Alkohol beim Flirten

Kann man mit Alkohol besser flirten?

Alkohol gehört zum Flirten wie das Wasser zum Baden.
Oder etwa nicht? Hier ein paar Gesichtspunkte
zum Thema Alkohol als Flirthilfe für Männer

Mann und Frau beim Flirten mit Alkohol-Genuss

 

 

 

 

 

 

 

Brauchen wir Alkohol beim Flirten?
Viele junge Männer sind sich sicher:
Flirten kann nur unter Alkohol-Einfluss gelingen.
Sie haben die Erfahrung gemacht: Ich kann nur dann cool flirten oder eine Frau
verführen, wenn ich vorher reichlich Bier, Wein oder Wodka intus habe.

Frauen anmachen, Schäkern, Sprüche klopfen und Partnersuche:
das alles kann man vergessen ohne einen Promillespiegel im Hirn.

 

Paul – der Champion im Flirten
Paulchen Panther ist am Wochenende regelmäßig unterwegs.
Mal zum Tanzen in die Disco. Manchmal sucht er mit Freunden eine Bar auf.
Er geht zu Musik-Veranstaltungen oder zu Geburtstags-Partys.
Man klopft Sprüche. Man amüsiert sich.
Man zieht sich Alkohol rein wie andere Leute Sprudel oder Wasser.

Heute ist Disco angesagt. Gleich zu Beginn des Abends geht’s an den Tresen.
Gleich mal einen Doppelkorn. Leber, duck dich: es kommt gleich einer.

Die Getränke beruhigen Pauls Nerven. Machen ihn lustig.
Geben ihm den nötigen Mut, um später eine Frau anzusprechen.
An diesem Abend hat der junge Mann Anna ins Visier gefasst hat.
Eine sexy Frau mit Minirock und verlockendem Busen.
Wie sie da steht. Ein Bild für die Götter. Er könnte gleich …

Paul ist ein alter Hase. Er hat die Erfahrung gemacht:
Flirten und eine Frau ansprechen, das kann nur mit Alkohol gut gelingen.
Ohne den Fusel ist man nur ein halber Mensch.

Nach dem Schnaps als Wachmachern noch einen Scotch-Whisky.
Später kommen noch ein paar Bier dazu.
So langsam kommt Paul in Aufreißer-Stimmung.
Die Betriebs-Temperatur ist erreicht.

Bevor das Unternehmen “Anna anbaggern” in Angriff genommen wird:
Zur Sicherheit schnell noch ein Cola-Cognac.
Ein paar Pfefferminz und ein Kaugummi in den Mund.

Jetzt hat er gute Karten. Er fühlt sich so stark wie Tarzan und Klitschko zusammen.
Seine Testosteron-Werte sind heute Abend weltmeisterlich.
Wäre doch gelacht, wenn ich dieses Mädchen nicht abschleppe.

Zu Hause wartet schon das Bett. Er hat jederzeit sturmfreie Bude.
Der Alkohol macht ihn glücklich und frei im Kopf. Von Versagens-Angst keine Spur.
Spielend leicht bewegt Paul sich auf das Objekt seiner sexuellen Begierde zu.

 

Hier gibt es weitere Tipps
zum Flirten online und offline

 

Alkohol beim Flirten – die Auswirkungen
Schade Paul! Du bist ein Loser, schon bevor du deinen Flirtversuch startest.
Zwar hast du genug Mut, um es mit einem Löwen aufzunehmen.
Deine Gehirnzellen verweigern aber die Arbeit.

Unser Held stellt sich direkt neben Anna.
Hallo, ich bin Paul. Tolle Musik spielen die hier. Findest du nicht auch?”
Das Projekt läuft ganz gut an. “Ja, mir gefällt’s auch super hier. Ich bin die Anna.

Ein bisschen Smalltalk, ein bisschen Flirten.
Paul kann seine Augen nicht von ihrem Ausschnitt abwenden.
Anna ist freundlich und nett. Merkt gar nicht, wie obergeil Paul ist.
Scheint ansonsten aber ein gescheites Mädchen zu sein.
Sie tratschen über den letzten Urlaub.
Anna ist Studentin. Erzählt von der Hochschule.

Verdammt, wenn ich doch nicht ständig gähnen müsste.
Die hält meinen Verstand aber auch ganz schön auf Trab.
Ist doch der Hammer: Muss man immer so viel reden?
Warum machen einem die Weiber immer so einen Stress?
Kann man nicht gleich zur Sache kommen?

Anna muss doch merken, dass ich scharf bin wie eine Rasierklinge.
Vielleicht sollten wir mal etwas trinken gehen.
Ein kleiner Muntermacher kann sicher nicht schaden.
Vielleicht wird dann auch das Mädchen wird ihre Hemmungen ablegen.


Paul schleppt Anna in die Bar

Sie trinkt einen Cocktail, er einen Wodka-Lemmon.
Die Unterhaltung schleppt sich so dahin.
Denn Pauls graue Zellen sind nicht mehr in der Lage, Annas fantasievollen Storys
zu folgen. Sie beginnt sich zu langweilen. Und macht den Abflug.
Aus die Maus! Heute gibt’s keinen Sex.
Dann trinken wir eben noch etwas. Paul bestellt sich noch ein Wein.
Viellecht bringt ihn das wieder auf Vordermann.


Was lernen wird aus dieser Geschichte

Alkohol enthemmt und macht Mut.
Spielend locker kann Paul die junge Anna ansprechen.
Alles läuft wie am Schnürchen.
Ja, ist doch super„, wird manch einer sagen.
Doch das ist nur die Schokoladenseite der Medaille.

Auf der Rückseite sieht es weniger schön aus.
Paul scheint nicht zu wissen, dass der Alkohol der eigentliche Grund
für seine Misserfolge bei den Frauen ist. Die ersten Schritte beim Ansprechen
einer süßen Puppe gelingen ihm immer famos.
Aber schon nach kurzer Zeit befällt seine Gehirnwindungen eine tiefe Leere.

Er kann den Gedanken seine Flirtpartnerin nicht mehr richtig folgen.
Die jungen Mädchen sind meist so unterhaltsam und so flexibel beim Erzählen.
Was er mit seinem benebelten Gehirn selbst zur Kommunikation beitragen kann,
das kann man fast vergessen. Wenn er nicht halbwegs attraktiv aussehen würde,
dann hätte er bei seinem Alkoholkonsum absolut keine Chance beim Flirten.


Gibt es Hilfe für Paul?

Ja, die gibt es!
Er müsste testweise mal versuchen, ganz ohne Alkohol auszukommen.

Er lebt in der Einbildung:
Mit Null Promille im Blut kann ein Mann nicht auf Touren kommen.
Ohne Bier und Schnaps kostet es sehr viel Überwindung eine Frau
überhaupt anzusprechen. Mann, das weiß doch jeder.
Wie soll man eine Freundin finden, wenn man keinen Mumm in den Knochen hat.
Beziehungsweise im Kopf.

Vielleicht kommt unser Freund eines Tages auf die Idee,
dass der Alkohol die eigentliche Ursache für sein Versagen ist.
Das bedeutet nun nicht, dass man komplett darauf verzichten muss,
um eine Frau zu verführen.
Um sich ein wenig Mut anzutrinken, reicht ein einziger Drink:
vielleicht ein Wodka. Der macht leicht und beschwingt.
Ohne das Denken zu blockieren.


Das Problem bei Paul

Wenn er einmal angefangen hat zu trinken, dann hört er nicht mehr auf.
In seinem Fall wäre wohl der totale Fusel-Verzicht der goldene Weg.
Vielleicht werden die ersten 2 Flirt-Versuche ohne Mutmacher
in die Hose gehen. Na, wenn schon.

Irgendwann wird Paul merken:
Aber Hallo, es geht auch ohne.
Und zwar viel besser als er es sich erträumt hat. Wer hätte das gedacht?
Das schont die Gesundheit. Und nebenbei auch den Geldbeutel.

Als Wachmacher eignen sich Cola oder eine Tasse Kaffee viel besser als Alkohol.
Von irgendwelchen Ecstasy-Drogen wollen wir lieber gar nicht erst reden.

Jetzt geht’s auf einmal auch wunderbar beim Sex.
Pauls kleiner Freund da unten steht stramm wie eine Eiche.
Wenn er früher ein Mädchen unter Einfluss von Wodka
und Whisky ins Bett bekommen hat.
Dann musste sie ihm manchmal mit allen möglichen Liebes-Tricks Hilfestellung
leisten. Damit sein bestes Stück überhaupt eine Erektion bekam.

 

Auswirkungen von Alkohol auf Gesundheit und Fitness
Ich möchte die jungen Singles hier mit diesem Thema nicht langweilen.
Dennoch möchte ich ganz kurz auf die medizinischen Auswirkungen
des Alkohols eingehen. Wenn man Hochprozentiges nicht gerade in rauhen Mengen
zu sich nimmt: Dann werden diese Konsequenzen erst in vielen Jahren
oder gar Jahrzehnten deutlich zu spüren sein.

Was nach 2-3 Bier sofort aktuell wird, das ist der Promillespiegel im Blut.
Jeder sollte eigentlich so viel Verstand haben, das Auto stehen zu lassen.
Und sich mit dem Taxi nach Hause fahren lassen.
Wenn Sie in eine Polizeikontrolle kommen, ist der Führerschein
für eine gewisse Zeit weg. Es geht zum so genannten Idioten-Test.
Die Leberwerte werden streng kontrolliert.
Im Wiederholungsfall geht der Lappen vielleicht für immer verloren.

Relativ harmlos dagegen nimmt sich die Begegnung mit der WC-Schüssel aus.
Die Liebe zum Schnaps führt dazu, dass Sie hier oder da mal die Toilettenschüssel
küssen statt eine Frau. Am nächsten Morgen haben Sie einen Kater.
Und einen fürchterlichen Nachbrand.
Den Sie mit literweise Wasser löschen müssen.

Bier und Wein beeinflusst Gedächtnis und die Hirnfunktionen.
Deshalb konnte Pauls Denkapparat den fantasievollen Ausführungen
von Anna nicht lange folgen.
Außerdem beeinträchtigt Alkohol unsere motorischen Fähigkeiten:
Die Zunge wird schwer, der Gang wird wacklig und unsicher.


Die Wissenschaft sagt sinngemäß

Alkohol in geringen Maßen tut unserer Gesundheit gut.
Jeden Tag ein Glas Wein (insbesondere Rotwein) schützt vor Herzinfarkt und Krebs.
Und stärkt sogar unser Immunsystem. Denn in dem roten Tropfen befinden sich
allerlei nützliche Stoffe: zum Beispiel Antioxidantien.

In größeren Mengen jedoch wirkt Alkohol wie Gift.
Vor allem für unser Nerven- und Muskelzellen.
Auch für die Blutgefäße und fürs Herz.

Wenn ein Mensch jahrelang und regelmäßig Alkohol trinkt:
Dann geht die Reise in Richtung Leberverfettung. Das ist keine Allerwelts-Krankheit.
Das Heimtückische ist:
Eine misshandelte Leber verursacht erst dann Schmerzen, wenn es zu spät ist.
Wenn der Arzt die Diagnose stellt: Leberzirrhose oder gar Leberkrebs.

Alkoholkonsum geht oft einher mit Rauchen:
Was Zigarettenkonsum anrichtet: Darüber müssen wir nicht lange debattieren:
Raucherhusten, Bluthochdruck, Herzleiden, Lungenkrebs.

Diese Liste könnte man noch viel weiter führen.
Es soll hier aber nicht darum gehen, den Moralapostel zu spielen.
Sondern ich möchte nur ganz kurz ins Bewusstsein rufen,
was Sie sowieso schon wissen.
Das Fernsehen und die Zeitung sind voll von Berichten und Reportagen.

 

Okay Ihr Männer und auch Frauen,
soviel zum Thema “Alkohol beim Flirten”.
Ich denke, es leuchtet jedem ein, dass Bier, Wein und Co.
beim Anmachen einer Frau nicht wirklich gute Dienste leisten.

Ein Tröpfchen in Ehren kann durchaus helfen,
um sich ein klein wenig Mut anzutrinken.
Aber schon das zweite Glas ist zuviel –
Für den Fall, dass Sie ernsthaft planen, eine Frau für sich zu gewinnen.
Oder in die Kiste zu bekommen.

 

Lothar Mader

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