflich. Wobei Frauen sowieso eher zu einem guten
erotischen Buch oder Magazin tendieren als zu aufreizenden Sexfilmen.

 

Seitensprung per Onlineportale – ein Kavaliersdelikt?
Oh nein, keineswegs!
In jüngster Zeit ist es Mode gekommen, dass Singles und auch
Menschen in einer Beziehung sich via Internet ein Erotik-Abenteuer suchen.
Sei es einen One-Night Stand oder gar eine längere Sex-Affäre.
Aber Hallo!
Das geht aber nun überhaupt nicht!
Wenn sich einer von beiden bei einer Seitensprung-Agentur auch nur anmeldet –
natürlich im Hinblick darauf, dem virtuellen Schaffen auch Taten folgen zu lassen –
dann sieht der andere in der Regel Rot.
Wobei auch hier die Männer deutlich toleranter sind als die Mädels.

79 Prozent der Deutschen finden es gar nicht lustig,
wenn der andere sich Liebes-Ersatz online holen möchte.
Sogar die Anmeldung auf einer total harmlosen Singlebörse
wird als Fehltritt angesehen (66 Prozent).

Männer und Frauen ticken anders.
Auch in puncto Fremdgehen. Bzw. wie man Fremdgehen definiert.
Dadurch sind Missverständnisse und Eifersuchts-Szenen schon vorprogrammiert.

Was sagt eine professionelle Psychologin und Paarberaterin
sinngemäß zu diesem Thema:

Männer und Frauen haben verschiedene Ansichten,
was ein Seitensprung ist und was nicht.
Damit die Liebe mittelfristig keinen Schaden nimmt, ist deshalb eins ganz wichtig:
Ein ehrliches und konstruktives Gespräch über dieses Thema.
Beide müssen klar darlegen, wo für sie die Grenze überschritten wird.
Wo hört der Flirt-Spaß auf? Wo fängt der Ehebetrug an?
Nur wenn ganz klare Abmachungen getroffen werden.
Dann weiß jeder, wo der Hammer hängt.

 

Welche Folgen hat Fremdgehen?
Auch hier gibt es große Differenzen zwischen Männern und Frauen.
Fast jeder 2. Mann würde relativ leicht darüber hinweg sehen,
wenn sein Schatz einen anderen Mann küssen würde.
Alles Null Problemo, Darling. Kann jedem mal passieren.
Ganz anders die Mädchen:
35 Prozent würden schon in einem läppischen Kuss oder Kuscheln
einen Grund für eine Scheidung sehen.

Jetzt wird es etwas delikat:
Jeder vierte Herr der Schöpfung würde im Traum nicht an eine Trennung denken,
wenn sich die Lady mal Poppen mit einem Callboy gönnt.
Dagegen würden nur 15 Prozent der Damen es durchgehen lassen,
wenn Ihr Partner sich sein Sex-Vergnügen bei den Huren im Bordell holt.
Oder wenn er Feuer und Flamme ist für die Show der Girls in Strip- und Erotikbars.

Relativ cool sehen es deutsche Paare beim Austausch von heißen Blicken:
Wenn die Frau einem anderen schöne Augen macht.
Oder wenn er einer Dame auf Po und Busen starrt: alles halb so wild.
Wegen so einer Kleinigkeit würden nur 10 Prozent der Deutschen
den Partner in die Wüste schicken – sprich: die Beziehung beenden.
Es ist ja auch allzu menschlich, wenn man einem attraktiven Menschen
mal einen heißen, begehrlichen Blick zuwirft.
Wir alle sind aus Fleisch und Blut, und keine Roboter.

 

Fazit dieser Test-Umfrage von Parship
Eine Tendenz lässt sich bei den Definitionen in Liebesdingen glasklar erkennen:
Fremdgehen fängt in den Augen einer Frau sehr viel früher an als bei Männern.
Egal, ob es sich nun um Seitensprung-Portale online handelt, um Küssen,
Aufgeilen mit Filmen oder einen Rotlicht-Abstecher.
Was lernen wir daraus:
Scheinbar ist die sexuelle Emanzipation doch noch ein Stück weit
weg vom Verhältnis 1:1.

Quelle: Parship.de

Lothar Mader

Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,