Liebe am Wochenende – Beziehung mit Entfernung

Hat die Fernbeziehung eine Chance?

Fernbeziehung: Die Liebe nur am Wochenende ist vielen speziellen Belastungen ausgesetzt. Hier meine Tipps für eine erfolgreiche Beziehung auf Entfernung

Jeden Sonntag Abend dasselbe Drama:
Abschied, Herzschmerz, Tränen, Pressen, Küssen.
Jeder siebte Deutsche kann seine Liebe nur am Wochenende ausleben.

Eine Beziehung mit räumlicher Entfernung bringt jedoch so manche Probleme
mit sich. Die man sich am Anfang vielleicht gar nicht so richtig ausmalen kann.
Ob ein solches Liebesverhältnis gelingt oder mit der Zeit den Bach runtergeht:
Das hängt von verschiedenen Faktoren und Verhaltensweisen ab.

 

Ein paar Hilfestellungen,
wie eine Fernbeziehung gelingen kann:

 

Gründe für die Liebe auf Entfernung
Sie wohnen in Berlin. Ihr Freund hat einen Studienplatz in München bekommen.
Sie wohnen in Frankfurt, Ihr Partner hat einen neuen Job oder Studienplatz
in Hamburg gefunden. Gemeinsames Wohnen ist nicht möglich.

Ihre neue Freundin lebt zwar im Prinzip bei Ihnen. Doch die Firma schickt sie
für einen Zeitraum von 6 Monaten nach Dubai oder in die USA.

Sie haben bei einer Online-Kontaktbörse ich getroffen.
Und sind mit der Zeit ein Paar geworden.

Vielleicht waren Sie auch im Urlaub.
Und haben dort eine neue Flamme kennengelernt.
Doch leider lebt Ihre neue Liebe im Ausland: in Italien, Polen oder Spanien.

Vielleicht gehören Sie auch zu den Prominenten,
die tage- oder wochenlang in aller Welt unterwegs sind:
Sportler (Tennis, Formel 1-Zirkus), Politiker, Schauspieler,
Journalisten und Fernseh-Reporter.

Mit diesen Beispielen sind die häufigsten Gründe genannt,
warum zwei Menschen in einer Fernbeziehung leben:
Karriere, Studium, Auslandsaufenthalt, Liebe über Grenzen hinweg.

 

Hier gibt es weitere Infos
zu Partnersuche und Beziehungen

 

Sind Sie der Typ für die „Liebe nur am Wochenende“?

Fehlende körperliche Intimität
Die Fernbeziehung hat nur dann eine Chance, wenn Mann und Frau gut damit leben
können, den Partner nicht ständig in der unmittelbaren Nähe zu haben.
Wer großen Wert legt auf körperlichen Kontakt, auf Zärtlichkeiten
und täglichen Sex, wird bei einer Beziehung mit Distanz
wohl seine Probleme bekommen.
Da hilft auch kein Telefonieren und kein Skypen.

Pendelverkehr am Wochenende
Entscheidend ist die Entfernung zum Partner:
Müssen Sie 200 Kilometer reisen bis zu Ihrer Liebsten?
Oder sind es gar 600 Kilometer? Bei einem Auslandsaufenthalt könnte
ein Wiedersehen erst in 3 Monaten möglich sein.

Sie fahren also jeden Freitag Nachmittag z.B. 400 Kilometer mit dem Auto
oder mit der Bahn. Das belastet die Geldbörse. Der Zug hat Verspätung.
Auf der Autobahn geraten Sie regelmäßig in einen Stau.
Dazu haben Sie selbst noch eine Reifenpanne.
Ein Freund von Ihnen veranstaltet am Wochenende eine Geburtstagsparty,
an der Sie nicht teilnehmen können.
Eigentlich wollten Sie am Sonntag doch zum Herbstmarkt gehen.

Das alles sind ein paar Missliebigkeiten, die einem ganz schön nerven können.
Sie kommen zu Ihrer Freundin. Es braucht gar nicht viel,
und Ihr Ärger entlädt sich in einem handfesten Streit.
Menschen, die sich auf eine Fernbeziehung einlassen,
sollten schon ein bisschen stress-resistent sein.

Können Sie vertrauen?
Wer ständig von Angst über die Treue eines Partners geplagt wird:
Der wird mit einer Wochenend-Liebe nicht glücklich werden.
Es hängt nicht nur ab von der Art und Weise, wie ein Paar miteinander umgeht.
Sondern gewissermaßen auch vom Charakter jedes einzelnen.

Unsichere Typen mit wenig Selbstvertrauen neigen zu Zweifel und Eifersucht.
In sich gefestige, optimistische Persönlichkeiten hingegen haben ein Urvertrauen
in die eigene Stärke.
Sie fragen sich nicht ständig, ob der Partner treu ist oder nicht.
Sie empfinden das ständige Kofferpacken und Reisen am Wochenende
auch nicht so sehr als Stress wie der ängstliche Typ.

Der selbstbewusste Mensch verabschiedet sich am Sonntag Abend
mit einem freudigen Lachen im Gesicht. Der psychisch labile Typ lamentiert,
weint und verbreitet Weltuntergangsstimmung.

 

Zeitliche Begrenzung der Wochenendliebe
Jede Fernbeziehung braucht eine Perspektive:
Die Hoffnung, dass beide Partner eines Tages in derselben Wohnung leben.
Und im gleichen Bett schlafen werden.
Ohne diese Zuversicht ist diese Partnerschaft chancenlos.
Früher oder später wird sie scheitern. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Die Hoffnung auf eine glückliche Zukunft wird genährt durch gemeinsame Ziele.
Man erstellt sich einen Zeitplan:

Gemeinsames Ziel: Reisen
Am Rosenmontag fahren wir zum Umzug nach Mainz.
An Ostern fahren wir an die Nordsee. Im Sommer verbringen wir
3 Wochen lang gemeinsam den Urlaub am Mittelmeer
.
Im Dezember fahren wir zum Christkindls-Markt nach Nürnberg oder Dresden.
An Silvester machen wir mit Freunden eine Party.
Das sind schöne Perspektiven für die Zukunft.
Schließlich sind die Ferien die einzige Zeit, wo Sie und Ihre Freundin
mal mehr als nur 2 Tage zusammen sein können.

Gemeinsame Wohnung und Kinder
In 6 Monaten fängt die Frau an, sich einen neuen Job in der Nähe
des Mannes zu suchen. In einem Jahr ziehen wir zusammen in ein neues Haus.
Danach denken wir so langsam an den Nachwuchs.
Solche Zukunftsvisionen geben immer wieder neue Zuversicht und Halt,
wenn man glaubt: es geht nicht mehr. Sie schweißen ein Paar enger zusammen.

Ende der Fernbeziehung
Die Dauer dieses Zustandes muss unbedingt absehbar sein.
In der Regel sollten nicht mehr als maximal 3 Jahre sein.
Andernfalls hat die Liebe auf Distanz keine guten Erfolgsaussichten.
Irgendwann wird es einem von beiden zu viel. Und er gibt auf.

 

Die Wochend-Liebe am Leben halten –
Beziehungs-Pflege und Kommunikation

Vertrauen ist wichtig für jede Partnerschaft
Mehr noch als bei jeder „normalen“ Liaison spielen die Begriffe Vertrauen,
Treue und Ehrlichkeit eine tragende Rolle. Zutrauen kann man schaffen
durch bestimmte Verhaltensweisen und durch gute Gespräche.

Sie nehmen Ihren Partner am Sonntag in den Arm. Schauen ihm tief in die Augen.
Und beichten, wie sehr Sie dieses Kuscheln die Woche über vermissen.
So sieht der andere, dass sie eine tiefe Liebe für ihn empfinden. Und ein starkes
Interesse, diese Beziehung möglichst bald in einen glücklichere Bahnen zu lenken.
Mit dieser Umarmung geben Sie Ihrem Partner auch die Sicherheit,
dass Sie niemals an Nachbars Äpfeln naschen würden.

Mehr Nähe durch tägliche Kommunikation
Kleine schmutzige Nachrichten (Dirty Talk) per Smartphone können die sexuelle
Spannung erhalten. Eine SMS vor dem Schlafengehen ist eine nette Idee,
um den Partner in angenehme Träume zu wiegen.
Aber das alles reicht keineswegs aus, um die Liebe auf Entfernung taufrisch
zu halten. Um am Leben und Alltag des anderen teilzuhaben.

Man sollte jeden Tag miteinander telefonieren. Die Stimme hören.
Sich erzählen, was man am Tag erlebt hat. Wie man sich fühlt.
Welche neuen Ideen man hat fürs Wochenende.
Doch Telefon und Handy sind nur zweite Wahl.

Sehr viel besser ist ein Gespräch mit Kamera.
In Zeiten des Internets ist das kein Problem mehr.
Nach getaner Arbeit setzen Sie sich abends an den Laptop.
Sie öffnen den kostenlosen Skype-Messenger. Und schalten die Webcam an.
Auf dem Bildschirm sehen Sie jetzt Ihren Partner live vor sich.

Wer es noch nie getestet hat:
Es ist überhaupt nicht zu vergleichen mit einem Telefongespräch.
Sie können Ihren Partner körperlich nicht berühren.
Ansonsten aber ist es genau so als würde er direkt vor Ihnen sitzen.
Natürlich können Sie Ihren Schatz auch per Kamera küssen.

 

Vorteile der Fernbeziehung

Guter Sex
Sie sitzen sich nicht permanent auf der Pelle, wie Menschen in einer normalen
Beziehung. Sondern sie sehen sich nur jedes zweite Wochenende.

Das kann sehr vorteilhaft sein. Es hält die Spannung und den Nervenkitzel aufrecht.
Sie fiebern Ihrem Liebsten entgegen. Wenn sie dann endlich wieder im Bett landen,
kann sich ihre aufgestaute Lust in einem viel intensiveren Sex entladen,
als „normale“ Paare das kennen.

Mehr Freiräume
Vor einem Jahr hat ihr neuer Job Sie in eine fremde Stadt geführt.
Sie haben sich einen Freundeskreis aufgebaut.
Abends gehen Sie ihrem Hobbys nach:
Fitness, Aerobic, Fußball, Yoga. Sie buchen einen Kurs bei der Volkshochschule.
Sie gehen zur Party der Kollegen.
Im TV sehen Sie sich die Lieblingssendung an: den Tatort.

Sie sind haben alle Freiheiten dieser Welt: wie ein Single.
Sie organisieren den Alltag wie Sie Lust und Laune haben.
Sie sind unabhängig, stehen auf eigenen Beinen. Sie sammeln am Wohnort
neue Erfahrungen, die Ihrer Persönlichkeit zugute kommen.

Kein langweiliger Alltagtrott
Einer der größten Vorteile einer Fernbeziehung:
in aller Regel bleibt die Sache spannend. Man hängt sich nicht auf der Pelle.
Die sexuelle Anziehung bleibt erhalten. Es gibt keinen Streit um so lästige Themen
wie Abwasch oder Müll runter tragen. Wenn Sie schon auf Distanz leben müssen.
Dann genießen Sie auch die positiven Aspekte.

 

Gefahren einer Wochenendliebe

Konflikte und Sreiten
6 Tage lang getrennt. Jede Stunde sehnt man den Zeitpunkt herbei,
wo man seinen Partner endlich wieder in den Armen halten kann.
Und dann geschieht das Unvorstellbare. Man gerät sich in die Haare.
Auslöser ist ein nichtiger Punkt. Aber jetzt fliegen die Fetzen.
Weil die Nerven angespannt sind.
Gewissermaßen ist das normal. Es wäre naiv zu glauben,
bei einer Liebe auf Entfernung sei immer alles Friede, Freude, Eierkuchen.

Streiten ist sogar wichtig für eine Beziehung.
Es ist viel besser, einen Konflikt offen und ehrlich auszutragen.
Als mit der Zeit immer mehr ungelöste Probleme vor sich herzuschieben.
Das ist wie ein Müllberg, der immer größer wird.
Also lieber das strittige Thema gleich zur Sprache bringen.
Vielleicht laut, in jedem Fall aber fair und konstruktiv miteinander streiten.
Und gemeinsam eine Lösung suchen.

Wichtig ist es auch, solche Konflikte direkt am Wochenende auszutragen.
Und möglichst zu einer Einigung zu kommen.
Man sollte sich unbedingt versöhnen, bevor man wieder getrennte Wege geht.

Eifersucht ist Gift für die Liebe
Jede Minute denken Sie daran, was der andere jetzt gerade tut.
Ob Ihre Freundin andere Männer kennenlernt. Sich mit ihnen verabredet.
Sich die fehlende Nähe und Zärtlichkeit woanders sucht.
Wie ein Krebsgeschwür frisst diese Ungewissheit Ihr Innerstes auf.

Um zu kontrollieren, was der Partner gerade macht, rufen sie alle 2 Stunden an.
Oder schreiben eine SMS:
Schatz, wo bist du gerade?
Auch wenn diese Befürchtung total unbegründet ist,
fühlt sich Ihre Freundin überwacht und gestresst.
Im Endeffekt kann eine solche Verhaltensweise genau das Gegenteil bewirken:
Ihre Freundin wird tatsächlich empfänglich für die Avancen eines Arbeitskollegen.
Die leidige Eifersucht kann man vermeiden,
indem man am Wochenende intensive Gespräche führt.

Seitensprung
Eine weitere Gefährdung einer Beziehung mit Entfernung
stellt das Thema Fremdgehen dar.
5 Tage ohne Sex: speziell für junge Leute ist das schwer auszuhalten.

Ob es uns gefällt oder nicht: Es ist immer eine unterschwellige Angst da,
dass der Partner einer der vielen Versuchungen nicht widerstehen könnte.
Schon bei normalen Paaren ist das so.
Aber erst recht, wenn zwei Menschen weit voneinander entfernt wohnen.

Da will doch eine durchaus renommierte Psychologin herausgefunden haben:
Frauen, die längere Zeit von ihrem Partner getrennt leben,
neigen viel eher zum Seitensprung als Männer.
Immerhin handelt es sich dabei um eine Umfrage.
So ganz aus der Luft gegriffen wird diese Feststellung nicht sein.

Ein Patentrezept gegen den Seitensprung gibt es nicht.
Man sollte seinen Partner freundlich aber auch unmissverständlich klar machen:
Fremdgehen wäre ganz klar ein Trennungsgrund.
Wenn er das weiß, dann wird er es sich genau überlegen, was er tut.

Sex hin, Sex her: Wenn Sie ein wirklich guter Partner für Ihre Freundin/ Freund sind.
Wenn sie weiß, was sie an Ihnen hat.
Dann besteht die Versuchung des fremden Bettes wahrscheinlich gar nicht.
Es liegt also weitgehend bei Ihnen selbst, diese Gefahr im Keim zu ersticken.

Fehlende Beziehungsarbeit am Wochenende
Sie haben nur 2 Tage zusammen. Natürlich mögen Sie Ihr Zusammensein
so angenehm und harmonisch wie möglich gestalten.
Ein Picknick am Baggersee, ein romantisches Abendessen im Restaurant.
Kuscheltime auf der Couch und viel Zeit im Bett.

Doch vor lauter Liebe sollte man gewisse Probleme nicht aus den Augen verlieren, die mit einer Fernbeziehung zusammenhängen.
Man wird darüber diskutieren, wann einer von beiden einen neuen Job sucht.
Wohin man demnächst zusammen reisen wird.
Wann endlich ein Umzug stattfinden kann.

Es wird vielleicht über das eine oder andere Thema Zoff geben.
Es bringt aber nichts, offene Fragen der Harmonie willen auszuklammern.
Früher oder später holen die nämlich beide Partner wieder ein.
Da macht man sich doch lieber gleich Gedanken.
Und schmiedet konstruktive Pläne.

Gefahren für eine junge Liebe
Die Statistik lehrt uns, dass eine Beziehung auf Distanz
bei solchen Paaren am anfälligsten ist, die entweder noch nie
zusammen gelebt haben. Oder nur für kurze Zeit.
Oft fehlt es noch an dem nötigen Vertrauen in den Partner.
Die Zusammengehörig ist noch nicht so sattelfest wie in späteren Jahren.

Es regen sich Zweifel:
Liebt er/ sie mich wirklich genug, um in der Ferne treu zu sein?
Aber oft haben solche Menschen gar keine andere Wahl, als getrennt zu wohnen.
Bei jungen Leuten sind vertrauensbildende Maßnahmen
und Gespräche ganz besonders wichtig.

 

Tipps fürs Liebes-Wochenende zu zweit

Alles perfekt – oder was?
Sie sind die ganze Woche über getrennt. Mit jedem Tag wächst die Ungeduld,
den Partner endlich wieder bei sich zu haben. Auch im Bett natürlich.
Ihre Erwartungshaltung ist groß. Viel zu groß!
Das kann leicht zu Enttäuschungen führen. Man sollte versuchen,
das Wochenende mit dem Schatz als etwas halbwegs Normales zu sehen.

Es wird auch mal langweilig sein. Das Wetter ist zum Ko …
Nicht jeder Sex kann eine Sternstunde sein.
Man wird mal schlechte Laune haben und sich anfauchen.
Das alles sind Dinge, die zum Leben dazu gehören.
Je besser Sie das akzeptieren, desto weniger Frust werden Sie schieben.

Immer dieselbe Leier
Ihre Freundin lebt in einer fremden Stadt. Sie kommen zu Besuch.
Alle 2 Stunden fangen Sie mit demselben Thema an:
Wann willst du dir denn nun eine neue Arbeit suchen?
Bei mir in der Nähe, meine ich.

Natürlich kann man diesen Aspekt ansprechen.
Aber nicht permanent wie ein Papagei.
Das nervt. Kann die Stimmung und vielleicht das ganze Wochenende vermiesen.
Sie weiß ja, wie wichtig das ist. Sie wird sich schon ihre Gedanken machen.

Vorfreude ist die schönste Freude
Es ist wichtig, dass man beim Abschied den Zeitpunkt für das nächste Treffen
klar festlegt. Und zu welcher Uhrzeit man sich in Skype trifft.
So haben Mann und Frau etwas, worauf sie sich schon am Montag Morgen freuen können.

 

Die Fernbeziehung beenden – Licht am Ende des Tunnels

Paradies oder Enttäuschung?
Endlich nähert sich die lausige Zeit der Wochenend-Liebe ihrem Ende.
Die Schwangerschaft ist Ihnen schon anzusehen. Jetzt ist es wichtig,
für das Kind ein festes Zuhause vorzubereiten. Und zu heiraten.

Endlich werden sie beide eine gemeinsame Wohnung beziehen.
Sie werden jeden Morgen gemeinsam aufwachen.
Sie haben Herzklopfen vor lauter Vorfreude.

Man sollte sich aber bewusst sein, dass es nach langem Getrenntleben
auch zu erheblichen Anpassungsschwierigkeiten kommen kann.
Es wird nicht von Anfang an alles Eitel-Sonnenschein sein.

Sie haben in den Wochen vor dem Umzug übergroße Erwartungen aufgebaut.
Die Realität sieht dann doch ein bisschen anders aus.
Sie leben nun vielleicht in einer fremden Umgebung. Kennen dort kaum Leute.
Bis zur Stadtmitte sind es 7 Ampeln.
Der Nachbar nervt am Samstag Morgen mit Rasenmähen.
Eine Eisenbahnstrecke ist auch in der Nähe. Wow!

Auch Ihr Bild über den Partner ändert sich
Sie erkennen jetzt, dass er oder sie doch die eine oder andere Eigenheit hat.
Um nicht zu sagen „Macke“.
Es ein Unterschied, ob man sich nur an 2 Tagen die Woche sieht oder jeden Tag.
Der Umgang miteinander muss sich einspielen.
Was essen wir? Wer geht zuerst ins Bad? Wie oft hüpfen wir in die Kiste?
Was machen wir nach Feierabend? Was läuft im Fernseher?
Wann hat jeder seinen freien Abend?
Wie können Sie in den Freundeskreis Ihres Partners eingeführt werden?

Das alles sind Dinge, die bei einer Fernbeziehung absolut zweitrangig sind.
Man ist froh überhaupt zusammen zu sein.
Lebt man jedoch permanent zusammen, dann gewinnen sie an Bedeutung.

Man sollte also im Vorfeld eines Umzugs versuchen, die Erwartungen nicht
zu hoch zu schrauben. Und mit Problemen bei der Eingewöhnung rechnen.
Normalerweise sollte das der Liebe jedoch nicht schaden –
Wenn man sich nicht allzu blöd anstellt.

Nützlich ist es – wie in jeder Beziehung – Verständnis aufzubringen.
Kleine Probleme anzusprechen. Und natürlich hier und da Kompromisse zu finden.
Denken Sie daran, welch immense Geduldsprobe sie mit dem langen
Getrenntsein schon bestanden haben. Da wird es doch jetzt nicht noch scheitern.

 

So liebe Leser,
man sieht also:
mit ein wenig Geschick hat die Beziehung mit Entfernung eine gute Chance.
Wenn man sich klar macht, wo die Gefahren und Fallstricke lauern.
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen noch viele schöne Liebes-Wochenenden
mit einem glücklichen Ausgang

 

Lothar Mader

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