Karnevalszeit: Hochsaison für den Seitensprung

Sexabenteuer an Karneval

Seitensprung am Karneval. Die närrische Jahreszeit ist ideal,
um dem Partner Hörner aufzusetzen. Doch wie hoch ist
das Risiko eines Sex-Dates an Fasching?

Seitensprung in Karnevalszeit. Mann und Frau kurz vor Sex

Im Karneval hat der Seitensprung Hochsaison. Denn es ist eine absolute Ausnahmezeit. Begünstigt durch reichlich Alkoholgenuss lässt sich so mancher Narr zu einem One-Night-Stand hinreißen. Nicht nur Singles, sondern auch verheiratete Menschen. Manche sehnen die 5. Jahreszeit förmlich herbei, um endlich mal wieder ein aufregendes Sex-Erlebnis zu haben.

Es wird geschunkelt, gesungen und Party gefeiert. Man ist offen für vieles.
Die Kontaktaufnahme zu wildfremden Menschen ist kinderleicht.
Ein tiefer Blick in die Augen oder ins Dekollete: und schon ist es um die
eheliche Moral geschehen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch bzw. ein Bett.

Doch nicht nur in der Karnevalszeit gehen die Menschen fremd.
Auch bei der Weihnachtsfeier, beim Betriebsausflug oder beim Ausgehen mit
Freunden/ Freundinnen ergeben sich oft unerwartete Chancen zum Fremdpoppen.
Wirft man einen Blick ins Internet:
Dort wimmelt es nur so von Seitensprung-Portalen. Wo Hunderttausende Singles
und Nicht-Singles Ausschau halten nach geeigneten Sexkontakten.

Eine Umfrage des Erotik-Portals First Affair unter 4.000 Leute hat ergeben:
30 bis 40 Prozent aller deutschen Männer und Frauen haben während der
Partnerschaft in einem fremden Bett gewildert. Mit der Treue in unserem Land
scheint es also nicht mehr weit her zu sein. Außerdem stehen fast 70 Prozent
der Teilnehmer einem amourösen Abenteuer in der Faschingszeit
sehr aufgeschlossen gegenüber.

 

Hier gibt es weitere Infos
zu Fremdgehen und Seitensprung

 

Ursachen für den Seitensprung in der Karnevalszeit
„Wolle mer ne roi lasse?“
Diese Frage bei vielen Karneval-Sitzungen beantwortet so manche Frau in der Narrenzeit deutlich mit „Ja“. Nur allzu gern sind sie bereit, sich von einem Typ verführen zu lassen. Aber nicht nur Frauen. Viele Männer denken genauso.
Eine stille Ecke oder ein Hotelzimmer ist schnell gefunden. Und schon kann man
sich seinen sexuellen Gelüsten hingeben. Doch was bringt die Menschen dazu,
an Weiberfastnacht oder beim Rosenmontagszug in Köln, Mainz
oder sonstwo mit dem Feuer zu spielen?
Hier die häufigsten Ursachen fürs Fremdgehen an Faßnacht:

Alkohol
Schunkeln, Singen, Faschings-Musik, Bier und Sekt trinken.
Man feiert Party wie verrückt. Alkohol, dein Freund und Helfer.
Ohne Promille im Blut wäre es nicht denkbar, dass in der Karnevalssaison
so viele Menschen zu einem Seitensprung bereit sind.
Mit jedem Schluck Sekt fallen die Hemmungen.
Wir sprechen fremde Menschen an als sei es das Selbstverständlichste
auf der Welt.
Ein kleiner Kuss auf die Backe, ein heißer Blickkontakt. Und schon erwacht
die Lust auf ein Erotik-Abenteuer. Die sexuelle Begierde lässt uns gefährliche
Grenzen überschreiten.
In diesem Moment denken nur die wenigsten daran,
dass sie mit einem Seitensprung ihre Beziehung aufs Spiel setzen.
Für Singles ist das Ganze sehr viel unproblematischer. Wer Kondome dabei hat,
kann bei seinem kleinen erotischen Abenteuer nicht sehr viel falsch machen.
Vorausgesetzt, eine Frau geht nicht leichtsinnig ein zu großes Risiko ein.

Maskenball
Das Auswärtsspiel in fremden Betten wird auch begünstigt durch die Kleider,
die wir am Karneval tragen. Je verrückter, desto besser. Mit der Verkleidung
übernehmen wir eine andere Rolle als im normalen Leben – bildlich gesprochen.
Aus der braven Bankangestellten wird ein heißer Feger.
Aus dem spießigen Uni-Professor ein geiler Schürzenjäger.

Gesichtsmaske oder eine Verkleidung bis zur Unkenntlichkeit verleiht
den Faschings-Narren eine gewisse Anonymität. Wenn niemand mich erkennt:
warum dann nicht etwas ganz Verrücktes wagen?
Ein paar Gläser Wein. Schunkeln mit einem attraktiven Typen.
Und schon keimen erste Seitensprung-Gedanken auf.

Viele Männer haben eine besondere Vorliebe für die unschuldig wirkende
Krankenschwester. Die nackten Beine der brasilianischen Sambatänzerin
weckt die Lust auf Sex. Ein sonst biederes Aschenputtel-Weibchen
geht an Karneval als Tittengirl: pralle Äpfel, scharfer Rock und sexy Strapse.
Schon kann sie sich der Aufmerksamkeit der Männerwelt sicher sein.
Vieles ist nur Spiel und Theater. Manche Menschen legen es aber direkt darauf an,
mit dem Kostüm die Blicke des anderen Geschlechts auf sich zu lenken.

Frauen scheinen an Fasching eine Schwäche für Uniformen zu haben.
Der Lufthansa-Pilot mit Schnorres, der Polizei-Officer mit der Pfeife im Mund
und der Feuerwehrmann mit der Schippekappe. Sie alle haben in der Narrensaison
ganz gute Chancen, eine Dame flach zu legen.
Aber auch ein arabischer Ölscheich mit Sonnenbrille kann bei einer angesäuselten
Frau die Lust auf ein sexuelles Techtelmechtel wecken.

Unzufriedenheit mit der Beziehung
Menschen, die glücklich sind in ihrer Ehe, sind weit weniger empfänglich
für einen Seitensprung am Karneval.
Fühlen wir uns jedoch in der Partnerschaft vernachlässigt.
Ernten wir nicht genug Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit.
Sind die Sexspiele zu Hause nur noch ein schaler Abklatsch früherer Zeiten.
Haben wir das Gefühl: wir versäumen etwas Wertvolles.
Das Leben läuft an uns vorbei. Dann ist der Weg nicht mehr weit zum Fremdgehen.
Fasching kommt wie gerufen, um sich endlich wieder mal begehrt zu fühlen.
In den Armen eines Fremden dem Ehefrust für wenige Stunden zu entrinnen.
Um das sexuelle Feuer neu zu entfachen.
Und seine erotischen Fantasien mit einem anderen Partner auszuleben.

 

Karnevals-Seitensprung ohne Sex?
Schäkern, heiße Blicke, Küssen, Fummeln, Poppen:
Wo hört der Flirt auf? Wo fängt das Fremdgehen an?
Eine Umfrage der Online-Partnerbörse ElitePartner hat ergeben:
Männer und Frauen haben zu diesem Thema verschiedene Einstellungen.
In den Augen der Damen fängt fängt der Seitensprung bereits beim Kuss an.
Die Herren sehen das viel lockerer: erst wenn die Partnerin ins fremde Bett springt,
sprechen sie von Fremdgehen.
Mal ganz abgesehen von der Faschingszeit neigen Männer dazu,
ein sexuelles Techtelmechtel zu einer längeren Affäre auszuweiten.
Während die Mädchen in einer erotischen Seitensprung-Geschichte
meist nur einen einmaligen Fehltritt sehen.

Die Studie von ElitePartner hat außerdem herausgefunden:
Im Vergleich zu Männern besitzen Frauen viel bessere Fähigkeiten,
einen Fehltritt clever zu vertuschen. Das ist ihnen sehr wichtig.
Also denken sie ständig darüber nach, wie sie die Spuren
ihres einmaligen Ausrutschers verwischen können.

 

Cleverness beim Karneval-Seitensprung
Es gibt Menschen, für die ergibt sich der Faschings-Sex nicht rein zufällig.
Von Anfang an sind sie darauf aus, die närrischen Tage mit einem
erotischen Abenteuer zu krönen.
Für Singles spielt es dabei keine große Rolle, ob ihr Treiben geheim bleibt
oder nicht. Verheiratete sollten sich jedoch eine gute Strategie zurecht legen.
Damit sie nicht auffallen.
Hier ein paar allgemein Tipps fürs Fremdgehen an Fastnacht:

Ihr gesamtes Outfit sollte auf das andere Geschlecht anziehend wirken.
Vielleicht sogar leichte Flirt-Signale aussenden. Egal ob Mann oder Frau:
in den Hosentaschen haben Sie Kondome griffbereit.
Und schon kann es losgehen mit dem Unternehmen „Seitensprung“.

Suchen Sie sich einen Platz aus, wo es sehr unwahrscheinlich ist,
auf Bekannte zu treffen. Sie mischen sich unter die Menschenmassen.
Bald haben Sie einen attraktiven Menschen im Blickfeld.
Sie steuern auf das Objekt der Begierde zu.
Arm einhaken und schunkeln ist am Karneval ganz selbstverständlich.
Ein paar coole Sprüche, ein kleines Kompliment über das Kostüm des anderen.
Party-Stimmung, Zuprosten, Brüderschaft trinken.
Und schon kann sich ein kleiner Flirt entwickeln.

Allerdings sollten Sie mit alkoholischen Getränken etwas vorsichtig sein.
Kleine Mengen Bier und Wein können eine Hilfe sein, um Hemmungen abzulegen.
Ein Zuviel an Promille aber bringt das Sex-Abenteuer in Gefahr.
Wenn Ihnen die Person nebenan sympathisch ist, geben sie ihr nach einiger Zeit
spielerisch einen kurzen Kuss auf die Wange. Zum Testen der Liebesbereitschaft
stellen sie immer wieder einen deutlichen Körperkontakt her.
Mit einem verschmitzten Lächeln blicken Sie dem Flirtpartner tief in die Augen.
Jetzt kommt der entscheidende Moment:
Versuchen Sie abzuschätzen, ob ihr Partner/in wohl zum Küssen aufgelegt ist.
Noch einmal ein Kuss auf die Wange. Jetzt aber den Kopf nicht gleich weg drehen.
Sondern nah dran bleiben und die Reaktion abwarten.

Wenn es zum Küssen kommt: dann aber gleich richtig. Stecken Sie Ihre
Zunge in den Mund des anderen. Und fangen Sie an mit seiner Zunge zu spielen.
Danach suchen Sie sich ein ruhigeres Plätzchen.
Wo man ungestört knutschen und fummeln kann.
Zum Sex können Sie sich auf die Schnelle ein Hotelzimmer suchen.
Bei annehmbaren Temperaturen geht’s auch im Freien.
Sie müssen sich halt einen einsamen Platz suchen.
Damit Sie sich ungestört Ihrer Lust hingeben können.

Wenn das Poppen richtig scharf war, dann könnten Sie sich fürs nächste
Wochenende noch einmal zum Sex-Date verabreden. Auf jeden Fall brauchen Sie
gegenüber Ihrem Ehepartner einen guten Vorwand für dieses geheime Treffen.
Besser noch ein wasserdichtes Alibi von einem guten Bekannten.

 

Spezialfall: offene Beziehung
Es gibt weltoffene Paare, die am Karneval eine zeitlich begrenzte Vereinbarung
treffen: an den närrischen Tagen darf jeder eigene Wege gehen.
Und sich ein außereheliches Vergnügen gönnen. Erstaunlicherweise ist
jedes 7. Paar dazu bereit, an Fastnacht Fremdsex zu tolerieren.

Diese Vorgehensweise erfordert ein hohes Maß an Selbstsicherheit.
Nur wer sich der emotionalen Liebe seines Partners sehr sicher ist,
wird einer solchen Vereinbarung zustimmen.
Im Idealfall kann Fremdgehen an Weiberfastnacht oder Rosenmontag
sich sogar belebend auf das eigene Liebesleben auswirken.
Anderer Sexpartner, andere Praktiken, andere Sexspiele, neue erotische Fantasien.
Aber wie gesagt: für Kletten und ängstliche Menschen ist das nichts.
Außerdem müssen die Absprachen sehr exakt und unmissverständlich
getroffen werden.

 

Konsequenzen des Karnevalsex
Lisa Fischbach – Beziehungsexpertin der Partnerbörse ElitePartner
erklärt im Interview:
Soll man einen Seitensprung gestehen oder lieber verheimlichen?
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Es hängt davon ab, wie man
die Reaktion des Partners einschätzt. Wird er aus allen Wolken fallen?
Zutiefst verletzt sein? Und gleich zum Scheidungsanwalt rennen.
Dann ist es wohl besser, sich in Schweigen zu hüllen.

Oder wird der Partner Ihnen nach kurzem Ausrasten Gelegenheit geben,
den Fehltritt halbwegs zu erklären. Entscheidend ist auch,
ob der Karnevals-Aussetzer rein sexuellen Charakter hatte.
Ob Emotionen mit im Spiel sind.
Für das Schuldbekenntnis sollte man sich in jedem Fall einen
günstigen Zeitpunkt aussuchen.
Warten Sie ab, bis Ihr Partner in einer guten Stimmung ist.
Die müssen Sie ihm zwar verderben. Aber die Chancen auf einen vernünftigen
Gesprächsverlauf sind besser als wenn der Partner seelisch
sowieso schon down ist.

Beim Fremdgehen ertappt:
das bedeutet nicht selten der Knock-out für eine Beziehung. Man sollte sich
deshalb gut überlegen, ob der Einmal-Sex dieses Risiko überhaupt wert ist.
Egal ob unter Alkoholeinfluß oder nicht:
Fremdpoppen ist zu jeder Jahreszeit ein Vertrauensbruch.
Den viele Menschen als Grund für eine Trennung ansehen.

Beneidenswert sind solche Paare, die nach kurzem Luftschnappen
zu einem klärenden Gespräch in der Lage sind.
50% aller Männer und Frauen wären bereit, einen Seitensprung zu verzeihen.
Falls der Partner den Ausrutscher reuemütig und ehrlich gesteht.
Die gemeinsame Suche nach der Ursache des Fehltritts kann sexuelle Defizite
in der Partnerschaft aufdecken.
Wenn sich das Ehepaar einer konstruktiven Diskussion stellt:
so kann ein einmaliger One-Night-Stand das Liebesleben sogar
in neue (bessere) Bahnen lenken.

 

Karneval: die Hochsaison für Singles auf Sex-Suche
Wie viel einfacher haben doch Menschen, die nicht in einer festen Beziehung leben.
Frei wie ein Vogel, sind Singles niemand Rechenschaft schuldig.
Karneval ist für sie eine vorzügliche Chance für einen One-Night-Stand.
Denn nicht jeder Alleinstehende hat dazu im Alltag Gelegenheit.
Natürlich wird eine Single-Frau sich nicht dem erstbesten an den Hals werfen.
Aber die Auswahl an liebeswilligen Kandidaten ist an Altweiberfastnacht
und Rosenmontag groß. Es darf durchaus auch ein verheirateter Sexpartner sein.
An Aschermittwoch ist eh alles vorbei. Nur in den seltesten Fällen lässt sich
auf Faschings-Sex eine neue Beziehung aufbauen.

Vielleicht glauben Sie als Single, sie haben beim Rosenmontags-Umzug
Ihren Traumpartner gefunden.
Das nicht unbedingt ein Grund, gleich in die Kiste zu hüpfen.
Genießen Sie die gemeinsame freie Zeit.
Feiern Sie, haben Sie gute Laune und seien Sie froh miteinander.
Sie haben alle Zeit der Welt, sich kennenzulernen.
Schon das nächste Wochenende kann sehr schön werden.
Dann aber wenn möglich ohne den Einsatz von Alkohol.

 

So ihr Narren und Narrelesen,
das war meine Büttenansprache. Hoffentlich nicht allzu humorlos.
Auch wenn nach allgemeinem Trend der Seitensprung in der Karnevalszeit
tatsächlich Hochsaison zu haben scheint.
So muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er der einmalige Sex
mit einem anderen Partner das Risiko einer Trennung wert ist.

 

Lothar Mader

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